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Thomas de Maizière spricht über Bundeswehreinsatz in der Türkei

Es häufen sich die Probleme der Bundeswehr beim Patriot-Einsatz in der Türkei. Eine deutsche Soldatin wurde verletzt und auch die hygienischen Zustände in den Kasernen sind schlecht.

"Natürlich habe auch ich bei meinem Besuch in der Türkei gewisse Probleme wahrgenommen, obwohl ich eher die Schokoladenseite gezeigt bekomme", sagte de Maizière der "Bild am Sonntag".

Der Einsatz der Bundeswehr sei "von Spannungen begleitet".


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WebReporter: paderlion
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Türkei, Thomas de Maizière, Bundeswehreinsatz
Quelle: www.sueddeutsche.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.03.2013 20:20 Uhr von ElChefo
 
+25 | -3
 
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Das bedeutet also, der gute Herr Minister wusste von Problemen, hat aber SEINE Soldaten sich selbst überlassen. Und dann ist er noch so unverschämt, sie vor aller Öffentlichkeit bloß zu stellen.

Da bleibt einem doch echt die Luft weg.
...das Krönchen ist dann aber noch die zaghafte Entschuldigung, die er für das unhaltbare Verhalten türkischer Soldaten findet: Man müsse beachten, das es dort andere Traditionen gibt. Wie lächerlich.

...würde ja gerne mal hören, was bei solchen Ausfälligkeiten gegenüber niederländischen oder gar amerikanischen Soldaten ihre jeweiligen Dienstherren sagen würden. Gar nicht daran zu denken, wenn es um türkische Soldaten in Deutschland ginge.
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02.03.2013 21:42 Uhr von Aviator2005
 
+20 | -2
 
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Was will diese Clownstruppe in Berlin noch anstellen??

Alle Minister, inkl. unserer uckermarkschen Schreibhilfe vom alten Erich, kriegen nichts mehr auf die Reihe.

Soviel Unfähigkeit in der deutschen Politik habe ich, in meinen fast 50 Lebensjahren, noch nicht erlebt (Naja, der Schröder war aber immerhin noch das Peinlichste).

So nicht... holt die Jungs da raus und gut ist.

Die Türkei hat mehr Soldaten als wir.

Wenn es dort irgendwann mal scheppern sollte, können wir ja immer noch helfen.

Bis dahin, liebe Türken, müsst Ihr Euch selber helfen.

(und BITTE sagt Euren Verwandten bescheid, dass man die Hand, die einen füttert, nicht schlägt!! - Ford kann man auch in Deutschland wieder bauen :-) )

[ nachträglich editiert von Aviator2005 ]
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03.03.2013 00:15 Uhr von mort76
 
+9 | -0
 
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ElChefo,
er hat ja schon zu verstehen gegeben, was er von seinen Soldaten hält:

"„Sie haben den verständlichen, aber oft übertriebenen Wunsch nach Wertschätzung. Sie sind vielleicht geradezu süchtig danach.“ De Maizière wandte sich an die Soldaten mit der Aufforderung: „Hört einfach auf, dauernd nach Anerkennung zu gieren.“

Er schließt von sich auf andere...
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03.03.2013 00:41 Uhr von Perisecor
 
+11 | -1
 
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Die glorreiche türkische Armee kann also nicht nur nicht für die eigene Lufthoheit sorgen, nein, nichtmal ordentliche Unterkünfte für ausländische Partner - die man auch noch selbst angefordert hat - gibt es.

Ein Armutszeugnis.


Aber die Türkei hat ja schon 2003 gezeigt, dass sie - wie üblich - gerne nimmt, egal ob von NATO oder EU, aber unter keinen Umständen bereit ist, etwas zu geben.


Bisher hielt ich die Italiener für die größten Bündnisverräter der Neuzeit. Aber die Türkei holt wirklich mit Riesenschritten auf.
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03.03.2013 01:23 Uhr von Faceried
 
+2 | -1
 
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"Aber die Türkei hat ja schon 2003 gezeigt, dass sie - wie üblich - gerne nimmt, egal ob von NATO oder EU"

2003 war der Irak-Krieg. Wo durch Spannungen an der Türk.-Irakischen-Grenze herrschten. Außerdem war die Türkei an den Einsätzen in Afghanistan und Irak beteiligt. Also nichts mit "wie üblich - gerne nimmt", sie geben auch.

Außerdem stellt die Türkei ein NATO-Stützpunkt in Incirlik zu Verfügung. Der Stützpunkt dient zur Versorgung der NATO Streitkräfte in Afghanistan und Irak dient.
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03.03.2013 01:55 Uhr von Rupur
 
+3 | -10
 
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@roccolo

Was hast du bisher für mich Kanake getan um mich durchzufüttern? Was genau? Ich kann keinen Geldeingang von dir auf meinem Konto feststellen also wo ist das Geld? Oder etwa alles nur dummes Gelaber was du von dir gibst?

Lern erstmal deine eigene Sprache richtig zu beherrschen du arischer Übermensch.
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03.03.2013 08:56 Uhr von ElChefo
 
+4 | -1
 
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mort

Tja, so sehe ich das auch. Der gute Herr sollte mal ein wenig an seiner eigenen Arroganz arbeiten. Man sagt nicht umsonst, das die Politk als zweitältestes Gewerbe der Welt mehr mit dem ältesten Gewerbe zu tun hat, als man vermuten mag.


Peri


"Bisher hielt ich die Italiener für die größten Bündnisverräter der Neuzeit."

Naja.
In Decimomannu machen Übungen durch die Bank weg auch Spass und man kann dort durchaus auch "leben". Die Leute sind auch durch die Bank weg freundlich. Dasselbe gilt auch für Aviano.
Frankreich ist da deutlich näher dran, aber selbst den französischen Offizieren kann man (auch als Unteroffizier) abnötigen, dem gemeinen Soldat einen gewissen Respekt entgegenzubringen.

"Aber die Türkei hat ja schon 2003 gezeigt, dass sie - wie üblich - gerne nimmt, egal ob von NATO oder EU, aber unter keinen Umständen bereit ist, etwas zu geben."

Das war doch schon ´91 so, als deutsche HAWKs in der Türkei standen - weil die türkische Armee gemerkt hat, das ihr Fla-Fähigkeiten irgendwo zwischen lächerlich und nicht vorhanden waren. Das man das bis heute kaum geändert hat, wirft Fragen auf.
...aber mit Panzern, Hubschraubern, Fregatten, U-Booten und dergleichen kann man natürlich in der Presse besser punkten. "Ruhm und Ehre" gewinnt man nur in der Offensive.


Faceried

"2003 war der Irak-Krieg. Wo durch Spannungen an der Türk.-Irakischen-Grenze herrschten."

Ein Land, das immer gerne auf seine militärische Stärke verweist sollte auch so grundlegende Techniken beherrschen. Komisch, wenn dann im Ernstfall wieder gefordert werden muss.
Noch komischer, wenn diese durchaus legitimen Forderungen immer von Extrawürsten wie etwa beim Thema "Kommandogewalt" begleitet werden.
Auch das Thema "Beflaggung" der Unterkünfte von Gastnationen sollte man nicht unterschätzen.
Da gebe ich mal drei Beispiele:
Das PRT Kunduz ist ein deutsch kommandiertes Feldlager der ISAF in Nordafghanistan. Auf dem Antreteplatz wehen Fahnen ALLER Nationen, die an ISAF beteiligt sind. Kräht kein Hahn nach.
Auf dem Platz der Artillerie in der Artillerieschule der Bundeswehr in Idar Oberstein wehen Fahnen aller Nationen, die dort Schüler hin entsand haben.
Am gleichen Standort existiert eine niederländische Inspektion zur Ausbildung von Panzerhaubitzen-Besatzungen der niederländischen Streitkräfte. In dieser Kaserne hat auch der General der (deutschen) Artillerie seinen Dienstsitz. Wenn dieser General durch die Kaserne fährt und von einem holländischen Sicherheitsposten angehalten wird, weil gerade Haubitzen durch die Gegend fahren, dann wird er anhalten und warten - und nicht rumrempeln und "ausrasten". Gehört zum gesunden Menschenverstand. (Der General fährt auch nicht mit einer Limousine rum.)

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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03.03.2013 11:37 Uhr von :raven:
 
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Die deutschen Soldaten, die da freiwillig Einsatz leisten, müssen allesamt gehirnambutierte Berufssoldaten sein. Keine will diesen Einsatz, selbst die Türken nicht...nur die Politiker beider Länder. Echt beschämend so eine deutsche Armee zu haben.
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03.03.2013 12:02 Uhr von Perisecor
 
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@ Faceried

Die Türkei hat 2003 mehrfach zugesagt, dass US Truppen von Norden in den Irak einmarschieren dürfen. Quasi im letzten Moment wurde diese Einwilling widerrufen, was dazu führte, dass eine große Luftlandeoperation gestartet werden musste.

Dazu kam, dass türkische Flughäfen für die meisten Militärflüge gesperrt wurden - auch die tolle NATO-Basis in Incirlic, deren Hauptzweck es ist, die glorreiche Türkei durch NATO-Jagdflugzeuge, NATO-AWACS und US-Atombomben beschützen zu lassen.


Dieses Verhalten ist in meinen Augen, und in den Augen vieler anderer Amerikaner, verrat. Entsprechend begeistert haben wir auch reagiert, als ihr jetzt nach Patriot gebettelt habt. Zum Glück habt ihr ein paar dumme Deutsche gefunden, die ausgeholfen haben. Wie ihr das denen dankt, kann man dann dieser News entnehmen.
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03.03.2013 12:07 Uhr von Perisecor
 
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@ ElChefo

Mir ging es nicht um die Zustände in italienischen Kasernen, dazu fehlen mir die Detailkenntnisse.

Ich habe damit direkt auf den italienischen Verrat 1914 angespielt, als Italien dem Dreimächtepakt beitrat, dann aber doch lieber auf Seiten der Entente kämpfte. Dass Italien selbst aus dieser überlegenen Verratsposition nicht in der Lage war, Ergebnisse zu erzielen, kommt dann nur noch hinzu. Unfähig halt.

Und weil der Verrat an Verbündeten Spaß macht, wurde das Spiel im Zweiten Weltkrieg wiederholt. Erst zog Italien das Deutsche Reiche in den Krieg gegen Jugoslawien, Griechenland und Nordafrika, dann wechselte es 1943 mehr oder weniger spontan die Seite.
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03.03.2013 12:16 Uhr von ElChefo
 
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Peri

Gut, okay, da hab ich jetzt nicht dran gedacht.

Wenigstens jedoch in der aktuellen Zeit hat die Vermessenheit italienischer Stäbe viel von der selbstgerechten Überschätzung eigener Fähigkeiten verloren und deutlich an Realismus gewonnen - in diametral entgegengesetztem Verhältnis zur Politik. Muss wohl an den Erfahrungen aus der Verantwortung in Herat / RC West liegen.

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