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Goodyear muss Werk schließen - Arbeiter wollen es selbst weiterführen

Im Fall des von der Schließung bedrohten Goodyear-Werks im nordfranzösischen Amiens könnte es für die gut 1.000 betroffenen Arbeiter eine überraschende Wende geben.

So wurden Pläne bekannt, wonach die Arbeiter selbst das Werk übernehmen könnten. Das Konzept wurde von der Gewerkschaft vorgelegt, es sieht die Bildung einer Beteiligungsgesellschaft vor. Ursprünglich hätte der US-Reifenhersteller Titan rund die Hälfte der Arbeiter übernehmen sollen.

Firmenboss Taylor lehnte jedoch mit der Begründung ab, die "sogenannten Arbeiter" des Werks würden dort täglich nur drei Stunden arbeiten. Das mündete in eine wilde Debatte über die Arbeitsmoral der Franzosen.


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WebReporter: deereper
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Werk, Arbeiter, Goodyear
Quelle: orf.at

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.02.2013 09:27 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -1
 
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Solche Überlegungen machen die Arbeiter oft - bis nach weiteren 6 Monaten Schluss ist.
Warum bitte soll der Betrieb plötzlich laufen, wenn es die Mitarbeiter selber in die Hand nehmen - und an ihrem Arbeitskonzept nichts ändern? Möglicherweise merkt die Beteiligungsgesellschaft dann selbst, dass die Produktionszahl in keinem Verhältnis zum erzielten Einkommen steht, wenn man von 8 nur 3 Stunden arbeitet.
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27.02.2013 10:14 Uhr von hellibelli
 
+4 | -1
 
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Wenn man Teilhaber an etwas ist, hat man eine ganz andere Beziehung als wenn man nur bezahlter Arbeiter ist.

Das neue Management wird denen auch sagen, daß mit diesem Holdrio (3 Stunden arbeiten, 5 Stunden Pause) der Laden den Bach runter geht. Das wissen auch die Franzosen, daß diese Moral irgendwie nicht ganz in Ordung ist. Bloß: Diesmal gehts nicht um abstrakte Wirtschaftsdaten und Aktiendividenden.

Und diejenigen die sich den Ar... aufreißen werden keine Kollegen mehr tollerieren die denken sie können im alten Trott weiter wursteln. Das ist unter bezahlten Mallochern (Geld kommt so oder so) anders.
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27.02.2013 12:35 Uhr von Endgegner
 
+2 | -2
 
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Wahrscheinlich führen sie als erstes die 15 Stunden Woche ein und verlängern die Mittagspause.
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27.02.2013 14:25 Uhr von Humpelstilzchen
 
+1 | -1
 
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Wird sich zeigen, was wird!!!! Wenn die Banken nicht zu sehr drin hängen und die TEILHABENDE Belegschaft das "neue Unternehmen" gut führt, kann sowas sehr gut laufen!!! Und das währe gelebter Sozialismus! Meist auch sehr interessant zu sehen, welche Leute sich dann so heraus kristallisieren, oder gar meinen, sie wären besser als Gut oder gleicher als Gleich!!!

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