16.03.13 20:50 Uhr
 685
 

EU-Gesetz gegen schlechte Zahlungsmoral der Behörden

Am heutigen Samstag tritt ein EU-Gesetz gegen die schlechte Zahlungsmoral zahlreicher Behörden in Europa in Kraft. Viele Unternehmen gehen pleite, da Rechnungen von den Behörden nicht fristgerecht beglichen werden.

Dieses Problem besteht vor allem in vielen südeuropäischen Ländern, weshalb die EU reagierte. So steht zum Beispiel Italien bei vielen Unternehmen mit insgesamt 70 Milliarden Euro in der Kreide. Beschlossen wurde dieses Gesetz vor zwei Jahren, doch nun ist die Frist abgelaufen.

Eigentlich hätte jedes EU-Mitglied diese Richtlinie mittlerweile in nationales Recht umsetzen müssen, tatsächlich geschehen ist dies jedoch bislang gerade einmal in neun EU-Staaten. Ab sofort kann damit jedes Unternehmen seine Forderungen einklagen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: blonx
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: EU, Gesetz, Behörde, Zahlungsmoral
Quelle: www.tagesschau.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Dakota-Pipeline: Donald Trump wird Baustopp wohl aufheben - Er hat Anteile
Sparmaßnahmen: Air Berlin streicht Flüge nach Mallorca
Umfrage: Personalchefs kritisieren Uni-Absolventen als unselbstständig

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
16.03.2013 21:17 Uhr von ptahotep
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Ähm?
War es bisher in Deutschland nicht so das ein Gläubiger nach Ablauf des vereinbarten Zahlungstermin gleich zu einem Amtsgericht gehen konnte und dort einen Mahnbescheid und gegebenenfalls einen vollstreckbaren Titel gegenüber dem Schuldner erwirken konnte?
*Grübel*
Kommentar ansehen
16.03.2013 21:23 Uhr von blonx
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
In Deutschland ja. Hier gelten sehr viel strengere Regeln als in anderen europäischen Ländern.
Dieses wollte die EU mit Ihrem Gesetz vereinheitlichen.
Jedoch wurde dieser Plan von den wenigsten Ländern auch umgesetzt.
Eigentlich nicht verwunderlich, wenn der italienische Staat alleine fast 70 Milliarden offene Rechnungen hat.
Kommentar ansehen
16.03.2013 22:10 Uhr von ptahotep
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Dann verstehe ich nicht warum diese EU-Verordnung nicht schon längst in nationales Recht übernommen wurde.
AFAIK stellen die EU-Verordnungen Rahmenbedingungen dar, die eine detailliertere Ausführung durchaus zulassen. Das bedeutet: In der bestehenden nationalen Gesetzgebung einfach die Sachen übernehmen die restriktiver sind und in der Präambel oder Beschreibung des Gesetzes den Hinweis "Gemäß EU-Verordnung in Abkommen der Europäischen Union" hinschreiben.
Thema gegessen.
Oder sehe ich das zu einfach?
Kommentar ansehen
16.03.2013 22:29 Uhr von blonx
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
So sollte es sein und war auch von der EU und so manchem Staat, wie Deutschland gewollt.
Doch die Ansicht hat leider nicht jede Regierung.
Vor allem, wenn dieses Gesetz zum eigenen Nachteil ist.
Ich kenne nicht alle Zahlen und Fakten, aber Italien ist mit Sicherheit nicht der einzige Staat, der sich mit diesem Gesetz ins eigene Bein schneiden würde.
Daher auch keine Umsetzung.
Aber ab jetzt dürfen die geprellten Unternehmen vor Gericht ziehen und haben gute Chancen, dann ihr Geld auch zu bekommen.
Kommentar ansehen
17.03.2013 09:08 Uhr von Phyra
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
kam nicht erst neulich die nachricht, dass die eu selbst noch forderungen in der hoehe von 200mrd € zu begleichen hat?

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Lohne: Junger Autofahrer fuhr gegen einen Baum
Argentinien: Eltern von missbrauchten Kindern lynchen Täter
Freiburg: Was passiert mit dem Verdächtigen ?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?