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Berlin: 5.000 Lehrer und Erzieher legen ihre Arbeit nieder

Am gestrigen Montag protestierten 5.000 Lehrer und Erzieher für eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent. 200 Schulen sind von den Warnstreiks betroffen. Dies ist ein Auftakt zu bundesweiten Protesten, zu dem Ilse Schaad, Sprecherin der Gewerkschaft GEW aufrief.

Der öffentliche Dienst soll bundesweit lahmgelegt werden, bis die Forderung erfüllt worden ist. "In den Schulen wird erst wieder Ruhe einkehren, wenn wir mit den Arbeitgebern einen Einstieg in einen Tarifvertrag für die Eingruppierung der Lehrkräfte vereinbart haben", sagte Ilse Schaad

Auch Verdi und die Gewerkschaft der Polizei wollen an den bevorstehenden Streiks teilnehmen. Denn auch sie wollen einen Lohnerhöhung von 6,5 Prozent. 800.000 Beschäftigte sind davon betroffen.


WebReporter: Memphis87
Rubrik:   Wirtschaft / Arbeitsmarkt
Schlagworte: Berlin, Arbeit, Lehrer, Streik, Auftakt, Erzieher
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de
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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.02.2013 22:45 Uhr von unique2910
 
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du verstehst wohl gar nicht, worum es geht. aber hauptsache ne runde ins netz geblökt.
der streik hat nichts mit dem bekannten autoritären defiziet berliner schulen zu tun. sondern mit der unterbezahlung im bildungssektor gemessen an der leistung (auch berliner lehrer leisten was. man stelle sich vor. :-O) im hinblibk auf vergütung vs arbeitszeit (zu hause gerne mal 2 bis 4 stunden je nach schulart).
aber hau ruhig platte gassenhauer raus. deine noch nicht vorhandenen kinder werdens dir danken.

aber wirst den eh nie sagen, wie dein nick hieß - gell "mehmet"? :O)
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18.02.2013 23:11 Uhr von Phyra
 
+5 | -3
 
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@magnat
das ist allerdings unfug, lehrer haben normalerweise viele recht volle klassen, bei einem 8 unterrichtsstunden tag normalerweise auch 6-8 verschiedene klassen, da kommen am ende des tages hausaufgaben/test/klassenarbeitskontrollen sowie nach- und vorbereitung des unterrichtes auf den lehrer zu, zusaetzlich zu elterngespraechen, AGs, materialbeschaffung (ja, obwohl lehrer oefter mal fuer schueler arbeitsblaetter etc. ausdrucken muessen, muessen sie den großteil davon aus eigener tasche zahlen) und noch vieles anderes.
Bloß weil fuer schueler der tag um 14:00 zu ende ist, ist er das fuer lehrer noch lange nicht.
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18.02.2013 23:18 Uhr von Katzee
 
+3 | -2
 
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Die Bundestagsabgeordneten haben sich für 2012 und 2013 ohne Arbeitskampf eine Diätenerhöhung von jeweils 292 Euro gegönnt. Wieso sollten das die anderen Angestellten des Öffentlichem Dienstes nicht auch bekommen? Bundestagsabgeordnete sind Stimmvieh für ihre Partei - keine Verantwortungsträger.
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18.02.2013 23:25 Uhr von unique2910
 
+1 | -3
 
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ich meinte das zuckerli, aber deine sicht teile ich auch nicht vollends. aus persönlicher erfahrung elterlicherseits (ich will da ehrlich sein) hört ein lehreralltag nicht mit dem schlussgong auf, sondern er geht (meiner studienerfahrung+was ich elterseits gesehen habe) mit der nachbereitung weiter und hört erst mit der vorbereitung auf, was an sich schon stunden frisst. lass dann noch mal 2x klassenarbeiten mehrer klassen dazu kommen usw.

und es ist ja nicht so, dass lehrer unvorbereitet vor die klasse treten. dass das schulsystem seine groben macken hat, ist unbestritten. aber der zuckerhaken macht rüttli (MOOOOSLEEEEEMZZZ) beispielgebend, was per se humbug ist, da dies eindeutig springerintendiert war und ist.

was die unterschiedlichen bildungsgegebenheiten angeht (aka verschiedene bücher etc), hast du recht. das ist ein altes, auf rivalität beruhendes, relikt, welches abgeschafft gehört.
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18.02.2013 23:56 Uhr von Falap6
 
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@magnat
Ich glaube du hast hier was falsch verstanden:

Warum sollen in Lehrer in Berlin weniger Geld bekommen als andere Lehrer in Deutschland, obwohl sie größere Klassen haben, "schwierigere" Schüler und dann auch noch einen unsicheren Job, falls sie überhaupt eine Festanstellung haben und nicht wie schon glg üblich jedes Jahr neu von nach den Sommerferien bis ende des Schuljahres angestellt werden, um 1,5 Monatsgehälter zu sparen?
Wenn das so ein toller und chilliger Job ist, dann werd doch Lehrer!
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18.02.2013 23:59 Uhr von Falap6
 
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@terrorstorm
oh man, 1.) kann man sich nicht einfach von Berlin in ein anderes Bundesland versetzen lassen und 2.) ganz schön krasse Forderung, wenn deine gesamte Familie in Berlin lebt, am besten noch von 2 Gehältern abhängig (gibt ja nicht so viel als Lehrer). Schön: Entweder Drecksarbeitsbedinungen für weniger Gehalt akzeptieren oder arbeitslos werden oder (falls überhaupt möglich) Familie trennen.
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19.02.2013 00:20 Uhr von Falap6
 
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@magnat
Ich habe auch nicht behauptet, dass du das behauptet hast!
Merkste was?

Die Lehrer kriegen nunmal weniger in Berlin und das bei schlechteren Bedinungen, und deswegen streiken sie, und das ganze wird von dir hier angeprangert.
Ich kann sehr gut lesen, vielen Dank.
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19.02.2013 09:25 Uhr von Falap6
 
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@shinari
Dann betrifft es eben Lehrer auch in anderen Bundesländern, in jedem Fall bekommen sie weniger als die verbeamteten Kollegen, und ich frage mich, ob hier Leute wissen was da für ein Stunden lohn bei raus kommt.
In Berlin gibt es eben noch Schulen, die die Lehrer zum Schuljahresbeginn einstellen und einen Vertrag bis zum Ende des Schuljahres anbieten. Mich würde mal interessieren, wie viele andere das mitmachen würden.

Und außerdem, nur weil es Leute gibt, die noch weniger kriegen, heißt das noch lange nicht, dass andere mit einer höheren Aubildung deswegen in die Röhre gucken müssen. Was ist das denn für eine Logik, danach dürfte sich kein Deutscher beschweren, es gibt ja noch VIEL ärmere Menschen. Dazu kommt noch, dass Lehrer eine ganz schön lange Ausbildung mit Universitätsabschluss hinter sich haben und zudem noch einen ganz schön nervigen Job.
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21.02.2013 10:52 Uhr von Falap6
 
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"Ich wüsste nicht, warum hier ein Lehrer deiner Meinung nach eine Sonderstellung einnehmen sollte!"
häh?
Ich rede doch hier die ganze Zeit dafür, dass Lehrer eben keine Sonderstellung einnehmen sollten. Sie streiken, wie so ziemlich jeder anderer Angestellter auch in Deutschland, wenn er mal wieder verarscht wird.
Und es geht ja nciht nur um Zeitverträge, sondern insbesondere dieser umstand, für immer nur einen Teil des Jahres angestellt sind, was den Reallohn ganz schön drückt. Nochmal die Frage, warum sollen die sich das Gefallen lassen, wenn sie deutlich weniger Gehalt kriegen und schlechtere Arbeitsbedinungen haben als ihre verbeamteten Kollegen?

"Das müssen bereits schon sehr viele Menschen mitmachen ;)"
Naja, wie die angestellten Lehrer in Berlin in den letzten Jahren verarscht werden ist schön außergwöhnlich.

"Auch dies trifft auch nicht nur auf Lehrer zu ;) Nervig? Ja gut, ein Lehrer sollte das wohl von vornherein wissen, worauf er sich einlässt! "
Naja, wenn man sich vor Berufswahl was ganz anderes verspricht, hat man schon das Recht verärgert zu sein, wobei ich mich frage was für Berufsgruppen du so meinst, die nach einer Ausbildung inkl Abitur von ca 9-10 Jahren und Uniabschluss, den Rest ihres Lebens für so wenig Geld arbeiten müssen.
Und was ist das überhaupt für ein Argument, dass es anderen auch so schlecht geht? Wenn man wieder Ärzte streiken oder Ig Metall kommt ja auch keiner und sagt, hey was soll das, den Lehrern gehts auch schlecht.

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