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Neuer GVU-Trojaner aufgetaucht - Kinderporno-Vorwurf soll PC-Nutzer zum Zahlen zwingen

Es gibt eine neue Variante des GVU-Trojaners. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Warnung vor der neuen Erpresser-Software herausgegeben, welche die Logos des BSI und der GVU nutzt, um Internet-Nutzer einzuschüchtern und zu Zahlungen zu zwingen.

Der Trojaner zeigte in einem aktuellen Fall einen Sperrbildschirm. Damit hat der PC-Nutzer keine Kontrolle mehr über seinen Rechner. Die Software bezichtigt den Betroffenen, dass er kinderpornografische Inhalte verbreitet hätte oder in terroristische Aktionen verstrickt sei.

Das Programm fordert den Betroffenen auf, 100 Euro über die Paysafecard oder Ukash zu zahlen. Der Betroffene sollte aber nicht zahlen. Einen Screenshot sollte man auch nicht machen, denn es ist kinderpornografisches Bildmaterial zu sehen. Macht man ein Foto, wäre man im Besitz dieses Materials.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Vorwurf, Nutzer, Kinderporno, Trojaner, Zahlen, GVU
Quelle: www.chip.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.01.2013 08:13 Uhr von b4ph
 
+21 | -0
 
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"Einen Screenshot sollte man auch nicht machen, denn es ist kinderpornografisches Bildmaterial zu sehen. Macht man ein Foto, wäre man im Besitz dieses Materials."

Klingt irgendwie wie ein schlechter Scherz.
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30.01.2013 08:15 Uhr von Marco Werner
 
+8 | -0
 
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Was bitte ist denn wirklich *neu* daran ? Das Prinzip ist doch immer das gleiche, nur der angezeigte Text ist immer mal ein anderer. Offenbar gibts noch genug Leute, die drauf reinfallen. Interessanterweise scheinen aber die Hersteller der Antivirensoftware diesen Trojanern nicht wirklich Herr zu werden, die oft so viel angepriesene Heuristik der gängigen Antivirenprogramme versagt hier gerne mal.
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30.01.2013 08:38 Uhr von T¡ppfehler
 
+6 | -7
 
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Ich würde empfehlen, dass man sich sofort selbst anzeigen sollte, sobald man dieses Material auf dem Bildschirm sieht. Vielleicht wird die Strafe dann geringer ausfallen. Ob man noch eine Kopie davon macht, oder nicht ist doch egal. Das Bild befindet sich längst als Kopie im Browsercache.
Wenn man den löscht, beseitigt man vorsätzlich Beweismaterial.
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30.01.2013 08:47 Uhr von Marco Werner
 
+5 | -0
 
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@b4ph
Alle paar Jahre treibt die Politik die Sau durchs Dorf, eine Art "Internetpolizei" gründen zu wollen, bei der man diesen KiPo-Dreck melden kann,damit der in Zusammenarbeit mit dem Herkunftsland gelöscht wird. Die Grundidee mag ok sein, die Umsetzung dürfte aufgrund der rechtlichen Lage scheitern. Denn wenn man nichtmal einen Screenshot zu Beweiszwecken machen darf, ohne gleich selbst kriminalisiert zu werden, wird kein Internetnutzer so dämlich sein, sowas tatsächlich zu melden. Geht es nach einigen Richtern, macht man sich ja selbst für den Inhalt seines Browsecaches schon strafbar. Hieße auf die Praxis bezogen: Sobald man sowas auf seinem Rechner angezeigt bekommen hat (z.B. eben über den GVU-Trojaner) und das Zeug im Cache landet, ist man schon ein "böser Bube". Auch wenn man absolut gar nichts dafür kann.

[ nachträglich editiert von Marco Werner ]
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30.01.2013 09:02 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -5
 
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Selbstverständlich darf man einen Screenshot machen und diesen der Staatsanwaltschaft übergeben.
Es ist nur sinnlos, da man an den Urheber wahrscheinlich nicht rankommt, und man sowieso nichts zahlen muss. Auf dem Schaden seinen Rechner neu zu installieren wird man sitzen bleiben.
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30.01.2013 09:04 Uhr von b4ph
 
+2 | -0
 
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@ Marco Werner:

Dann gibt es nur einen der jetzt noch helfen kann ... das A-Team!
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30.01.2013 09:25 Uhr von Maverick Zero
 
+8 | -0
 
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Das ist doch GENAU der Fall, vor dem verschiedenste Experten MEHRFACH gewarnt haben.
Überkluge Leute haben dann erklärt, so etwas könne nieee passieren. Ja ne, ist klar.

Jetzt haben wir diese Situation!
Rechner mit Trojaner verseucht, dieser zeigt "Jugend-"Pornographie (alleine für die Definition dieser Jugendpornographie hätten mal Köpfe rollen müssen) und der ahnungslose, sowie unschuldige User ist plötzlich Besitzer des verbotenen Materials.
Der Rechner wird beschlagnahmt, der User zu einer Strafzahlung von ein paar hundert Euro wg. Besitzes von Jugendpornographie in einem minder schweren Fall verurteilt und in den Augen der Bild-Zeitung und des gemeinen Pöbels (und der Nachbarn) mit einem Kinderschänder gleichgesetzt.

Und das alles nur, weil der Normalsterbliche User - der nicht mit Computern großgeworden ist, der keine Informatik studiert hat und das Ding eh nur braucht um mit den Enkeln in den USA via Facebook zu schreiben - etwas vorschnell eine verdächtige E-Mail geöffnet hat, die der veraltete Virenscanner nicht erkennen konnte.
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30.01.2013 10:27 Uhr von Hidden92
 
+1 | -0
 
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Dann hat der Autor der Original News sich offenbar strafbar gemacht, wie sonst konnte er das Foto zensieren?
Ich finde der gehört hinter Gitter.
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30.01.2013 10:53 Uhr von Maverick Zero
 
+1 | -0
 
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@ sukor74

1. Der Durchschnittsuser weiss weder, was ein abgesicherter Modus ist, noch wie man im Internet nach einer Problemlösung sucht - geschweige denn, wie man diese dann auch durchführt. Für viele ist ein Computer ein solider Block Metall, in dem magische Dinge von statten gehen, damit man sich Kochrezepte und Bilder anschauen kann. Bloß-nicht-öffnen! Bloß-nichts-daran-herumwerkeln!

2. Das Problem hier ist nicht, wie man den Trojaner wieder runter bekommt, sondern dass durch eine Gesetzesregelung, die entgegen allen Warnungen und Expertenmeinungen verabschiedet wurde, man sich durch das Einfangen einer Schadsoftware strafbar machen kann!
Wenn es darauf ankommt, ist es uninteressant, woher die Pornographie (noch dazu von Kindern*) auf deinem Rechenr kommt. Du hast derartiges Material, also bist du böse(TM) und wirst bestraft werden.



*Auch Bilder von Erwachsenen können im Zweifelsfall als Jugendpornographie gewertet werden, wenn die abgebildeten Personen jünger als 18 Jahre wirken. Ob eine abgebildete Person jünger als 18 Jahre wirkt, entscheidet der Richter im Einzelfall. -> dt. Rechtssprechung.
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30.01.2013 12:06 Uhr von Marco Werner
 
+2 | -0
 
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@Sukor74
Schonmal versucht, einem unbedarften User im Blindflug per Telefon zu erklären, wie er überhaupt in den abgesicherten Modus kommt ? Ich glaub jeder "Computerfreak" kennt das, wenn irgendwelche Verwandten o.ä. anrufen und man ihnen am Telefon erklären soll, wie sie was reparieren. Die tun sich oft schon mit dem Drücken von F8 schwer,um in den abgesicherten Modus zu kommen.
Das dürfte in Zukunft noch schwerer sein, weil unterer Windows 8 der F8-Trick nicht mehr funktioniert. Um in den abgesicherten Modus zu kommen, muss man ihn unter msconfig aktivieren und den Rechner neustarten. Oder ihn beim Start 3x einen Reset machen, dann "denkt" Windows, es läge ein Problem vor und bietet erst dann den abgesicherten Modus an.
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30.01.2013 12:13 Uhr von BoltThrower321
 
+4 | -0
 
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Jaja...die Kinderpornkeule...

Echt mal, jeder der im Internet mal länger unterwegs war, weiss wie undurchsichtig manche Seiten aufgebaut sind...klick irgendwo hin, und schon öffnen sich verschiedene andere Seiten beim selben Link....


Diese ganze Gesetzesgebung kann nicht von Fachleuten kommen...

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