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Autounfall: Ein Laptop wird nicht bezahlt

Auto-Unfallopfer haben einen Direktanspruch an die Versicherung des Unfallverursachers nach §115 VVG. Diese Gefährdungshaftung umfasst nicht die Beschädigung von beförderten Sachen. Diese sind nur versichert, wenn sie am Körper getragen oder mitgeführt werden.

Die Versicherung regelt Schäden in den AKB (allgemein Kraftfahrbedingungen), wo die Haftung auf "üblicherweise mitgeführte" Gegenstände wie Kleidung oder Brillen begrenzt ist. Ein Laptop scheidet aus. Deshalb klagte ein Unfallopfer, denn sein berufsbedingt mitgeführter Laptop wurde beschädigt. Aktenzeichen 1 S 101/12.

Der Unfall konnte nicht rekonstruiert werden. Das LG Erfurt verneinte den Schadensersatz mit Hinweis auf §8 III StVG. Ein Laptop sei im Vergleich zu einem Handy groß und sperrig und sei deshalb nicht als "üblicherweise mitgeführt" an zu sehen. Deshalb ist es rechtens, dass keine Erstattunng erfolgt.


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WebReporter: Berufspsycho
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Laptop, Autounfall, Erstattung
Quelle: www.versicherungspraxis24.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.03.2013 15:28 Uhr von Berufspsycho
 
+10 | -1
 
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LG Erfurt Urteil vom 29.11.2012 mit Az. 1 S 101/12.
Irgendwie erscheint mir das Urteil kleinlich, denn heut zu Tage rennt schon jeder depperte Zivi & Soldat mit nem Laptop umher, da darf man bei Geschäftsleuten ja wohl von "üblich mitgeführten" Gegenständen ausgehen. Ironie, dass ein 1.000€ Handy also bezahlt würde aber ein 500€ Laptop nicht. An Stelle des Opfers würde ich hier ganz klar in Revision gehen, beim lesen der Urteilstexte kommt mir das alles reichlich spanisch vor!
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01.03.2013 15:37 Uhr von ted1405
 
+8 | -0
 
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Auch moralisch ist das stark fragwürdig.

Dem Unfallgegner ist durch den Unfallverursacher ein Schaden entstanden und das Urteil sagt im Prinzip "Pech gehabt!" aus. Kann der Unfallgegner nun den Unfallverursacher verklagen oder bleibt er ernsthaft einfach auf seinem Schaden sitzen?

AddOn:
Ahhhh! Quelle gelesen und jetzt wird es klarer.
Die hier verfasste News ist Schrott, weil sie mit keinem Wort erwähnt, dass es hier um den BEIFAHRER eines Unfallverursachers und dessen Laptop ging!
Okay, das gehört dann natürlich nicht ins Regulierungsfeld der Haftpflichtversicherung.

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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01.03.2013 16:39 Uhr von Pils28
 
+2 | -0
 
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Danke ted1405 für die Aufklärung. Dann macht das ganze deutlich mehr Sinn.
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01.03.2013 17:09 Uhr von real.stro
 
+1 | -1
 
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Also unter Haftpflichtversicherung verstehe ich: Schaden veruracht -> Versicherung löhnt!

Also: Auto macht Auto kaputt -> Versicherung zahlt
Auto macht Laptop von Beifahrer kaputt -> Versicherung zahlt

Und mal spekulativ: Auto macht Beifahrer zum Pflegefall !?!?!
Pech gehabt oder wie?

Ciao

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