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Apple verweigert Gratis-Garantie in der Schweiz

Seit dem 1. Januar 2013 müssen Verkäufer in der Schweiz eine zweijährige Garantie auf alle Neuprodukte geben. Das schmeckt Apple jedoch gar nicht. Apple warb bislang für seinen besonderen Garantie-Service, der jedoch nur ein Jahr besteht.

Möchte man eine längere Garantie haben, muss man dafür bezahlen. Deswegen weigert sich Apple bislang, das Gesetz in der Schweiz anzuerkennen und besteht auf die einjährige Garantie. Einige Verkäufer erklärten ihren Apple-Kunden deshalb, dass sie beim Kauf trotzdem nur ein Jahr Garantie haben.

Da Apple sich jedoch nicht einfach über Gesetze hinwegsetzen kann, appellierte die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen in der Schweiz nun an Verkäufer, trotzdem die zweijährige Garantie zu geben. Interdiscount und Fust zeigten sich diesbezüglich vorbildlich und geben diese bereits.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schweiz, Apple, Garantie, Apfel, Gratis
Quelle: www.handelszeitung.ch

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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.01.2013 09:32 Uhr von UICC
 
+71 | -3
 
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Apple weigert sich Gesetze anzuerkennen. So so.
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12.01.2013 09:46 Uhr von Bigobelix
 
+47 | -1
 
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Man könnte glauben, Apple-Produkte halten nicht länger als ein Jahr? Bei den Preisen???
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12.01.2013 10:06 Uhr von ThomasHambrecht
 
+44 | -1
 
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Man erhält sogar 3 Jahre (kostenfreie) Garantie wenn man in Europas größtem Musikhaus Thomann einkauft. 3 Jahre auf komplexe technische Geräte.
Wer Qualitätsgeräte herstellt kann auch 5 Jahre geben. Aber wer Akkus verklebt gibt nur ungern Garantie.
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12.01.2013 10:28 Uhr von Xanoskar
 
+19 | -5
 
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gleiches macht apple doch auch in deutschland nichts neues bei der sekte
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12.01.2013 10:33 Uhr von Suffkopp
 
+22 | -3
 
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@kimbor Du machst Dich lächerlich. SN ist doch kein Kindergarten. Geh lieber wieder in den Park und back im Sandkasten ein paar Kuchen.
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12.01.2013 10:35 Uhr von KingPiKe
 
+10 | -1
 
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Und wenn der verkäufer irgendwas von einer Woche labert, dann hat man trotzdem sein Anrecht auf 2 Jahre. Daher ist es doch völlig egal, was er sagt, oder nicht?
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12.01.2013 10:49 Uhr von don_vito_corleone
 
+11 | -0
 
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KingPiKe

Natürlich hat man Gesetzlich trotzdem das Anrecht auf die 2 Jahre. Aber die meisten Kunden glauben einfach das was der Verkäufer sagt.
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12.01.2013 11:07 Uhr von BoltThrower321
 
+7 | -0
 
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Hehe...der Verkäufer der mir in so einem Fall die Garantie verweigert hat dann einen schlechten Zeitpunkt gewällt...
Es ist Gesetz...und da klage ich den Laden kaputt wenn es sein muss!!!!

Wie wäre es mal mit einem Verkaufsverbot in der Schweiz???
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12.01.2013 11:17 Uhr von BoltThrower321
 
+8 | -0
 
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@aberaber

Momentmal....

heisst das, die News ist schlicht weg falsch? Also hier mal wieder die leidige Diskussion herrscht über Menschen, die Garantie und Gewährleistung nicht kapieren???

Sowas hab ich echt gefressen....
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12.01.2013 11:37 Uhr von cantstopfapping
 
+7 | -4
 
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Und trotzdem laufen die Schafe in die Läden....
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12.01.2013 11:37 Uhr von cvzone
 
+5 | -0
 
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Ich kenne diese Gesetzgebung in der Schweiz leider nicht, aber wie erwähnt wurde ist Garantie und Gewährleistung (in Deutschland) ein großer Unterschied. Dell gibt z.B. auch in Deutschland nur 1 Jahr Garantie aber die vollen gesetzlich geforderten 2 Jahre Gewährleistung.
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12.01.2013 11:39 Uhr von Yoshi_87
 
+9 | -4
 
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Apple weiß eben das sie nur Schrott herstellen.
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12.01.2013 12:06 Uhr von ParaMAX
 
+2 | -5
 
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Was is´n Apple?
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12.01.2013 12:06 Uhr von puremind
 
+2 | -0
 
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Hat auch nur irgendwer ansatzweise verstanden was tsunami sagen will????
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12.01.2013 12:59 Uhr von mrshumway
 
+2 | -0
 
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Vielleicht sollten wir unterscheiden wie es ist:

Gewährleistung: eine aus dem Kaufvertrag heraus resultierende Verpflichtung des Verkäufers, Mängel zu beseitigen

Garantie: eine Zusage des Herstellers, Mängel zu beseitigen, die aber eingeschränkt werden kann.

In der Schweiz gilt laut Obligationenrecht eine 2-jährige Laufzeit, in der der Verkäufer ab Datum der Auslieferung für Mängel haftet (§ 197 ff). Die Rechte des Käufers entsprechen dabei denen, die man auch in Deutschland hat. Damit hat die Garantie vom Hersteller Apple selbst nix zu tun.

Somit verhält sich Apple als Hersteller juristisch korrekt: sie geben 1 Jahr Garantie; was der Verkäufer dann daraus macht, ist nicht deren Sache.

Interessant wäre jetzt noch die Frage, wo man die Geräte kauft. Ist es ein Shop von Franchise Partnern müssen diese als Kaufvertragspartner 2 Jahre Gewährleistung geben. Das sollte auch bei Apple Shops so sein, denn die Gewährleistung resultiert aus einem Kaufvertrag heraus.

Insgesamt über alle Hersteller gesehen finde ich es erbärmlich, wenn diese durch eine einjährige Garantie die Kosten für Fehlerbeseitigung oder Austausch von Geräten auf die Verkäufer abwälzen, weil sie wissen, dass die zwei Jahre geben müssen. DIe positive Werbung die man damit für seine Geräte macht, könnte wertvoller sein sein als jeder gesparte Cent durch vermiedene Garantieleistungen.

[ nachträglich editiert von mrshumway ]
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12.01.2013 14:05 Uhr von krypton83
 
+4 | -1
 
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Quelle:

"[...] dass Konsumenten von Gesetzes wegen automatisch ein kostenloses Anrecht auf einen gesetzlichen zweijährigen Gewährleistungsanspruch (umgangssprachlich «Garantie») haben."

Die Quelle trennt selbst nicht sauber zwischen Garantie und Gewährleistung.

Natürlich weisen alle Hersteller (auch in Deutschland) nur auf die von ihnen freiwillig gewährte Garantie hin, da die gesetzliche Gewährleistung sowieso obligatorisch ist. Auch hat man den Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Händer, nicht ggü. dem Hersteller (zumindest in D).

In der Quelle ist auch nirgendwo die Rede davon, dass Apple die Gewährleistung nicht anerkennt. (Ist für Apple ja auch höchstens bei Verkäufen aus Apple-Stores relevant). Vielmehr regt sich der Autor der Quelle über die Trennung von Garantie und Gewährleistung auf und tut nach Kräften alles, beide Begriffe miteinander zu vermischen.

Ich mag Apple auch nicht. Aber ich kann hier nichts unanständiges seitens Apple erkennen. Ganz normales Verhalten. Nur der Schreiber der Quelle wie auch des SN-Artikels haben wohl ein generelles Problem mit Apfel.

[ nachträglich editiert von krypton83 ]
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12.01.2013 14:50 Uhr von mrshumway
 
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@krypton83: Da blicken auch viele Verkäufer nicht durch. Grds hat man (innerhalb des ersten halben Jahres, weil die Beweispflicht eindeutig zugunsten des Käufers definiert ist) das Recht, im Laden schon zu sagen wie ein Gewährleistungsfall zu handhaben ist: Rückgabe gegen Kaufpreiserstattung, Reduzierung des Kaufpreises oder Neugerät.
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12.01.2013 14:54 Uhr von svhelden
 
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Ich versteh das Problem noch nicht so ganz. Die gesetzliche Gewährleistung ist doch eine Sache zwischen HÄNDLER und Kunde. Der Händler muss dem Kunden also 24 Monate Gewährleistung einräumen. Ob der HERSTELLER gegenüber dem Händler eine Garantie einräumt, hat doch damit überhaupt nichts zu tun.

Mir scheint, die Händler nutzen den Umstand, dass Apple (völlig zu Recht) nur ein Jahr Herstellergarantie gibt, dazu, ihren Kunden (unerlaubterweise) auch nur ein Jahr Gewährleistung zu geben. Das ist aber alleiniges Problem der Händler.
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12.01.2013 18:43 Uhr von krypton83
 
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@ mrshumway

"Da blicken auch viele Verkäufer nicht durch"
Dann würde ich sagen: Augen auf bei der Berufswahl. Sooo kompliziert ist das nun auch nicht.

"Grds hat man [...] das Recht, im Laden schon zu sagen wie ein Gewährleistungsfall zu handhaben ist: Rückgabe gegen Kaufpreiserstattung, Reduzierung des Kaufpreises oder Neugerät."

Man kann das natürlich sagen. Faktisch kann der Händer aber Arten der Nacherfüllung verweigen, die ihm zu teuer sind und eine andere Art der Nacherfüllung wählen. (BGB § 439 Abs. 3)

Meiner Erfahrung nach läuft das in den Läden oft so, dass der Artikel einbehalten wird und zum Hersteller eingeschickt wird. Da die ges. Gewährleistung durch die Beweislastumkehr faktisch nur 6 Monate dauert, ist i.d.r noch Herstellergarantie vorhanden und der Händler fein raus.

Dass der Kunde u.U. wochenlang warten muss ist den meisten Händlern scheißegal. Kostet ja nix.
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12.01.2013 21:29 Uhr von mrshumway
 
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Ja... das kann er. Wenn er unverhältnismässige Kosten geltend machen kann. Das lasse ich mir dann aber vor Ort gerne vorrechnen, wenn ich Zeit habe... Und ich habe Zeit bei solchen Sachen ;-)

Ob er mir nun ein Neugerät austauscht und zum Händler zurückgibt, oder ob es zur Reparatur in ein Servicecenter geht: in beiden Fällen hat er Versandkosten. Und mich gleich zweimal vor der Theke stehen wg. der Reparatur: zum abgeben und abholen des Gerätes. Da ist eine Gutschrift des Herstellers oder Mehrlieferung von Geräten im Rahmen normaler Warendisposition der einfacherere Weg was den Arbeitsaufwand in der Filiale angeht.

Viele Händler scheuen auch z.b. Minderung, also Preisnachlass. Das war meine Idee, als bei einem Ladegerät, das ich kaufte, eine LED defekt, aber sonst das Gerät ok war. Da kein Preisnachlass angeboten wurde, trug der Verkäufer meine Rücksendekosten und die für erneute Zusendung per DHL als Paket. Aber versuch das mal, telefonierenden Hilfskräften plausibel zu machen. Anfrage A, Schema B, Antwort C. Ob´s unternehmerisch und kostenmässig Sinn macht, juckt die nicht.

Die unverhältnismässig hohen Kosten kann also ein Händler sehr gut kontrollieren, ebenso wie ich mein Einkaufsverhalten.
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13.01.2013 03:30 Uhr von Lombardie
 
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Patentieren sie sich halt Garantie und Gewährleistung. Problem gelöst und nebenbei noch ein paar Länder verklagt.
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13.01.2013 09:23 Uhr von krypton83
 
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@ mrshumway

"oder ob es zur Reparatur in ein Servicecenter geht: in beiden Fällen hat er Versandkosten"

Also wenn der Händer es über die Herstellergarantie abwickelt, entstehen wahrscheinlich keine Versandkosten da hier oft der Hersteller die Versandkosten übernimmt. Ich würde es als kleiner oder mittlerer Händler auf jeden Fall so versuchen. ;)

Tja. Das mit vorrechnen lassen und sich die Abneigung des Händlers ins Gesicht schlagen zu lassen ist Geschmackssache. Ich hab da eher weniger Bock drauf. Wenn man seine Rechte auf Teufel komm raus durchsetzen will, muss man halt auch bereit sein einen Gerichtsprozess anzufangen und evtl. dafür in Vorlage zu gehen. Den Stress geb ich mir für 100 Euro Streitwert nicht. Natürlich setzen darauf die Händer...
Um mich nicht mit unfähigen und vor allem unwissenden Verkäufern plagen zu müssen, kaufe ich fast nichts mehr in Ladengeschäften. Nur noch bei einem bekannten Internetkaufhaus. Dort habe ich ein langes Rückgaberecht, das die meisten Produktfehler unbürokratisch auffängt. Und der Rest läuft auch größtenteils automatisiert ab. Und die Computeralgorithmen kennen das BGB und Kostenrechnung ;)
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13.01.2013 22:41 Uhr von Rychveldir
 
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Garantie ist i.d.R. umfangreicher als Gewährleistung. Letztere ist in der Schweiz im Gesetz verankert. Unser Privatrechtprof. an der Uni St. Gallen hat damals schon gesagt:

"Wenn Ihr Toaster nach 8 Monaten kaputt geht, dann nützen sie die Garantie. Wenn er erst nach 18 Monaten hin ist, dann nehmen sie die gesetzliche Gewährleistung in Anspruch. Das Recht haben sie."
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13.01.2013 22:58 Uhr von Sonicspeed
 
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edit:
- ok - es ist gar keine Garantie.
merke Crushial ist der Autor = Quelle auf korrekte wiedergabe prüfen.


[ nachträglich editiert von Sonicspeed ]
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14.01.2013 12:33 Uhr von Fomas
 
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Ist es bei uns in Deutschland nicht auch auf 2 Jahre festgesetzt, schon seit langer Zeit?

Das heißt also, Apple beugt sich hierzulande der Regelung weil es schon immer so war, aber weigert sich das gleiche in der Schweiz anzuerkennen, weil es da bisher anders war? Man ich bekomme eine immer größere Wut auf den Konzern. Da kann er noch so innovativ sein, aus moralischer Sicht ist ein Kauf von deren Produkten einfach verwerflich.

1 Jahr Gewährleistung wäre für mich der blanke Horror und viel zu wenig. Die sollen gute Produkte machen die mehr als 2 Jahre halten, dann brauchen sie auch nicht bangen um ihr Geld. Dieses Verhalten zeigt doch, dass Apple damit rechnet, dass ein Großteil der Produkte eben nicht 2 Jahre lang hält, denn sonst hätten die Pappkameraden nichts dagegen. Es gibt jedenfalls keinen logischen Grund.

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