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eBay-Streit zieht jetzt weitreichendes Urteil nach sich

Ein für viele Privatverkäufer beim Online-Auktionshaus eBay weitreichendes Urteil hat jetzt das höchste deutsche Gericht, der Bundesgerichtshof, gefällt (Aktenzeichen: VIII ZR 96/12). Hier endete der Streit zwischen dem Verkäufer eines Bootes und dessen Käuferin.

Denn das laut Angebotstext "schöne Wanderboot" war in Wahrheit so von Schimmel zerfressen, dass es nicht mehr seetüchtig war. Die geschätzten Reparaturkosten lagen bei rund 15.000 Euro. Nun wollte die Käuferin ihr Geld zurück. Doch der Verkäufer stellte sich stur.

Er berief sich auf den bei Privatverkäufen üblichen Zusatz "ohne Gewährleistung". Doch das Gericht sah das anders. Auch ein Privatverkäufer haftet, wenn die Ware nicht das hält, was zuvor versprochen wurde.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Streit, eBay, BGH
Quelle: computer.t-online.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.01.2013 12:39 Uhr von S8472
 
+141 | -4
 
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Das war noch nie anders. Tolle "News".
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30.01.2013 12:50 Uhr von lopad
 
+31 | -1
 
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"Auch ein Privatverkäufer haftet, wenn die Ware nicht das hält, was zuvor versprochen wurde. "

Ist das nicht schon immer so? Wenn ich etwas als neuwertig anpreise dann kann ich meinem Kunden nichts abgenutztes, gar kaputtes, schicken sondern eben das was ich in der Beschreibung anpreise.
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30.01.2013 12:50 Uhr von Grimschlag
 
+14 | -1
 
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Verdeckte Mängel sind und waren schon immer Gewährleistungsgründe.
Ausschließen kann man als Privatperson nur die 24 monatige Gewährleistung für Schäden, die nach dem Eigentümerwechsel entstehen. Und das bleibt auch so...
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30.01.2013 12:53 Uhr von tafkad
 
+4 | -8
 
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Daher immer alles als Defekt bzw. Reperaturbedürftig verkaufen.
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30.01.2013 13:01 Uhr von DrZord
 
+10 | -0
 
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kurios..
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30.01.2013 13:39 Uhr von Suffkopp
 
+8 | -2
 
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Geht wohl um folgenden oft bei eBay zu findenden Satz:

"Beachten Sie bitte die folgenden Verkaufsbedingungen:Der Artikel wird "so wie er ist" von Privat verkauft, das bedeutet: mit der Abgabe eines Gebotes, erklären Sie sich ausdrücklich damit einverstanden, auf die Ihnen nach neuem EU-Recht gesetzlich zustehende Gewährleistung/Garantie bei Gebrauchtwaren völlig zu verzichten. Die Artikel werden unter Ausschluss jeglicher Haftung und Gewährleistung angeboten. "

Und jetzt hat der BGH festgestellt das falsch angepriesene Waren mit diesem Zusatz NICHT als ordentlich gilt.
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30.01.2013 13:58 Uhr von Joker01
 
+11 | -1
 
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gerechtes Urteil, hier liegt ein eindeutiger Betrug vor. Die Ware weist vom Verkäufer bewusst nicht erwähnte Mängel auf.

Allerdings hätte der Käufer die Ware vorort überprüfen können.
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30.01.2013 14:24 Uhr von brad41x
 
+11 | -3
 
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Was ist denn nun kurios an der Sache??? Jemand verkauft Schrott und der Käufer/die Käuferin möchte vom Kauf zurücktreten. Was daran ist kurios????? A: Nix, aber bringt mehr Klicks.
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30.01.2013 14:49 Uhr von dideldaz
 
+10 | -3
 
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Das einzige, was noch mehr Schimmel hat als das Boot sind News dieser Art...
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30.01.2013 15:35 Uhr von BoltThrower321
 
+5 | -0
 
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Schon immer so gewesen...genau so die x1000 Verkäufer die meinen eine Garantie auszuschliessen und wären somit aus dem Schneider...MURKS SETZEN 6. Die haben nicht kapiert was der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung ist....

Obiger News zu folge ist hier meines erachtens sogar ein Straftatbestand vorhanden...argliste Täuschung bis hin zum Betrug....

Und wisst ihr was? Ebay interessiert das alles einen feuchten...ich sehe fast täglich massenweise fragliche Artikel....Fälschungen....Irreführungen....Leute die ein Gewerbe haben, dochals Privatmann auftreten...usw. usw.

Meldet man dies...passiert nichts!!!!!
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30.01.2013 16:58 Uhr von dommen
 
+4 | -2
 
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Hoffentlich weint der Bastard nacht ins Kissen und muss Konkurs anmelden
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30.01.2013 18:02 Uhr von Leeson
 
+4 | -0
 
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Also, dass man dafür vor Gericht muss ist traurig.
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30.01.2013 20:53 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -1
 
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Den dummen Satz "Die Gewährleistung ist ausgeschlossen" schreiben viele Privatleute in ihr ebay-Angebot. Der Satz ist Null und nichtig.
Man kann die ** gesetzliche ** Gewährleistung nicht durch diesen Satz ausschliessen. Auch nicht als Privatperson. Man haftet nach wie vor für die Beschreibung die man abgibt.
Besser ist, was oft andre machen, indem sie den Artikel ausdrücklich als defekt anbieten.
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30.01.2013 21:25 Uhr von EvilMoe523
 
+0 | -0
 
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@ Para_shut

Kann ehrlich gesagt DIR nicht ganz folgen? Was zur Hölle, willst du damit klar machen?

Da steht, sie wollte / will ihr Geld zurück und nicht das sie es erhalten hat, denn im nächsten Teil steht da, dass er sich stur stellte. Sprich für DICH auf deutsch, dass er es NICHT rausrückte.
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30.01.2013 23:35 Uhr von Trasher73