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Gehaltsmodell der Zukunft: Andere Mitarbeiter bestimmen das eigene Gehalt

Heiko Fischer, früherer Personalchef bei Crytek, ist ein Miterfinder eines neuen Gehaltssystems mit einer Leistungsbeurteilung. Anstatt dass der Chef alleine über eine Gehaltserhöhung oder eine Bonuszahlung entscheidet, haben andere Mitarbeiter die Fäden in der Hand.

Bei Crytek läuft es so ab, dass es ein mal im Quartal eine Online-Umfrage gibt, in der man andere Kollegen mit Sternen bewerten kann. Die Mitarbeiter von Crytek bewerten, wie stark jeweilige andere Kollegen zum Erfolg des Teams oder des Unternehmens beigetragen haben.

Wer dann am Ende des Jahres die meisten Sterne hat, erhält auch den größten Zuschlag. Der "Bonustopf" wird je nach Anzahl der Sterne auf die besten Mitarbeiter transparent aufgeteilt. "So kann niemand mehr sagen ´mein Chef sieht nicht, was ich wirklich leiste´", erklärt Heiko Fischer.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Zukunft, Mitarbeiter, Gehalt
Quelle: www.welt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.01.2013 20:41 Uhr von frederichards
 
+41 | -4
 
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Da ist Mobbing vorprogrammiert.

Mit Intellektuellen lässt sich so ein Modell fahren, weil die in der Regel ehrlich sind, aber es gibt so viel Klüngel, dass dann von einer gerechten Verteilung wohl kaum die Rede sein kann.

Dafür gibt es Tarifverträge!

So ein System spielt mit der Psychologie des "nicht die Butter auf dem Brot gönnen" und damit ein Lohndumpingprojekt. Da gewinnt nur der Arbeitgeber mittelfristig - langfristig verliert auch der, weil die guten Leute abspringen und der Klüngel bleibt, mit weniger Leistung zu höheren Kosten.
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14.01.2013 20:49 Uhr von Suffkopp
 
+5 | -17
 
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14.01.2013 21:07 Uhr von mymomo
 
+27 | -0
 
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nun... ich sags mal so... ich kenn das aus meiner firma... da gibt es personen die sicherlich viel leisten für die firma, aber menschlich einfach nicht das gelbe vom ei sind...
ich würde es durchaus verstehen, dass hier dann leute sagen: "klar leistet der was, aber DEM gönne ich das nicht!"

ebenso gibt es viele arbeiten innerhalb einer firma, wo viele leute zusammenarbeiten, aber auch einige arbeiten, wo jemand still und heimlich in seinem kämmerchen arbeitet... den kennt vielleicht sogar kaum jemand...
ich hatte mal so einen fall (entwickler), bei dem dachte ich der ist schon gar nicht mehr im unternehmen und nach monaten seh ich den irgendwann mal (obwohl wir im hause nichtmal 20 mitarbeiter sind)...
den hat schlicht kaum einer zu gesicht bekommen... wer

bekommt nun die sternchen? die einfache bürohilfe, welche einen immer schön anlächelt und die man jeden morgen sieht beim kaffee holen, oder der entwickler, der zwar gute arbeit leistet, aber kaum zwischenmenschlich in erscheinung tritt?
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14.01.2013 21:52 Uhr von sebix
 
+5 | -0
 
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mymomo hat vollkommen Recht.

Das führt zu einem Beliebtheits- und Neid-Wettbewerb.
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14.01.2013 21:57 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -0
 
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Entscheidend ist für mich, dass dieses System nur für einen Anteil des Gehalts verwendet werden darf und soll.
Zudem sollte man hinterfragen, ob sich Mitarbeiter von ihren Kollegen (als Gruppe) fair bewertet fühlen - und ob sie sich tendentiell von ihnen fairer bewertet fühlen als von ihrem Chef, auch im Vergleich zu anderen in der Gruppe.
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14.01.2013 23:35 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -3
 
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Es wird, bis auf einige Ausnahmen vielleicht, nicht funktionieren.

Dafür sorgt schon der Neid unter den Leuten....


Kleines Beispiel:
Umfrage in einer Fußgängerzone:
Sie bekommen 50.000 Jahregehalt, alle anderen nur 40.000
ODER
Sie bekommen 100.000 Jahresgehalt, alle anderen 120.000.

Ca. Zweidrittel nehmen das erste und damit geringere Gehalt, solange die anderen nicht mehr verdienen....dass es allen besser geht, geht ja gar nicht....
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14.01.2013 23:53 Uhr von Djerun
 
+0 | -0
 
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hm klappt nicht, da die "dummen" die "schlauen" immer schlecht bewerten
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14.01.2013 23:57 Uhr von zicane
 
+2 | -0
 
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Dann werden die beliebten alles bekommen, der Rest nichts.
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15.01.2013 02:35 Uhr von sv3nni
 
+0 | -0
 
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Machen wir gerne auch in der Politik so. Die Buerger stimmen ab wieviel Gehalt & Rente z.b. ein Bundespraesident bekommt. Je nach Ruecktritt wird danach nochmal abgestimmt
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15.01.2013 05:15 Uhr von Xbatuz
 
+0 | -1
 
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Gibt einige Firmen die das so praktizieren mit Erfolg übrigens. Die Mitarbeiter sind topmotiviert, Faulpelze und Drückeberger haben dann keine Chance mehr sich zu halten.
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15.01.2013 06:33 Uhr von Nterteamment
 
+0 | -0
 
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Das ist doch mal Innovativ... Hauptsache der Chef lässt sich auch bewerten... Nur dann haben alle was davon
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15.01.2013 08:41 Uhr von Suffkopp
 
+1 | -1