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Jobcenter: Gericht soll Durchwahlnummer-Herausgabe von Sachbearbeitern erzwingen

Wer bei der Agentur für Arbeit anruft und seinen persönlichen Sachbearbeiter erreichen will, prallt an der Warteschleife ab.

Die Durchwahlen der Mitarbeiter wurden bisher mit Hinweis auf Datenschutz nicht herausgegeben, was ein Gericht nun jedoch per Urteil ändern könnte. Das Leipziger Verwaltungsgericht hat zumindest nun entschieden, dass die Agentur die Durchwahlen herausgeben muss

Rechtsanwälte finden dies richtig, denn die Hilfe für Arbeitssuchende werde "durch die Abfertigung der Betroffenen in einem Callcenter systematisch verhindert." Das Jobcenter Leipzig geht gegen die Entscheidung in Berufung.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Jobcenter, Warteschleife, Herausgabe, Telefonnummer
Quelle: www.sueddeutsche.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.01.2013 12:52 Uhr von knuddchen
 
+3 | -10
 
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Also ich hab die Durchwahl von meiner Vermittlerin und das schon länger als es diese News gibt. Sie hatte über diese Nummer mal bei mir aufm Handy angerufen und damit erreiche ich sie immer. Die Nummer steht auch auf den Einladungsschreiben mit drauf.

[ nachträglich editiert von knuddchen ]
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22.01.2013 12:59 Uhr von Maedy
 
+9 | -2
 
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Früher waren die Durchwahlnummer auf den Schreiben,dann hatte man nur noch die Möglichkeit per e-mail oder Fax zu schreiben.Als ich einmal in einer Maßnahme war,hat die Maßnahmenleiterin mich angerufen und ihre Telefnnummer nicht unterdrückt.Ich dachte,das ist so normal,bis ich sie mal über die Rufnummer anrief und sie mich richtig derbe anmachte,woher ich die Nummer hätte...genrell wird bei ihr die Telnummer unterdrückt,wenn sie einen Maßnahmenteilnehmer anruft.Das ist jetzt über 5 Jahre her,also eigentlich nichts Neues und irgendwie überfällig,dass das wieder geändert wird.
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22.01.2013 13:03 Uhr von Cthulhu_
 
+20 | -20
 
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Ich habe mal ne zeitlang im Jobcenter gearbeitet, und es ist definitiv richtig so das die Menschen die Nummer "nicht" bekommen.

Was sich die Mitarbeiter des Jobcenters tagtäglich für Rotz und Lügen anhören müssen, ist sagenhaft. Die kommen ja garnicht mehr zum arbeiten wenn die Leute da ständig anrufen.

Bevor es Minuse hagelt, stellt euch einmal kurz vor ihr arbeitet da, nur für 5 Minuten.
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22.01.2013 13:16 Uhr von kniekehle
 
+5 | -8
 
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Ich denke, dass die Herausgabe der Durchwahlen eher kontraproduktiv für die eigentlich Arbeit, nämlich die Beratungsgespräche (nennt man das so?) und sonstige Verwaltung, ist.

Der Mitarbeiter des Jobcenters wird unter diesen Voraussetzungen die Beratungsgespräche überhaupt nicht mehr ohne Unterbrechung führen können und dann kommen wieder Beschwerden nach dem Motto, "mein Arbeitsberater hat ja gar keine Zeit für mich".
Im Ergebnis würde dieses Vorhaben viele überbezahlte Callcenter Jobs zur Folge haben.
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22.01.2013 13:17 Uhr von Suffkopp
 
+4 | -2
 
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Die Medaille hat immer zwei Seiten - völlig richtig.
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22.01.2013 13:20 Uhr von Mankind3
 
+11 | -1
 
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Wieso denn Kniekehle. Anrufbeantworter einschalten wenn man seine "Sprechstunde" hat. Und nur wenn Mittags oder so noch der Papierkrieg erledigt wird dann anrufe durchlassen.

Der AB kann ja dann sagen wann die Zeiten sind zu denen man telefonisch erreichbar ist.
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22.01.2013 13:22 Uhr von Maedy
 
+15 | -1
 
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@ Cthulhu_ eigentlich rufen die Clienten doch nur an,wenn was nicht klappt.Am besten fand ich noch damals,als ich Arbeit bekam und das melden wollte,wollte die Dame,dass ich einen Termin irgendwann mal mache-sorry,aber wenn ich da telefonisch nicht durch komme,oder auf e-mails nicht reagiert wird,dann stehe ich eben da unangemeldet auf der Matte .Meinen Sie das ist besser? Die Beraterin hatte keinen *Kunden* und war richtig angefressen,dass sie sich mit einer Abmeldung befassen musste,die ich schon Tage vorher angegeben hatte ohne eine Reaktion Ihrerseits.Mein Arbeitgeber musste auch mehrfach bei ihr anrufen,weil es Unstimmigkeiten gab.Aber wie sich das liest,dann sind alle Clienten Lügner und Nerver...bezeichnend für das System in Deutschland.
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22.01.2013 13:24 Uhr von p-o-d
 
+6 | -0
 
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@kniekehle

Und wo ist das Problem dabei, das Telefon so einzustellen dass Anrufe an´s Callcenter weitergeleitet werden, wenn ein Gespräch stattfindet und der Berater Anrufe lediglich während irgendwelchen schnöden Büroarbeiten entgegennimmt?

Hatte seinerzeit auch alle nötigen Durchwahlen, dafür aber auch jedes mal gefragt ob ich evtl. gerade ein Gespräch störe. Im Zweifelsfall war ich dann gleich wieder aus der Leitung oder konnte zumindest ein kurzes Anliegen oder eine Info loswerden.

[ nachträglich editiert von p-o-d ]
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22.01.2013 14:03 Uhr von roterpanda
 
+11 | -0
 
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Die Fallmanager einiger Leute aus meinem Bekanntenkreises haben sich partout dagegen gesträubt, telefonisch erreichbar zu sein - das hat zur Folge, dass man wegen jedem Piep extra zum Jobcenter fahren muss und dann auch noch abgewimmelt wird, wenn man keinen Termin hat. Das ist besonders schön, wenn jemand im Rollstuhl sitzt und allein nicht hin kommt - sehr ärgerlich und ich finde es richtig, dass man sie telefonisch erreichen sollte, wenn es um einen kurzen, aber wichtigen Wortwechsel geht.
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22.01.2013 14:28 Uhr von Cthulhu_
 
+0 | -6
 
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@Maedy

Hast du schon mal in einem Büro gearbeitet? Nicht nur als Praktikant zum kopieren, sondern auch mit Verantwortung? Auch dort findet Stellenabbau & Co statt, es wird definitiv nicht leichter. Der Pöbel stellt immer alle Büroarbeiter als faul und inkompetent dar, dabei haben die 0 Ahnung was dahinter steckt.

Klar saß ich auch in Abteilungen wo die mehr Zeit zum fressen hatten als alles andere, so sahen die dann auch aus.

Dennoch, bitte nicht alle über einen Kamm scheren, ich hab schon Leute im Büro heulen sehen, weil es einfach zu viel wurde.

[ nachträglich editiert von Cthulhu_ ]
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22.01.2013 14:37 Uhr von Xroxa
 
+8 | -1
 
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Die Frechheit ist doch dass man ohne Durchwahl eine kostenpflichtige 0180- Nummer anrufen muß!
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22.01.2013 14:48 Uhr von knuddchen
 
+1 | -4
 
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Wieso kostenpflichtige Nummer? Bei mir ist die Zentrale immer noch eine normale Festnetznummer vom Jobcenter. Und an die mir die ganzen Minusse verteilen, bitte begründet eure Minusse. Danke
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22.01.2013 14:55 Uhr von kniekehle
 
+2 | -5
 
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@Mankind
und wann wird dann der "Papierkrieg" erledigt? Abends, oder während der Telefongespräche?
Da niemand hier genau weiß, welchen workload die Mitarbeiter der Jobcenter wirklich haben, müssen wir doch wohlwollend erst mal davon ausgehen, dass eine solide Personalplanung zu Grunde liegt und demnach jeder Mitarbeiter bereits jetzt ausgelastet sein sollte.

@p-o-d
Es ist ohne Zweifel sehr löblich, dass du nachgefragt hast, ob du gerade störst, allerdings wird es beim überwiegenden Teil dieses Klientels eher nicht so sein, dass dies von Interesse ist.
Da hört dann der Mitarbeiter wohl öfter sowas wie "Ey Alter, wann kann isch meine Geld abholen, lan?!"

[ nachträglich editiert von kniekehle ]
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22.01.2013 15:19 Uhr von Maedy
 
+5 | -0
 
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@ Cthulhu_
Ich arbeite im Büro mit täglichem Kundentelefonaten,die nicht immer nett sind,aber meist positiv,solange man selber den Menschen positiv und nett entgegen tritt und das als Unternehmerin-ich verstehe jetzt,warum Ihre Jobcenter-Arbeitszeit nur beschränkt war.Danke für die Aufklärung-nicht jedem liegt der Kundenkontakt und Beschwerdemanagement ist auch nicht für jeden etwas.Leider vergessen Jobcenter-Berater mit der Zeit gerne,dass er es mit Menschen zu tun hat und sieht nur Fallakten und faule Arbeitsverweigerer-ein Klischee,welches sie im Moment für mich bedienen.
Natürlich gibt es Einzelfälle,die massiv an einem Berater nagen können,aber dann auf alle das zu pauschalieren,ist derbe-genauso,wie ich kaum Menschen kannte,die sich über ihren Berater als faule Socke beschwerten. Es gibt aber auch den Berater,den man an die Wand klatschen würde,weil er gegen seinen zu Beratenden arbeitet oder nicht genügend Kenntnisse aufweist um seinem Clienten zu helfen.
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22.01.2013 15:20 Uhr von