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Bayern: Schuldirektor weigert sich, Wernher-von-Braun-Gymnasium umzubenennen

In der Fabrik von Wernher von Braun arbeiteten sich im Dritten Reich 20.000 Zwangsarbeiter zu Tode und er gilt als einer der Mittäter des NS-Regimes.

Im bayerischen Friedberg gibt es trotzdem bis heute ein Wernher-von-Braun-Gymnasium und dessen Direktor will von einer Namensänderung nichts wissen.

"Wernher von Braun ist mehr als umstritten, seine Lebensgeschichte ist von der Verbrechensbilanz des Dritten Reichs nicht zu trennen", so Kultusminister Ludwig Spaenle.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bayern, Name, Forderung, Gymnasium, Umbenennung, Wernher von Braun
Quelle: www.sueddeutsche.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.02.2013 12:38 Uhr von NoPq
 
+18 | -36
 
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15.02.2013 13:24 Uhr von Dracultepes
 
+5 | -12
 
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War er ein Nazi oder hat er einfach nur seinen Arsch hingehalten damit die Nazis ihm Zucker reinblasen.

Für mich ein Unterschied.

Egal was von beidem, Schulen sollten nach solchen Leuten nicht benannt sein.
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15.02.2013 13:33 Uhr von ralfi73
 
+14 | -2
 
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Hey, warum ändern wir nicht gleich deutschlandweit die Namen sämtlicher Schulen, Straßen, Plätze etc. in: Karl-Marx, Friedrich-Engels, Ernst Thälmann, Rosa-Luxemburg usw. um?! Das ist schön politisch korrekt (weil links) und keiner kann mehr mit dem Vorwurf kommen, mit dem Namen einer öffentlichen Einrichtung würde man sich irgendwie positiv an die 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts anbiedern. Vor allem im Osten (bin selber Ossi) hätte man dann viele Straßen- und Schulnamen mal gleich so wie vor ´89 lassen können und die armen Schüler und Lehrer müßten sich nicht großartig umgewöhnen.
/IronieOff
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15.02.2013 15:19 Uhr von Finalfreak
 
+6 | -0
 
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@ralfi73
in Lutherstadt Wittenberg gab/gibt es die Schulen Karl-Marx, Friedrich-Engels und Rosa Luxemburg ;)
Dann noch solche Straßen wie, Straße der Völkerfreundschaft und Straße der Befreiung.
Die braucht man nicht mehr ändern.

@aberaber
Mal sehen, vielleicht in 100 Jahren, dann heißt es Multi(kulti)-Land.

[ nachträglich editiert von Finalfreak ]
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15.02.2013 15:33 Uhr von JanTornado
 
+10 | -1
 
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Er war Wissenschaftler und Ingenieur. Das ist alles.

Leider lebte er in der Zeit des Nationalsozialismus, in der alle deutschen Unternehmen gezwungen waren, für das Regime zu arbeiten, auf eine Art oder eine andere. Sein Wissen wurde einfach missbraucht.

Was sollte er machen? Sich wehren? Juden verstecken? Dann getötet oder enteignet und auf die Straße geworfen werden? Nicht jeder kann ein Held sein. Außerdem hat er nach dem Krieg außerordentliche Leistungen für die Raumfahrt geleistet.

Ich möchte gerne wissen, was die geldgeilen Unternehmen heutzutage machen würden, wenn sie vor dieser Entscheidung stehen. Oder die Politiker und Beamten, die sofort die Seiten wechseln würden, wenn es ihnen um ihre schöne Position und ihnen ans Geld gehen würde.

Gibt dem Mann eine Pause.
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15.02.2013 16:38 Uhr von Azureon
 
+8 | -1
 
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Soweit ich über von Braun bescheid weiss, ist der der NSPDAP beigetreten, weil sie ihm seine Wissenschaft finanziert haben (natürlich nicht ohne Hintergedanken). Er hatte weder Interesse am Krieg, noch an der Ausrottung von Völkern. Ihm ging das was die NSDAP gemacht hat am Arsch vorbei.

Das einzige was man ihm ankreiden kann ist, dass er wusste was der Laden so treibt und er bereit war das in Kauf zu nehmen um seine Wissenschaft voranzutreiben.

Ignoranz hat eben seinen Preis.
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15.02.2013 23:10 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -2
 
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@ magnat
"Ist euch schon mal aufgefallen das die Nazis zur Zeit wieder in aller Munde gebracht werden,..."
Meines Erachtens nicht mehr als sonst auch. Selbst die NSU taucht nur noch sporadisch in den Medien auf.

"Es gibt bestimmt noch mehr zu sagen, darüber.....
aber man darf es halt nicht."
Wer oder was hält dich denn ab?
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16.02.2013 00:50 Uhr von Joeiiii
 
+4 | -0
 
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Meine Geschichtskenntnis könnten mich trügen, aber ich bin der Meinung, daß der Zweite Weltkrieg 1945 endete. Und jetzt, 68 Jahre später, kommt man auf die Idee, daß man ein Gymnasium umbenennen muß?

In erster Linie war Wernher von Braun ein Visionär und Pionier, in zweiter Linie vielleicht ein Verbrecher. Früher waren Viele vieles. WvB wurde auch Wehrkraftzersetzung vorgeworfen, worauf die Todesstrafe stand. Ein echter Nazi hätte sich dazu wohl nicht hinreißen lassen.
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16.02.2013 01:34 Uhr von cyrus2k1
 
+3 | -3
 
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Jetzt wird schon dieser Held der Menschheit verachtet in Deutschland? der Mensch, der uns auf den Mond gebracht hat? der Vater der westlichen Raumfahrt?! Der "Kampf gegen Rechts" oder sollte man eher sagen Hexenjagd nimmt schon langsam absurde Formen an! Es ist so unendlich traurig, wie dieses einst so stolze Land der Dichter und Denker jeden Tag ein kleines Stück mehr untergeht.
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16.02.2013 02:15 Uhr von mort76
 
+1 | -3
 
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Dracultepes,
echter Nazi oder Kollaborateur zum Selbstzweck- da fällt es mir schwer, abzuwägen, was wiederlicher ist...ich finde, das macht im Endeffekt keinen großen Unterschied.

Bei sowas sollte "mifgefangen, mitgehangen" gelten- es macht die Sache keinen Deut besser, daß er sich damit "nur sein Hobby finanzieren wollte".

Obwohl...ich kann ideologisch verblendete Leute ja noch irgendwie verstehen, aber wer an sowas nur teilnimmt, weil er sich persönlich einen Vorteil davon verspricht, steht meiner Meinung nach auf einer NOCH niedrigeren Stufe als echte Extremisten.

Der Mann war ein Kriegsgewinnler, und nach solchen Leuten überhaupt eine Schule zu benennen, ist schon extrem merkbefreit.
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16.02.2013 02:29 Uhr von mort76
 
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cyrus,
"Helden der Menschheit" haben normalerweise nicht zehntausende unschuldige Todesopfer auf dem Gewissen- wieviele Menschenleben ist dir die Mondlandung denn wert?

Die Mondlandung war nur ein Tarnprojekt für die Entwicklung von militärischen Langstreckenraketen, und die V2 war auch nicht gerade zum Wohle der Menschheit gedacht.
Und das war dann zehntausende Todesopfer wert?
Aha.

Also, was macht den Herrn nun zu einem "Helden der Menschheit" (vor allem, wenn man bedenkt, daß er nur einer von zehntausenden war, die die Mondlandung ermöglichten- das hätte man auch ohne einen Nazi-Kollaborateur hinbekommen, der auch nur mit Wasser gekocht hat).

Du findest es absurd, daß manche Menschen keine Massenmörder verehren wollen?
DAS ist absurd...
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16.02.2013 04:04 Uhr von Floppy77
 
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Anderes braunes Gesocks hat es nach ´45 auch noch in der Politik zu was gebracht, da jetzt nur wegen dem von Braun ein Fass auf zu machen ist heucheln³.

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