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Jürgen Trittin: Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr

SPD und Grüne sind gegen die Pläne, dass die Bundeswehr sich bewaffnete Drohnen anschafft. Jürgen Trittin kritisiert dies massiv.

Jürgen Trittin: "Die Pläne der Bundesregierung zur Beschaffung bewaffneter Drohnen zeugen von einem blinden, verantwortungslosen Umgang mit militärtechnologischem Fortschritt. Wir lehnen diese Pläne ab."

Nach Einschätzung der Bundesregierung und der Bundeswehr sei eine Anschaffung sinnvoll. Das Fähigkeitsspektrum der Bundeswehr soll so erhöht werden.


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WebReporter: paderlion
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kampf, Bundeswehr, Drohne, Jürgen Trittin
Quelle: www.spiegel.de
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25.01.2013 15:39 Uhr von quade34
 
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Der Herr hat es wohl nicht so sehr mit dem Fortschritt. Die Wehrhaftigkeit, auch eines demokratischen Landes, erfordert auch eine moderne Ausrüstung der Landesverteidigung. Will er statt dessen Gleitschirmflieger einsetzen, die dann mit Kohlrabi schmeißen? Oder hat er Angst um seine Muselfreunde, die sich so verbarrikadieren, dass es kaum ohne deutsche Soldatenopfer ausgeht? Der Zuwachs an gewaltbereiten Salafisten zwingt doch zum Nachdenken über den Schutz unseres Landes.
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25.01.2013 22:59 Uhr von silent_warior
 
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Eigentlich müssten die anderen Länder UNS fragen ob wir ihnen ein paar Roboter oder Drohnen verkaufen können.

Eigentlich sollte Deutschland ein Hochtechnologieland sein, eigentlich sollte es uns schon längst möglich sein aus einer Gewebeprobe, Stammzellen und daraus dann ein neues Organ zu züchten.

... eigentlich.
Wären da nicht diese zurückgebliebenen Geistlichen und Künstler die das ethisch nicht vertreten können.

Und wenn man das nächste mal mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht wird vergehen keine zwei Minuten und die Ärzte haben den Patienten ausgeweidet.
Die Ärzte denken dabei genau so wie Rommels damals im Afrikafeldzug, einen Opfern um mehrere (die auf ein Organ warten) zu retten. Da sieht man mal wieder wie man die Ethik relativieren kann.

Menschen dürfen umgebracht und zerstückelt werden, bzw. kranke Menschen leiden ... anstatt dass man Biologen mit Stammzellen spielen lässt.

Ach ja, damals als das entschieden wurde mussten Stammzellen noch aus Embryonen gewonnen werden, heutzutage ist das nicht mehr notwendig da es möglich ist dass die eigenen Zellen zu Stammzellen zurück entwickelt werden.

Das Gesetz bleibt aber und wir hinken bei allem hinterher ... wir sind bald ein 3. Welt Land.
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26.01.2013 02:59 Uhr von ElChefo
 
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Wenn ich das Geheule wieder lesen muss.

So ein hahnebüchener Unsinn, bar jeder realistischen Grundlage.

Abgesehen von jeglicher moralischen Grundlage (die sowieso schon in Kriegs- und Konfliktsituationen an einer Grenze nagt), wo ist der Unterschied, ob ein Pilot weit oben in den Wolken in seinem FCS einen kleinen Blimp sieht, auf den er seine Waffen aufschaltet oder ob DERSELBE Pilot etwas weiter weg am Boden sitzt und denselben Leuchtepunkt sieht, auf den er dann seine Waffen aufschaltet. Beide drücken exakt denselben Knopf.

Die ganze Debatte geht total am Thema vorbei. Menschen töten Menschen. Das ist nunmal leider Fakt. Da braucht es leider andere Menschen, die diese Menschen töten, damit letztere es nicht wieder tun. DAS ist der Sinn und Zweck moderner Streitkräfte. Krieg war niemals in der Geschichte der Menschheit eine Fairness-Debatte. Es geht eben nicht darum, das der "andere" eine faire Chance bekommt, sich zu wehren, es geht um das Gegenteil, es geht darum, das jene, die WIR dort hin schicken um sich die Finger schmutzig zu machen auch die Chance bekommen, sich wieder die Hände zu waschen. Und, das diejenigen, die wir uns holen wollen, eben keine Möglichkeit haben, dagegen anzustinken.

Ob es euch gefällt oder nicht, so ist die Realität. Das da draussen IST der Feind. Und hier wird darüber heiss disktuttiert, ob der Soldat seinem Gegner nicht besser ins Bein statt in den Kopf hätte schiessen sollen, während es selbigem scheissegal ist, ob er mit unseren Soldaten zusammen noch den halben Bazar in die Luft jagt. DAS ist doch die eigentliche Perversion, nicht diese vorgeschobene "Uh, unsere Leute sitzen daheim in beheizten Kontrollstationen während die armen Schweine draussen kämpfen müssen".

DAS macht den Herrn Trittin mit seiner Partei unwählbar. ER setzt deutsche Leben aufs Spiel, leichtfertig, hält ihnen unter vorgeschobenen, schäbigen Gutmenschenmotiven Ausrüstung, die Leben retten kann, vor, während seine Partei eine derjenigen war, die diesen Einsatz auch befürwortet hat.

DAS ist ekelhaft und menschenverachtend. Nicht, das der Bediener einer Waffe vor Ort, darüber oder tausend Kilometer weit weg sitzt.

Krieg ist Krieg und dabei sterben Menschen. DAS sollte auch dieser gute Herr Kriegsdienstverweigerer mal langsam einsehen, wenn er irgendwie mit den Großen mitspielen will.
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27.01.2013 18:12 Uhr von Falap6
 
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@El Chefo
Naja, so einfach ist das nunmal nicht.

Wir haben zufällig davon erfahren, dass die Bundesregierung einfach Dronen bauen will, das wird hier kritisiert. Herr Trittin schreibt, dass, wenn wir Drohnen wollen, dass wir VORHER verbindliche Regeln zum Einsatz erstellen. Was bitte kann man dagegen haben ?

Ds töten von Menschen mit Drohnen ist viel einfacher, als wenn Soldaten da sind und sich die Hände schmutzig machen. Alle kritisieren die Drohneneinsätze der USA und jetzt auf einmal, wenn die Grünen dagegen sind, sind sie auf einmal gewissenlose Menschen, die unsere Soldatne gefähren. Das ist einfach unglaublich.

Das gleiche ist das überhaupt nicht, weil wir einfach nicht überall Flugzeuge fliegen haben, die ständig was abwerfen, das würde sich mit Drohnen ändern, das kriegt ja keiner mit.

Das ist nämlich das was dahinter steckt. Meinste die Merkel interessiert das, wenn ab und zu mal einer stirbt? Mit den Drohnen kann man munter irgendwelche Leute abknallen und es wird einfach weniger Wirbel entstehen.
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27.01.2013 18:32 Uhr von ElChefo
 
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falap


Ich sehe es schon so einfach.

Vorneweg, welcher Zufall? Das Thema war immer irgendwie präsent, das Vorhandensein von (Kampf-)Drohnenprogrammen in der deutschen und europäischen Industrie war nie großartig geheim, das Interesse der deutschen Armee an bewaffneten Drohnen ist auch schon ein paar Jahre alt. Was hat sich geändert? Nichts.

Genausowenig hat sich etwas an der Einsatzrealität oder dem Völkerrecht geändert. Natürlich wird das ein (grüner) Politiker nicht wissen, aber Einsatzgrundlagen und -regeln existieren ebenfalls schon lange. Ob du es glaubst oder nicht, an der Verfassung solcher Richtlinien war ich selbst beteiligt, hier und in Afghanistan.

Auch aus eigener Erfahrung beurteile ich das ganze natürlich anders. Es erschliesst sich einfach nicht, was daran jetzt anders sein soll, ob eine Drohne eine Rakete ausklinkt oder ein Jagdbomber. Die Entscheidung wird in beiden Fällen von einem Menschen getroffen, der weit weg von seinem Ziel ist. Selbst heute mit den bei der Bundeswehr vorhandenen Drohnen hat niemals jemand großartig diese Frage gestellt. Wo liegt denn der Unterschied, ob ich mit einer unbewaffneten Drohne aufkläre und nachher mit Mörser oder Haubitze das Ziel bekämpfe oder ob ich das Geld für diese Wirkmittel spare und direkt von der Drohne aus Feuern kann?

Die Debatte um ethische, moralische und (völkerrechtliche) Fragen ist da deutlich vorgeschoben, gerade von jemandem wie Herrn Trittin, der diese Einsätze politisch mitgetragen hat.

Und nein, da hast du recht, wir haben nicht überall Flugzeuge fliegen. Dafür haben wir unsere Verbündeten. Frag dich dabei aber mal: Wenn ein deutscher FAC etwa von einem amerikanischen Piloten Close Air Support anfordert, auf wessen Kappe geht dann der Bombenabwurf? Dafür existieren auch schon lange Einsatzregeln.

...und das es keiner mitbekommt ist natürlich auch kappes. Für Drohneneinsätze - ob bewaffnet oder unbewaffnet - gelten dieselben Mandats- und Rechenschaftspflichten wie für sämtliche anderen militärischen Einsätze. Dafür ist die Bundeswehr ja auch als Parlamentsarmee ersonnen worden.

Der einzige wesentliche Unterschied liegt in den aufkommenden Kosten. Flugstunden bei einem Kampfjet liegen weitaus höher als bei einer Drohne. Zudem ist die Verweildauer deutlich höher.


...und nebenbei: Die Drohneneinsätze der USA habe ich selten mal kritisiert, vielleicht, wenn es mal danebengegangen ist. Da aber auch die meisten Berichte aus den Zielgebieten von den Anvisierten stammen, ist mir durchaus bewusst, wie stellenweise unglaubwürdig ebenjene Berichte sind. Glaub mir, ich habe schon neben mehreren Toten an der Theke gesessen. Lächerlicherweise waren sie nur laut Taliban-Pressemeldung tot.
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07.02.2013 20:11 Uhr von Falap6
 
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Für die meisten Menschen war es völlig neu, dass Deutschland drohne bestellt. Die Frage ist wozu brauchen wir drohnen? Wen wollen wir damit töten?

Wenn du darin beruflich involviert bist, erklärt das natürlich einges an deiner einstellung.

Was ist daran vorgeschoben?

"Auch aus eigener Erfahrung beurteile ich das ganze natürlich anders. Es erschliesst sich einfach nicht, was daran jetzt anders sein soll, ob eine Drohne eine Rakete ausklinkt oder ein Jagdbomber. Die Entscheidung wird in beiden Fällen von einem Menschen getroffen, der weit weg von seinem Ziel ist. Selbst heute mit den bei der Bundeswehr vorhandenen Drohnen hat niemals jemand großartig diese Frage gestellt. Wo liegt denn der Unterschied, ob ich mit einer unbewaffneten Drohne aufkläre und nachher mit Mörser oder Haubitze das Ziel bekämpfe oder ob ich das Geld für diese Wirkmittel spare und direkt von der Drohne aus Feuern kann?"

Was für Jagdbomber bitte? Was für Haubitzen und Mörser? Wozu brauchen wir Drohnen die Jagdbomber ersetzen? Für welche Eingriffe?

Es ist moralisch sicher kein Unterschied, ob ein Kommando oder eine Drohne Menschen töten, aber wenn man keine Soldaten riskieren muss und einfach nur ferngesteuert eine Drohne hat, die irgendwo was abwirft, dann is es natürlich einfacher das hinter dem Rücken der Öffentlichkeit zu machen.

"...und das es keiner mitbekommt ist natürlich auch kappes. Für Drohneneinsätze - ob bewaffnet oder unbewaffnet - gelten dieselben Mandats- und Rechenschaftspflichten wie für sämtliche anderen militärischen Einsätze. Dafür ist die Bundeswehr ja auch als Parlamentsarmee ersonnen worden."

Das glaube ich dir einfach nicht. Es ist viel einfacher Drohnen in Ländern wie zB Irak einzusetzten, in denen wir einfach ncihts verloren haben.

".und nebenbei: Die Drohneneinsätze der USA habe ich selten mal kritisiert, vielleicht, wenn es mal danebengegangen ist. Da aber auch die meisten Berichte aus den Zielgebieten von den Anvisierten stammen, ist mir durchaus bewusst, wie stellenweise unglaubwürdig ebenjene Berichte sind. Glaub mir, ich habe schon neben mehreren Toten an der Theke gesessen. Lächerlicherweise waren sie nur laut Taliban-Pressemeldung tot. "

Ich kritisiere nicht die Drohneneinsätze der USA, denn ich glaube auch es ist besser wenn man Drohnen benutzt als Menschenleben zu riskieren, und die USA machen eh was sie wollen, ich bin nur der Meinung, dass wir nichts machen sollten, wofür man Drohnen braucht.

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