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Meinung: Mythos "Faulheit", der Neoliberalismus und die Eurokrise

In den letzten Jahrzehnten wurde keine wirtschaftspolitische Lösung so verherrlicht wie die des Neoliberalismus. Der eigene Wohlstand gründet sich auf Eigenverantwortung. Diejenigen, die diesen Sprung nicht schaffen, sind "faule Gammler" und selbst Schuld an ihrer Armut.

In der Eurokrise wird dieser Mythos "Faulheit" vor allem gegenüber dem südlichen Europa angewandt. Das Haushaltsdefizit der "Südländer" wurde weitestgehend an ihrer Arbeitsmoral festgemacht. Dabei arbeiteten laut OECD-Studie die Griechen 2011 30 Prozent länger als die Deutschen oder Niederländer.

Dieser Mythos lenkt aber grundsätzlich von den strukturellen Ursachen und Ungleichheiten ab. So spielen soziodemografische Faktoren - wie schlechte Ernährung, schlechte Schulen, fehlende Lernanreize, Geschlecht oder Hautfarbe eine viel größere Rolle beim Aufstieg in höhere Gesellschaftsschichten.


WebReporter: sicness66
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Mythos, Eurokrise, Faulheit, Neoliberalismus
Quelle: www.freitag.de

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14.02.2013 20:22 Uhr von Phyra
 
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"fehlende lernanreize" , wer eine gute zukunft will, der lernt, oder dessen eltern unterstuetzen oder fordern das kind, wer keine gute zukunft will der machts halt nicht, wieviel mehr anreize solls denn geben?
und geschlecht oder hautfarbe in einem artikel zu verwenden in dem man sich zu 1/3 auf laenderunterschiede bezieht ist laecherlich.

aber zu guter letzt muss man zustimmen, neoliberalismus und kapitalismus scheitern an der menschlichen moral.

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