22.02.13 11:05 Uhr
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Türkei: Große Mehrheit für Abschaffung des Verbots von Kopftüchern

Der türkische Bund der Gewerkschaften für Beamte hat über elf Millionen Unterschriften gesammelt. Dabei geht es um das Kippen des Kopftuchverbots für türkische Beamtinnen. An türkischen Hochschulen soll das Verbot ebenfalls gekippt werden und für Anwältinnen gilt bereits kein Kopftuchverbot mehr.

Der Gewerkschaftsbund für Beamte (Memur-Sen) hält das türkische Kopftuchverbot für verfassungswidrig. Die elf Millionen Unterschriften sollen nun Premierminister Recep Tayyip Erdogan überreicht werden, um eine Änderung in der Gesetzeslage zu erreichen.

Ein Sprecher der Gewerkschaft appellierte nun: "Die Türkei sollte solche Restriktionen gegen die Beamten abschaffen. Nachdem wir die Unterschriften an den Premier überreicht haben, ist es an der Regierung, dem Parlament und den politischen Parteien ihre Arbeit zu machen und das Verbot aufzuheben."


WebReporter: benjaminx
Rubrik:   Politik / Ausland
Schlagworte: Türkei, Mehrheit, Beamte, Abschaffung, Kopftuch, Kopftuchverbot
Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de

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65 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.02.2013 11:05 Uhr von benjaminx
 
+84 | -17
 
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Sie sind auf dem Weg
in das vergangene Jahrtausend
auf dem Weg in
ein Kreuzzug ins Grau,
auf dem Weg in ein dunkles Jahrtausend,
auf dem Weg,
es geht nie mehr voran,
eine schöne neue Welt.^^
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22.02.2013 11:21 Uhr von Canay77
 
+98 | -9
 
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Danke lieber Erdogan! Danke dass du es schaffst die Türkei jedes Jahr um 10 Jahre in der Entwicklung zrück zu setzen. Du vollpfosten!
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22.02.2013 11:26 Uhr von sukor74
 
+16 | -35
 
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22.02.2013 11:30 Uhr von artefaktum
 
+15 | -32
 
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22.02.2013 11:32 Uhr von fruchteis
 
+57 | -7
 
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Von der Aufhebung des Verbots ist es aber nur ein kleiner Schritt in Richtung Kopftuchpflicht. Wie schnell mussten die aufgeklärten Frauen im Iran wieder zurück in die Burka oder mussten zumindest Hidschab tragen?

[ nachträglich editiert von fruchteis ]
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22.02.2013 11:33 Uhr von Akaste
 
+21 | -7
 
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oh, ich hab die überschrift überflogen und mich gefreut, "endlich geht das bei denen auch mal vorran" oder "die meldung des jahres"

nach grünlicherem lesen komme ich zu dem schluss, dass die news jetzt viel logischer ist und ich garnichts anderes erwartet habe.

wer beliefert die türkei eigentlich mit strom? die wollens doch nicht anders als, dass man ihnen den saft abdreht. wer wie im mittelalter leben will, soll dabei gefälligst authenitsch sein.
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22.02.2013 11:35 Uhr von artefaktum
 
+9 | -23
 
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22.02.2013 11:38 Uhr von fruchteis
 
+11 | -7
 
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Die Türkei produziert den größten Teil des Stroms selber, importiert kleinere Mengen aus Bulgarien, Turkmenistan und Georgien, exportiert aber auch welchen. Also ich glaub, mit Strom abdrehen ist da nix.

Und das mit den Kopftüchern ist kein Blödsinn. Solange es dabei bleibt, dass türkische Frauen freiwillig so etwas tragen dürfen, dann ist es ja OK. Aber es braucht nur irgendwann bei Wahlen eine radikal-islamische Regierung ran kommen, dann weiß man nicht, ob es freiwillig bleibt.

[ nachträglich editiert von fruchteis ]
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22.02.2013 11:49 Uhr von Jem110
 
+5 | -19
 
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22.02.2013 11:52 Uhr von DerBelgarath
 
+17 | -5
 
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@ fruchteis

"Solange es dabei bleibt, dass türkische Frauen freiwillig so etwas tragen dürfen, dann ist es ja OK"

Natürlich ist es das nicht!

Was soll denn zum Beispiel eine Schülerin in ihrer Entwicklung, die möglicherweise auch die Emanzipation von religiöser Bevormundung umfasst, denken, wenn sie nun mit einer Lehrerin, Professorin oder Dozentin konfrontiert wird, die jetzt Kopftuch tragen darf und damit auch nach außen erkennbar dokumentiert, daß es für sie nicht wichtig ist, was eine Frau im Kopf hat, sondern das, was sie außenrum trägt!

Eine Aufforderung zur Gleichberechtigung, zur Emanzipation und zu einer freiheitlichen Gesellschaft ist auch das mehr oder weniger freiwillige Tragen des Kopftuches sicherlich nicht!

Aus gutem Grund waren Beamtinnen, Lehrerinnen, Dozentinnen zur weltanschaulich-religiösen Neutralität verpflichtet und ihnen das Tragen des Kopftuches verboten - zum Schutz der schwächsten, den in ihrem Reifeprozeß befindlichen Schülerinnen und jungen Frauen!

[ nachträglich editiert von DerBelgarath ]
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22.02.2013 11:54 Uhr von zeltmann
 
+8 | -10
 
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Türken halt...
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22.02.2013 12:00 Uhr von Oberlehrer
 
+8 | -5
 
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Die Türkei hat 75 Mio Einwohner. Davon wollen 11 Mio ein Gesetz kippen.
Wenn dies tatsächlich geschieht, regiert in der Türkei eine Minderheit, auch wenn es nur um Beamtinnen und Hochschulmitglieder, sorry Hochschulohneglieder geht.
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22.02.2013 12:02 Uhr von fruchteis
 
+9 | -7
 
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Bei uns regiert doch auch eine Minderheit.
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22.02.2013 12:05 Uhr von Canay77
 
+18 | -8
 
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@Jem

Sonst alles klar bei dir? Ich glaube an Ali? Ich glaube an Gott, aber einer Religion bin ich nicht zugehörig. Komm geh zurück in die Moschee und lass dir weiter lügen über Aleviten erzählen. Was willst du eigentlich hier in diesem Christlichen Land. Als Jezid muss du doch bestimmt kotzen wenn du in diesem ungläubigen Land Tag für Tag auffwachst.
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22.02.2013 12:05 Uhr von artefaktum
 
+4 | -18
 
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22.02.2013 12:15 Uhr von MiaWuaschd
 
+11 | -4
 
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Die Türken können in der Türkei machen was sie wollen. Wir Deutschen können hier machen was wir wollen. Wir sollten eine Volksabstimmung über ein Verbot von Kopftüchern abhalten. Wir akzeptieren dann die türkische Abstimmung und die Türken unsere. Fertig aus.
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22.02.2013 12:19 Uhr von AktenJoe
 
+12 | -3
 
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das problem ist nicht das verbot, sondern jetzt kann familienintern auch wieder mehr druck auf die frau ausgeübt werden. die jetzt schon kaum zu spürende emanzipation ist durch die aufhebung nicht mehr da, das verbot hatte eigentlich mehr eine schutzfunktion für frauen.
diese ist weg
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22.02.2013 12:20 Uhr von J4ck3D
 
+4 | -22
 
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22.02.2013 12:20 Uhr von DerBelgarath
 
+14 | -4
 
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@ artefaktum

Sie wird das Denken, was weltweit von Staatdienern und Staatsdienerinnen - auch in Deutschland - erwartet wird:

Zurückhaltung in Weltanschauungsfragen!

Auch bei uns darf die Polizistin aus gutem Grund eben nicht mit Burka herumlaufen, oder die Lehrerin mit Tschador.

Umgekehrt ist es auch selbstverständlich, daß eine Lehrerin, die überzeugte Anhängerin der Freikörperkultur ist, eben nicht auch nackend unterrichten darf.

"Was soll denn diese Schülerin denken, wenn Sie sieht, dass anderen Frauen verboten wird, was sie tragen möchten? "

Ja, auch diese Schülerinnen werden begreifen, daß die Frau Lehrerin nicht nackend herumspringen darf, und mag ihr tausendmal danach zumute sein.


Wer dem Gemeinwesen dient, hat als Ausgleich für einige Privilegien eben auf anderer Ebene persönliche Belange zurückzustellen - das ist nicht nur gut so, sondern auch allen Schülerinnen und Schülern mühelos zu vermitteln.

[ nachträglich editiert von DerBelgarath ]
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22.02.2013 12:24 Uhr von dagi
 
+9 | -5
 
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claudia roth wird sich freuen , jetzt ist die türkei bereit für die eu !!! wenn der rest von anatolien nach berlin eingewandert ist fühlen sich dann alle wie zuhause !!!
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22.02.2013 12:33 Uhr von fruchteis
 
+5 | -11
 
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Wenn Kirche und Staat getrennt sind, warum dürfen dann Ordensfrauen und Priester im Ornat Religionsunterricht abhalten, und warum dürfen dann in vielen Klassenzimmern immer noch Kreuze hängen?

Wer in eine kirchliche Schule geht, der muss eben auch akzeptieren, dass das dort so gehandhabt wird? Oder ist es nicht auch Kindern aus christlichem Elternhaus gestattet, später mal selbst zu entscheiden? Auch hier werden Babys nicht nach ihrer Meinung gefragt, wenn sie getauft werden. Sollte man das den Kindern nicht in einem späteren Alter überlassen, ob sie getauft und konfirmiert werden wollen, oder ob sie die Erstkommunion empfangen wollen? Auch hier ist es so, dass das die Eltern bzw. die Familie entscheiden, warum ziehen wir dann über die Muslime her, nur weil es bei ihnen genauso ist, nur unter einem anderen religiösen Vorzeichen?
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22.02.2013 12:39 Uhr von artefaktum
 
+4 | -11
 
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@DerBelgarath

Wir reden hier über ein Kopftuch, und nicht über eine Burka.

Ich werfe auch keiner Lehrerin oder Lehrer hier in Deutschland vor, wenn er ein kleines Kreuz um den Hals trägt.

Ich bin ganz bei dir, dass Weltanschauung in Schulen und Behörden nichts zu suchen hat. Das schließt aber nicht aus, dass Angestellte - in Grenzen - ihre persönlichen Meinungen ausdrücken dürfen.
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22.02.2013 12:48 Uhr von fruchteis
 
+1 | -7
 
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Ein kleines Kreuz oder ein Davidsstern oder andere religiöse Zeichen, als Schmuck getragen - dagegen ist doch gar nichts einzuwenden. Aber gegen das Demonstrative in öffentlichen Einrichtungen, deren Träger eine Kirche oder Religionsgemeinschaft ist, oder gar in staatlichen Einrichtungen, müsste angegangen werden. Nichts gegen eine Bibel im Nachtschränkchen des katholischen Krankenhauses, aber ich möchte nicht immer vom Bett aus auf den Gekreuzigten schauen.
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22.02.2013 12:51 Uhr von azru-ino
 
+1 | -13
 
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22.02.2013 12:52 Uhr von DerBelgarath
 
+8 | -3
 
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@ fruchteis

"Wenn Kirche und Staat getrennt sind, warum dürfen dann Ordensfrauen und Priester im Ornat Religionsunterricht abhalten, und warum dürfen dann in vielen Klassenzimmern immer noch Kreuze hängen?"

Sie dürfen solange hängen, bis jemand verlangt, daß sie abgenommen werden. Umgekehrt werden die Lehrerinnen in der Türkei aber, wenn man es ihnen einmal erlaubt hat, Kopftuch zu tragen, es sicherlich nicht abnehmen, sobald eine Schülerin oder ihre Eltern es verlangen.

Zu den Ordensfrauen und Priestern im Ornat: Da ist es ja umgekehrt, es sind nicht etwa Lehrer, die plötzlich auf die Idee kommen, sich im Habit zu verkleiden - was in Deutschland übrigens strafbar ist - sondern man beauftragt sie, weil sie Ordensfrauen und -männer oder Priester sind, mit der Wahrnehmung religiöser oder auch weltlicher Unterrichte. Man achte also auf die Reihenfolge!

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