09.02.13 15:21 Uhr
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Umfrage: Mehrheit gegen Überarbeitung von Kinderbüchern

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov stellte in einer repräsentativen Umfrage fest, dass sich eine Mehrheit der Deutschen gegen eine Überarbeitung bestimmter Begriffe in Kinderbüchern ausspricht.

Etwa 70 Prozent seien gegen solche Maßnahmen, davon sprachen 65 Prozent der Befragten bei einer nachträglichen Veränderung von "Zensur". Nur 22 Prozent befürworten eine Überarbeitung. Dabei ergeben sich sowohl durch alle Altersgruppen als auch zwischen Ost und West keine relevanten Unterschiede.

Anstoß der Debatte war eine Mitteilung de Stuttgarter Thienemann-Verlags, wo man eine Streichung von Begriffen wie "Negerlein" und "Neger" aus Kinderbuch-Klassikern wie Otfried Preußlers "Die kleine Hexe" anstrebte. Auch andere Verlage überlegen ähnliche Überarbeitungen durchzuführen (ShortNews berichtete).


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WebReporter: Julrond
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Umfrage, Mehrheit, Zensur, Kinderbuch, Überarbeitung
Quelle: www.stern.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.02.2013 15:21 Uhr von Julrond
 
+3 | -1
 
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In der Quelle findet man noch weitere und detailliertere Umfrageergebnisse, die zum Beispiel nicht nur die Änderung von Kinderbüchern betreffen.
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09.02.2013 16:01 Uhr von Rheinnachrichten
 
+1 | -1
 
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Das Ganze ist ein weites Feld. Schon vor Jahren gab es aus einer anderen Ecke Druck.

http://www.koeln-nachrichten.de/...

Würde mich nicht wundern, wenn wir bald wieder eine Generaldebatte dazu haben.

[ nachträglich editiert von Rheinnachrichten ]
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09.02.2013 16:45 Uhr von Lornsen
 
+16 | -2
 
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Reinwaschen mit "Subtil"

die politisch-korrekten Bücherumschreiber sind geistige
Bücherverbrenner. Sie sind ebenso fanatisch wie die Vorbilder
aus dem Jahr 1933, gehen aber konspirativer und subtiler vor
und daher ungleich gefährlicher.
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09.02.2013 17:28 Uhr von shirtshop
 
+11 | -1
 
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finde die idee auch schwachsinn.
früher hat man gewisse worte verwendet, heute nicht mehr.
man sollte die vergangenheit nicht einfach wegeditieren...
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09.02.2013 21:05 Uhr von schlammungeheuer
 
+0 | -2
 
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@comic1
Mit der Argumentation nach der Wortherkunft ist auch Idiot kein Schimpfwort
Die Bedeutungen ändern sich nun einmal.

was sagt der Verlag dazu
".... Im Kontext der Entstehungszeit waren die fraglichen Begriffe neutral, aber aus heutiger sind sie es eben nicht mehr.

Wir halten eine Modernisierung auch bei anderen veralteten und ungebräuchlichen Wörtern für sinnvoll. Zum Beispiel kennen Kinder das Wort ´wichsen´ nicht mehr im Sinn von ´putzen´ oder ´polieren´. Früher wurden Stiefel eben gewichst. Wenn also im Text steht, dass Kinder ´durchgewichst´ werden, erscheint es uns sinnvoll, daraus ´verhauen´ zu machen...."
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10.02.2013 09:15 Uhr von Again
 
+0 | -1
 
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@ comic1:
" Wer nicht gerade semantisch ein völliger Analphabet ist, weiß doch, dass das Wort aus dem lateinischen Wortstamm "niger" herrührt: "negro", also im Spanischen und Portugiesischen ebenso, für SCHWARZ steht."
Schön. Und "Arschloch" beschreibt ein Körperteil. Und wenn ich jemanden "Wichser" nenne, will ich nur auf seine sauberen Schuhe hinweisen.
Wär sich auf die Herkunft von Wörtern beruft hat imho kein Sprachgefühl.

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