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Zu stark: Frankreich fordert Abwertung des Euro

Ein plötzlich "gefährlich" starker Euro und ein angeblich heraufziehender globaler "Währungskrieg" sind derzeit großes Thema.

Insbesondere die USA und Japan setzen weiter auf eine Politik des billigen Geldes und bringen so auch die europäische Währungsunion unter Druck. Es werden deshalb vor allem auch aus Frankreich Rufe nach einer Abwertung des Euro laut - als Patentrezept für Wettbewerbsfähigkeit und die Lösung der Schuldenkrise.

Christian Glocker, Experte für europäische Wirtschaftspolitik beim Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO), äußert im Gespräch mit "ORF.at" seine Zweifel daran, dass diese Rechnung so einfach aufgeht - von einigen Nebenwirkungen des Drehens am Euro-Kurs ganz abgesehen.


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WebReporter: deereper
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Dollar, Frankreich, Forderung, Stärke, Abwertung
Quelle: orf.at

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.02.2013 08:12 Uhr von GulfWars
 
+19 | -6
 
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Zu teuer, ich fordere die Abschaffung des Euros!
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14.02.2013 09:09 Uhr von Suzaru
 
+6 | -5
 
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Moment mal, jedes Land der Welt wäre doch froh über eine starke Währung oder irr ich mich? Wieso sollten wir dann unser Geld abwerten? Na wenn da mal keine Interessen der USA dahinterstehen...
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14.02.2013 09:31 Uhr von delerium72
 
+10 | -0
 
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@Suzaru

Deutschland ist ein Exportland. Ist der Euro stark so ist das einkaufen hier teuer. Demzufolge wird weniger gekauft und die Wirtschaft kackt ab. Der Binnenmarkt allein kann das nicht abfedern.
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14.02.2013 10:28 Uhr von Julian73
 
+5 | -2
 
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Leute, dieser ganze Abwärtungswettlauf, auch Währungskrieg genannt, wird noch ganz böse enden. Das war in der Verganhenheit immer so.

Wahrscheinlich ist, dass uns die Inflation davon galoppiert und unser Geld bald nichts mehr wert ist.
http://www.start-trading.de/...
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14.02.2013 11:16 Uhr von Andreas-Kiel
 
+4 | -0
 
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Naja, ein starker Euro mit einhergehenden Exportproblemen regt aber vielleicht endlich die Politik an, mehr dafür zu tun, daß der Binnenabsatz steigt - und das geht nur, wenn Otto Normalverbraucher mehr Geld zum Ausgeben hat und das wollen wir ja eigentlich.
Abgesehen davon hat die EU schon längere Zeit bemängelt, daß D zu wenig für z.B. innerdeutschen Absatz tut, stattdessen werden wir alle immer stärker belstet und können dadurch immer weniger ausgeben bzw. weniger die Wirtschaft ankurbeln.
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14.02.2013 13:19 Uhr von Azureon
 
+1 | -1
 
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Dieses ganze Währungskonstrukt und wie wir uns unseren "Markt" aufgebaut haben ist ein einziges Schmierentheater....
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14.02.2013 13:27 Uhr von sicness66
 
+1 | -2
 
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Was sollen hier die Beleidigungen gegen Frankreich ? Wenn ihr nichts von Außenwirtschaft versteht, geht zurück in euren Sandkasten...

Ist doch klar, dass F die Abwertung fordert. Deutschland hat durch seine Billiglohnpolitik Europa kaputtgewirtschaftet. Damit sind für F die Exportmärkte in Europa nicht mehr erreichbar, also muss in Drittländer verkauft werden. Wenn diese nun wie J und die USA selber zur Abwertung greifen, wird schwer.
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14.02.2013 13:29 Uhr von McClear
 
+2 | -2
 
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Die Franzmänner, vertragen sicherlich auch kein "Fishermens Friend". Müssen den immer wieder irgendwelche Spacken mit der Währung herumexperimentieren.
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14.02.2013 14:01 Uhr von ROBKAYE
 
+2 | -0
 
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Ja, klar... gerade in der Zeit, wo die Mittelschicht immer weiter in Richtung 1€ Job gelenkt wird.

Eine Abwertung des Euro hätte katastrophale Folgen für den Mittelstand, den es laut der elitären Agenda zu verarmen gilt.

Somit passt diese Forderung eigentlich direkt ins Bild.

Ich verlange den Austritt aus der EU und ich will die Deutsche Mark wieder! Die D-Mark gehörte zur weltweit stärksten Devise, bis sich Helmut Kohl durch Frankreich und Großbritannien dazu überreden ließ, diese gegen eine Wiedervereinigung "zu tauschen" - oder formulieren wir es passender: "zu opfern"

Quelle: BZ-Berlin

"Kohl war ein leidenschaftlicher Europäer, aber das hochheilige Wort „Europa“ setzt die bekannten Gefahren der Leidenschaft nicht außer Kraft. Er ließ sich von dem Franzosen Mitterrand beeindrucken, der nicht den geringsten leidenschaftlichen Drang zur Wiedervereinigung verspürte. Im Gegenteil: Der Präsident reiste am 6. Dezember 1989 zu Gorbatschow nach Minsk, um ihn am imperialen Teilungsstrich durch Deutschland festzunageln. Sein Besuch in Ost-Berlin im selben Monat war der Stabilisierungsversuch des bankrotten SED-Regimes. Mitterrand weigerte sich, mit Kohl durch das geöffnete Brandenburger Tor zu gehen – er fürchtete, Deutschland könnte zu groß werden, darin einig mit der unerbittlich ablehnenden Frau Thatcher. Eine Art „german angst“ also drängte den „deutschen Europäer“ Kohl in die staatlich ungesicherte Währungsunion, und das war ein Marschbefehl – tout de suite, sofort."

[ nachträglich editiert von ROBKAYE ]
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15.02.2013 00:51 Uhr von neminem
 
+1 | -0
 
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Ihr Klugscheißer, könnt ihr eins zu eins zusammenzählen? Niemand wird Binnenprodukte kaufen, weil sie im Ausland viel billiger hergestellt werden. Aber gegen 1-Euro-Jobber seid ihr auch? Wie stellt ihr euch das vor? Dass die Leute doppelt so viel für etwas ausgeben, nur weil es aus Deutschland kommt? Träumt weiter...
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16.02.2013 11:47 Uhr von hofn4rr
 
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frankreichs wirtschaft befindet sich im freien fall, weil sie in erster linie zu teuer sind und durch fehlende investitionen zusehens ihre wettbewerbsfähigkeit einbüßen.

um den freien fall zumindest aufzuhalten, müsste frankreich mindestens um 20% ihre lohnstückkosten senken.

mit hollande wohl ein ding der unmöglichkeit, weshalb es nur weiter bergab gehen wird.

die abwertung des euros hätte für alle verbraucher zur folge, dass importe teurer werden.

neben lebensmittel auch heizöl/gas/sprit und vieles mehr.

das es vernünftiger wäre, wenn jedes land die währung nach der eigenen wirtschaftskraft reguliert, müsste mittlerweile bei jedem angekommen sein.

die dümmlichen schwadronaden der presse und der politeliten, das der euro alternativlos sei, glauben hoffentlich nicht mehr soviele.

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