30.01.13 08:15 Uhr
 4.903
 

Wattenscheid: Taxifahrerin hilft gehbehinderter Seniorin und bekommt Knöllchen

Eine Taxifahrerin hatte eine gehbehinderte Rentnerin mit Rollator als Fahrgast und fuhr mit dieser zum Arzt. Dann begleitete sie die Frau noch bis zu dem Arzt in die Praxis. Ihr Taxi stellte sie in der Fußgängerzone ab, wo zu dieser Zeit Parkverbot herrschte.

Als sie die Seniorin weggebracht hatte und wieder zu ihrem Taxi kam, steckte ein Knöllchen an der Scheibe. "Ich war doch nur kurz weg, um die ältere Dame zur Arztpraxis zu bringen. Wie soll die Frau denn sonst da hinkommen, die regulären Parkplätze sind doch viel zu weit weg," erklärte die Fahrerin.

Die Taxifahrerin suchte die Bußgeldstelle auf, um den Sachverhalt klarzustellen. Obwohl die Behörden einen Ermessensspielraum haben, blitzte die 46-jährige Taxifahrerin bei diesen ab. Sie muss das 30 Euro-Knöllchen bezahlen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: kleefisch
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Senior, Taxifahrer, Knöllchen, Wattenscheid
Quelle: www.derwesten.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

FC Bayern München um drei Millionen Euro erpresst - "Besenstielräuber" gesteht
Nigeria: Bei Selbstmordattentat zweier Schülerinnen sterben 30 Menschen
München: Exhibitionist sitzt mit entblößtem Penis in U-Bahn

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
30.01.2013 08:22 Uhr von blade31
 
+46 | -15
 
ANZEIGEN
Woher soll der Knöllchen Verteiler das wissen was die Taxifahrerin macht?
Kommentar ansehen
30.01.2013 08:34 Uhr von b4ph
 
+30 | -30
 
ANZEIGEN
@blade31:

Mal abgesehen davon, was meint ihr wie viele Leute es auf die "Ich musste einer gehbehinderten Seniorin zum Arzt helfen"-Tour versuchen?

EDIT: Buhuu, jetzt wird hier wieder geminust. Ich heul gleich. Mal ehrlich, schraubt für einen Moment die Tränendrüse mal ab und denkt logisch darüber nach, wie ihr in der Situation gehandelt hättet. Nicht anders. [edit]
[ nachträglich editiert von b4ph ]
Kommentar ansehen
30.01.2013 08:40 Uhr von Hirnfurz
 
+40 | -9
 
ANZEIGEN
Und da wundert es noch einen, dass die Menschen immer weniger hilfsbereit werden, wenn man fürs Helfen auch noch bestraft wird?

Da hätte die Behörde etwas grosszügiger reagieren können, zumal ja ein Ermessensspielraum besteht.
Kommentar ansehen
30.01.2013 08:53 Uhr von ThomasHambrecht
 
+12 | -10
 
ANZEIGEN
Es ist unpraktisch dort überhaupt eine Arzt-Praxis zu eröffnen.
Kommentar ansehen
30.01.2013 08:55 Uhr von b4ph
 
+4 | -11
 
ANZEIGEN
Mir ist auch so als seien Parkplätze bei Arztpraxen Vorschrift ...
Kommentar ansehen
30.01.2013 09:14 Uhr von ylarie
 
+3 | -5
 
ANZEIGEN
Der Text an sich ist Blödsinn, da es jeden Tag vielen so geht. Nicht nur Taxifahrern.
Dass diese aber oft benachteiligt werden, kann ich nur bejahen.

Ich hab auch schon von einem Kollegen gehört wie ein Rollstuhltaxi einen Fahrgast aufnehmen wollte, und sofort die Dame vom Ordnungsamt da war um Knöllchen zu verteilen.

Aber im Gegenzug dürfen "normale" Verkehrsteilnehmer bei ihr auf Taxenhaltenplätzen parken, ohne dass was passiert...
Kommentar ansehen
30.01.2013 09:19 Uhr von V3ritas
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Ich wohne seit 20 Jahren in Wattenscheid und hab genau 1 Mal ein Knöllchen bekommen und habe hier noch nie eine Politese selbst gesehen. :D Also hat schon seltenheitswert sich hier eine Knolle zu fangen.

Natürlich ist es ziemlich mies von der Bußgeldstelle trotzdem auf die 30 Euro zu bestehen....andererseits erzählen das bestimmt zich Leute am Tag...wie grenzt man da aus...der eine wollte nur kurz zum Arzt weil er Schmerzen hat, der andere wollte nur kurz das Ömerken zum Arzt bringen und der andere nur schnell zur Apotheke..blablabla...
Kommentar ansehen
30.01.2013 09:30 Uhr von Knopperz
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
b4ph
> Mal abgesehen davon, was meint ihr wie viele Leute es auf die "Ich musste einer gehbehinderten Seniorin zum Arzt helfen"-Tour versuchen?

Die Tante fäht TAXI, und steht vor ner ARZTPRAXIS.
Wie unwahrscheinlich ist die Geschichte also?
Kommentar ansehen
30.01.2013 09:38 Uhr von b4ph
 
+2 | -8
 
ANZEIGEN
@Knopperz:

Ist doch scheißegal wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich die Story ist. Ich würde es auch nicht mit der Oma-zu-Arzt-bring-Story versuchen wenn ich vor nem Puff geparkt hätte.

Also wenn schon Ausrede, dann eh ne gute. Und wie ein Vorposter bereits sagte... woher sollen die wissen ob das wirklich stimmt oder nicht?
Kommentar ansehen
30.01.2013 09:41 Uhr von V3ritas
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Selbst wenn die Behörde das sicher wüsste, bringen würde es wahrscheinlich trotzdem nichts..der Verstoß bleibt ein Verstoß, egal wie gut der Grund war. Aber wie schon gesagt wurde gibt es dafür Gerichte....nur ob das für 30 Euro sinn macht...außerdem hat nicht jeder eine Rechtsschutzversicherung...da übelegt man sich das 2 Mal^^
Kommentar ansehen
30.01.2013 09:43 Uhr von Motzkuh
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
Das gleiche ist einem Bekannten auch passiert, der in Bremen einen verletzten Kollegen zum Krankenhaus gebracht hat. Im näheren Umkreis der Notaufnahme gab es keine Parkplätze, als einfach im absoluten Halteverbot geparkt und bis in Notaufnahme begleitet. Ein Einspruchen über einen Rechtsanwalt hatte keine Wirkung. Als er mit dem Rechstweg gedroht hat, wurde die Anzeige fallen gelassen, aber die Verwaltungskosten mussten gezahlt werden, entsprachen zwiemlich genau dem Knöllchenwert...
Kommentar ansehen
30.01.2013 09:59 Uhr von Bastelpeter
 
+9 | -6
 
ANZEIGEN
Wenn ich mir einige Kommentare hier anschaue, wundert es mich wirklich nicht mehr, dass man immer mehr das Empfinden hat, dass Deutschland immer unmenschlicher wird.
Richtig waere es gewesen, die Verantwortlichen des Ordnungsamtes zu suspendieren bis der Fall geklaert ist, auch wenn es "nur" um 30 Euro geht.
Die Anmerkung, dass die Beamten das nicht wissen konnten, ist ja wohl hinfaellig, da die Fahrerin sich mit dem Ordnungsamt in Verbindung gesetzt hatte.
Und mal ehrlich, ist das Pflegeheim die deutsche Endloesung fuer aeltere Mitbuerger? Diese Menschen haben das Land aufgebaut. Soll das der Dank sein?
Kommentar ansehen
30.01.2013 10:08 Uhr von b4ph
 
+3 | -4
 
ANZEIGEN
@Bastelpeter:

Ich würd die alte Omi auch trotzdem zur Arztpraxis begleiten, selbst wenn ich dafür 30 Öcken latzen muss.
Nur weiß ich dann, dass ich scheiße parke und wenn ich dann ein Knöllchen krieg, ärger ich mich und gut ists.

Und es geht hier nicht darum, dass das Ordnungsamt nicht über die angeblichen Umstände informiert wird, sondern, dass man nicht weiß(!), ob es tatsächlich auch so ist.
Du kannst mir das ja gerne auch glauben, wenn ich behaupte, dass ich gar nicht geparkt hätte, sondern während der Fahrt von Außerirdischen entführt wurde und mein Auto nur zufällig im Halteverbot zum stehen kam ... aber wissen kannst dus eben nicht.

Außerdem haben wir hier diverse Optionen neben dem Pflegeheim. Gibt auch noch Betreuung zuhause, dann wie bereits erwähnt Krankenbesuch vom Arzt statt beim Arzt ... und zu guter Letzt wette ich eh, dass die Praxis da Parkplätze hatte.

Das Verhalten der Taxifahrerin in allen Ehren, aber nur weil jemand was nettes tut ist jemand anderes der ihm berechtigt was (gesetzlich vorgeschriebenes) schlechtes antut nicht automatisch Satan höchstpersönlich.

Die Deutschen sind halt ein Volk von Paragraphenreitern. Immer gewesen und heute ists schlimmer den je. Aber es geht hier nur um 30 verdammte Euro. Die Frau verliert ja nicht gleich ihren Job oder landet im Knast oder sowas.
Kommentar ansehen
30.01.2013 10:27 Uhr von Djerun
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
"Wer mit dem Auto verbotswidrig die Wattenscheider Fußgängerzone befährt oder dort parkt, riskiert ein Verwarnungsgeld. Das weiß auch Beate Rose."
wenn die taxifahrerin es weiß, warum jammert sie jetzt rum?
Kommentar ansehen
30.01.2013 10:41 Uhr von Hasskasper
 
+4 | -5
 
ANZEIGEN
So sieht´s aus! Hätte, könnte, sollte, hilft hier nicht weiter. Der Verstoß wurde begangen und dafür gibt´s keine Ausnahmen. Taxifahrer haben diverse Privilegien laut StVO, die sie in aller Regel auch kennen, z.B. Halten in 2. Reihe zum Ein-und Aussteigen. Sie setzten sich aber auch gerne noch drüber hinweg und tun oft so, als hätten sie Sonder- und Wegerechte wie die Feuerwehr. Die Taxifahrerin wird sicher gewußt haben, dass sie dort nicht parken durfte, hat es aber riskiert.
Es wäre die Aufgabe des Arztes gewesen, hier eine Ausnahmeregelung beim O-amt zu erwirken z.B. mit einer einzelnen Parkfläche für Behinderte vor dem Haus. So was gibt´s auch in der Fußgängerzone. Dem Einzelnen steht es nicht zu, die Gesetze und Verordnungen nach Gutdünken auszulegen.
Kommentar ansehen
30.01.2013 11:06 Uhr von montvache
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Hier kann man sehen, dass die Behörden nichts gelernt haben. Das ist typisch deutsches Beamtentum. Ich hoffe, dass diese Person, die diese Sturheit hatte, später als gehbehindert 5 km zu Fuß gehen muß mit einem Rollator, dass sie mal merkt, wie das so ist. Vielleicht sind dann ihre Ansichten kurriert. Zur Zeit geht es doch keinem besser als allen Beamten und Behördenangestellten.
Kommentar ansehen
30.01.2013 11:18 Uhr von Peter323
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Deutschland... mehr muss man da net sagen...
alles ist reglementiert bis ins kleinste Detail. Die Menschen haben gar keine Luft mehr zum atmen oder menschliche Spielräume.
Selbst fürs Fahrradfahren wurden die Bußgelder jetzt verdoppelt/vervielfacht. In DE ist nur noch das schadstoff-freie Atmen erlaubt und auch nur derzeit noch. Die Sauerstoff-Steuer kommt mit Sicherheit auch noch...
Ich wurd mal abgeschleppt, weil eine Stunde lang am Tag Parkverbot herrschte. 80 Euro Verwaltungsgebühren(für was überhaupt?) + Bußgeld und über 250 Euro Abschleppgebühren. Wie der Abschleppwagen kam, war mit Sicherheit schon wieder erlaubt dort zu parken... einfach unglaublich.

Zum Glück werde ich schon bald auswandern.
Kommentar ansehen
30.01.2013 12:10 Uhr von trakser
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@blade31

> Woher soll der Knöllchen Verteiler das wissen
> was die Taxifahrerin macht?

Das Problem ist nicht der Knöllchen Verteiler, der das Knöllchen ausgestellt hat, sondern die Bußgeldstelle, die darauf beharrt, dass es auch tatsächlich bezahlt wird.
Kommentar ansehen
30.01.2013 12:31 Uhr von Bastelpeter
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@weimargg, ich stimme Dir absolut zu.
@Peter323, bei mir werden es Ende Mai 5 Jahre, und ich bin froh, diesen Schritt getan zu haben.
Kommentar ansehen
30.01.2013 12:46 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
Viele der Kommentare sind so beschämend. Gesetze und Verordnungen gelten für alle. Das Sie falsch geparkt hat ist ja wohl unbestreitbar. Dabei wäre es vlt. so einfach gewesen indem man vlt. einen Zettel schreibt und ins Auto legt "Uhrzeit 10:45 - bringe schnell eine gebehinderte Dame zum Arzt rein. Bitte haben Sie Verständnis". Dann hätte eine "böse Politesse" bestimmt schnell gewartet. Und wenn ein Zettel am Scheibenwischer war, warum nicht schnell hoch zum Arzt und sich eine kleine Bescheinigung holen? Das Bußgeldstelle muss garnichts glauben, sie kann. Und sie kann eher, je schlüssiger die Angaben sind.

Man hat hier immer den Eindruck das viele sagen: Gesetze/Verordnungen gelten für alle - nur für mich nicht. Liest man ja oft genug. Und dann wundert man sich?
Kommentar ansehen
30.01.2013 12:48 Uhr von DerMaus
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Typisch Deutschland. "Wenn es eine Regel gibt, dann muss die eingehalten werden, koste es was es wolle! Wenn jemand die Regel bricht um jemandem zu Helfen und es keinen Geschädigten bei der Sache gibt dann... ... ist uns das Scheißegal! Los! BEZAHL!!!"
Kommentar ansehen
30.01.2013 13:12 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Nein, so stimmt es nicht. Jedenfalls hab ich das nicht geschrieben. Es ist nicht scheißegal, aber diejenige hätte auch selber vorsorgen können, das ein Sachbearbeiter bei der Bußgeldstelle dem helfenden Gedanken nachvollziehen kann. Denn der von der Bußgeldstelle war nicht vor Ort um das selber zu sehen. Das vergesst ihr immer gerne.

Deine Argumentation geht auch dahin, daß jeder Ladendieb sagen sollte "Hab ich für Nachbars-Omi geklaut und will der doch nur was gutes tun" und schon wäre es Hilfe und kein Diebstahl.

Schon ganz schön realitätsfremd Dein Kommentar.
Kommentar ansehen
30.01.2013 13:35 Uhr von kasalla3
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Na ja, die Taxifahrerin wird logischerweise ihre Konsequenzen ziehen, ihre Kollegen, die das mitbekommen, evtl. auch.

Dann heißt es demnächst: Asoziale Taxifahrer schmeißen gehbehinderte Fahrgäste 500 Meter vor dem Ziel aus dem Auto.
Dann sind alle zufrieden. (Bis auf den Fahrgast, aber wen interessiert denn der? Hätte ja ins Altersheim gehen können.)
Kommentar ansehen
30.01.2013 13:40 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Oder beim nächsten Mal wird eine Taxifahrerin vernünftiger vorgehen.
Kommentar ansehen
30.01.2013 13:53 Uhr von Hallominator
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mal ehrlich, musste sie sich denn ausgerechnet ins Parkverbot stellen?

Refresh |<-- <-   1-25/31   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Paul Verhoeven wird Präsident der Jury der "Berlinale"
Nicht chic: Aggressive Steuervermeidung durch Inditex (Zara-Modekette)
FC Bayern München um drei Millionen Euro erpresst - "Besenstielräuber" gesteht


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?