England: Kein Breitband-Zugang - Rentner verlegen selbst 500-Mbps-Leitung
Großbritannien kämpft mit demselben Problem wie zahlreiche ländliche Kommunen in Deutschland: Die staatlichen Telefongesellschaften wollen kein Geld investieren, um abgelegene Dörfer mit schnellem Breitband zu versorgen. Die Bewohner von Arkholme (Lancashire) zeigten nun erhebliche Eigeninitiative.
Weil die British Telecom (BT) und andere Wettbewerber argumentierten, dass ein Glasfaserzugang 10.000 Pfund pro Haushalt kosten würde, graben die Grundstückseigentümer nun selbst. Anders als Kommunen haben sie sich abgesprochen und nutzen ihre Privatgrundstücke statt öffentlichen Raum.
Rentner und selbst Lehrkräfte der Lancaster Universität halfen mit bei der Planung und griffen als freiwillige Hand- und Spanndienste selbst zur Schaufel. Nun hat man es geschafft, eine 500-MBit/s-Datenübertragungsrate zu verlegen bei lediglich 30 Pfund monatlichen Gebühren.