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Shitstorm: Online-Hetze gegen Obdachlose hat ein Nachspiel

Gegen die beiden wegen Volksverhetzung angezeigten Geschäftsführer der Firma Farbflut Entertainment, Marius Follert und Niels Wildung, formiert sich neuer Protest. In einer sogenannten Facebook-Veranstaltung fordern Online-Aktivisten eine hohe Strafe für die Spielehersteller.

Follert und Wildung deklarierten ihre als Volksverhetzung empfundene Kampagne "Initiative Sauberes Hamburg (ISHH)" nachträglich als Satire. Als solche sei sie aber nicht zu erkennen gewesen und Dritte seien vorsätzlich in Verruf und in Gefahr gebracht worden, so das Argument der Gruppe.

Farbflut hatte vorsätzlich das Impressum einer Internetseite gefälscht, um anonym rechtsextreme Inhalte zu verbreiten. Am 27. Februar outeten die Spielehersteller den Vorgang als Satire. Kritiker sehen hinter der Kampagne aber vorallem kommerzielle Interessen zu Gunsten des Computerspiels "Pennergame".


WebReporter: fernsehkritik
Rubrik:   High Tech / Games
Schlagworte: Online, Shitstorm, Hetze, Obdachlose, Nachspiel, Pennergame
Quelle: aktuell.meinestadt.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2013 12:27 Uhr von fernsehkritik
 
+8 | -2
 
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In einer Stellungnahme der Farbflut Entertainment GmbH beteuern die Verantwortlichen, dass es bei der Kampagne "Initiative Sauberes Hamburg" nicht um Werbung für das Browser-Spiel "Pennergame" ging. Auf allen Verlautbarungen der Firma, inklusive der inzwischen umgestaltenen, ehemaligen Hetz-Seite "ISHH", finden sich vor allem aber auch Hinweise auf das umstrittene Computerspiel "Pennergame" und die Frage ist, warum man das tut, wenn man sich doch angeblich selbstlos engagieren will.

Obdachlose, Bettler und Flaschensammler werden in dem Computerspiel als Trickbetrüger und Kriminelle verunglimpft. Wikipedia schreibt dazu:

"Beim sogenannten "Pennergame"geht es darum Trickbetrügereien und andere Verbrechen zu begehen, um vom „untalentierter Penner am Hamburger Hauptbahnhof“ zum „Bettel-Monopolisten“ aufzusteigen" (...) "Ein hoher Promillewert verbessert die Laune des Penners und verkürzt die Dauer von Weiterbildungen, wirkt sich jedoch negativ auf die Verteidigungsfähigkeit des Penners und deren Präzision bei Verbrechen aus".

Schon 2008 forderten Politiker das Computerspiel per sofort vom Markt zu nehmen. Der Forderung wurde aber nicht nachgekommen.

Protestseite hier: http://www.facebook.com/...


[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]
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07.03.2013 12:33 Uhr von RainerLenz
 
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kind ist in brunnen gefallen, nu versuchen sie es zu retten aber zu spät
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07.03.2013 13:15 Uhr von Gnarf456
 
+9 | -18
 
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Ich kann an der Forderung, gegen ein Übermaß an Penner in den Städten anzugehen, nichts negatives finden. In Deutschland muss niemand auf der Straße leben, bei Hartz 4 wird eine Wohnung etc. finanziert. Wer auf der Straße lebt, hat sich das in den allermeisten Fällen so ausgesucht, jedenfalls von den Obdachlosen, die ich im Zivildienst getroffen habe.
In meiner Heimatstadt gibt es auch ein Problem mit Pennern, die die Grünanlagen und die Innenstadt "bevölkern" und Dreck machen. An einigen Stellen müssen die Passanten die Straßenseite wechseln, um nicht belästigt zu werden, und im Dunkeln würde ich, wenn ich Frau wäre, dort auch nicht langgehen wollen.
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07.03.2013 13:20 Uhr von fernsehkritik
 
+10 | -14
 
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@gnarf: "In Deutschland muss niemand auf der Straße leben, bei Hartz 4 wird eine Wohnung etc. finanziert."

Du träumst!

250.000 Obdachlose in Deutschland und die leben natürlich alle freiwillig draussen?



[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]
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07.03.2013 14:24 Uhr von Selle
 
+6 | -1
 
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Reine PR um die Nutzerzahlen wieder zu erhöhen. Ich glaub ich hab das Spiel vor mehreren Jahren mal ausporbiert, da war es noch eines der ersten Brwosergames dieser Art.

Jetzt versucht man bestimmt mit dem Medieninteresse wieder Gratis Werbung zu machen.

Einfach kommentarlos ignorieren und alles regelt sich von alleine...
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07.03.2013 14:55 Uhr von Gnarf456
 
+2 | -6
 
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@ fernsehkritik

Man hat als Deutscher Staatsbürger ein Anrecht auf Hartz 4. Würde man das beantragen, müsste man nicht auf der Straße leben. Wer das aus irgendwelchen gründen nicht tut, beispielsweise, weil er Dreck am Stecken hat, ist in meinen Augen selbst schuld. Freiwillig ist vielleicht das falsche Wort, auch wenn ich viele erlebt habe, die sich tatsächlich mit dem Obdachlosenleben identifizieren.
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07.03.2013 15:37 Uhr von fernsehkritik
 
+9 | -1
 
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Boah @Gnarf geht´s noch? Informier Dich erstmal, bevor Du hier den Schlauen machst.

Hamburg hat ein extra Arbeitsamt nur für Wohnungslose und so eine Einrichtung hätten die ja wohl nicht, wenn jeder der zu Hartz4 geht sofort eine Wohnung bekommt.

Vermutlich gibt es tausende Hartz4 Empfänger, die keine Wohnung haben. Dass jeder Hartz4 Empfänger sofort eine Wohnung vom Arbeitsamt bekommt, halte ich für ein Gerücht.

[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]
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07.03.2013 15:46 Uhr von dgtell
 
+5 | -0
 
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oh gnarf, bissl weiterdenken hilft. Ich arbeite zufällig aufm Sozialamt, und so sehr man sich bemüht jedem eine Wohnung zu geben, so ist es schlicht wegen Überfüllung in manchen Städten nicht möglich. Klar kriegt er trotzdem ALG II, auch eine angemessene Miete wird übernommen, doch bitte wer gibt jemanden der vielleicht schon ne Weile im Obdachlosenheim unterkommen musste, oder sogar auf der Straße gelebt hat ne Wohnung?
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07.03.2013 15:58 Uhr von fallobst
 
+2 | -1
 
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@ dgtell und co.

das wort "freiwillig" im sinne von lebensunfähig oder -willig, weil drogen- und/oder alkoholsüchtig trifft auf sehr viele Obdachlose zu. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, keine Frage. Aber auf sehr viele bzw. die Mehrheit trifft das zu.

Und dass in Hamburg nicht jeder eine Sozialwohnung bekommt, ist doch auch keine Überraschung. Aber Deutschland hat mehr Städte als nur Köln, Hamburg, München, Berlin oder Bremen. Wieso tummeln sich gefühlt fast nur dort Obdachlose, wenn sie doch eine Wohnung wollen... unter anderem, weil es sich eben in einer kleinen Stadt nicht so gut betteln lässt.

Das ist jetzt nicht böse gemeint und den Leuten sollte man helfen, aber eben auch Anreize geben. Stattdessen sind sie alle unverschuldete Opfer, die nichts für ihre Lage können und denen man nichts zumuten kann.

Dass zum Beispiel viele Obdachlose keine Obdachlosenheime aufsuchen, weil dort drinnen das Rauchen verboten ist, wird gerne unter den Tisch fallen gelassen.
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07.03.2013 18:29 Uhr von Floetistin
 
+0 | -3
 
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haha... so ein spiel hab ich schon vor 15 jahren oder so gespielt. nanne sich damals crime hunter oder so.

dabei war man (in schöner 2d-cga-auflösung und mit pc-speaker-sound) ein kleiner dieb, der sich durch betrug, überfälle und kindesentführung zum gangsterboss hochkämpfen musste.
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07.03.2013 19:41 Uhr von fernsehkritik
 
+3 | -0
 
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@Fallobst: Du machst Deinem Namen alle Ehre. Warum die Obdachlosen viel in Großstädten sind? Ganz einfach, weil dort die beste soziale Infrastruktur ist. Oder versuch mal auf dem Land was zu Essen zu bekommen (für umsonst), da wirst eher verhungern und Großstädte haben jede Menge Sozialstationen, wo die Leute was essen können, falls ihre Almosen, die sie sich erbettelt haben, nicht ausreichen um was zu essen zu kaufen. Obdachlose die Hartz IV kriegen, kommen damit meist nicht hin, weil sie ein Drogen oder Alkoholproblem haben und Leute, die behaupten, dass ein Obdachlosenheim ne gute Lösung ist, waren noch nie in einem solchen drin gewesen.

[ nachträglich editiert von fernsehkritik ]
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08.03.2013 02:48 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
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@Johnny_Speed komm von deinem hohen Ross herunter.

So einen Kommentar braucht man selbst bei SN nicht deine Unmenschlichkeit schreit ja förmlich zum Himmel. Eigentlich sollte man dich aus diesem Land herauf werfen wegen Blödheit und gnadenloser Überheblichkeit.

@Gnarf
Bitte mach die Augen auf und glaube nicht alles was Dir erzählt wird. Viele können für ihre Obdachlosigkeit nichts und Harz4 bekommt übrigens auch nicht jeder auch wenn ständig das Gegenteil behauptet wird.

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