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Estland: Gerichtsvorladungen werden nun über Facebook verschickt

Estland wird wegen seiner Leidenschaft für das Internet oft auch "E-stonia" genannt. Nun lädt man gemäß eines neuen Gesetzes Angeklagte und Zeugen, nachdem der Kontakt auf traditionellem Weg scheitert, über Facebook und Twitter vor.

Damit will man gegen die oft endlos in die Länge gezogenen Prozesse kämpfen, da es in Estland keine Meldepflicht gibt. Zudem will man dadurch Kosten- und Verwaltungsaufwand senken. "Unsere Gerichtsdiener waren zuletzt eher Postangestellte", kritisiert eine Richterin.

Nachdem ein Adressat eine Facebook- oder Twitter-Nachricht mit einem Internet-Link zu den Gerichtsunterlagen erhält und er den Link öffnet und sich mit dem elektronischen Ausweis angemeldet hat, gilt das Dokument als rechtlich zugestellt.


WebReporter: 3Pac
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Gericht, Facebook, Justiz, Einladung, Estland
Quelle: www.haz.de

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