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Das größte Weltraumteleskop ist "erblindet" - Jetzt kommt es in einen Sonnenorbit

Es ist rund 7,5 Meter lang und knapp 3,4 Tonnen schwer - die Rede ist vom bislang größten Weltraumteleskop "Herschel". Dessen Kühlmittel ist nach rund vier Jahren im Einsatz aufgebraucht, weshalb das Infrarot-Teleskop außer Dienst gestellt wird.

Das erklärte jetzt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Herschel erlaubte mit seinem 3,50-Meter-Spiegel den Blick in verschiedenen Wellenlängen durch Staub- und Gaswolken.

Nachdem nun das Helium zum kühlen der Instrumente bald alle ist und diese somit unbrauchbar werden, wird das Teleskop in einen gesonderten Orbit um die Sonne gebracht. Dort stellt es für zukünftige Missionen keine Gefahr dar.


WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Wissenschaft / Astronomie & Raumfahrt
Schlagworte: Weltraumteleskop, Orbit, Wartung
Quelle: derstandard.at
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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2013 13:37 Uhr von AlphaTierchen1510
 
+8 | -7
 
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kann man nicht hinfliegen und das wieder auffüllen?
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07.03.2013 13:56 Uhr von mech-fighter
 
+7 | -2
 
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mach doch!
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07.03.2013 14:05 Uhr von xj12
 
+12 | -1
 
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Warum lässt man dass Ding nicht einfach auf die Sonne prallen, sondern schickt es in einen Orbit um die Sonne?
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07.03.2013 14:26 Uhr von aPoriTis
 
+2 | -11
 
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xj12

wir haben ja wohl schon genug müll im weltraum verteilt, wer weiss, was das für auswirkungen hätte
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07.03.2013 14:28 Uhr von xj12
 
+10 | -1
 
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ja eben - darum frag ich mich ja warum man das Ding nicht abstürzen lässt? Was soll den ein stabiler orbit um die Sonne bringen?
Deine Aussage ist leider unlogisch. Wenn da Müll rumfliegt sollte man ihn doch beseitigen - und nicht zum Weiterfliegen ermutigen?
Denke mal du hast meine ernst gemeinte Frage nicht verstanden.

[ nachträglich editiert von xj12 ]
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07.03.2013 15:17 Uhr von Jason31
 
+10 | -0
 
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Vermutlich deswegen, weil ein Satellit (oder nenn es meinetwegen Sonde) in aller Regel mehr als nur ein "Instrument" beinhaltet. Da das Teil mangels Kühlung derzeit einfach nur "blind" ist, enthält es aber ggf. z.B. Magnetometer die - ehe man es auf den Müll wirft - zur Untersuchung der Sonne dienen können. Und sei es nur ne dumme Webcam. Ist das Teil aber erst einmal verglüht, machts maximal noch einmal puff - aber nie mehr piep...

[ nachträglich editiert von Jason31 ]
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07.03.2013 15:21 Uhr von aPoriTis
 
+1 | -6
 
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doch, deine Frage habe ich schon verstanden, habe mich vllt auch etwas missverständlich ausgedrückt: Wenn wir unseren Müll schon seit Jahren überall da oben verteilen, sollten wir jetzt nicht noch anfangen, ihn auf fremde Planeten / Sterne zu schiessen.
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07.03.2013 15:34 Uhr von xj12
 
+2 | -0
 
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@Jason - würde Sinn ergeben - wunderte mich, da in der Quelle kein grund für den Orbit angegeben wurde.
@aPoriTis da haben wir uns wohl beide falsch verstanden ;-)
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07.03.2013 15:48 Uhr von Weitblick2601
 
+1 | -0
 
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Das Teleskop ist in einer Umlaufbahn um den Lagrangepunkt L2 des Erde-Sonne-Systems positioniert. Dieser befindet sich, von der Sonne aus gesehen, ca. 1,5 Millionen Kilometer hinter der Erde. Da stürtzt erstmal nix ab.
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07.03.2013 15:57 Uhr von xj12
 
+1 | -3
 
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Ja aber in der Quelle steht dass das Teleskop extra Treibstoff an Bord hat um es in eine Umlaufbahn um die Sonne zu bringen wenn es "quasi" End-of-life ist. Verstehe einfach den Sinn nicht. Wenn man es dahin schickt- kann man es doch gleich auch in der Sonne verglühen lassen?
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07.03.2013 16:18 Uhr von xSounddefense
 
+2 | -1
 
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Jason31 hat schon Recht:

In der Regel werden derartige Sonden mit gleich mehreren Instrumenten zur Messung verschiedenster Dinge ausgestattet. Ihrer Hauptaufgabe - so verstehe ich es hier - kann ´Herschel´ nicht mehr nachgehen. Aber sicherlich können die noch verbliebenen, funktionierenden Instrumente weitere interessante Daten übere unsere Sonne sammeln und daher schickt man sie nun in einen Sonnenorbit, anstatt sie verglühen zu lassen ;)
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07.03.2013 17:12 Uhr von Phyra
 
+5 | -0
 
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@aPoriTis
"sollten wir jetzt nicht noch anfangen, ihn auf fremde Planeten / Sterne zu schiessen. "
das verdampft bevor es irgendwo aufprallen kann.
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07.03.2013 17:30 Uhr von Misinformation
 
+2 | -0
 
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@xj12: Dir scheint nicht klar zu sein, dass der neue Orbit nur geringfügig vom dem der Erde um die Sonne abweichen wird. Damit "Herschel" in der Sonne verglüht, müsste es 149,6 Mio. km zurücklegen.
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07.03.2013 18:19 Uhr von Meister89
 
+1 | -1
 
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Nur das ich das Richtig verstanden hab, das teil fliegt im Weltraum rum und dem ist das Kühlmittel ausgegangen? herrschen im Weltraum nicht Temperaturen von fast 0 Kelvin? Wozu brauchen die da Kühlmittel?
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07.03.2013 18:21 Uhr von Wurstachim
 
+3 | -1
 
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...Helium zum kühlen der Elemente... liegt das an mir oder hört sich das nicht ein wenig komisch an wo das Ding doch im Weltall bei -273° C rumschwirrt wie will man da noch weiter kühlen? Und die wollen mir jetzt nicht erzählen das man da nix anderes nehmen kann, als wie ich denke, wärmetauscher
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07.03.2013 18:40 Uhr von Floetistin
 
+3 | -0
 
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So ein Blödsinn. Das flüssige Helium ist nicht leer, sondern man geht davon aus, dass es innerhalb der nächsten Wochen zu ende geht.

Herschel wurde 2009 gestartet und mit ca. 2300 Litern Flüssig-Helium ausgestattet. Das reicht ca. 2,5 Jahre. Genau kann das niemand sagen.

Ob es tatsächlich zu Ende ist merkt man erst dann wenn die Temperatur der an Bord befindlichen Geräte innerhalb kürzester Zeit um einige Grad steigt.

Mit Herschel hat man täglich nur etwa 3 Stunden Kontakt.

Aber ok, man kann auch so eine Drecksquelle mit falschen Infos als Quelle nehmen statt eine seriöse.
Aber spencinator78 kanns halt nicht besser.


Hier mal ne richtige Quelle, falls es jemanden hier interessiert.

http://www.esa.int/...
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07.03.2013 18:44 Uhr von Jason31
 
+6 | -0
 
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@ Meister89 + Wurstachim
Das mit dem Kühlen ist nicht so einfach, wie ihr euch das denkt. Im All herrscht Vakuum, das heißt die Wärme kann nur durch ihre Abstrahlung "abgegeben" werden - unabhängig davon ob es kalt im All ist.
Auf der Erde - also in einer Atmosphäre - wird Wärme durch Konvektion an das umgebende Gas abgegeben, dass ist um Potenzen effizienter als pures Abstrahlen.

Jeder kennt das Prinzip von einer Thermoskanne, dort verhindert man das Abstrahlen der Wärme durch Verspiegelung der Oberfäche und ein Hohlraum der mit einem Gas (z.B. Argon glaube ich geht da gut) gefüllt ist (was einen extrem hohen Wärmewiderstand hat) simuliert das Vakuum. Das funktioniert in gleicher Form bei der sogenannten Thermo-Verglasung bei Fensterscheiben.

Deswegen kühlt im All so schnell nichts aus, es ist sogar so, dass wenn das Objekt selber Wärme produziert diese immer weiter ansteigt, wenn das reine Abstrahlen nicht zum Ausgleich (Erwärmung zu Abkühlung) ausreicht.

[ nachträglich editiert von Jason31 ]
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07.03.2013 19:17 Uhr von Marco Werner
 
+1 | -0
 
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@xj12: Genaugenommen ist es schon auf einer Umlaufbahn um die Sonne. Man wird es ganz einfach nur vom L2-Punkt wegbewegen und auf einen "Friedhofsorbit" umsetzen,der üblicherweise noch einige hundert km weiter draußen ist. Einen solchen Friedhofsorbit gibts auch für normale Satelliten.

[ nachträglich editiert von Marco Werner ]
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07.03.2013 19:44 Uhr von Alex.R
 
+2 | -0
 
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Das Problem wird sein, dass überhaupt nicht genug Treibstoff an Bord sein wird, um es auf die Sonne knallen zu lassen.

Um mal die Frage von xj12 zu beantworten
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07.03.2013 19:55 Uhr von Schlauschnacker
 
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@ Meister89
"Herschel" beobachtet im Infrarotbereich und kann nur Objekte erkennen, die wärmer sind als seine gekühlten Instrumente.
273,16°C ist die physikalisch tiefstmögliche Temperatur, bei der alle Moleküle stillstehen und somit auch keine Wärme mehr abgegeben werden kann.

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