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Deutschland: Arbeitnehmer gehen trotz Krankheit arbeiten

Die deutschen Arbeitnehmer sind sehr penibel, wenn es um ihre Arbeit geht. Die meisten von ihnen bleiben trotz Krankheit nicht zu Hause.

Man hat eine Studie durchgeführt, an der 20.000 Menschen teilgenommen haben. Sie gaben an, dass sie wegen Leistungsdrucks auch krank zur Arbeit gehen würden.

Laut der Studie gingen die Arbeiter im Durchschnitt rund 11,5 Tage krank zur Arbeit.


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WebReporter: paddeyxxl
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Krankheit, Arbeitnehmer, Arbeitgeber
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.02.2013 16:33 Uhr von applebenny
 
+14 | -4
 
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Jo, mach ich auch immer. Sonst is man hier ganz schnell unten durch und die Gerüchteküche brodelt. Nein danke!
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05.02.2013 17:14 Uhr von PuerNoctis
 
+25 | -0
 
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@Trara123456789:
Allerdings! Kleine Anekdote: Bei uns in der Firma wird die letzten Jahre nach und nach die Softwareentwicklung nach Indien ausgelagert. Leider sieht es nun so aus, dass dort durchgehend von Mo-So gearbeitet wird, und erschreckenderweise anscheinend sogar 24h in verschiedenen Schichten - Arbeitsschutz gibt es zwar, aber die staatliche Kontrolle fehlt.

Was hat das jetzt mit dieser News zu tun?! Ganz einfach: Durch diesen traurigen Umstand ist der Rest der in Deutschland ist bei uns quasi gezwungen mit der Arbeitsleistung mitzuziehen (Qualität ist wieder was anderes) da man sonst, wir haben sehr sehr viele Leiharbeitnehmer, ganz schnell selbst ersetzt werden könnte. Bei uns ist ständig jemand krank, und Mittagspausen sind Seltenheit. Bist Du zu schwach wird der Vertrag nicht verlängert und wir nehmen einfach fünf neue Inder. Klingt hart - ist aber genauso harte Realität in vielen Betrieben!

[ nachträglich editiert von PuerNoctis ]
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05.02.2013 17:51 Uhr von Azureon
 
+14 | -4
 
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Willkommen in der Welt des Kapitalismus. Einer machts vor, alle anderen machen es nach oder gehen baden. Wer darf es ausbaden: Der kleine Mann.
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05.02.2013 18:23 Uhr von El_kritiko
 
+21 | -2
 
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@PuerNoctis
Als guter Softwareentwickler muss man sich solch einen Blödsinn nicht freiwillig antun. Wenn Dein Arbeitgeber nicht in der Pampa liegt, dann empfehle ich Dir einen neuen zu suchen. Von solchen Verhältnissen habe ich ja noch nie gehört gehabt. Das klingt echt grausam!
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05.02.2013 18:38 Uhr von blaupunkt123
 
+9 | -1
 
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Klar ist es heute viel schlimmer, bei der dünnen Personalschicht und jeder hat ggf Spezialaufgaben.

Aber für einen gesunden Kollegen ist es halt auch eine Zumutung.
Zum einen das man sich dann auch ansteckt, zum anderen darf man den ganzen Tag das schniefen und niesen mit anhören..
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05.02.2013 19:00 Uhr von Teitei
 
+6 | -2
 
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Komisch, von anderen "Studien" hört man immer, die Deutschen machen zu oft krank und gehen zu oft zum Arzt....

Wasn Schwachsinn, das kann sich doch keiner leisten. Geht man zum Arzt, ist man schnell seinen Job los, so sieht doch die Realität aus.
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05.02.2013 19:14 Uhr von El_kritiko
 
+3 | -13
 
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05.02.2013 19:27 Uhr von PuerNoctis
 
+3 | -5
 
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@El_kritiko:
Gebe Dir 100% Recht! Man sollte sich nicht einfach so unterbuttern lassen, so ein Arbeitsumfeld schadet ja nicht nur körperlich sondern auch geistig enorm! Muss aber vielleicht etwas ausholen, warum das nicht bei jedem so einfach ist:

Kleinere Betriebe mit internen Entwicklungen sind weniger betroffen von diesem Unding, glasklar. Die haben ihre Stammmitarbeiter, und das Klima ist im Regefall sicher gemäßigt, ausser halt zu bestimmten Stoßzeiten für Deadlines etc vielleicht, aber das ist ganz normal so. Anders sieht es bei großen Konzernen (wie bei dem, bei dem ich arbeite) aus. Ich selbst bin allerdings nicht intern angestellt sondern selbst über einen "Arbeitnehmerüberlassungsvertrag" für eine andere Firma tätig. Mein eigentlicher Arbeitgeber ist absolut top, da will ich erst mal nicht weg. Das Problem: In den letzten Jahren ist das Geschäft der Personalvermittlung einfach verdammt lukrativ geworden (ich werde bspw. für 70 EUR/std verkauft - das ist ein enormer Gewinn für meinen Chef!). Die Einkäufer hingegen können durch diese Art des Outsourcings wiederum Arbeitsrechtliche Schutzrechte durch gewisse Schlupflöcher umgehen, z.B. hat bei Werkverträgen der Betriebsrat oft kein oder wenig Mitspracherecht (anders als beim Überlassungsvertrag), oder man kann eben kurzfristig Mitarbeiter "loswerden" in dem, wie oben schon erwähnt, der Vertrag nicht mehr verlängert wird sobald gewisse Personen sich nicht fügen, schlampig arbeiten oder nicht mehr lukrativ eingekauft werden können.

Das wiederum bedeudet, dass die Verleiher einem gewissen Druck ausgesetzt sind, denn wenn plötzlich zu viele der geliehenen Mitarbeiter wieder zurückkommen, kommt kein Geld mehr rein, müssen aber dennoch jeden Monat weiterbezahlt werden. Diesen Fakt kennen alle Seiten - mir sind sogar krasse Fälle gekannt in denen ein Käufer dem Verleiher droht: "Wenn Dein Mitarbeiter nicht macht was wir wollen, kaufen wir von Euch nie mehr Leute ein!". Und dann ist man als Arbeitnehmer richtig in der Quetsche, da die Kündigung u.U. droht. Das ganze wird natürlich sehr dezent und durch Anspielungen gemacht - eine "offene Drohung" wäre ja illegal...

Der Gesetzgeber hat das erkannt, und auch die Gewerkschaften wollen diese dubiosen Geschäfte natürlich unterbinden. Das lässt dem ursprünglichen Käufer natürlich abwägen, denn er will schnell Arbeitskräfte an- und vor Allem abbauen können. Jetzt kommt Indien oder die asiatischen Länder allgemein ins Spiel: Was ich hier im Monat verdiene, verdient ein indischer Entwickler an meiner Position im Jahr. Zu dem gibt es eben keine ausreichenden Prüfungen zum Arbeitsschutzgesetz da drüben, die sind quasi (oftmals) narrenfrei. Auch hat man in Indien mehr Angst vor einer Kündigung als hier. Es gelten dort andere kulturelle Regeln. Wurdest Du gekündigt weil Du nicht loyal bist und tust was Dir gesagt wird, verlierst Du Dein Gesicht, kaum einer stellt so einen dort mehr ein. Also was ist besser? Sich hier in Deutschland mit Gesetzen rumquälen, oder in einem Land in dem man die billigen "schwächeren" Arbeitskräfte verheizen kann zudecken? Dass die Qualität extrem den Bach runtergeht stört nicht, das macht die Masse und Budget wieder wett. Wir sind also vom normalen Arbeitsverhältnis zum Outsourcing in Deutschland gekommen, und weil´s hier zunehmend schwerer wird gehen wir dahin wo wir ungestört holen können was wir brauchen. Und die passen schon auf, dass sie stark an den Grenzen der gesetzlichen Machbarkeit kratzen, aber sie nicht übertreten. Grauzonen ausnutzen.

Nochmals: Das betrifft eher große Konzerne, die haben durch ihr Kapital weniger Verlust und negative Auswirkungen als ein Betrieb mit 50 Mitarbeitern - da ist, zum Glück, meist, noch alles wie es sein soll.

Ich weiß, für manchen muss es sich echt dystopisch und unrealistisch klingen, aber ich sehe es Tag für Tag mit eigenen Augen Jahr für Jahr...

Und was ist mit mir? Mein richtiger Chef steht voll auf meiner Seite, wenn´s mir zu viel wird nimmt er jeden Vorschlag von mir gerne ins Gespräch. Mir ist egal ob ich vom Verleiher abgestoßen werde, und das lass ich die schon kräftig spüren. Ich bin gut in dem was ich tue, ich bin jung, ich finde wieder eine Arbeit...
...aber diesen Mut haben leider zu wenige, da die Angst vor Entlassung zu groß, und der Boss nicht so human ist.

[ nachträglich editiert von PuerNoctis ]
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05.02.2013 20:51 Uhr von Humpelstilzchen
 
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Ja ne, is klar!!! Habe letztens auch irgendwo gelesen ,das krank sein vollkommen überflüssig ist und sogenannte Pausen eigentlich garnichtmehr in den Arbeitsablauf passen!!! Gehe also auch noch mit gripalen Infekten und akuten Magen- Darm Problemen zur Arbeit! Sollte mir jemand unterstellen, ich würde alle Anderen damit anstecken, scheiss ich den an! Sind sowieso alles potentielle Terroristen!!!
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05.02.2013 21:15 Uhr von Humpelstilzchen
 
+0 | -0
 
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Ja ist klar. Manchmal neige ich zu leichter Untertreibung!!!
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06.02.2013 10:18 Uhr von Fomas
 
+1 | -0
 
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Da sind wir schon angekommen, dass uns die Arbeit wichtiger als die eigene Gesundheit ist. Kranke, verdrehte, neoliberale Wirtschaftswelt.
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06.02.2013 13:07 Uhr von Maedy
 
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*Deutschland: Arbeitnehmer gehen trotz Krankheit arbeiten*-Selbstständige und Arbeitgeber auch.

[ nachträglich editiert von Maedy ]
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06.02.2013 13:19 Uhr von Johnny Cache
 
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Öhm? Laut der Statistik waren die Befragten also 11,5 Tage krank arbeiten und 17,4 Tage krank zuhause. Zusammen macht das also einen Schnitt von 28,9 Tagen Krankheit im Jahr?!
Wer zum Teufel ist fast 6 Wochen im Jahr krank?!
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06.02.2013 19:43 Uhr von TheRoadrunner
 
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Für mich ist die entscheidende Frage: was ist "krank"?

Wenn Schnupfen, Husten oder Halsweh als Krankheit zählen, dann gehe ich auch locker 2 Wochen im Jahr "krank" in die Arbeit. Allerdings bin ich so auch in die Schule und in Vorlesungen gegangen, ich mache da bestenfalls weniger Sport.
Umgekehrt bin ich nie in die Arbeit gegangen, wenn ich krankgeschrieben war oder es mir wirklich schlecht ging. Hätte auch wenig Sinn, weil man dann ohnehin nicht wirklich leistungsfähig ist.

Wenn krank nun eine ernsthafte Krankheit bedeutet: da deutsche Arbeitnehmer durchschnittlich 13,2 Tage krank fehlen (http://www.heilpraxisnet.de/...), bedeutet das, dass ein deutscher Arbeitnehmer durchschnittlich (!) 24,7 (Arbeits-)Tage oder 5 Wochen im Jahr krank ist. Das ist doch ein Scherz, oder?
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07.02.2013 19:54 Uhr von Maaaa
 
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Wenn die Arbeitnehmer dann ausgelaugt am Boden liegen und nichts mehr geht, kommt die von der Leyen um die Ecke und erzählt uns, was sie alles für gestresste Arbeitnehmer tut und palavert, palavert.....

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