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Gentests an künstlich erzeugten Embryonen werden ab 2014 erlaubt

Das Bundeskabinett hat die umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) jetzt rechtlich festgelegt. Unter bestimmten Voraussetzungen können jetzt Paare, Gentests an künstlich erzeugten Embryonen durchführen lassen.

Demnach soll diese Praxis nur bei Gefahr der Fehl- oder Totgeburt durchgeführt werden. Auch bei Veranlagung von schweren erblichen Krankheiten bei mindestens einem Elternteil soll die PID erlaubt sein. Bei beiden Fällen muss aber eine professionelle Beratung stattfinden.

Kritisiert wird die PID weiterhin von dem Deutschen Ethikrat und den Kirchen. Beide Seiten befürchten, dass im Falle von Erbkrankheiten die künstlich erzeugten Embryonen einfach vernichtet werden, statt sie in den Mutterleib zu verpflanzen.


WebReporter: Memphis87
Rubrik:   Gesundheit / Schwangerschaft & Baby
Schlagworte: Erlaubnis, Embryo, PID, künstlich
Quelle: www.deutsche-gesundheits-nachrichten.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.02.2013 19:16 Uhr von Shoiin
 
+15 | -2
 
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Wenn genetische Krankheiten dadurch verhindert werden, find ich das richtig. Ich mag auch Religion, finde aber die deutschen Kirchen sollten hier beigeben.
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24.02.2013 21:29 Uhr von Dracultepes
 
+4 | -2
 
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Finde ich gut.
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25.02.2013 09:49 Uhr von Lucotus
 
+7 | -1
 
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Diese "künstlich erzeugten Embryonen" sind ein klitzekleiner Haufen Zellen aus denen irgendwann mal ein Mensch werden KÖNNTE.
Bei jeder Schürfwunde werden millionenfach mehr Zellen "vernichtet" und das stört ja auch keinen...

Von daher: gute Sache, auch im Sinne von Darwin.
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25.02.2013 11:47 Uhr von perMagna
 
+8 | -1
 
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Das ist sowieso die größte Bigotterie aller Zeiten. Einerseits Abtreibung aus SOZIALER Indikation unter Straffreiheit stellen, aber Gentests an Zellhaufen verbieten? Hallo?
Ganz ehrlich, bestes Beispiel Huntington: Viele Betroffene verzichten auf Kinder, weil sie nicht wollen, dass ihnen das gleiche Schicksal blüht. Ich würde es toll finden, wenn man diesen Menschen sagen könnte:
"Wir können garantieren, dass ihre Kinder die Krankheit nicht erben."
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25.02.2013 11:52 Uhr von Johnny Cache
 
+2 | -4
 
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Was viel asozialeres als solche Gesetze kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Klar können wir verhindern daß sie ein behindertes Kind bekommen, aber WIR WOLLEN ES NICHT!

Leute die sowas verabschieden oder vertreten sollten die Behinderten zwangsadoptieren müssen.
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25.02.2013 17:32 Uhr von cefirus
 
+1 | -0
 
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GATTACA
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25.02.2013 17:51 Uhr von perMagna
 
+2 | -2
 
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"Klar können wir verhindern daß sie ein behindertes Kind bekommen, aber WIR WOLLEN ES NICHT!"

Wieviele behinderte Kinder hast du denn schon so adoptiert?
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25.02.2013 18:48 Uhr von Oberlehrer
 
+0 | -4
 
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Wieviele Versuche braucht man denn da, um auf einen gesunden Embryo zu kommen? Wenn ich eine schwere erbliche Krankheit hätte würde ich auf Fortpflanzung verzichten, denn eine Selektion nach gesund/ungesund, die immer mit der PID verbunden ist, ist mit meinem Gewissen nicht vereinbar.
Wer dies verantworten kann, kann dies tun, muss sich von mir aber Nazi-Rassenhygiene vorwerfen lassen.
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25.02.2013 20:36 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -1
 
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@ Oberlehrer
Mit anderen Worten würdest du also selbst das potentiell gesunde Kind zum Tode (durch nicht Zeugung) verurteilen?
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26.02.2013 00:48 Uhr von perMagna
 
+2 | -2
 
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@oberlehrer

Und in diesem Fall auf Fortpflanzung zu verzichten, ist keine "Nazi-Rassenhygiene"? Du weißt schon, dass es soziokulturelle Obligationen für "genetisch Minderwertige" gab, keine Kinder zu bekommen? In diesem Fall wäre, sich nicht fortzupflanzen, genau die "Nazi-Rassenhygiene", die du kritisierst.

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