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Gegen Amazon-Macht: Subventionen für unabhängige Buchhandlungen im Gespräch

Der Online-Händler Amazon droht immer mehr kleine und unabhängige Buchhandlungen zu verdrängen. Nun gibt es eine Idee, wie man dies verhindern kann.

Ähnlich wie bei Programmkinos sollen diese subventioniert werden. Auf der Leipziger Buchmesse äußerte sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann jedoch nicht zu diesem Vorschlag.

Stefan Weidle, Verleger und Vorstandsvorsitzender der Kurt-Wolff-Stiftung, drängt zu einer Entscheidung: "Entweder verabschieden wir uns von dem Buchhandel, wie wir ihn kennen, und überlassen Amazon das Feld, oder wir müssen jetzt Maßnahmen ergreifen."


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Amazon, Gespräch, Macht, Subvention, Buchhandel
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.03.2013 12:59 Uhr von Gnarf456
 
+6 | -1
 
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Nach der Lex Google jetzt die Lex Amazon? Naja, wen wundert es noch, gerade weil Amazon-Bashing im Moment in ist. Dabei ist im "Buchhandel, wie wir ihn kennen" auch nicht alles Gold, was glänzt.
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18.03.2013 13:00 Uhr von re1nz
 
+10 | -2
 
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wir verabschieden uns vom buchhandel wie wir ihn kennen: tschüß buchhandel...


der käufer entscheidet, und wieso soll ich 30 min durch die stadt laufen um mir ein buch zu kaufen, wenn ich es doch online ohne versandkosten bekomme?!

wer überlebt bleibt eine entscheidung der käufer, also müssen die lokalen buchhändler ihren vorteil auch mal nutzen und sich nicht nur auf lehrbuchbestellungen u. ä. verlassen, versteh das prob nich... demnächst werden noch fachhändler für unterhaltungselektronik unterstützt weil alle das zeug nur noch online kaufen, gehts?!
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18.03.2013 13:09 Uhr von wrazer
 
+6 | -2
 
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"Unabhängiger Buchhandel"? von wem is Amazon den Abhängig?

Warum spielt das so eine Rolle, dass die kleinen Buchhändler Pleite gehen? Die Tante-Emma Läden wurden auch nicht subventioniert. Kleine Handwerksbetriebe, kleine IT-Firmen, kleine Friseuregeschäfte. Sollte dann auch subventioniert werden oder nich?

Amazon bietet zur Zeit das was der Kunde sich wünscht. Und wenn das mal nicht mehr so ist, werden auch alternativen wieder attraktiver. Für mich ist das eine unnütze Regulierng der Marktwirtschaft für die der Steuerzahler aufkommen muss.

Ich hoffe auf Gegenmeinungen, aber bitte mit Argumenten. Man lernt ja nie aus.
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18.03.2013 13:29 Uhr von rubberduck09
 
+1 | -0
 
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Ich suche schon lange ein Buch mit bestimmtem Inhalt (hab das als Jugendlicher mal gelesen).

Bisher konnte mir kein Buchladen weiterhelfen. Das sollte aber u.a. der entsprechende Mehrwert sein den man Online nicht bekommt.
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18.03.2013 13:36 Uhr von no_trespassing
 
+1 | -3
 
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Amazon hätte keine Chance, wenn sie in Deutschland wie die Buchhandlungen versteuern müssten.
Amazon heuerte eine WiPrü-Gesellschaft zwecks Steuerberatung an und nun schaut mal eure Rechnungen an. So wie bei eBay auch werden die Umsätze alle in Luxemburg versteuert.

Da Buchhändler diese Möglichkeit nicht haben, ist eine Subvention nur logisch. Oder aber es müsste irgendwie das Steuerschlupfloch Amazons gestopft werden.
Verabschiedet euch aber dann von den günstigen Preisen.

Ich versteh nicht, warum hier viele das Modell Amazon verteidigen. Der Konzern steht für alles, was gegen die Soziale Marktwirtschaft ist.

Amazon:

- Versteuerung: Luxemburg
- Mitarbeiter: (oft ungelernte) Leiharbeiter, darunter viele Lageristen (900-1200 EUR brutto)

Buchhandel:

- Versteuerung: Deutschland
- Mitarbeiter: Meist Bibliothekare und Fachangestellte für den Buchhandel (ab 2500 brutto)



[ nachträglich editiert von no_trespassing ]
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18.03.2013 14:19 Uhr von psycoman
 
+4 | -1
 
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Fördert man dann auch C&A oder die kleine Boutique im Einkaufszentrum soiwe den Spielzeugladen nebenan?
Amazon verkauft ja nicht nur Bücher.

Ich störbere gerne in Buchläden, weil ich mir da auch die Bücher ansehen kann bevor ich sie kaufe, um Papier, Schriftgröße, Bindung und so weiter zu beurteilen.

Aber bequemer ist nun einfach der Internethandel. Die Bücher, Filme et cetera werden mir direkt nach hause gebracht.

Da man ja meistens arbeiten muss, wenn das Paket kommt, muss ich vielleicht zum Nachbarn oder zur Post/Packstation. Selbst dann ist es schneller als alles einzeln in verschiedenen Läden zu besorgen.

Was hindert den Buchhandel eigentlich daran einen Onlineversandhandel aufzubauen? Da hat Amazon ja kein Patent drauf?

Wenn der Buchhandel das verpennt hat, muss man nicht über Amazon meckern.
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20.03.2013 17:17 Uhr von re1nz
 
+0 | -0
 
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@no_trespassing

dann erzähl mir mal, was eine buchhandlung daran hindert, ein tocherunternehmen in luxenburg zu betreiben, welches dann auch so geringe abgaben wie amazon fahren kann?!

mitarbeiter?! joar sry, wenn die leute sich als leiharbeiter oder sonst was verarschen lassen und für 900 euro losrennen, dann ist das nicht das prob von amazon. es müssten halt genug nein sagen, solange es noch immer menschen gibt, die für nichts arbeiten gehen wird sich das prob nicht lösen. hauptsache arbeit zählt eben nicht! ich bin gegen sozialschmarotzer, aber solange es keinen fairen lohn gibt sollte keiner auf solche angebote einsteigen... amazon bestimmt auch nicht unbedingt den lohn/das gehalt der leiharbeiter....

in meinen örtlichen buchhandel arbeit vllt n fachangestellter, aber wenn diese zwei 30 jahren keine weiterbildungen/messen besucht haben, bringt mir das auch nix sry... und so sind meine erfahrungen...

ps: versteuern in dland ist sicher schöner, amazon scheint das jedoch auf der ganzen welt so zu machen. wieso auch nicht, man sollte sich schon ein passendes land suchen und die rechnungen zentral stellen is doch ok. solange dadurch arbeitsplätze entstehen... immer her damit

die leute können nicht immer den billigsten preis verlangen und dann rumheulen, wenn sich alte dinge im preiskampf verabschieden... ich seh für mich und für dland kein mehrwert bei buchhandlungen... nicht wenn ich fähig bin ein inet-gängiges gerät zu bedienen.
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20.03.2013 20:14 Uhr von erw
 
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Das Spielchen hatten wir doch schon mit den Tante-Emma-Läden vs. Supermärkte. Wir wissen alle, wie es endete. Heute gibt es alles aus dem Supermarkt, einzelne Dinge zu höheren Preisen, aber mit verlängerten Öffnungszeiten ausm Kiosk und Obst/Gemüse nur noch von z.B. Deutschtürken (Deutsche haben wegen fallender Gewinnmargen schon lange aufgegeben). Die Buchhändler kämpfen seit Jahren dagegen an und scheinen nicht erst durch Amazon in der Klemme zu stecken. Sie werden verlieren...

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