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Ist der Doktortitel überhaupt etwas wert? - So viel Geld verdient man damit mehr

Wer glaubt, dass ein Doktortitel gehaltstechnisch in Deutschland nicht viel bringt, der hat sich gewaltig geschnitten. Mithilfe eines Doktortitels ist ein Karriereturbo möglich.

Bereits als Berufseinsteiger erhält man als Träger mit diesem Titel in aller Regel mehr Lohn oder Gehalt. "Wer in Forschung und Entwicklung in der Industrie arbeiten will, für den bedeutet ein Doktortitel eine viel versprechende Eintrittskarte in den Job", sagen Experten.

Die Beratungsagentur Kienbaum hat festgestellt, dass Hochschulabsolventen ohne Doktortitel durchschnittlich mit einem Jahresgehalt von 42.000 Euro loslegen. Hochschulabsolventen mit einem Doktortitel verdienen jedoch mindestens 50.000 bis 60.000 Euro.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Geld, Karriere, Doktortitel, Promotion
Quelle: www.focus.de

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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.02.2013 13:47 Uhr von Gorxas
 
+42 | -5
 
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Es gibt Menschen, die wirklich glauben, dass sich ein Doktortitel gehaltstechnisch nicht lohnen würde?! So einen Mist habe ich ja noch nie gehört!
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10.02.2013 14:01 Uhr von HansBlafoo
 
+20 | -8
 
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Ein Doktortitel lohnt sich nicht zwangsläufig. Das ist einfach falsch. Vor allem in technischen Bereichen ist das so, bei z.B. Juristen mag das anders aussehen.

Man sollte immerhin bedenken, dass man für die 3-5 Jahre, die es braucht um solch einen Titel zu erlangen, auf Gehalt verzichtet. Man steigt somit erst deutlich später in den "richtigen" Beruf ein und in der Zeit holt ein Berufseinsteiger nicht nur in Summe mehr Gehalt heraus, sondern in der Zeit steigt sein Gehalt auch noch. Sofern dann überhaupt noch ein finanzieller Unterschied zum Einstieg mit Dr. ist, ist dieser weitaus geringer als angegeben. Zudem hat man eben die Jahre vorher ordentlich verdient. Mit zunehmender Berufserfahrung werden diese Titel dann auch immer unwichtiger, sodass ein Dr.-Titel nicht zwangsläufig zu einer schnelleren Karriere verhilft.
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10.02.2013 16:06 Uhr von fallobst
 
+2 | -1
 
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@ hamnsblafoo

genauso siehts aus. die rund 3 jahre im job zu sein, zahlt sich mitunter mehr aus als die doktorarbeit.
der vergleich eines hochschulabsolventen mit einem promovierten ist auch totaler schwachsinn... wieso vergleicht man nicht einen hochschulabsolventen mit einem azubi im ersten lehrjahr.

das macht in etwa genausoviel (un-)sinn...

einziger sinnvoller vergleich: hochschulabsolventen mit 3 jahren berufserfahrung gegenüber promoviertem berufseinsteiger (und am besten müssten beide aus dem selben fachbereich kommen). die unterschiede wären minimal... aber eine studie ohne tolle headlines ist ja auch kein geld wert, in dem sinne...
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10.02.2013 16:08 Uhr von jiji
 
+2 | -10
 
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42k als Einstiegsgehalt ? Wie repräsentativ ist denn diese Studie? Wenn diese Zahlen ein Hochschulabsolvent liest und für bare Münze hält, und dann jene solche Gehaltsforderungen im Bewerbungsgespräch rausläßt, lacht erstmal derjenige kräftig gegenüber...
Ansonsten war das schon immer so, dass ein Dr. Titel auch wesentlich mehr Gehalt bedeutet, zumindest am Anfang der Karriereleiter.
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10.02.2013 16:22 Uhr von HansBlafoo
 
+3 | -1
 
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@jiji
Es kommt auf die Branche an. Als Ingenieur bei einem Automotive-OEM steigst du als Frischling mit mehr als 42k ein.

Man darf eben nur nicht den Fehler machen zu sehr zu verallgemeinern, aber diesen Zahlen sind definitiv erreichbar.
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10.02.2013 16:30 Uhr von fallobst
 
+3 | -0
 
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@ jjj

die palette an studienfächern ist groß. genauso was die unternhemensausrichtung oder -größe des späteren arbeitgebers angeht. die durchschnittszahl ist in dem zusammenhang auch nicht viel wert, wenn man die varianz dazu nicht kennt.
hie vielleicht eine kleine übersicht:
http://www.absolventa.de/...
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10.02.2013 17:15 Uhr von HansBlafoo
 
+1 | -1
 
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@zigarettentyp
Also den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht. Zumal die meisten Ärzte keine "richtigen" Doktoren sind. ;)
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10.02.2013 17:25 Uhr von Floppy77
 
+4 | -3
 
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@zigarettentyp
An Rauchern ist doch jede medizinische Versorgung sowieso die reinste Vergeudung.
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10.02.2013 17:34 Uhr von saber_
 
+5 | -1
 
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@HansBlafoo

"Ein Doktortitel lohnt sich nicht zwangsläufig. Das ist einfach falsch. Vor allem in technischen Bereichen ist das so, bei z.B. Juristen mag das anders aussehen."


absoluter schwachsinn!


vor allem in technischen bereichen werden promovierte personen sehr gut entlohnt...

man sollte auch bedenken, dass man in den 3-5 jahren die man fuer diesen titel gebraucht hat auch schon ganz gut entlohnt wurde... immerhin ist man waehrend seiner doktorarbeit als wissenschaftlicher mitarbeiter an der hochschule angestellt wird nach entgeltgruppe E13 bezahlt (3200 bis 4700 €)...

sollte wer direkt in der industrie promovieren, so bekommt er in aller regel noch mehr...


es ist also nicht so als ob man waehrend seiner doktorarbeit die anderen davonziehen laesst...
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10.02.2013 18:19 Uhr von HansBlafoo
 
+2 | -1
 
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@saber_

Du schreibst hier Blödsinn. Was qualifiziert dich zu so einer Aussage?

1. Promovierte Personen werden sehr gut entlohnt, das habe ich auch nie abgestritten. Nur in der Zeit, bis diese fertig sind, haben Nicht-Promovierte aufgeholt. Bei meinem Unternehmen besteht der Unterschied beim Einstieg in zwei Gehaltsstufen, die man als Nicht-Promovierter in den 3 Jahren, in der andere Promovieren, aber aufholen kann.

2. Nicht alle Doktoranden an einer Uni werden in E13 entlohnt - eigentlich sind das die wenigsten. Das sind nur wissenschaftliche Mitarbeiter in vollen Stellen, aber die sind rar. Wesentlich mehr Leute bekommen halbe Stellen oder dürfen sich über Landesstipendien durchschlagen. Das ist dann schon ein deutlicher Unterschied.

3. Industriepromotionen werden garantiert nicht wie E13 entlohnt, das ist deutlich geringer.

[ nachträglich editiert von HansBlafoo ]
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10.02.2013 19:45 Uhr von matoro
 
+0 | -0
 
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man verdient nur so viel, wenn man auch eingestellt wird zu dem gehalt
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10.02.2013 20:15 Uhr von Luisaza
 
+1 | -0
 
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@jiji
42000€ sind in diesem Fall das Bruttogehalt, was zumindest für Absolventen technischer und/oder naturiwssenschaftlicher Studiengänge sicher nicht überzogen ist.

@saber
An meiner Uni wird man mit ~1500€ Netto entlohnt, jedoch nur in ausgewählten Studiengängen. Viele bekommen gar nichts.
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10.02.2013 20:31 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
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Auch ohne Doktortitel kann man gut verdienen - wenn man einen Kundenkreis hat, der hauptsächlich einen Doktortitel hat.
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10.02.2013 20:32 Uhr von HansBlafoo
 
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@Luisaza

Netto ist natürlich recht schwer zu vergleichen (Steuerklasse, Geldwerte Vorteile (okay, hier nicht so relevant), Kirchensteuer etc. pp.). Vom geschätzten Brutto unterstreichst du aber meine Aussage bzgl. der Entlohnung von Doktoranden an Unis.
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10.02.2013 22:16 Uhr von sicness66
 
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Man sollte sich mal den Stepstone-Gehaltsreport durchlesen. Es wird schließlich nicht nur in den Fachbereichen unterschieden, sondern in der Qualifikation (Notenschnitt, Berufserfahrung, etc.), dem Betrieb (KMU, Konzern) oder ganz entscheidend die Region in Deutschland.

Ein Hochschulabsolvent der Ingenieurswissenschaften wird in München bei BMW locker 20% mehr verdienen, als ein Dipl.Ing. bei BMW in Leipzig. Und so ist das eben bei Dr.-graden auch.

Wer sich aber als Dr. XY mit unter 50.000 Brutto abspeisen lässt, ist selber Schuld.
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11.02.2013 00:53 Uhr von Schaumschlaeger
 
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Ich habe mal von Leuten gehört, die sollen ihren Doktor nicht nur aus finanziellen Motiven gemacht haben...so geht zumindest die Legende.
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11.02.2013 07:17 Uhr von saber_
 
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@HansBlafoo

"Du schreibst hier Blödsinn. Was qualifiziert dich zu so einer Aussage?"

eventuell eine enge mitarbeit mit den technischen universitaeten muenschen und karlsruhe, sowie 5 promovierten weiteren promovierten ingenieuren die alle im selben buero hocken wie ich?

du hast deine aussage speziell auf technische gebiete bezogen ("Vor allem in technischen Bereichen ist das so,"...

und wie gesagt... im technischen bereich wird gut entlohnt... da macht der nicht promovierte nicht viel mehr geld...

und natuerlich werden nicht alle doktoranden mit E13 entlohnt... aber die meisten in den technischen promotionen eben schon...gerade weil sie eben wissenschaftliche mitarbeiter sind...

es soll auch durchaus schwer sein als maschinenbauer seine 150 000 euro teure doktorarbeit ohne backup von anderen zu bewerkstelligen... es sei denn man macht eine rein theoretische aufgabe, aber auch da gibts meistens gutes backup...



und mit deinen industriepromotionen taeuscht du dich gewaltig! ich kenne zwei personen die eine solche promotion machen... sie sind nach wie vor in ihrem job und arbeiten nebenher an ihrer doktorarbeit... dafuer kriegen sie entsprechend viel zeit... in der regel koennen sie 2 tage die woche an ihrer doktorarbeit arbeiten (rest in ihrer freizeit)... und ich finde das ist nicht wirklich schlecht entlohnt!



und abschliessend moechte ich hier noch Schaumschlaeger recht geben....

man promoviert nicht primaer aus finanziellen gruenden...sondern weil es einem spass macht!
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11.02.2013 07:27 Uhr von OliDerGrosse
 
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In der Wirtschaft bringt es so gut wie nix.

http://www.prosieben.de/...
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11.02.2013 09:48 Uhr von PeterLustig2009
 
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Vielleicht sollten sich einige nicht nur auf die nackten Zahlen verlassen sondern sich auch mal ein bissl anstrengen und nachdenken

Ich bekomme ohne Doktortitel 42 k
Mit Doktortitel bekomme ich 60 k also 18 k mehr
Dafür muss ich aber i.d.R 3 Jahre länger studieren

In den 3 Jahren verliere ich also 123 k die ich ohne verdienen könnte. Damit muss ich nach meinem Dr. knapp 7 Jahre arbeiten um diesen Verlust wieder einzufahren und mache danach dann mehr Geld.
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11.02.2013 10:19 Uhr von HansBlafoo
 
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@saber_

Dann werfe ich mal in die Waagschale, dass ich mit Ingenieuren mehrerer Universitäten zusammenarbeite und selber in der Industrie promoviere (in einem der größten Doktorandenprogramme in Deutschland, bei einem _sehr_ großen Unternehmen). Zufälligerweise kenne ich noch Doktoranden aus anderen Unternehmen, die dort auch promovieren und die verdienen alle ähnlich wie ich. Und was ich verdiene weiß ich und das ist nicht E13-Niveau. ;)

[ nachträglich editiert von HansBlafoo ]
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11.02.2013 10:45 Uhr von superguido
 
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@ HansBlafoo

"man sollte auch bedenken, dass man in den 3-5 jahren die man fuer diesen titel gebraucht hat"


Was hindert jemanden daran seinen Doktortitel während des Studiums zu erlangen ???

" haben Nicht-Promovierte aufgeholt"

und schon ist der "Vorteil" dahin ;-)
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11.02.2013 12:32 Uhr von PeterLustig2009
 
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@superguido

[...]Was hindert jemanden daran seinen Doktortitel während des Studiums zu erlangen ???[...]

Vielleicht die Tatsache dass du einen akademischen Abschluss brauchst um zu promovieren?

Ist zwar unbedeutend könnte aber tatsächlich ein Problem darstellen in deiner These. :D
Zumal eine Doktorarbeit auch ein wenig Zeitinvest bedeutet und sich nur sehr schwerlich mit einem Vollzeitstudium vereinen lassen würde
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11.02.2013 13:15 Uhr von superguido
 
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Aber nicht überall, wenn du Medizin studierst, dann kannst du sehrwohl während des Studiums deine Doktorarbeit beginnen....und wenn ein Student in der glücklichen Lage ist, kein Geld verdienen zu müssen, sollte das mit der zeit auch kein Problem sein....
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11.02.2013 19:28 Uhr von sicness66
 
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@Peter:

"In den 3 Jahren verliere ich also 123 k die ich ohne verdienen könnte."

Nun ja. Für gewöhnlich arbeitet ein Doktorand als wissenschaftlicher MA unter seinem Doktorvater. Und mit E13 kommst du je nach Bundesland und Vollzeitstelle auch auf deine 36k im Jahr.
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11.02.2013 23:46 Uhr von El_Caron
 
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@jiji
Ein Doktorand der Physik hat mindestens eine halbe Stelle TVL-13. Am Ende der 3 Jahre Promotionszeit bringt die als 100%-Stelle 45k. Ich habe noch nie erlebt, dass irgendjemand darunter in einen Job eingesteigen ist. Das ist worst-case bei denen, die im öffentlichen Dienst weitermachen und wird von allen anderen als Grundvoraussetzung für den neuen Job angesetzt.

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