15.03.13 21:25 Uhr
 236
 

Vatikan: "Kampagne" gegen Franziskus in Bezug auf die Militärdiktatur?

Der Vatikan verurteilt sämtliche Berichte, die von einem Fehlverhalten von Franziskus zur Zeit der Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983) sprechen. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, dies sei eine rufschädigende und verleumderische Kampagne gegen den neuen Pontifex.

Im Mittelpunkt der Kritik steht das Verhalten Bergoglios in Bezug auf die beiden Priester Orlando Yorio und Francisco Jalics. Die beiden Männer wurden 1976 verschleppt und von der Junta gefoltert. Konkret wirft man Franziskus vor, nicht genug gegen diese Verschleppung getan zu haben.

Bergoglio selbst sagte in diesem Zusammenhang, dass er den beiden Priestern geraten habe, ihre Arbeit in den Elendsvierteln aufzugeben. Während Jalics dem Pontifex verziehen hat und gemeinsam mit ihm eine Messe feierte, warf der 2000 verstorbene Yorio ihm vor, ihn an die Junta ausgeliefert zu haben.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: blonx
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Vatikan, Kampagne, Bezug, Militärdiktatur
Quelle: www.tagesschau.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Bushido oder Kay One sind weder King noch Prince
Fidel Castro auf Kuba beerdigt: Tausende nehmen Abschied
Literaturnobelpreis: Bob Dylan lässt Rede vorlesen, Patti Smith wird Song singen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
15.03.2013 21:45 Uhr von Ken Iso
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
fängt ja gut an. Ich hab auch iwo gelesen, dass der die Diktatur auch sonst sehr gut toleriert haben soll.

Naja, der alte war ja auch nur in der SS... oder wars die HJ..
Kommentar ansehen
16.03.2013 00:09 Uhr von blonx
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
@ Ken Iso
Wohl eher keins von beiden.
Jorge Mario Bergoglio wurde am 17. Dezember 1936 als Kind italienischer Einwanderer in Argentinien geboren.
Da wäre es schwierig bzw unmöglich geworden mit SS oder auch mit der HJ.
Falsches Land, falsches Alter.
UNd wer in einer Diktatur überlebt, heißt nicht unbedingt, dass er diese auch gut findet bzw mit ihr zusammenarbeitet.
Aber als Bischof in damaliger Zeit hatte er einen gewissen Einfluss.
Kommentar ansehen
16.03.2013 01:26 Uhr von meisterthomas
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Kirche, eine moralische Institution — ohne moralische Glaubwürdigkeit?

Ihre moralische Glaubwürdigkeit hat die katholisch Kirche spätestens als Kollaborateur mit den Nazis eingebüßt. Ob sie nun aktiv oder passiv kollaborierte, erscheint nebensächlich.

Kaum anders hat sich die katholische Kirche in Argentinien noch in den siebziger Jahren verhalten. Auch sie kollaborierte mit der Militärjunta und nahm das Verschwinden von dreizigtausend Argentiniern mehr oder weniger stillschweigend hin.
Aktuell wissen wir um die katholische Kirche und ihren Umgang mit den heute so genannten Missbrauchsopfern.

Zweifellos ist auch Papst, Franziskus ein Kind seiner Zeit.
Aber mit der Globalisierung zerbricht auch das moralische Monopol der Kirchen und bricht auch für sie ein neues Zeitalter heran.

Nicht Unfehlbarkeit, sondern Aufklärung und Reue begründen Glaubwürdigkeit.Nicht das Vergessen, sondern das Lernen auch aus den eigenen Fehlern.Und nicht zuletzt auch aus den Fehlern, des Sozialisten feindlichen Papstes, Johannes in Latein Amerika.

Leben, das ist ein Balanceakt zwischen Identität und Opportunität.
Moral und Glaube aber sind ein Anspruch der Menschen gegenüber den Mächtigen.

Auch Papst Franziskus läuft Gefahr, sich mehr für den Erhalt der Institution Kirche, als für die Menschen einzusetzen.


http://de.wikipedia.org/...
Kommentar ansehen
16.03.2013 02:19 Uhr von blonx
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
So lasst uns die erste atheistische Kirche in Deutschland gründen und es den Briten gleichtun.
Ehemalige Kirchenhäuser zu sonntäglichen Treffen nutzen und die wenigen positiven Dinge der Religionen zelebrieren. Das menschliche Miteinander.
Ich wäre dabei.
Kommentar ansehen
16.03.2013 05:27 Uhr von Bastelpeter
 
+2 | -5
 
ANZEIGEN
Ein freiwilliger Rücktritt wäre jetzt die einzige richtige Reaktion.
Kommentar ansehen
16.03.2013 09:45 Uhr von Tinnu
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Es gibt niemanden in der Kirche, der keinen Dreck am stecken hat.
Das einzige was man tun kann ist austreten und den Scheiß nicht auch noch finanzieren.
Kommentar ansehen
18.03.2013 13:38 Uhr von Borgir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die Frage ist immer wie man "genug tun" definiert. Jeder wird immer was finden, das er bei einem anderen als "nicht genug getan" bezeichnen kann.

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Chinesische Medien bezeichnen Donald Trump als "diplomatischen Anfänger"
Sahra Wagenknecht gibt Russia Today Interview und kritisiert Angela Merkel
Österreich: Haus von Inzesttäter Josef Fritzl verkauft


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?