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Pakistan: Christen nach Blasphemie-Vorwurf aus Angst um ihr Leben auf der Flucht

In der pakistanischen Stadt Lahore befinden sich Christen aus Angst vor einem randalierenden und zum Töten bereiten Mob auf der Flucht. Häuser von Christen wurden niedergebrannt, Christen rennen um ihr Leben. Der Grund für die ausufernde Gewalt ist der Blasphemie-Vorwurf eines muslimischen Friseurs.

Der hatte behauptet, ein Christ hätte "immer mal wieder" ungehörige Sprüche von sich gegeben, mit dem Ziel, Muslime zu verärgern. Muslime, die sich vor dem Haus des Christen versammelt hatten, wurden gefragt, ob sie die blasphemischen Sprüche selber gehört hätten. Dies wurde von allen verneint.

"Aber es wird schon stimmen. Warum sollte sonst unser Bruder diesem Mann Blasphemie vorwerfen", so einer. Der Beschuldigte befindet sich in Haft, die Menge jedoch kocht. "Wenn wir den Gesuchten finden, werden wir ihn in Stücke schneiden", so ein Mann, der von anderen "Korangelehrter" genannt wird.


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WebReporter: poseidon17
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Leben, Angst, Flucht, Pakistan, Vorwurf, Blasphemie
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.03.2013 18:58 Uhr von poseidon17
 
+18 | -5
 
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Und wieder einmal die unverblümte Friedlichkeit und Herzlichkeit des Islam, der aber mit dem Islam natürlich wieder nichts zu tun hat. Also wie immer, wenn "Rechtgläubige" andere Menschen massakrieren. Irgendwas hat irgendjemand wieder mal falsch verstanden.

Die Quelle ist sehr umfangreich, bei Interesse bitte lesen, da sind weitere Fälle von angeblicher Blasphemie beschrieben.

Ach ja, Hetze-Vorwürfe bitte direkt an den Spiegel und dessen Autor Hasnain Kazim in Islamabad. Danke.
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09.03.2013 20:33 Uhr von Pils28
 
+2 | -11
 
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Kein Veirteljahrhundert vergeht in Europa ohne genozid, da schimpft man schon auf fremde Kulturen und ihre Gewalttätigkeit! ;-)
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09.03.2013 21:34 Uhr von Bleifuss88
 
+4 | -0
 
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Die scheinen ja mächtig Angst zu haben ihr Glauben könnte falsch sein. Wenn sie als einzige in den Himmel kommen wozu sich dann um die anderen scheren? Selbstreflexion scheint im Islam echt ein Problem zu sein.
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09.03.2013 22:48 Uhr von Pils28
 
+1 | -9
 
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Unter dem Strich ist da gar nichts passiert. Und alles weitere aus nicht direkt belastbarer Quelle.
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09.03.2013 22:58 Uhr von Maaaa
 
+2 | -0
 
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...Unter dem Strich ist da.....
Es sind Häuser niedergebrannt worden - ist das nichts?
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09.03.2013 23:04 Uhr von Pils28
 
+1 | -11
 
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10.03.2013 15:12 Uhr von Pils28
 
+2 | -4
 
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Momentan sind eine handvoll islamischer Staaten von Westmächten besetzt und weitere werden öffentlich bedroht. Die letzten Jahren sind eine halbe Million Moslems der Besatzungen zum Opfer gefallen. Das was wir Terroristen nennen, nennen wir je nach Bedarf Rebellen, Aufständische, oder Mitglieder des Widerstands, je nach politischem Interesse. Dümmlich bin ich vermutlich nicht, Ignorant vermutlich ebenso wenig. Bin eher Traditionalist, was Außenpolitik angeht. Eine Brandstiftung 6000km entfernt ist auch aus religiösen Gründen, ist für mich nicht direkt ein Grund, um gegen ganze Religionen zu hetzen. Geht mich nicht direkt was an und Kriege sollten nur zur Verteidigung geführt werden. Bisher seh ich Deutschland nirgends bedroht, sehe aber über ein Dutzend Auslandseinsätze. Für mich ein klarer Bruch des Grundgesetzes. Und der Islam ist nicht gefährlicher als das Christentum. Das Christentum tötet nur viel effizienter und hat die größere Lobby.

@La_Brador: Die Qualität deiner Aussage-Dingens kannst du selber einschätzen, oder?
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10.03.2013 17:42 Uhr von ElChefo
 
+3 | -2
 
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Pils

"Momentan sind eine handvoll islamischer Staaten von Westmächten besetzt"

Zähl mal auf.
...dagegen könnte man rund ein bis zwei Dutzend Staaten halten, in denen islamistische Terroristen Andersdenkende und Andersgläubige verfolgen und ermorden.


"Eine Brandstiftung 6000km entfernt ist auch aus religiösen Gründen, ist für mich nicht direkt ein Grund, um gegen ganze Religionen zu hetzen."

...und dabei kommt dir nicht in den Sinn, das die Glaubensbrüder der Brandstifter hierzulande bei jedem lauen Furz "Diskriminierung" quaken, aber die Zähne nicht auseinanderkriegen, wenn aus ihren eigenen Reihen Terror geübt wird? Seltsamerweise wird Toleranz immer nur von den Ungläubigen gefordert.

"Für mich ein klarer Bruch des Grundgesetzes."

Gut, dass das die Profis anders sehen.


"Und der Islam ist nicht gefährlicher als das Christentum. Das Christentum tötet nur viel effizienter und hat die größere Lobby."

Wieviele Kriege der letzten Jahrzehnte wurden im Namen der christlichen Kirche gefochten? Wie lange geht jetzt schon der Jihad?
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10.03.2013 20:24 Uhr von Pils28
 
+2 | -3
 
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ElChefo:
1. Afghanistan, Irak, Mali, ... okay mir fallen gerade nicht mehr ein. Dein Punkt.
2. Glaubensbrüder hierzulande, bzw in Deutschland sind mir auch relativ wumpe. Aber stell dich gerne mit denen auf eine Stufe. Ich fordere Toleranz, von allen Seiten und da fange ich am liebsten bei mir selbst an und nicht in Pakistan.
3. Bei der auslegung von Gesetzen muss man nicht immer einig sein. Bin tendenziell für mehr Frieden und da hilft es, wenn möglichst wenig Armees internatiol unterwegs sind. Das sehe ich irgendwie auch als einen der grundlegenden Gedanken hinter unserem Grundgesetz. Wenn wir Norwegen nicht für Eisenerz besetzen dürfen, dann bitte uach nicht Mali für Gold.
4. Dschihad ist Auslegungssache und vom Konzept her nicht unlöblich, muss ich sagen. Wird oft leider in meinen Augen mißbräuchlich genutzt. Zumindest aber auf jeden Fall ein ehrenwerteres Ziel als das sichern von Wirtschaftsinteressen. Solange aber Kriegserklärungen mit einem "God bless America" am Ende ausgesprochen werden und von einer Christlich Demokratischen Union befürwortet werden, sehe ich das nicht als religionsneutral.
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11.03.2013 01:10 Uhr von ElChefo
 
+3 | -1
 
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Pils

zu1.
a) Afghanistan. Nach Resolution 1386 und auf Einladung der afghanischen Regierung, gewählt durch die Petersberger Konferenz ist ISAF im Land. Nicht im Namen irgendwelcher mutmaßlichen Kreuzzug-Heeresführer. Das ist ein Mythos.
b) Irak. Kann man im allerentferntesten Sinne gelten lassen. Allerdings muss man sich da entscheiden, welcher Religion dort eigentlich gedient wurde, nach all den Verschwörungstheorien. Der Gott der Christen oder der Gott des Öls?
c) Mali? Du hast schon mitbekommen, das die Tuareg, denen man am ehesten noch eine dissidentische Rechtfertigung zubilligen würde, mittlerweile gemerkt haben, mit wem sie sich eingelassen haben und auf Seiten der Übergangsregierung kämpfen? Dir ist schon bewusst, das "der Westen" für die Mehrheitsbevölkerung aus Sunniten und verschiedenen animistischen Religionen gegen Radikale aus Algerien, Marokko und Libyen kämpft? Und was für eine "Besatzung" soll das bitte sein, wenn man die afrikanische Union bei der Beendigung eines Krieges unterstützt, den Ausländer in das Land getragen haben, nur weil die Gunst der Stunde das Machtvakuum eines - zugegenermaßen - dummen und illegalen Militärputsches gewunken hat?

zu 2.
Solange, wie du davon redest, was in aller Welt so von Christen besetzt wurde und wie sehr die Moslems von Christen drangsaliert werden und du das dazu nutzt, dem Westen und indirekt damit mir eine gewalttätige Kultur zu unterstellen, tja, solange werde ich wohl auch hiesige Moslems an ihren Extremisten und ihrer Reaktion auf dessen Ausfälligkeiten messen. Wenn von mir erwartet wird, das ich deren Brauchtum hier vor meiner Haustür dulde, toleriere und "toll finde", dann erwarte ich dasselbe in den Ländern, die originär kulturell derart geprägt sind, für "meine Glaubensbrüder".

zu 3.

Schön wärs.
Dummerweise spricht die Realität eine andere Sprache.
Ich würde deinen Satz umformulieren: Es wäre schön, wenn es nicht NOTWENDIG wäre, das so viele Armeen international unterwegs wären. Schau dir die Mehrzahl der Auslandseinsätze der Bundeswehr genau an, du wirst überrascht sein, es ist gar nicht mal so schlecht, das wir so präsent sind. Nehmen wir mal als kleines, leuchtendes Beispiel die Katastrophenhilfe in Bandah Aceh.
...und ich sage es nochmal: Mali wird nicht besetzt. Wieso auch? Wenn, dann würde es um Uran gehen. Das Uran ist allerdings weit weit weg im Südwesten des Landes. Die Kämpfe finden oberhalb des Sanduhr-Mittelpunktes statt, im Norden/Nordosten.
...vergleiche dazu etwa Kongo. Die EU hat die Wahlen gesichert, die Chinesen haben das Land (wirtschaftlich) besetzt. Sie beuten es aus, ohne dem Land auch nur einen Hauch wirtschaftlichen Aufschwunges dadurch zu liefern. Aufschrei? Fehlanzeige.
...vergleiche Afghanistan: "Der Westen" zieht die Arschkarte, seltene Erden werden entdeckt, China sichert sich durch Bestechung die Konzessionen. Trotzdem bekommt "der Westen" den schwarzen Kater wegen "Rohstoffkriegen". Denk mal drüber nach. Sogar das Ding mit der Drogenproduktion ist von vorne bis hinten erstunken und erlogen. In Afghanistan gab es exakt EIN Jahr mit verminderter Produktion, nämlich das Jahr des Sturzes der Taliban.

zu 4.
Ist natürlich prima, wenn man Floskeln auf die Goldwaage legen kann, dafür aber gleichzeitig wie gebräuchliche Wendung "Jihad" entkräftet. Ja, ich habe damals meinen Eid auf die BRD mit dem freiwilligen Zusatz "sowahr mir Gott helfe" geleistet. Macht mich das jetzt zu einem Kreuzritter? Eher nicht. Wie stehts um die Politiker, die einen ähnlichen Amtseid leisten, mit dem selben freiwilligen Zusatz? Diskriminiert das jetzt alle Andersgläubigen? Quark.
....auf der anderen Seite sehe ich "Armeen", naja, eher Terrorgruppen wie "al-Jihad", die wenig Zweifel an der Auslegung dieses Begriffes lassen.

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