25.02.13 16:30 Uhr
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Immobilien-Gauner S+K: Langsam kommt Licht in die Machenschaften

Mit einem Schneeballsystem brachte das Duo Stephan S. und Jonas K. tausende Leute um ihr Geld (ShortNews berichtete). 1.200 Beamte waren im Einsatz, die Staatsanwaltschaft hat die Sondergruppe "Cash" eingerichtet. So hieß wohl auch ein Dobermann der Immobilien-Gauner.

Die Ermittler bringen nun Licht ins Dunkel der Machenschaften. Firmennamen und Zusammenhänge werden auseinandergenommen. S+K verschoben offenbar Gelder, um Gewinne vorzutäuschen. Über Gehälter, Boni und Vertriebskosten zog man enorme Geldsummen von den Konten ab.

Insider berichten, dass der Schaden in den Milliardenbereich gehen würde und nicht im dreistelligen Millionenbereich liege, wie zunächst die Staatsanwaltschaft vermutet hatte. Man täuschte die Anleger mit der schriftlichen Sicherheit, Anlegergelder mit 140 Prozent grundbuchrechtlich abzusichern.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Betrug, Licht, Abzocke, Gauner
Quelle: www.wiwo.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.02.2013 16:30 Uhr von no_trespassing
 
+3 | -0
 
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Ich empfehle die umfangreiche Quelle. Man sagt zwar zunächst, die Anleger seien selbst schuld. Aber da hätten viele drauf reinfallen können. Zum einen verkauften die Typen nicht selbst, sondern hatten dafür seriöser wirkende Handlanger. Das heißt, den Bentley konnten die Anleger nicht sehen.
Und wenn dann noch vereidigte Sachverständige und Rechtsanwälte mitmischen, die für rechtliche Seriösität garantieren und vertraglich die Absicherung zugesichert wird, dann ist das schwerster Betrug.
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25.02.2013 17:17 Uhr von Kanga
 
+1 | -1
 
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na wenn die das richtig gemacht haben..
hamse auf irghendwelchen unbekannten konten richtig viel kohle gebunkert..
und wenn die aus dem knast kommen..können die ne ruhige kugel schieben
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25.02.2013 17:44 Uhr von Justus5
 
+2 | -0
 
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Wenn ich diese allglatten Ss + Ks sehe - denen steht doch der Betrug schon ins Gesicht geschrieben....

Wie aber no_trespassing schon richtigerweise schreibt: An der Front waren ganz seriöse Leutchen tätig, wodurch es - für normale Leute - unglaublich geschickt verschleiert wurde.

Leider gibts für diese Burschen kein Lebenslänglich... :(
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25.02.2013 17:44 Uhr von no_trespassing
 
+1 | -0
 
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@Kanga: Aber auch nur in einem Land, das an Deutschland nicht ausliefert.

1. Da eine schwere Straftat begangen wurde, gilt hier die Durchgriffshaftung. D.h., die Täter haften mit ihrem Privatvermögen. Bis zur Eidesstaatlichen Versicherung wird alles weggepfändet. Die Ermittler stellten ja schon Immobilien und Fahrzeuge im hohen Millionenbereich sicher. Das ist alles weg. Ganz sicher.

2. Und nach 7 Jahren gibt es nach der EV wegen der Straftat keinen Restschuldenerlass. Die geprellten Anleger können sich einen Titel auf 30 Jahre holen. Kreuzt einer der Betrüger nochmal auf teuren Parties auf oder zeigt sich in einer teuren Limousine, kann jederzeit ad hoc eine Taschenpfändung vorgenommen werden.

Das Leben wird ungemütlich, wenn man quasi 30 Jahre demonstrieren muss, dass man nichts mehr hat, weil sonst jederzeit eine peinliche Situation droht. Die ehemaligen Protzer trifft es wahrscheinlich am härtesten, wenn sie bewusst zeigen müssen, dass sie nichts mehr haben.

3. Verschweigen sie Vermögen nach Abgabe der EV, sind sie gleich ein zweites Mal im Knast.

4. Die horrenden Anwalts- und Prozesskosten. Der Staat ist hier nicht zimperlich. Die Kosten bemessen sich nach Streitwert, gute Anwälte arbeiten nur gegen Vorkasse. Die brauchen die Typen und wenn die Ermittler gut waren, dann haben sie alle innerdeutschen Konten beschlagnahmt. Werden die Anwaltsgelder dann benötigt, braucht man nur überwachen, von welchem ausländischen Bankkonto die BRAGO-Rechnung beglichen wird und schon hat man wieder ein bisschen Insolvenzmasse.

5. Spenden können zurückgeholt werden. Wer immer in den Genuss einer Spende kam, kann schon mal anfangen Rückstellungen zu bilden. Blöd wird es, wenn es gemeinnützige Einrichtungen trifft. Aber der Insolvenzverwalter ist verpflichtet, auch diese Gelder zurückzuholen.
Positiv an der Sache: Es kommt eine neue Gruppe hinzu, die eine enorme Wut auf die Blender hat. Statt gesellschaftlicher Anerkennung droht denen die Ächtung auf Jahrzehnte.

6. Ich bin jetzt etwas überfragt, ob auch Zulieferer verpflichtet sind, Gelder aus Verträgen zurückzuzahlen.
Ich wäre dafür, Gelder von Chuck Norris´ Management zurückzufordern. Die können die Gauner ja dann privat wieder in Haftung nehmen. Hätte den Effekt, dass künftig die Gauner 2x überlegen, ob sie Gelder verprassen.

Denn je mehr Begünstigte Gelder wieder zurückzahlen müssen, umso mehr wächst die Wutliste. Wenn da eine kritische Masse zusammenkommt, dann betteln diese Gangster irgendwann um Schutzhaft.

Ich bezweifle ganz stark, dass die in den nächsten 30 Jahren eine ruhige Kugel schieben können.
Wenn der Rechtsstaat hart durchgreift und die Anleger ihrer Wut freien Lauf lassen, dann haben die für 5 Jahre Superluxus sich das ganze restliche Leben versaut.

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