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Amazon verklagt seinen Betriebsrat, weil dieser gegen Leiharbeiterfirma ist

Der Online-Händler Amazon wurde wegen seiner Leiharbeiterfirma Trenkwalder stark kritisiert und will nun die befristetet Arbeitsverträge dieser Mitarbeiter verlängern.

Doch der Betriebsrat verweigerte die Zustimmung und wird nun von Amazon deshalb verklagt.

Der Betriebsrat will die behördliche Überprüfung der umstrittenen Leiharbeiter erst abwarten.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Klage, Amazon, Betriebsrat, Zeitarbeit
Quelle: www.welt.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.03.2013 13:13 Uhr von Borgir
 
+17 | -0
 
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Umstrittene Leiharbeitsfirmen gibt es in Hunderten von anderen Firmen auch und Klagen gegen den Betriebsrat und umgekehrt auch. Also nichts besonderes. Wer bei größeren Konzernen arbeitet erlebt das täglich.
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18.03.2013 15:02 Uhr von Gnarf456
 
+2 | -11
 
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Leiharbeit ist legal. Also, so what? Alles nur Kampagne.
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18.03.2013 15:06 Uhr von SN_Spitfire
 
+11 | -1
 
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Na da hat uns Gevatter Schröder ja was schönes eingebrockt.

Nicht nur Hartz IV, nein... Es kommt noch ein viel größeres Problem auf uns zu.

Die gesellschaftliche Spaltung und die daraus resultierenden Unruhen. Lasst da noch ein paar Jahre (kein Jahrzehnt mehr!) ins Land gehen und hierzulande wütet der Mob auf der Straße.
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18.03.2013 16:27 Uhr von helldog666
 
+9 | -0
 
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Zeitarbeit, die Abwärtsspirale für die Wirtschaft, Leute die nur noch genug verdienen um zu existieren, können nicht konsumieren und damit auch nicht die Wirtschaft ankurbeln, einfaches Plus Minus verdammte Kacke!!!
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18.03.2013 17:08 Uhr von Didi1985
 
+3 | -0
 
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Da kommt doch wieder raus, wie Amazon in Wirklichkeit tickt! Alle beschwichtenden Worte waren umsonst.
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18.03.2013 17:35 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -3
 
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Ich frage mich immer ob wir OHNE Zeitarbeit eventuell 3 Millionen Arbeitslose mehr hätten - oder ob die Zeitarbeit andere Arbeitsplätze einfach verdrängt hat.
Es ist ja nicht so, dass Zeitarbeit für die Firmen billig zu haben ist - sondern bei Krankheit und Urlaub sofort Ersatz kommt, und man die Leute sofort wieder los wird.
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18.03.2013 19:48 Uhr von rolf.w
 
+1 | -1
 
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@Zeus35
"...bezahlt 9-11€, dadurch ergeben sich Lohnkosten um die 35€...."

Wie kommen denn bei 11€ Lohn Lohnkosten von 35€ zustande??
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18.03.2013 20:04 Uhr von rolf.w
 
+1 | -2
 
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"Es ist ja nicht so, dass Zeitarbeit für die Firmen billig zu haben ist - sondern bei Krankheit und Urlaub sofort Ersatz kommt, und man die Leute sofort wieder los wird."

Das einzige das stimmt ist, dass man die Leute schnell wieder los wird. So einfach ist es gar nicht, SOFORT Ersatz zu bekommen. Wer um 6 Uhr zur Frühschicht antreten soll und krank ist meldet sich bei seinem Personaldisponenten, kann dem aber noch gar nicht sagen, wie lange er wahrscheinlich krank sein wird, denn die ärztliche Diagnose fehlt ja noch.
Also wird es in dieser Frühschicht wohl kaum Ersatz geben.
Und Ersatz haben die Leihfirmen im Gemeinen auch nicht in rauen Mengen herumliegen, das würde ja Geld kosten.
Im Gegenteil, die Leih-Firma muss teilweise erst Leute für Einsätze rekrutieren, stellt diese befristet ein und wenn der Einsatz vorbei ist laufen die Verträge aus.
Nun ist vielleicht der Leiharbeiter eingearbeitet im Entleiherbetrieb, steht aber auf der Straße. Ob er für einen erneuten Einsatz zur Verfügung steht ist fraglich.
Also darf der Entleiher wieder einen neuen anlernen.
Und Du weißt als Entleiher nie, wen Dir die Leihfirma schickt. Die preisen ja ihre Mitarbeiter an als seien es "Übermenschen"- und was da kommt ist oft lahm, denkfaul und der deutschen Sprache nur bruchstückhaft mächtig.

Leiharbeiter mögen für viele Firmen einfach nur "einfach zu handhaben" sein, ob sie aber der Entleihfirma mehr nutzen als befristet angestellte eigene Leute wage ich in den meisten Fällen zu bezweifeln.
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19.03.2013 14:57 Uhr von Borgir
 
+2 | -0
 
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Man muss immer wieder betonen: Der Betriebsrat bei Amazon macht es schon richtig, indem er nun klagt um in den Medien zu bleiben. Aber Leiharbeit ist etwas vollkommen legales in Deutschland. Da ändert auch eine Klage des Betriebsrates nichts. Amazon bedient sich legaler Mittel, welche von der deutschen Politik möglich gemacht wurden.

Wenn man jemanden angreifen will wegen Leiharbeit, so muss man die Politik angreifen, sonst niemanden.
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19.03.2013 15:54 Uhr von rolf.w
 
+1 | -1
 
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@Zeus35
"...sowie Fixkosten für Gebäude, Energie, Fahrzeuge, Vorgesetzte, Werkzeug,..."

Das sind aber eher Betriebskosten, welche auch noch auf den "Preis" des Leiharbeiters aufgeschlagen werden müssen.
Oder bringen bei euch die Leiharbeiter Zelte, Stromgeneratoren, Stapler/Kräne/LKWs, Werkzeuge und auch noch ihre eigenen Vorgesetzten für den Preis mit?

Die oben zitierten Kosten fallen bei fest angestellten Mitarbeitern ebenso wie für Leiharbeiter an. Einzig was ich mir vorstellen könnte wäre, dass man die Kosten für den Leiharbeiter steuerlich anders absetzen kann als für eigene Mitarbeiter.
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19.03.2013 18:55 Uhr von rolf.w
 
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@Zeus35

Entweder wir reden aneinander vorbei oder verstehen uns nicht. Du machst aus 11 Euro Bruttolohn 35 Euro Lohnkosten, aber Du rechnest keine Lohn-/Lohnnebenkosten sondern Betriebskosten.
So etwas macht man bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung eines Betriebes bzw der Kalkulation des Verkaufspreises, aber das hat mit Lohnkosten doch nichts zu tun.

Energie wird bei der Produktion benötigt, egal ob eigene MA oder Leihkräfte. Ebenso Maschinen, Gebäude, Werkzeug etc.

So zu tun als würden diese Kosten variieren je nach Art des Arbeiters ist nicht korrekt.
Und ja, die Leihmitarbeiter nutzen das vor Ort befindliche Material/Werkzeug - aber das würden eigene MA auch tun, würde man denn welche einstellen. Und die Leiharbeiter werden nicht angefordert um Kosten zu generieren, sondern um zu produzieren was man mit den eigenen Leuten nicht schaffen würde. Keine FA ruft sich Leiharbeiter aus reiner Nächstenliebe ins Haus.

Zu behaupten, ein Leiharbeiter wäre (grundsätzlich) billiger als die eigenen Leute ist pauschal so nicht richtig, es kommt auf das Lohngefüge der jeweiligen FA an.

Ein Leih-Lagerhelfer zB. bekommt von seiner Leihfa. im Westen 8,19 ca. Die Leihfa. rechnet zwischen 13 und 17 Euro plus MWSt ab. Damit muss sich aber auch die Leihfa. mit allen Kosten (Büro, Personaldisponent, Firmenwagen, etc) finanzieren.

Als fest eingestellter Mitarbeiter bekäme dieser Lagerhelfer vielleicht 9,50 Euro(vielleicht) aber was ist wohl günstiger, 9,50 Euro plus Nebenkosten oder gleich 13-17 Euro an die Leihfirma zu zahlen?
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20.03.2013 16:09 Uhr von rolf.w
 
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@Zeus35

"Die 35€ sind der Stundensatz mit dem gerechnet werden muss, um alle anfallenden Kosten im laufenden Betrieb zu bezahlen."

Das ist doch in etwa das, was ich sage. Diese 35 Euro beinhalten Lohn- und Lohnnebenkosten, sie bestehen aber nicht ausschließlich daraus.

"Was Du nicht verstehst ist der unterschiedlich lange Rattenschwanz an Betriebskosten zwischen einer Firma aus dem Dienstleistungssektor oder Produzierenden Gewerbe, und dem bisschen Verwaltung was bei einer Leihfirma anfällt."

Darüber haben wir nie gesprochen, Grundaussage/frage war, ob die Produktion mit Leiharbeitern billiger für den Entleiher ist, als ob er feste Mitarbeiter einsetzt.

"Wenn man 100 oder mehr Leiher hat, warum soll das nicht gehen?"

Das war nur ein Vergleich, dass die reinen Lohnnebenkosten nicht so hoch sind, als dass sie die Gesamtlohnkosten mehr als verdreifachen.

"Wegen dem Werkzeug, wenn die Verleihfirma keins kauft, verringern sich doch ihre Betriebskosten, oder nicht?"

Aber nicht die des Entleiher, der entsprechendes Material zur Verfügung stellen muss. Dass ein Verleiher andere Kosten hat als ein produzierender Betrieb war gar nicht die Frage.

"Auf dem ersten Blick ist sicherlich der Festangestellte billiger, aber den müssen die Firmen auch bezahlen wenn er krank ist, im Urlaub,...."

Natürlich, nur, für gewöhnlich werden Leiharbeiter im Falle von Krankheit/Urlaub ersetzt - das Argument ist also so nicht schlüssig. Nur weil der Leiharbeiter krank/im Urlaub ist, verändert sich nicht die Auftragslage im Entleihbetrieb.
Im Gegenteil, sind feste Mitarbeiter länger krank oder im Urlaub werden oft Leiharbeiter als Ersatz geholt, deren Kosten noch on Top anfallen.

Sparen mit Leiharbeitern, ein Mythos der sich in den Köpfen festgebrannt hat. In Wahrheit wird es fast immer teurer und rechnet sich (vielleicht) durch Steuerabschreibungen, wenn man die Kosten die durch den Leiharbeiter anfallen als Betriebskosten absetzen kann.
Aber ich bin kein Steuerfachmann und kenne das genaue Vorgehen da nicht.

Fakt ist, als Lohnnebenkosten bei 11 Euro Bruttolohn kann man ungefähr mit 2,50 Euro bis 3,50 Euro rechnen. Alles andere ist eine Falschmeldung und unseriös. Dazu kannst Du die Erklärungen zu "Lohnnebenkosten" bei Wikipedia nachlesen.

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