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Bundeswehr: Sanftere Grundausbildung - Ausschlafen gegen die hohe Abbrecherquote

Nachdem die Abbrecherquote bei den "Freiwillig Wehrdienstleistenden" ("FWDler") in der Bundeswehr von Anfang an recht hoch war (ShortNews berichtete), wurde durch das Verteidigungsministerium eine interne Weisung herausgegeben, die "Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Grundausbildung im Heer" enthält.

Diese Weisungen enthalten die Festlegung: "Die nächtliche Ruhezeit beträgt grundsätzlich acht Stunden. Ein Unterschreiten hat die Ausnahme zu bleiben". Weiterhin wurden "moderate" Dienstzeiten und "das Unterlassen überzogener Härten" angemahnt.

Der Erfolg dieser Maßnahmen blieb jedoch offenbar aus, denn seit der Weisung stieg die Abbrecherquote der FWDler von 27,7 auf derzeit 30,4 Prozent.


WebReporter: Thallian
Rubrik:   Politik / Militär
Schlagworte: Bundeswehr, Quote, Schlaf, Abbruch, Wehrdienst, Freiwillige, Weisung
Quelle: www.sueddeutsche.de
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48 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.01.2013 19:09 Uhr von Thallian
 
+72 | -7
 
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Da fällt mir eigentlich nur der großartige Witz-Brief eines Rekruten ein:

http://www.funbiker-rhein-main.de/...
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21.01.2013 19:25 Uhr von CoffeMaker
 
+53 | -8
 
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Wenn die die Grundausbildung in Golfspielen umwandeln gibt es wahrscheinlich weniger Wehrdienstabbrüche.^^

Keine Ahnung was sich da an Weicheiern beim Bund melden, ich hab 2 Jahre NVA und als ich danach nochmal 4 Jahre zum Bund bin hab ich gedacht ich bin im Urlaub.
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21.01.2013 19:39 Uhr von V3ritas
 
+53 | -11
 
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Soll das ein Witz sein!? 8 Stunden kann ich ja nichtmal pennen!!!

Die sind bei einer Armee, was haben die sich vorgestellt? Das die bis morgens um 10 schlafen können, dann gemütlich frühstücken und danach ne Runde ballern?! Ich glaub echt es hackt und die Politik macht da auch noch mit. Die spinnen doch alle!

[ nachträglich editiert von V3ritas ]
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21.01.2013 19:46 Uhr von zipfelmuetz
 
+4 | -2
 
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Jo, lasst die Kameraden mal alles schön verpennen... Besser ist das!
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21.01.2013 19:54 Uhr von Huebbels
 
+3 | -7
 
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Ausschlafen fände ich positiv. Ich weis selber wie meschugge man wurde wenn man zu wenig ruhepausen hatte! Aber die Ausbildung war OK!!
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21.01.2013 20:22 Uhr von tafkad
 
+3 | -2
 
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Man, hätten die das nicht schon vor 20 Jahren machen können, dann hätte ich mich nicht ausmustern lassen.
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21.01.2013 20:23 Uhr von cruelannexy
 
+13 | -0
 
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vielleicht sollte der Ausbilder abends jedem Rekruten noch einen runterholen und am Wochenende Prostituierte auf kosten der Bundeswehr bestellen? Das hätte bahnbrechenden Erfolg!

Stellt mich dort ma als Chef ein, ich habe noch viel mehr ideen :D
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21.01.2013 20:23 Uhr von Zeus35
 
+6 | -2
 
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Dieser freiwillige Wehrdienst ist doch die letzte Lachnummer.

Die Burschen der letzten Jahrzehnte konnte man sowieso schon immer weniger brauchen in dem Maße wie die Wehrdienstzeit verkürzt wurde. Aber das jetzt?

Berufsarmee mit vertraglicher Verpflichtung und fertig.
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21.01.2013 20:53 Uhr von SNArtanis
 
+10 | -0
 
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Gerade die Leute die das freiwillig machen, vielleicht sogar beruflich machen wollen und nicht Wehrpflichtige sind sollten doch der vollen Härte der militärischen Ausbildung standhalten, oder seh ich das falsch? Ich mein sonst ist das ja wohl der falsche Beruf.
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21.01.2013 20:54 Uhr von Gorli
 
+5 | -4
 
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Warum erhöht man nicht endlich mal den Sold, welcher selbstverständlich aber erst nach dem erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung gezahlt wird. Die aktuellen ~300 € pro Monat sind einfach nur lachhaft, eine schiere Beleidigung angesichts der Leistung die da gebracht werden muss.

Echte Soldaten sind numal teuer, wenn sich die Bundesregierung keine 250.000 Soldaten auf diese weise leisten will, dann soll sie das Heer bei gleichbleibenden Gesamtsold soweit runterschrumpfen bis der Sold hoch genug ist dass die Ausbilder untaugliche wieder heimschicken können.
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21.01.2013 21:14 Uhr von El_Caron
 
+6 | -17
 
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21.01.2013 21:26 Uhr von Djerun
 
+6 | -0
 
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oje tolle armee
ich kann ja verstehen das man in der ausbildung die leute nicht gleich kauttspielen sollte, aber das klingt doch arg nach feldlager mit gewehren
permanent zu wenig schlaf ist zwar kontraproduktiv, aber man muss auch lernen wo seine grenzen in der hinsicht sind, im kampfeinsatz nimmt da auch keiner rücksicht drauf, wenn man unausgeschlafen ist
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21.01.2013 21:45 Uhr von DerRote
 
+7 | -0
 
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Und dann heißt es beim nächsten mal..." ab 10:30 Uhr wird zurückgeschossen!"

Glaub ich steh im Wald :D
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21.01.2013 21:46 Uhr von benjaminx
 
+4 | -3
 
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Im Endeffekt wird es zu einer kürzeren Lebenserwartung bei einem Ernstfall hinauslaufen.
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21.01.2013 21:49 Uhr von MC_Kay
 
+11 | -2
 
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Man man man ....

Ausschlafen ......
Ich war zwar auch nur ein GWDL9, aber ich musste jeden Scheiß mitmachen!
Irgendwann gibt es kein normaless BIWAK, sondern lediglich InnendienstBIWAK.
- Essen zu allen 3 Mahlzeiten in der Kantine
- Hundehütte über dem Bett neben der Heizung und dem Fernseher aufbauen
- MG-Nest im Flur
- Duschen morgens und abends
- etc.

Ich habe das gesehen, wie die Krankgeschriebenen Kamaraden dies hatten. Wir schliefen im Wald, im Schnee, bei Regen, Wind und Wetter, und durften kein Lagerfeuer machen.
Jede Nacht Dienst und schlafen höchstens 3 Std pro Nacht.

Das über 2 Wochen hinweg.

Ich durfte als GWDL nach der AGA mehr (Waffen) schießen als die Feldwebel, Offiziere, etc.


Und nun haben wir eine Weicheier"armee", die schon Angst hat, wenn es mal regnet oder man mit seinen Stiefeln durch eine Pfütze laufen muss ..... *facepalm*
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21.01.2013 21:49 Uhr von kingoftf
 
+6 | -1
 
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Was für Luschen
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21.01.2013 22:26 Uhr von SNArtanis
 
+2 | -1
 
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@ MC_Kay

Wir durften nur 2 Stunden schlafen WEGEN dem Feuer. Da musste man nämlich nach dem kurzen Schlaf ne Stunde drauf aufpassen und im stockdunklen Wald dann nach Brennholz suchen. Und wie mies das gestunken hat, die Klamotten die ich da anhatte waren bis zum Ende meiner Dienstzeit im Spind weil die nach verbranntem Holzhaus gerochen haben trotz mehrfacher Reinigung. Vermutlich haben die die weggeschmissen nachdem ich die wieder abgegeben hab.
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21.01.2013 22:28 Uhr von Petaa
 
+5 | -1
 
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Schlaf ist schon wichtig aber Grundausbildung soll den Leuten ja auch was abverlangen! Ich war damals (1999) jedenfalls froh um 21 Uhr in die Falle zu kommen nach einem Tag Grundausbildung. Und der Spieß der uns am letzten Tag das Bierfass in den Gang gestellt hat, 4 Stunden später ABC Alarm ausgelöst hat, die Evakuierung durch den Notbunker mit anschließenden 2 Stunden Aufenthalt darin inkl. Gasmaskenpflicht gemacht hat, wird mir ewig in Erinnerung bleiben :-) Ich habe noch nie so viele vollgekotzte Gasmasken gesehen *G*
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21.01.2013 22:41 Uhr von Borgir
 
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Kindergarten-Armee...ich lach mich tot
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21.01.2013 22:53 Uhr von Jenensis
 
+5 | -0
 
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Weichspüler-Armee.
Mit sowas braucht man dann auch nicht mehr in den Auslandseinsatz...
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21.01.2013 23:19 Uhr von ElChefo
 
+4 | -2
 
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Soviele Hände kann man gar nicht zusammenkriegen, wie es dafür einen Facepalm bräuchte.

Dann werden die Bubis (und Mädels) mit Samthandschuhen ausgebildet und spätestens bei der ersten Doppelschicht auf Übungsplatz oder - Gott bewahre - im Einsatz brechen sie dann nach dem Motto "Darauf hat uns aber nie wer vorbereitet" zusammen. Großartig. Danke liebes Ministerium.

Es wäre wesentlich einfacher, die starre Verpflichtungstruktur aufzubrechen und denen, die bleiben wollen, dies auch zu gestatten. Aber lieber gibt man keine Weiterverpflichtungsmöglichkeiten, erzwingt die Beförderung aus dem Bereich, in dem man ist, sofern man länger bleiben will und hofft am Ende des Tages, das genug "Neue" kommen.

...kommen sie aber nicht. Trotzdem wirft man Altgedienten Stöcke zwischen die Beine. Absolut unverständlich, was in den Köpfen dieser Verwalter abgeht, die sich Ministerium nennen.

(Und ich hab gedacht, die maximale Lächerlichkeit wäre erreicht gewesen, als meine Rekruten damals zum Spieß rannten und meinten "Mimimi, der Stabsunteroffizier hat uns kaum mal Raucherpausen gegeben". Ehrlich. Es ist unglaublich, dieses Ministerium kann noch alles toppen.)

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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22.01.2013 00:36 Uhr von Peter323
 
+3 | -2
 
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naja!

Die AGA ist an Dämlichkeit nicht zu unterbieten und hat mit dem späteren Bundeswehrdienst auch nix mehr zu tun.
Gehirn abgeben am Kasernen Eingang und beim Verlassen der Kaserne wieder abholen und genau so war´s auch.

Du bist 24 und da kommt nen Pimpf und will dir erzählen, dass dein sauber aufgeräumter Schrank nicht korrekt ist und sucht und sucht nach Fehlern und irgendwann schmeißt er alles auf den Boden und holt die Kleiderstange raus und guckt da tatsächlich rein...
Was diese lächerliche Schuhputzerei den ganzen Tag soll, hab ich auch nie verstanden. Im Prinzip brauch man gar net putzen, weil die sauber sind und einfach 2-3 mal jeweils sagen, dass man nachputzt...

Es geht einzig und allein darum den Willen zu brechen. Nicht mehr eigenständig zu denken, sondern blinde Gehorsamkeit. Dass ihr am Ende einfach nur Befehle ausführt ohne sie zu hinterfragen. Kluge Menschen die alles hinterfragen machen die Hölle auf Erde in der AGA mit, genau die werden mit allen Mitteln gebrochen.

Das ganze hat übrigens nichts mit "abhärten" zu tun, dazu müsst ihr euch bei den Kampfschwimmern melden :)
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22.01.2013 00:56 Uhr von Hallominator
 
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Wahnsinn, die haben die nächtliche Ruhezeit von 7 auf 8 Stunden angehoben, ich bin begeistert.
Das eigentliche Problem sind die Leute, nicht unbedingt die Ausbildung an sich.
Wer sich freiwillig zum Wehrdienst meldet, sollte halt damit rechnen, auch mal etwas tun zu müssen oder gehetzt zu werden (beim ABC-Drill z.B.).
Sich da anzumelden, Geld kassieren und nur herumzusitzen funktioniert halt nicht.
Allerdings dauert die Grundausbildung doch immer noch nur 6 Monate oder? Die übersteht man doch immer irgendwie und DANACH gehts doch erst richtig los, bzw. wird es viel angenehmer, gerade wegen den geregelten Arbeitszeiten.

Wenn wir in der Grundausbildung schon geregelte Zeiten gehabt hätten... Boah, dann hätten wir ja gar nichts mehr gemacht.^^
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22.01.2013 02:24 Uhr von ElChefo
 
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Peter

Du solltest nicht alle Stammtischlegenden glauben, die man gerne mal erzählt bekommt. Die eine Hälfte ist ausgedachter Müll, die andere Hälfte Ausreden und Bequemlichkeitstalk um zu beweisen, wie toll man es dem Vorgesetzten mal wieder gezeigt hat.

Die gibt es auch andersherum. Wenn ich mir überlege, wieviele tolle Abiturienten ich schon gehabt habe, die zu blöd waren, die Klobürste zu benutzen (was zuhause bei Mama natürlich kein Problem ist), die zu blöd sind, ihre Stube mal zu fegen (...was zu Hause durch Mama gemacht wird...) oder einfach mal zu schlucken und das zu tun, was ihnen gesagt wird, also bitte. Und das ewige Gefrage nach dem wieso-weshalb-warum. Ganz ehrlich, spätestens, wenn dann der Neunmalkluge doof da steht, weil er etwa beim MG den Verschluss vor dem Spannhebel reingesteckt hat, weil es einfacher geht, fasst man sich an den Kopf.

...und dann, natürlich braucht man nicht die Schuhe putzen, wenn man sich am Vortag einer Geländeübung lieber krank meldet als mitzumachen.

Du siehst, es geht exakt genauso auch andersherum.

Es geht von vorne bis hinten nicht um "abhärten", das kommt weitaus später. In der Grundausbildung lernt man lediglich, sich an die strikte Struktur und reglementierte Umgebung sowie Tagesabläufe zu gewöhnen. Wer das nicht kann, ohne Pickel zu kriegen, sollte seine freiwillige Wahl überdenken. Zu Zeiten der Wehrpflicht, okay, war was anderes, aber jetzt liegt da ein anderes Blatt auf dem Tisch. Alles Freiwillige.

Übrigens: Gebrochen wird niemand. Das ist eine hahnebüchene Legende aus Hollywood. Also... entweder mitmachen oder die Konsequenz ziehen: Kündigen. Fair? Nein. Das Kriegshandwerk hatte aber auch noch in keinem Kapitel der Menschheitsgeschichte den Anspruch, ein Fairness-Spiel zu sein. Zeit, sich daran zu gewöhnen.


@Hallominator

Die Grundausbildung geht nur 3 Monate.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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22.01.2013 05:57 Uhr von wilcomb72
 
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was das für ein Jammerhaufen geworden ist, ich lach mir den Arsch ab, das ist ja mal der Hammer !

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