09.01.13 17:06 Uhr
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Weltweite Kreditschulden auf 340 Prozent des globalen Marktwertes angestiegen

Der Hedge-Fonds Manager Kyle Bass rechnet mit großen Kriegen. Global gäbe es eine hohe Verschuldung. Bass gehe nicht nur von staatlicher Einnahmesteigerung und Ausgabenkürzungen aus, sondern erwartet aufgrund der einmaligen Verhältnisse eine große militärische Auseinandersetzung.

Der Gründer von Hayman Capital Management in Dallas, Texas, USA ist der Auffassung, dass in den nächsten Jahren nicht nur kleinere militärische Konflikte ausgetragen werden. Er verwies dabei den verfassungsrechtlichen Konflikt hinsichtlich der Maßnahmen von EU-Kommission, IWF und EZB in Portugal.

Bass befindet sich mit seiner Ansicht in Gesellschaft mit den Auffassungen vieler seiner Konkurrenten. Er erwartet den Austritt Griechenlands aus der Eurozone, dem Spanien sich 2014 anschließen könnte. Es gäbe bereits Wetten darüber. Er erwartet keine politische Durchsetzungskraft der Parlamente.


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WebReporter: Sag_mir_Quando_sag
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Prozent, Krieg, Schuldenkrise, Meinung
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.01.2013 17:06 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Es wird weiter gegen den Euro gewettet.Das steht fest.Kyle Bass ist nur einer von vielen Hedge-Fonds-Manager: http://en.wikipedia.org/... Er geht zudem von den Verhältnissen in den USA aus.Allerdings auch aus der militärisch stärkeren Perspektive, wie schon Bill Gates gegenüber den Europäern feststellte: "Es gibt keine Verteidigungsfähigkeiten." Er blendet aus, dass der Marktwert sich steigern könnte. Weiter blendet er teilweise Entschuldungen aus. Und er blendet die NATO-Politik aus.
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09.01.2013 17:27 Uhr von Bibabuzzelmann
 
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Der der angegriffen wird, bekommt dann jahrzehnte lang Entschädigung gezahlt und kommt somit aus den Schulden raus ^^

[ nachträglich editiert von Bibabuzzelmann ]
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09.01.2013 19:06 Uhr von ohyeah
 
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und so reinigts sich die welt abermals selbst.
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09.01.2013 20:17 Uhr von tulex
 
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Was die Erfahrung aber und die Geschichte lehren, ist dieses, dass Völker und Regierungen niemals etwas aus der Geschichte gelernt und nach Lehren, die aus derselben zu ziehen gewesen wären, gehandelt haben.

-Friedrich Hegel
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10.01.2013 00:27 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"(...) weil der eine oder andere Bürger ganz bestimmt nicht damit einverstanden sein wird, dass sein Boden an z.B. ein anderes Land abgetreten wird. (...)" (Wil)
Du berücksichtigst in Deinem Kalkül nicht die technologischen Veränderungen. Es gibt mittlerweile Messen und Kongresse für Non-Lethal-Waffen, die eine Ahnung davon geben, was alles möglich ist.

Man kann ja Schröder für vieles kritisieren, aber immerhin hat er das pfändungsfreie Einkommen erhöht. Er hat mit diesem Schritt zum einen die Gerichte entlastet und zum anderen das Leben der Betroffenen erträglicher gemacht. Und den Reset-Button hat er nur gegen massiven Widerstand von CDU und FDP und mit einer schlechten Lösung durchsetzen können.

"Ja, und damit dürfte alles anfangen, weil der eine oder andere Bürger ganz bestimmt nicht damit einverstanden sein wird, dass sein Boden an z.B. ein anderes Land abgetreten wird." (Wil)
Naja, selbst in den USA mit den vielen Waffen in der Hand der Bevölkerung ist es relativ ruhig.

"Der Anfang wird ein Bürgerkrieg sein, der in einen Europakrieg, vielleicht sogar Weltkrieg endet, weil Gläubiger werden auch außerhalb EUropas ihr Geld wieder haben wollen, oder geschützt haben wollen." (Wil)
Noch vor zehn Jahren genoß die Agentur für griechische Staatsanleihen einen guten Ruf. Wenn Goldman Sachs für seine Hilfestellung sich ausbedungen hat, Stillschweigen über seine Tätigkeit zu bewahren, ist es doch offensichtlich, daß es etwas zu verbergen galt. Wie kann man aus dieser Situation heraus, Forderungen stellen?
Griechenlands Beispiel zeigt doch, daß es Grenzen der Vollstreckung gibt.

"Fakt ist; Es wird unweigerlich Krieg geben. " (Wil)
Das kann ich nicht erkennen. Die letzten zwanzig Jahre wurde doch massivst militärisch abgerüstet. Bei einem Krieg haben alle mehr zu verlieren als zu gewinnen.

" (...) vielleicht sogar Weltkrieg endet, (...) " (Wil)
Das sind Assoziationen aus der Vergangenheit. Warum sollte die Welt für Europa ihren Kopf hinhalten?
Die globale Welt heute ist eher mit der spätrömischen Welt zu vergleichen, in der sich die Wirtschaft regionalisierte. Sie ist multizentristisch, sie ist allerdings z. Zt. interdependent und wird durch flexible Militärs zusammengehalten. Selbst die Piratenprobleme im römischen Reich sind den heutigen ähnlich.

Richtig ist, daß Unruhe über die Regelung dieser Schulden existiert. Sie sind Ausdruck eines Verteilungskonfliktes.Die Geldgeber haben das Geld in der Hoffnung auf mehr Geld gegeben. Aber die Krux ist, daß nur ein Bruchteil der Darlehen der Banken durch reale Vermögenswerte gedeckt war. Dies bedeutet, daß die Banken daran mitbeteiligt waren und sind, wenn die Geldmenge erweitert wird und wurde. Ihre Forderungen basieren zum allergrößten Teil lediglich auf gesetzlicher Basis. Reale Vermögenswerte - also Forderungen gegen die Bank - wären bei einer Abschreibung kaum verloren. Und Gesetze kann man ändern. Dazu benötigt man politische Mehrheiten. Von wegen Krieg! Da wird am meisten verdient. Es wäre sehr unklug seitens der Bevölkerung, sich Krieg herbeizusehnen! Der Preis, den die Bevölkerung zu zahlen hat, ist der Preis des Mangels an Möglichkeiten.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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10.01.2013 10:32 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"Auch der zweite Weltkrieg wurde wegen Wirtschaftsungleichheit und ausbleibenden Zahlungen angezettelt." (Wil)
"Sie (Dawes-Anleihe, Sag_mir_Quando_sag) lebten aber am 3. Oktober 1990 auf, so dass Deutschland erneut eine Fundierungsschuldverschreibung (WPKN 117010) mit einem Drei-Prozent-Kupon, einem Volumen von 200 Millionen DM und einer Laufzeit von 20 Jahren ausgab, in die die Bezugsscheine umgewandelt werden konnten. Die wenigen Anleihen, bei denen die damaligen Inhaber das Tauschangebot von 1953 nicht annahmen, unterliegen noch der ursprünglichen Gold-Klausel, die eine Rückzahlung in Gold ermöglichte. Vereinzelt werden deshalb Prozesse gegen die Bundesrepublik in den USA geführt."
aus: http://de.wikipedia.org/...

Es war ja Hitler, der die Zinszahlungen einstellte. Und es war Hitler, der sein System durch Anleihen auf die Zukunft eine Zeitlang aufbaute. D.h. er überwand die Depression in Deutschland durch das Kalkül mittels genügender Rüstung, andere zu zwingen, die durch ihn angehäuften Schulden zurückzuzahlen. Der "Lebensraum" war sozusagen das Füllwort für diese Idee. Durch die durch den Krieg entstandene Zerstörung der Wirtschaftsbasis verursachte er ein neuerliches Aussetzen von Zahlungen an die Kreditgeber. Krieg ist somit ein Geschäft für den Produzenten, nicht aber für den Kreditgeber, es sei denn, er führt anderes im Schilde. Der Wert dieser Anleihen sinkt dramatisch, wenn Zahlungen aus politischen Gründen ausbleiben. Das Aussetzen der Zahlungen ist nicht die eigentliche Ursache für Krieg, sondern das Kalkül, daß man "schlauer" als der andere sei und daß es das einfachste Mittel sei, seine eigenen - meist materiellen - Interessen durchzusetzen.

Der Erste Weltkrieg hatte ganz andere Ursachen. Es war ein Krieg aus dem Wohlstand heraus.

Wo stehen solche Optionen von Expansion durch Krieg heute offen?

Heute findet die Expansion durch die Kolonialisation der inneren Welten statt. China ist das beste Beispiel, aber auch die Nachkriegsbundesrepublik oder das Nachkriegsjapan sind solche Beispiele.

Und die Zunahme psychischer Erkrankungen sind ein gutes Indiz dafür, wie die ökonomischen Spannungen verarbeitet werden.

Argentinien hat sich durch Nichtzahlung zwar isoliert, ist aber bisher erfolgreich seinen Weg gegangen. Griechenland hat auf dem Verhandlungsweg seine Schulden erheblich reduzieren können.

Die vielen, vielen Finanzkrisen - ob in Asien oder Lateinamerika oder Afrika - haben grundsätzlich nicht zum Krieg geführt.

Die materielle Welt ist in der Hand der Militärs. Diesen hat sich diese materielle Welt unterzuordnen. Und diese unterliegen technologischen Vorgaben. Dies bedeutet, daß auch die Finanzwelt letztendlich den technologischen Vorgaben unterworfen ist. Warum sollte dies auch anders als in der Realwirtschaft sein, aus der sie sich letztendlich nur ableitet?

Der Begriff "Hebel" deutet jedoch an, daß die virtuelle Welt der Finanzen mit all diesen Derivaten - was Warren Buffet ja "Massenvernichtungsmittel" nennt - einen viel, viel, viel größeren Druck aufbauen kann als in der Vergangenheit: Deshalb diese Angst. Und das wird der Grund sein, warum die Zentralbanken so aggressiv auftreten. Dies wiederum hält Trichet für einen Fehler, aber das aggressive Auftreten der Zentralbanken macht politisch klar, wer Herr des Verfahrens ist. Der virtuellen Finanzwelt wird ihre Grenzen durch die Realwelt aufgezeigt. Es findet also derzeit ein Finanzkrieg statt, dessen Einsatz das staatliche Währungsmonopol ist. D.h. die Abbildung der Bevölkerung durch den Staat ist der Wetteinsatz bei diesem Spiel. Selbst wenn es einzelne Währungen für die einzelnen Volkswirtschaften gäbe, wie sollte man diesen Wetteinsatz aushebeln können? Die seit Anbeginn des Euros bestehenden wirtschaftlichen Diskrepanzen zwischen den einzelnen Volkswirtschaften sind quasi die Spalten, in die der Keil der Schuldenkrise getrieben werden soll. Deshalb die Wetten. Und das ist ein innereuropäisches Problem.

Die derzeit laufenden politischen Lösungsversuche machen das Problem nicht gerade kleiner, wenn man versucht, den Vertrag von Lissabon mit Hilfe eines völkerrechtlichen Vertrages auszuschalten. Das Rechtssystem ist zu kompliziert geworden und das schafft Rechtsunsicherheit. Und das wiederum kostet Vertrauen.

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