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Deutschland bei Pressefreiheit nur noch auf Rang 17

Das internationale Netzwerk "Reporter ohne Grenzen" (ROG) hat auf seiner neuen Rangliste der Pressefreiheit, die jährlich veröffentlicht wird, Deutschland auf dem 17 Platz eingestuft. Letztes Jahr lag Deutschland noch auf dem 16. Rang.

Grund dafür ist die "abnehmende Vielfalt der Presse" in Deutschland, erklärte die ROG. Immer mehr Zeitungen würden wegen Geldmangels auf eigene Vollredaktion verzichten, einige Redaktionen seien sogar komplett geschlossen worden.

Auch werde "die Diskussionen um ein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung und Drohungen radikaler Gruppen gegen kritische Berichterstatter" mit Sorge beobachtet. Finnland belegt vor den Niederlanden den ersten Platz der Rangliste, China, Iran und Nordkorea tauchen erst am Ende der Liste auf.


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WebReporter: kamikaze74
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Deutschland, Rang, Pressefreiheit, Einstufung
Quelle: www.welt.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.01.2013 11:29 Uhr von psycoman
 
+5 | -2
 
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Platz 17 von 179 finde ich nicht so schlecht, besser geht natürlich immer.

http://www.reporter-ohne-grenzen.de/...

Es sind noch genug europäische Länder hinter Deutschland, wie etwa:

21 Belgien
22 Polen
29 Großbritanien
37 Frankreich
oder EU-Beitritskandidaten wie
67 Kroatien oder
154 die Türkei.

Also ob Zeitungssterben bzw. die Nutzung fremder Nachrichten ohne eigene Reporter vor Ort jetzt unbedingt die Freiheit einschränkt.

Es ist ja nicht so, dass die Zeitungen keine Reporter schicken oder darüber berichten dürften, sie haben nur kein Geld dafür.

[ nachträglich editiert von psycoman ]
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30.01.2013 11:31 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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"Immer mehr Zeitungen würden wegen Geldmangels auf eigene Vollredaktion verzichten"

Brutaler Eingriff in die Pressefreiheit.... *rolleyes*

Schafft die freie/soziale Marktwirtschaft ab!
Kann doch nicht angehen, dass hier Zeitungen schließen müssen, weil es zu viele davon gibt und die Menschen nicht jede lesen wollen/können.

Deutschland sollte sich sowas von schämen...

Den Smilie könnt ihr euch selber dazudenken.


Im Ernst, haben wir den krassen Abstieg um einen Platz jetzt echt der Einstellung der FTD zu verdanken? Ist das ein Witz?


@Abendstuhl:
Ah, der Merkbefreite ist auch wieder da...?!
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30.01.2013 11:48 Uhr von sicness66
 
+4 | -1
 
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Natürlich ist das Zeitungssterben ein indirekter Eingriff in die Pressefreiheit. Denn diese muss Pluralismus und damit Meinungskonkurrenz garantieren. Und wenn schlussendlich nur noch Blätter von wenigen Großkonzernen übrig bleiben, wird eben Meinung konzentriert. Und es ist nicht ja nur noch die FTD im letzten Jahr gestorben...
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30.01.2013 13:04 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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"Natürlich ist das Zeitungssterben ein indirekter Eingriff in die Pressefreiheit."

Wenn die Entscheidung dazu von der Presse selbst kommt, Redaktionen zu schließen oder ganze Zeitungen einzustellen, dann ist das wohl kaum ein Eingriff in deren Freiheit.

Würden die Zeitungen staatlich finanziert werden, würde auch wieder jeder schreien, weil sie ja dann nicht unabhängig sind.
So sind sie finanziell unabhängig, müssen sich aber ganz normal dem Wettbewerb mit anderen Zeitungen und Medien stellen. Das schaffen manche nunmal nicht.

Wobei die Printmedien im Allgemeinen das Internet-Zeitalter mächtig verschlafen haben. Sowohl von ihrer Positionierung als auch von ihrer Werbestrategie.


Viel bedeutender ist doch dieses Kriterium:
"die Diskussionen um ein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung und Drohungen radikaler Gruppen gegen kritische Berichterstatter"

Ja, welche "radikalen Gruppen" drohen da mal wieder gegen kritische Berichterstatter???
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30.01.2013 20:08 Uhr von Maaaa
 
+0 | -0
 
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Merkel die in allen Ländern Pressefreiheit fordert und dann die BRD hinter Tschechien, Irland, iSchweiz, Jamaika und Österreich.
17. Platz finde ich nicht gut, zumal wir wieder einen Platz verloren haben.
Es ist doch oft so, einer schreibt, die Anderen schreiben ab, weil es wegen Einsparung (Kosten) zu wenig Reporter gibt.
Das hat doch nichts mehr mit Vielfalt und eigene Meinungsbildung zu tun.
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30.01.2013 22:23 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -2
 
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"Merkel die in allen Ländern Pressefreiheit fordert..."

Sie fordert in anderen Ländern die Freilassung von inhaftierten Journalisten oder generell die Freiheit überhaupt eine andere Meinung öffentlich zu verbreiten.

Ist ein klitzekleiner Unterschied zu den "schwerwiegenden Vorwürfen" hier in Deutschland, dass Redaktionen aus Kostengründen zumachen oder ihre Arbeit zusammenlegen, oder?

Ansonsten würde ich mich eher bei den "radikalen Gruppen" beschweren, die nun auch hier versuchen, freie Meinungen zu unterdrücken....
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01.02.2013 00:04 Uhr von Maaaa
 
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@Jolly.Roger

Als die große Bankenkrise über uns kam und Merkel und Steinbrueck im FS auftraten und sagten, das Geld auf den Sparbuechern ist sicher, hat sie die Journalie gebeten nicht von der ungeheuerlichen Tragweite zu berichten.
Quelle: Dokumentation in PHOENIX
Davon wissen wir, was wissen wir alles nicht?

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