09.01.13 14:33 Uhr
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Deutsche Wirtschaft schrumpft im vierten Quartal um ein Prozent

Das Bruttosozialprodukt ist im vierten Quartal um ein Prozent geschrumpft. Dies ergab die Rechnung der Financial Times, nachdem der Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ein Wirtschaftswachstum von 0,75 Prozent für 2013 persönlich verkündete.

Am 15. Januar 2013 wird das Ergebnis für das letzte Quartal von 2012 bekannt gegeben. Sollte die Bundesregierung bei dieser Version bleiben, ist davon auszugehen, dass die Wirtschaft zuletzt geschrumpft ist.

Ein Beobachter der "HSBC" spricht jedoch lediglich von einer Delle in der Wirtschaftserholung. Allerdings erwartet niemand mehr zusätzliche Hilfe von der Europäischen Zentralbank. Ein Vertreter der "ING" spricht vom Thema des "Endes des Schrumpfens".


WebReporter: Sag_mir_Quando_sag
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wirtschaft, Prozent, Quartal, Deutsche
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de
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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.01.2013 14:33 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Jetzt wird deutlich, was die Kanzlerin mit "schwieriger" zur Weihnachtsansprache meinte. Es wäre ja auch ein Wunder gewesen, warum ausgerechnet Deutschland sich aus der Weltkonjunktur ausklinken könnte - schließlich ist der Exportanteil am Bruttosozialprodukt extrem hoch. Da kann China "noch" nicht helfen und zukünftig stellt sich die Fragen, inwieweit China Markenrechte und Patentschutz respektieren wird. Die Pflege von Exportmärkten ist wichtig, aber nur wenn sich dies langfristig rentiert.
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09.01.2013 14:52 Uhr von wolfibaerli
 
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Das ist doch klar:
1. Die EU-Partner, zu denen wir exportieren, sind großteils pleite. Beispiel Griechenland: Die haben sich verschuldet, aber unsere Exporte zu ihnen in cash bezahlt, d.h. wir haben an deren desaster - anfangs - noch verdient. All das ist passe.

2. China: Hat uns längst in der Fähigkeit, Großvorhaben umzusetzen, überholt. Was sollen wir auf lange Sicht dorthin noch exportieren, außer BMW und VW? Flughäfen vielleicht?Na gut, die Saudis kaufen gelegentlich ein paar Panzer, aber wo ist noch die große Export-Vision?

3. Wir haben uns selbst den Strom abgedreht (nennt man auch "Energiewende") - kostet Geld, funktioniert nicht, der Ersatz vom Atomstrom durch Braunkohle schädigt das Klima, und bringt Wettbewerbsnachteile.

Herrgott, irgendwann muss sich das alles doch im BNP niederschlagen!
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09.01.2013 16:35 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"(...) Großvorhaben umzusetzen (...)" (wolfibaerli)
Die Frage ist ja, welcher Art diese Großvorhaben sind. Wenn in Shanghai eine Magnet-Schwebebahn umgesetzt wird, aber im Land der Zweischienenverkehr modernisiert wird, ist das noch kein großer technologischer Sprung. Ähnlich verhält es sich mit Stadtentwicklungsprojekten, die aus politischen Gründen im Nirgendwo gebaut werden, um strategisch präsent zu sein. Das bisherige Geschäftsmodell der Chinesen bestand ja wohl vor allem im billigen Export, dessen Einnahmen jetzt in die Infrastruktur gesteckt werden. Der Haken bei solchen Infrastrukturmaßnahmen besteht darin, daß sie selbst konservierender Natur sind. Das bedeutet, daß, wenn sie erst einmal stehen, auch genutzt werden müssen. Für neue Strukturen - und damit für neue Innovationen - ist mit der Schaffung von Strukturen erst einmal Schluß. Die Veränderung von Strukturen findet erst dann eine Ausdrucksmöglichkeit, wenn der Innovationsdruck zu groß geworden ist. Mit der Schaffung von Strukturen leitet man neben Realisierungsmöglichkeiten auch gleichzeitige kompetitive Nachteile ein, denn die Konkurrenz kann die Erfahrungen mit den alten Strukturen nutzen, um innovativere Strukturen zu entwickeln. Und dies gilt nicht nur für Deutschland, dies gilt auch für China. Schließlich ist das derzeitige Modell nur dadurch umsetzbar, daß das Zerstören von alten Strukturen in der Überzahl die Benachteiligten auffängt. Auch Mao mußte seinen "großen Sprung" nach 50 Millionen Toten beenden. Der Ausbeutung der eigenen Leute ist somit eine Grenze gesetzt.
Ein größere Bedrohung des eigenen Status könnte die Lerneifrigkeit der Bevölkerung sein. Das führt zwar noch nicht zu Innovationsschüben, aber ist die Voraussetzung dafür. Im Grund ist ein ausgewogenes Verhältnis von Konkurrenz und Kooperation die sinnvollste Voraussetzung dafür. Zuviel Konkurrenz und Angst führt zu Denkblockaden.

"(...) aber wo ist noch die große Export-Vision?" (wolfibaerli)
Das ist ja meine Vermutung, daß Deutschland eine Japan ähnliche Wirtschaftspolitik der Zurückdämmung der Exportorientierung fahren wird. Es gibt sowieso die Frage, wie denn das Ausland in der Vergangenheit gezahlt hat, da es wenige so außergewöhnlich starke Exportwirtschaften gab, wie Japan und Deutschland. Wurde mit Übertragung von Land oder Firmen auf deutsche Besitzer gezahlt?

"Wir haben uns selbst den Strom abgedreht (nennt man auch ´Energiewende´) (...)" (wolfibaerli)
Das kann ich nicht erkennen. Es wird aber auch dort gelogen. In der Wirtschaft wird halt viel gelogen. Es wird geblufft, getrickst, u.ä. Es ist ein großes Wohlstandsumverteilungsprogramm. Das ist die große Ungerechtigkeit an diesem Programm. Wieso sollen die EEG-Umlagenzahler nicht profitieren dürfen? Wieso? Es gibt keinen objektiven Grund. Windräder sind mittlerweile profitabel. Immerhin fing es vor über dreißig Jahren einmal mit "Growian" an. Da hat man in der Zwischenzeit eine Menge Erfahrung gesammelt.

"Herrgott, irgendwann muss sich das alles doch im BNP niederschlagen!" (wolfibaerli)
Vor vier Jahren waren der Börsenwert im Keller, jetzt ist er wieder oben. Geldwerte sind relativ. Interessanter ist die Versorgungsstruktur.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]

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