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USA: Im Prozess gegen Bradley Manning spielen Motive keine Rolle

In einer Vorverhandlung zum Hauptprozess gegen Bradley Manning wurde nun ein Antrag der Verteidigung durch die zuständige Richterin, Colonel Denise Lind, abgewiesen, durch welchen für den Prozess auch solche Zeugen zugelassen werden sollten, die Mannings idealistische Haltung belegen sollten.

Ein Sprecher des Gerichts sagte, dass nur solche Beweise und Zeugen zulässig seien, die belegen, dass Manning nicht wissentlich dem Feind geholfen habe. Mannings Motive seien dabei "keine gültige Verteidigung". Diese sollen erst wieder beim Strafmaß eine Rolle spielen.

In einem weiteren Antrag hatte die Verteidigung gefordert, dass sich das Gericht mit der "übertriebenen Geheimhaltung" beschäftigen solle. Weiterhin wurde kürzlich ein Antrag eingereicht, der die Einstellung des Verfahrens wegen dessen langer Dauer fordert. Über beide Anträge wird noch entschieden.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Prozess, Rolle, Bradley Manning
Quelle: www.gulli.com
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17.01.2013 13:11 Uhr von Bildungsminister
 
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Wie soll man einen solchen Prozess führen, ohne dabei die Motive des Angeklagten zu berücksichtigen. Selbst wenn er es zur Unterstützung des Feindes getan hätte, wäre das eine Motivation. Es scheint so, als habe Manning von vornherein keine Chancen auf einen fairen Prozess, was ja so leider zu erwarten war. Bradley, der den Geheimnisverrat bereits zugegeben hat, droht somit im Höchstfall die Todesstrafe. Manning ist wegen der Weitergabe geheimer Infos an Wikileaks angeklagt.

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