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Rentenkassen sollen von Selbstständigen und Beamten gerettet werden

Eine neue Studie der Ruhr-Universität Bochum, im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, bestätigt die Unsicherheit der Rente. Es müsse erhebliche Rentenkürzungen und Beitragserhöhungen geben. Das Renteneintrittsalter soll bis 2060 auf 69 Jahre gesteigert werden.

Um die Rente zu sichern, sollen künftig auch die Beamten und sogar Selbstständige zwangsversichert werden. Diese Art der Bürgerversicherung wird vor allem von der SPD gewünscht. Wolfgang Nagl vom Ifo-Institut ist skeptisch. Das Problem der Finanzierung würde so nur zeitlich nach hinten verschoben.

FDP-Vize-Vorsitzender Heinrich Kolb hält die Studie wegen des langen Betrachtungszeitraums für Kaffeesatz-Leserei. "Solange in der Rentenversicherung das Äquivalenzprinzip gelte, bringe es nichts, Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Versorgung mit aufzunehmen."


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WebReporter: colomb23
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Rentenversicherung, Selbstständige, Bürgerversicherung, Solidarsystem
Quelle: www.welt.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2013 08:41 Uhr von psycoman
 
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Wo wäre denn der Nutzen? Beamte haben doch nie eingezahlt und auch nichts erhalten. Wenn Beamte zukünftig Beiträge zahlen, haben sie dann nicht auch Anspruch auf Leistungen? Also sehe ich hier nicht den Gewinn.

Der Staat behält einen Teil der Beamtengehälter ein und soll davon Rücklagen für die Pensionen bilden. Ob das gemacht wird, ist fraglich. Wenn jetzt alle Beamte in die Rentenkasse kommen, dann hat man doch plötzlich viel mehr Empfänger, auch wenn es dann mehr Einzahler gibt.

Müsste dann nicht das Bruttogehalt der Beamten steigen, damit man den selben Beitragssatz wie bei Angestellten erheben kann, ohne dass die Leute weniger Verdienen als zuvor?

Selbständige werden sich auch bedanken. Kann man jetzt schon freiwillig Rente zahlen oder muss man privat vorsorgen?

Natürlich würde es die Sache vereinfachen, wenn einfach alle, egal ob Angestellte, Beamte, Selbständige oder sonstwer, eben jeder der Einkommen hat, in die gleiche Kasse zahlt und auch daraus Leistungen bekommt.

[ nachträglich editiert von psycoman ]
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12.03.2013 11:09 Uhr von psycoman
 
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@voice36:
"Beamte haben doch nie eingezahlt und auch nichts erhalten ..
Die fetten Pensionen , der Beamten zahlen sich also von allein..wußte ich auch noch nicht"

Nein, die werden aus Steuergelder und Rücklagen bezahlt. Wie ich schon sagte, Beamte haben aber dennoch nicht in die Rentenkasse eingeazahlt und bekommmen auch kein Geld daraus.

Pensionen werden aus einem anderen Topf bezahlt, der natürlich durch Steuergelder bezahlt wird, die jeder, auch Beamte, zahlt. Dadurch hat die Rentenkasse aber keine cent weniger.

Daher wäre es eine Zusatzbelastung der Rentenkassen, weil Beamte dann zwar Beiträge zahlen, dann aber logischerweise auch Leistungen erhalten würden.

Trotzdem wäre ein Top für alle einfacher. Jeder zahlt ein, jeder bekommt Geld daraus. Nicht verschiedene Renten- und Pensionskassen.

@Nenn mich König
"Was denkst du denn wer die Geheälter und Pensionen/Renten der Beamten und Politiker bezahlt?

Die bekommen eine Pension/Rente obwohl sie nie dafür eingezahlt haben, verstehst ?"

Ja, verstehe ich durchaus, siehe oben.

Der Staat soll ja Rücklagen bilden, aus denen die Pensionskosten beglichen werden. Wenn der Staat das nicht macht, ist das natürlich dumm.
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12.03.2013 11:46 Uhr von tafkad
 
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@trara123456789

Also weniger Gehalt bekommen Beamte nur wenn Du es mit Topverdienern in der Wirtschaft vergleichst. Wenn ich mir aber nun als bsp. die Schreibkräfte beim Zoll anschaue. Die haben gut geregelte Arbeitszeiten, nicht wirklich übermäßig zu tun und verdienen weit aus mehr als so manch einer der 40h+ die Woche in der Werkstatt arbeitet. Rente bzw. Pension bekommen Sie ebenfalls mehr.

Richtig wäre es wenn es nur eine staatliche Altersvorsorge gibt und diese ähnlich der Pension finanziert wird.

Im Grunde wird das System derzeit darauf hinauslaufen, das am Schluss nur noch Beamte von der nicht privaten Altersvorsorge leben können. Der Rest wird untergehen, weil für Private Altersvorsorge kein Geld da ist.
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12.03.2013 13:39 Uhr von tafkad
 
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@trara

Schön, so ist es der Tod des kleinen Arbeiters der sich 40h die Woche X Jahre bis ca 60 den Buckel kaputt geschuftet hat und nun von seinen "40%" nochmal Abzüge erhält und somit eh nur den H4 Satz bekommt. Dagegen haben Pensionäre es schön und leicht. Und ja Frauen bekommen für Kinder Rentenpunkte. Wenn Sie danach nicht mehr arbeiten gehen bekommen Sie keine mehr. Aber wer es sich leisten kann nicht arbeiten zu gehen weil der Mann so viel verdient, ja da braucht auch keine Frau Rentenpunkte. In dem Fall ist der Mann für die Frau verantwortlich, siehe Unterhalt. Umgekehrt gilt das genauso.

Die einzige Alternative ist ich bekomme mein eingezahltes Geld wieder und kann es komplett selbst anlegen.
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12.03.2013 14:19 Uhr von Sonny61
 
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Das wird ja auch Zeit.
Mit welchem Recht zahlen die Beamten nicht´s ein aber bekommen satte Pensionen ! ! !
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12.03.2013 14:48 Uhr von BringSun
 
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Theoretisch müssten alle Kassen voll sein, die geburtenreichen Jahrgänge arbeiten und die Ökosteuer für Benzin wurde ja deswegen auch extra eingeführt.....
Ich seh es schon bei meinem Vater mit 14 angefangen zu arbeiten un er soll erst mit 67 in Rente...
Wo fliest das ganze Geld hin???? Zinzeszins
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12.03.2013 16:43 Uhr von Maaaa
 
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Alle rein, auch Politiker, in der Schweiz ist das so.
Die haben gute Renten und sind zufrieden.
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12.03.2013 21:29 Uhr von shadow#
 
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Unsere Renten hat Kohl verbraten.
Und dass die Selbständigen nicht einzahlen wollen ist klar - schließlich gibt es die Rente auf Hartz4-Niveau auch kostenlos.

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