20.01.13 09:40 Uhr
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Menschen mit höherer Bildung sprechen sich gegen Änderungen in Büchern aus

Wie bei ShortNews berichtet, geht es um die Frage, ob man Wörter in Kinderbüchern, wie "Pippi Langstrumpf" und "Die kleine Hexe" ändern soll, da sie dem heutigen Sprachgebrauch nicht mehr entsprechen. Betroffen sind unter anderem die Wörter "Negerkönig" und "Negerlein".

Bei einer Umfrage stellte sich heraus, dass etwa 63 Prozent der besser Gebildeten weniger Probleme damit haben. Dagegen sprachen sich 85 Prozent der Hauptschüler ohne Lehre für eine Änderung aus. Während 37 Prozent der Ostdeutschen gegen eine Reform sind, ist der Anteil im Westen 52 Prozent.

Kürzlich stimmte Otfried Preußler, der Autor des Kinderbuches "Die kleine Hexe" zu, dass der Verlag Wörter ändern darf. Seit über drei Jahren wird dies auch schon bei den Pippi Langstrumpf Büchern gemacht, wo der "Negerkönig" zum "Südseekönig" wurde.


WebReporter: Zuckerstange
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Mensch, Buch, Rassismus, Bildung
Quelle: www.zeit.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.01.2013 09:52 Uhr von frederichards
 
+8 | -24
 
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20.01.2013 09:53 Uhr von Borgir
 
+43 | -3
 
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Lächerlich ist das. Politisch korrekt zu sein hat nicht nur mit dem Wort zu tun. Die Tat spricht für korrektes Verhalten.
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20.01.2013 10:01 Uhr von Johnny Cache
 
+35 | -0
 
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Dieser ganze Quatsch mit der Zensur erinnert mich immer an einen alten Kollegen der mich gelegentlich mit folgenden weisen Worten ermahnte:
"Johnny, höflich bleiben. Es heißt immer noch SIE blödes Arschloch!"
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20.01.2013 10:48 Uhr von Joeiiii
 
+54 | -1
 
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Dieses scheinheilige Getue. Was ist so schlimm an "Negerkönig"? Neger ist nur eine Bezeichnung für Schwarzer, was nicht rassistisch ist.

Ich hatte mal einen Neger als Kollegen, den ich mal auf dieses "Problem" ansprach. Er meinte, daß sie selbst auch Neger sagen. Warum denn auch nicht? Ich sage ja auch Baum, wenn es sich um einen Baum handelt. Udn ein Neger ist eben ein Neger. Denkt jemand ernsthaft, daß die Neger (die Schwarzen) kein Wort für uns (die Weißen) haben?

Als ich vor mehr als 10 Jahren an Ghana war, in einem ziemlich abgelegenen Dorf (weit weg von Tourismus und Co), sind mir die Kinder des Dorfes immer nachgelaufen und wollten mich berühren, weil in diesem Ort ein Weißer etwas ganz seltenes ist. Sie haben immer (ich weiß nicht wie man es schreibt) Brrrrni oder Brrruni zu mir gesagt, was Weißer bedeutet.

Ich war für sie ein Brrrni und sie für mich die Neger. Ja und? Ist eben so! Neger ist nur ein Wort, das von Deppen negativ belastet wurde.
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20.01.2013 11:21 Uhr von Urrn
 
+2 | -32
 
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20.01.2013 11:41 Uhr von ray83
 
+11 | -0
 
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20.01.2013 12:19 Uhr von Phillsen
 
+3 | -0
 
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@Ray83

Hachjaa was haben wir uns nicht alle nen Lehrer wie den Specht gewünscht... ^^
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20.01.2013 12:41 Uhr von KingPiKe
 
+11 | -0
 
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Naja... aber bitte nicht vergessen die danzen Geschichten dann auch Geschlechtsneutral zu machen. Ohne Mädchen und ohen Jungs, ohne Männer und Frauen. Nicht, dass sich die Feministingen auch noch beledigit fühlen, weil PiPi lange Zöpfe hat.
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20.01.2013 14:07 Uhr von das kleine krokodil
 
+4 | -0
 
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@KingPiKe

Keine sorge auch an sowas wurde gedacht
http://www.heise.de/...
[..](wie in den englischen Neuauflagen von Enid Blytons Fünf Freunde) die Handlung verändert, damit die Hausarbeit von Mädchen und Jungen gemeinsam gemacht wird[..]

Aber wenn das mit Political Correctness, dann streicht bald noch einer das wort "nego" aus der "I have a dream" rede von Martin Luther King jr.
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20.01.2013 14:49 Uhr von keineahnung13
 
+1 | -0
 
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Ist das nicht wie Zensur??? Gibt bestimmt Farbige Menschen die andere Farbige auch Neger nennen,,, und naja ich weiß nicht ob das heute noch ein Schimpfwort nocht wäre... jedenfalls ist das Geschichte und die darf man nicht verändern... wie wollen die die ganzen Geschichtsbücher ändern???
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20.01.2013 16:40 Uhr von ThomasHambrecht
 
+6 | -1
 
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Zu meiner Zeit (1960 geboren) war das Wort "Neger" mit keinerlei Vorurteil belastet. Es beschreibt einen dunkelhäutigen Menschen. Die Vorurteile wurde erst danach in dieses Wort eingebaut.
Hoffentlich müssen keine Micky-Maus-Hefte umgezeichnet werden, in denen die Neger um einen Kochtopf tanzen und Humba Humba singen.
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20.01.2013 16:47 Uhr von Lykantroph
 
+5 | -1
 
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@Matthias1979

"Während 37 Prozent der Ostdeutschen gegen eine Reform sind, ist der Anteil im Westen 52 Prozent. "

Die Überschrift besagt das sich Menschen mit höherer Bildung GEGEN die Änderung aussprechen. Wenn man dann einige Zeilen tiefer schreibt, dass es im Westen mehr Menschen gibt, die sich dagegen aussprechen, als im Osten, wird leider mal wieder suggeriert das im Osten weniger Menschen mit höherer BIldung vorhanden sind :-/
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20.01.2013 17:08 Uhr von Götterspötter
 
+1 | -2
 
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was sind den "Menschen mit höherer Bildung" ???
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20.01.2013 18:06 Uhr von menetekel
 
+1 | -1
 
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Letztlich sind diese "Eingriffe" eine Verfälschung unserer Sprache. Die Intension ist ja entscheidend für eine Aussage. Eine Aussage, aber wird zu einer bestimmten Zeit getroffen und diese muss nicht immer zwingend gleich bleiben. Historisch bildet sich aber gerade so eine bestimmte Aussage ab. An dieser im Nachhinein rumzudoktorn, sollte keineswegs unreflektiert und vorschnell geschehen. Sprache entwickelt sich zwar innerhalb der Sprachgemeinschaft weiter, aber sie verdankt sich doch insbesondere dem bereits gegebenen Sprachschatz. Im kommunikativen Sinne wird Sprache noch durch Intonation und durch nonverbale Merkmale unterstützt. Etwaigen Autoren kann nicht unterstellt sein, dass sie von einem bestimmten Wort her etwas auch eher negativ Konnotiertes gemeint hätten. Dies wäre eine infame Unterstellung!
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20.01.2013 19:00 Uhr von Ich_bins_wieder
 
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Zensur hat noch nie geholfen und wird es auch nie tun. Gleichermaßen raubt man den Menschen an dieser Stelle ein Stück Sprachkultur. Zwar mag das ein oder andere Wort heute negativ belastet sein, aber sie waren früher durchaus geläufig. Durch die Bevormundung wird somit nicht nur einer möglichen Erläuterung durch die Eltern vorgegriffen sondern das zensierte Wort in seiner negativen Bedeutung verstärkt.

Ein nicht gerade leichtes Thema.
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20.01.2013 19:41 Uhr von FruitPunchiSamurai
 
+3 | -1
 
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Klar wollen die weniger gebildeten eine änderung dieser wörter.. denn anderweitig müssten sie sich ja mit ihrem kind auseinandersetzen.. und ihnen.. ja man mag es kaum glauben.. "erklären" .. wieso besagte wörter drinne stehen, was besagte wörter bedeuten und weshalb sie tabu sind oder nicht ..

Aber das wäre viel zu entsetzlich.. schließlich würde man in dieser zeit auch.. DSDS oder Das Dschungelcamp in der glotze gucken können..

seufz..
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20.01.2013 21:03 Uhr von DoJo85
 
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Zeitgemäß hin oder her, aber das ist Zensur. Ich finde es Schade, dass die Autoren es zulassen, dass man ihre Werke aus nicht wirklich trifftigen Gründen ändert.
Ich meine, will man jetzt auch die klassische Literatur angehen und zB in Die Leiden des jungen Werther die Passage ändern, in der Schuhe gewichst werden? Ich glaube wohl kaum, dass sich jemand an diesem Werk vergehen wird.
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21.01.2013 00:58 Uhr von machinery
 
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Was kommt als Nächstes ?
Werden die Werke von alten Dichtern geändert, weil sie keine "zeitgemäße Sprache" beinhalten ?

Schriftliche Werke sind als Spiegel der Gesellschaft eben auch bedeutende Konservierungen der Vergangenheit; jegliche Änderungen und sog. "Korrekturen" sind auch Korrekturen an der eigenen vergangenen Denkweise.

Wenn ihr unbedingt zeitgemäß sein wollt, fangt an eigene Kindergeschichten zu schreiben wie ihr sie haben wollt und hört bitte auf, die Werke der anderen Autoren zu verstümmeln.
Falls ein Autor dies an seinem eigenen Werk tut, will auch er nur seine eigene Denkweise der Vergangenheit "korrigieren".
Warum fragt sich denn keiner, weshalb der Herr Preußler in seinem Kinderbuch "Die kleine Hexe" über ein Jahrzehnt nach Ende des 2. Weltkrieges immernoch das Wort "Neger" verwendete ? Waren dies nicht die Zeiten der Entnazifizierung ? Ich glaube kaum, dass es damals weniger zeitgemäß war als heute..


Und seit wann sind "Negerkönig" und "Südseekönig" gleichzusetzen ? Wenn man den Kindern schon politische Korrektheit einzensieren will dann kann man doch gleich die richtigen Synonyme verwenden wie "Farbiger, Schwarzer, Dunkelhäutigen etc." ? Dann wären zumindest der Sinn und die Bedeutung nicht entfremdet..
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21.01.2013 08:16 Uhr von DerMaus
 
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Meine Eltern haben mir als Kind einfach erklärt: "Das Buch ist schon alt und solche Wörter verwendet man nicht mehr." und gut war...
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21.01.2013 10:35 Uhr von Radula
 
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Das Problem ist ja weniger das akute Beispiel hier. Man muss sich mal das große Ganze angucken. Effektiv wird die Literatur und Kunst im allgemeinen seiner eigentlichen Funktion beraubt. Ein Autor konnte mit seinen Werken der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten. Unausgesprochene und unangenehme Wahrheiten nicht nur ansprechen, sondern auch verarbeiten.
Wenn ich jetzt eben die Worte so wähle wie ich sie brauche um meine Geschichte zu formen und auch in einen gewissen historischen Kontext einzuflechten sollte das auch ohne Probleme möglich sein.
Kunst ist Kunst und nur der jeweilige Schöpfer dieser Kunst hat die Verantwortung und überhaupt die Möglichkeit an seinen Werken zu korrigieren. Und dazu sollte er nicht durch gesellschaftliche Zwänge getrieben werden. Wer nicht damit klar kommt, dass da Neger steht soll das Buch halt aus der Hand legen.
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21.01.2013 20:42 Uhr von Lombardie
 
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Ist das nicht Geschichtsverfälschung?

Mal so nebenbei: Das erste mal das ich das Wort "Neger" oder "Nigger" in einem negativen Zusammenhang hörte, war aus dem Mund eines Schwarzen.
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21.01.2013 20:42 Uhr von Lombardie
 
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Sorry Doppelpost.

[ nachträglich editiert von Lombardie ]

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