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Trotz Arzneimittelgesetz: Pharmaindustrie beharrt auf horrend hohen Preisen

Die Politik will ein Arzneimittelgesetz durchsetzen, durch das die Medikamentenpreise gesenkt werden sollen, aber die Pharmaindustrie sträubt sich mit allen Mitteln dagegen.

Die Konzerne wollen horrend hohe Preise durchsetzen, auch wenn Krankenkassen und Politik sich dagegen einsetzen.

Leidtragende sind am Ende die Patienten, die die hohen Zusatzkosten berappen müssten.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Politik, Preis, Pharmaindustrie, Arzneimittelgesetz
Quelle: www.spiegel.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.01.2013 12:20 Uhr von Didatus
 
+9 | -22
 
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14.01.2013 12:21 Uhr von Freggle82
 
+30 | -0
 
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Die Politik könnte auch ein entsprechendes Gesetz durchsetzen, allerdings würden ihr dann die schwarzen Köfferchen der Pharmalobbyisten entgehen.

Und weil es ohnehin nur den kleinen Michl betrifft, ist es gar nicht mal so schlecht, wenn die Preise hoch sind, denn die Steuer darauf ist ein Prozentsatz und bringt nochmals Geld, das man als Politiker verprassen oder in den Sand setzen kann.

@Didatus: Da magst du schon recht haben, aber es geht dabei eigentlich darum, dass ein und das selbe Medikament nur in Deutschland teurer ist. Überall sonst wird es wesentlich günstiger Vertrieben.

[ nachträglich editiert von Freggle82 ]
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14.01.2013 12:26 Uhr von Shifter
 
+20 | -0
 
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Warum sollte die Industrie auch auf einmal auf irgendwas verzichten, es ist doch seit Jahrzehnten ein Selbstbedienungsmarkt für sie gewesen.
Schuld dran ist seit jahrzehnten die Politik die sich wohl zu oft hat bestechen lassen, ist ja auch mit ein Grund weswegen der Bundestag so darauf beharrt keine Gesetze gegen Korruption zuzulassen.
Ja die teure Forschung; ist absetzbar, kostet also nicht wirklich viel weil auch dort mit Steuergeldern gearbeitet wird
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14.01.2013 12:29 Uhr von Prachtmops
 
+15 | -1
 
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wenn ich mir überlege das mein anti depressiva pro 100er packung nen preis von 499 euro hat, wundert mich dieses gesetz nicht.

meine apotheke hat mir das immer als Re-Import gegeben, da es um mehr als die hälfte günstiger ist.
nun wie geht das? warum wird man in deutschland so abgezockt?

ein glück mußte ich das medikament nie selbst zahlen, sondern logischerweise nur die zuzahlung.
aber das an solchen stellen die krankenkassen amok laufen, sollte klar sein oder?
ich denke nämlich nicht, das ein medikamentenpreis von 500 euro sehr selten ist, wird wohl bei einigen tabs so hoch sein.
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14.01.2013 12:54 Uhr von BringSun
 
+8 | -0
 
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gegen einen angemessenen Preis ist ja nichts zu sagen, da hier wie schon erwähnt auch Entwicklungkosten mitberechnet werden müssen.
Das man diese aber in Deutschland alleine tragen soll und in anderen Ländern die selben Medikamente vom gleichen Hersteller günstiger sind grenzt an frechheit.

Desweiteren ist es ja nicht so das die Preise nach einer gewissen Zeit fallen, nachdem man z.B. davon ausgehen könnte das die enstandenen Kosten gedeckt wurden.
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14.01.2013 13:20 Uhr von thugballer
 
+12 | -0
 
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Mit so einem Verhalten auf Grund von Gier nimmt die Pharmaindustrie billigend in Kauf, dass sich der Gesundheitszustand von Menschen, die nur über wenig Geld verfügen, drastisch verschlechtert, in Einzelfällen möglicherweise auch bis zum Tod.

Ich sehe da keinen großartigen Unterschied zu Raub mit Körperverletzung
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14.01.2013 13:23 Uhr von MC_Kay
 
+7 | -2
 
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@ Didatus

"Ich denke ein paar Fakten sind:
- Pharmakonzerne sind hohe Gewinne gewohnt und wollen auf nichts verzichten
- Pharmakonzerne entwickeln lieber Medikamente für häufige Krankheiten
- seltene Krankheiten sind nicht profitabel und werden daher nicht so stark erforscht
- die Entwicklung neuer Medikamente ist teuer und aufwendig
- nicht jede Entwicklung ist erfolgreich"

An sich ist an den Punkten nicht viel auszusetzen. ABER!
Wo werden denn bitte neue Medikamente auf ihre Wirkung hin getestet?

Die Wirkung wird lediglich in Hochgeschwindigkeitsstudien über einen Zeitraum von wenigen Monaten an einer kleinen Gruppe von Probanden ermittelt.
Ist eine Wirkung sei sie auch noch so gering vorhanden, wird es zugelassen.
Auf eventuelle Nebenwirkungen wird selten bis garnicht getestet. Man schreibt sicherheitshalber ein Buch voller Nebenwirkungen auf den Beipackzettel, um sich abzusichern.

Wo wird ermittelt, ob sie wirkungsvoller als die bisher auf dem Markt befindlichen sind?

Garnicht!
Sagen wir mal es gibt ein Medikament AA vom Unternehmen aa.
Nun stellt Unternehmen bb ein Medikament BB her, welches gegen die gleichen "Krankheiten" wie das Medikament AA "wirkt".
Ob es nun wirkungsvoller als das bestehende Medikament AA ist, wird in keiner Studie jemals ermittelt. Es kommt auf den Markt und ist gleich teurer als das auf dem Markt befindliche.

Teilweise werden auch keine neuen Wirkstoffe entwickelt, sondern nur die Zusammensetzung der bestehenden etwas verändert und als neues Medikament verkauft.

mMn sollte man alle bisher auf dem Markt erhältlichen Medikamente auf ihre Wirkung hin untersuchen. Medikamente mit einer schlechteren Wirkung verbieten!
Was nützt es, wenn es in der Apotheke 10.000 Präparate gibt, von denen 70% die gleiche oder garkeine Wirkung haben?
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14.01.2013 13:50 Uhr von wilcomb72
 
+1 | -1
 
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warum dann nicht einfach im Ausland bestellen ? Es gibt immer Mittel und wege.
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14.01.2013 14:42 Uhr von newschecker85
 
+2 | -5
 
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Wenn man bedenkt, die Entwicklung eines Medikaments kostet bis zu 1 Milliarde Euro

http://www.youtube.com/...
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14.01.2013 14:45 Uhr von Erikdwi
 
+5 | -0
 
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Andere Staaten haben vorgemacht wie es geht. Brasilien hatte z.b. damit gedroht, AIDS Medikamente nachzumachen und damit erreicht, dass die Preise dafür stark gesunken sind.
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14.01.2013 15:28 Uhr von Peter323
 
+4 | -0
 
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Ich hab nie verstanden, warum sowas wichtiges wie die Medizin und Arzneimittelforschung ausschließlich in private bzw. gewinnorientierte Hände liegt.

Für jeden scheiss gibt die Regierung und die EU Subventionen aus, aber staatliche riesige Forschungs-Biolabore gibt es nicht, obwohl die im Verhältnis selbst aufs Jahr gerechnet, echt günstig wären.

In den Krankenhäusern muss eine bestimmte Anzahl an OPs durchgeführt werden, um in die schwarzen Zahlen zu kommen... Sind zuviele Patienten zu gesund, werden sie einfach krank geschwätzt und trotzdem operiert...

Kapitalismus @ his best
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14.01.2013 15:56 Uhr von ROBKAYE
 
+3 | -0
 
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Und jetzt versuch mir noch mal einer zu erzählen, dass die Gesundheitsindustrie es immer nur gut mit uns meint und niemals auf den Gedanken käme uns absichtlich krank zu machen... nur kranke Menschen sind gute Kunden und sorgen für eine solide Bilanz, damit die Aktionäre auch schön fein Reibach machen können... Drecks pharmazeutisch-industrieller-militärischer - komplex.
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14.01.2013 16:01 Uhr von Rychveldir
 
+1 | -3
 
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MC_Kay woher stammt dein Wissen über den Zulassungsprozess von Medikamenten? Wenige Monate halte ich für eine Gerücht und kein Testen auf Nebenwirkungen genau so.
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14.01.2013 16:13 Uhr von Bruno2.0
 
+4 | -1
 
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Das Arzneimittelgesetz wurde doch fast 1 zu 1 von der Pharmalobby übernommen darüber gab es sogar mal einen Bericht beim ZDF...

Eindeutig zu teuer und die die es ändern könnten bekommen immer mal nen Koffer bzw. die Frau ein neues Auto
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14.01.2013 17:45 Uhr von BaseBaseBase
 
+0 | -2
 
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Hier sind mal wieder viele die meinen mitreden zu müssen. Wie immer viele ohne Ahnung und die wenigen, die Ahnung haben werden heruntergebuttert. Natürlich gibt es einige schwarze Schafe. Aber die meisten sind kleine Familienunternehmen, die ums überleben kämpfen. Nichts mit Milliardengewinnen. Der Staat hat leider in den letzten 20 Jahren viel kaputreguliert. Den Rest machen die wenigen großen mit ME-TOO-Präparten. Die Pharma-Lobby ist zwar da, aber bei weiten nicht so groß wie hier beschrieben. Die musste doch auch in den letzten Jahren viele Kürzungen hinnehmne, aber was istmit den Apothekern? Bei einem Präparat, wass zum Beispiel 12 € kostet, verdient der Apotheker 2/3. Was ist mit den Krankenhäusern? Das ist der größte Batzen in der Gesundheitspolitik? Die machen viel mehr sch... und bekommen immer wieder viel mehr Geld!
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14.01.2013 17:48 Uhr von MC_Kay
 
+1 | -1
 
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@ Rychveldir

"woher stammt dein Wissen über den Zulassungsprozess von Medikamenten?"

Bin beruflich auch recht weit im Bereich der Medizin tätig.
Darum habe ich viel Kontakt zu Tests, Testverfahren, Analyseverfahren und Testprobanden.

"Wenige Monate halte ich für eine Gerücht und kein Testen auf Nebenwirkungen genau so."

Viele Studien belaufen sich auf 6 Monate. In der Zeit wird den Probanden das Medikament und ein Placebo verabreicht. Zeigt sich bei der Testgruppe, die das echte Präparat bekam, eine höhere Wirksamkeit, wird das Präparat als Wirksam eingestuft. Jedoch wird immer nur auf die Wirkung gegen eine (!) Krankheit analysiert. Zusätzlich müssen die Probanden alles aufschreiben, was sie für "Leiden" in diesem Zeitraum bekamen.
Hat also einer Durchfall bekommen, werden alle Nebenwirkungen aufgelistet, die mit Durchfall in Zusammenhang stehen.
Hat einer Schwindelgefühle bekommen, werden diese aufgelistet, etc.

Explizite Tests auf Nebenwirkungen sind bei uns in Deutschland nicht vorgeschrieben! Man muss lediglich die erfahrenen + vermuteten Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel niederschreiben.

Wie wirksam das neue Präparat im Vergleich zu den bestehenden auf dem Markt befindlichen ist, wird nicht untersucht!
Es besteht die Möglichkeit, dass also ein Präparat eine Zulassung erhält, welches in Relation zu den anderen bereits erhältlichen, fast garkeine Wirkung aufweist.

Bei neuartigen Medikamenten, die aus mehreren anderen kombiniert werden, muss keine neue Studie vorgelegt werden, weil man sich schlichtweg auf die bereits vorhandenen Studien der Einzelstoffe berufen kann.
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15.01.2013 00:35 Uhr von Draco Nobilis
 
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rofl @ Didatus
Damit hast du dich in meinen Augen als bezahlter Schreiberling enttarnt xD

Das du sowas hier schreiben kannst ohne direkt zerrissen zu werden ist die Härte. Wahnsinn was man inzwischen schreiben kann ohne das jemand sowas sofort enttarnt.
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15.01.2013 09:31 Uhr von Ich_bins_wieder
 
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Ich frag mich warum die Industrie gerade in Deutschland so hin langt, können doch in der gesamten EU die Preise um 10 Cent erhöhen und aus der zusätzlichen Marge die Preise in De angleichen. Der Betrag ist für andere Länder tragbar und sie hätten zumindest so getan als ob sie was machen.
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15.01.2013 12:33 Uhr von bigX67
 
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medikamente:
* preise im vergleich zum europäischen restland deutlich zu teuer. die pharmakonzerne scheinen aber, obwohl die preise im ausland im keller sind, auch dort noch gut zu verdienen und zu forschen.
* pharmafirmen investieren mehr geld in ihre werbung, als in ihre forschung - was sagt uns das ?
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15.01.2013 17:00 Uhr von jo-82
 
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Apotheken gleich mit abschaffen, die sind auch Mitschuld an den horrenden Preisen bei 0 Service, ein Bekannter der immer das gleiche Medikament braucht darf immer 3x hinfahren, weil natürlich nie etwas lagernd da ist.

Dafür darf man sich dann die aufmüpfigen und besserwisserischen Kommentare der Weißkitteltussen anhören.
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15.01.2013 17:18 Uhr von wombie
 
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Einfaches Beispiel aus der Realitaet:

Fuer bestimmte Formen von Leukaemie gibt es ein spezielles, sehr wirksames Medikament namens Imatinib (Glievec). Eine Monatsdosis kostet minimal 5000€.

Das Medikament war fuer Krebspatienten ein enormer Durchbruch, da es ausschliesslich Krebszellen bekaempft aber sonst keine Schaeden verursacht, selbst bei langzeitbenutzung nicht.

Dass dort unter Umstaenden enorme Entwicklungskosten drinstecken ist schon klar, und das soll auch honoriert werden. Aber...

Die Herstellung des Medikamentes ist durchaus nicht so dermassen teuer. In vielen Laendern waere auch schon der Patentschutz fuer Imatinib abgelaufen... wenn... ja wenn man nicht entdeckt haette dass das Medikament auch einen bestimmten Typ gastrointestinaler Tumore effektiv bekaempft. Das Patent wurde nun auf diese neue Wirkung umgeschrieben, und nun laeuft´s erst 2015 aus.

Am Rande bemerkt, eine Monatsdosis von anderen Herstellern kostet nur minimal ca. 300€, z.B. in Kanada.

Wenn man nun bedenkt dass betroffene Krebspatienten das Medikament meist lebenslang nehmen muessen ist diese Preispolitik fuer Imatinib schon reichlich unverschaemt.

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