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Apple in Belgien unter Beschuss: Bewusste "Irreführung" bei Garantie und Gewährleistung

Bereits 2011 war der Konzern Apple von der italienischen Wettbewerbsbehörde AGCM wegen Versäumnissen bei der Angabe von Garantielaufzeiten zu einer Strafe von 900.000 Euro verdonnert worden. In Belgien könnte es jetzt für Apple aufgrund eines ähnlichen Problems noch dicker kommen, denn die Verbraucherschützer sind sauer.

Demnach vermittle Apple den Kunden durch das Angebot des die Garantie verlängernden "AppleCare Protection Plans" bereits nach dem ersten Jahr, dass bereits nach Ablauf dieser Frist keine Gewährleistung mehr besteht. Im Maximalfall verursacht dieses Angebot zusätzliche Kosten von bis zu 349 Euro.

Die gesetzliche Händler-Gewährleistung ist jedoch EU-weit auf zwei Jahre festgelegt, in dieser Zeit haben die Kunden gegenüber dem Verkäufer ebenfalls Anspruch auf kostenfreie Nachbesserung. Apples Garantie-Empfehlung sei somit "irreführend".


WebReporter: Crushial
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Apple, Belgien, Garantie, Beschuss, Irreführung
Quelle: www.spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.01.2013 21:00 Uhr von Johnny Cache
 
+5 | -3
 
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Naja, der Umfang der gesetzlichen Gewährleistung ist schon eine andere als die der freiwilligen Garantie. Besonders die Beweislastumkehr nach 6 Monaten ist für normale Menschen kaum nachvollziehbar.
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16.01.2013 21:35 Uhr von Macinally
 
+7 | -3
 
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@Johnny Cache,

Belgien ist aber etwas anderes als Deutschland.

Schau dir mal die gleiche Sache in Italien an. Da hat Apple auch einen verpasst bekommen.

Fakt ist: In der EU gelten Gewährleistungsfristen (keine Garantiefristen), an die muß sich auch der Superkonzern Apple halten.
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16.01.2013 22:49 Uhr von Herribert_King
 
+2 | -3
 
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"Momentan sorgt Apple in der Schweiz für Aufregung, da der Konzern die gesetzlich festgelegte zweijährige Gewährleistung offiziell nicht anerkennen will "

News mal wieder falsch wieder gegeben. Das steht so nicht in der Quelle, noch nichtmal ansantsweise!!

Es geht wie in der Schweiz darum, dass die Kunden Garantie und Gewährleistung nicht unterscheiden können und Apple laut den Verbraucherschützern in die irre führt.. (durch das bewerben der eigenen Garantieerweiterung)

[ nachträglich editiert von Herribert_King ]
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16.01.2013 23:02 Uhr von kingoftf
 
+4 | -5
 
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@Herribert_King

Es ist hoffnungslos, Crushial von seinem Kreuzzug gegen Apple abzubringen, da bleibt auch gerne mal die eigentlich komplett andere Berichterstattung im Original auf der Strecke.

[edit]
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16.01.2013 23:06 Uhr von Herribert_King
 
+3 | -1
 
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Die News wurde mittlerweile geändert.

"Demnach würde Apple mit seiner einjährigen Garantie den Kunden deutlich vermitteln, dass sie nach Ablauf dieser einjährigen Garantie keinen Anspruch mehr auf eine Reparatur ihres Geräts haben, außer sie kaufen zusätzlich den "AppleCare Protection Plan", der die Garantie verlängert. "

Allerdings halte ich diesen zitierten Teil auch für falsch wiedergegeben. Denn in der Quelle steht nirgends das Apple den Kunden vermittelt das nach Ablauf eines Jahres der Garantie (eigentlich müsste es in der News hier Gewährleistung heißen), sie keine Ansprüche mehr haben. Apple bietet lediglich nach einem Jahr schon ihr Garantiepaket an. In der Quelle steht nirgends das Apple sagt ("vermittelt") das nach einem Jahr der gesetzlichen Gewährleistung die Kunden keine gesetzlichen Ansprüche mehr haben.
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17.01.2013 00:27 Uhr von no-smint
 
+4 | -2
 
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@ lou-heiner: NÖT Falsch :)

Offenbar kannst Du die beiden Begriffe auch nicht auseinander halten. Also nochmal zum Mitdenken:

Gewährleistung: Gesetzlich geregelte Mängelhaftung, beträgt in Deutschland nach §438 BGB immer (!) zwei Jahre ab Erhalt der Ware, haften tut bei der Gewährleistung der Händler, NICHT der Hersteller. PUNKT!

Garantie: Freiwillige Zusicherung des Herstellers, für einen von ihm gewählten Zeitraum für von ihm gewählte Mängel freiwillig zu haften. In der Regel (aber eben nicht immer!) Beträgt die Garantiezeit in Deutschland ein Jahr. Aber wie gesagt, freiwillig und vom Hersteller (!) frei definierbar.

Also merke: Gewährleistung ist ein gesetzlicher Anspruch gegenüber dem Händler und beträgt bei uns zwei Jahre. Garantie ein freiwilliger Anspruch gegenüber dem Hersteller. Nicht mischen.

Stichwort Beweislast bei der Gewährleistung (!!!) Richtig ist, in den ersten 6 Monaten muss der Händler beweisen, dass die Ware bei Auslieferung nicht defekt war, wenn Ansprüche geltend gemacht werden. Nach 6 Monaten muss dagegen der Kunde beweisen dass der Mangel bereits bei Erhalt der Ware vorhanden war. Hierfür reicht es in der Regel allerdings aus, wenn grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verschulden des Kunden ausgeschlossen sind, und ein baugleiches Gerät bei gleicher Verwendung den Mangel nicht aufweist. Heißt: Gehen 10.000 IPhones nicht kaputt, aber meins schon, ohne dass ichs z.B. hab fallenlassen, dann haftet der Händler im Sinne der Gewährleistung für den Sachmangel. Die Beweislast bei der freiwilligen Herstellergarantie kann abweichen.

Also wenn schon meckern und erklären, dann bitte richtig!

Edit: Rechtschreibfehler korrigiert!

[ nachträglich editiert von no-smint ]
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17.01.2013 03:20 Uhr von shadow#
 
+3 | -0
 
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Hat es denn immer noch keiner kapiert?
Die Händler-Gewährleistung ist durch die Beweislastumkehr nach 6 Monaten komplett wertlos und man hat keinerlei Chance nach Ablauf der Garantie eine Nachbesserung oder irgendwas zu bekommen.
Nicht bei Apple und nicht anderswo, auch wenn eine Million baugleicher Geräte bei gleicher Benutzung noch funktionieren.
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17.01.2013 09:20 Uhr von DTrox
 
+2 | -2
 
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@lou-heiner: Hahaha. Die Leute dissen, aber es selbst kein Stück besser wissen.

Ich sehe hier bei Appel kein Vergehen, nur weil die Verbraucher es nach Jahren immer noch nicht raffen, was Gewährleistung und was Garantie ist.
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02.02.2013 18:16 Uhr von rainerj
 
+0 | -0
 
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Amazon ist bezüglich der Gewährleistung extrem kulant, obwohl sie es nicht sein müßten. ;-)

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