08.01.13 17:32 Uhr
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Sind Leichen bald Lieferanten von Stammzellen?

Aus Leichen von kürzlich verstorbenen Menschen werden schon länger Organe für Organspenden entnommen. Nun haben Gentechniker aber herausgefunden, dass sich aus bis zu fünf Tagen alten Leichen jugendliche Zellen aus dem Knochenmark gewinnen lassen.

Diese Zellen können sich je nach Injektionsstelle zu Knochen-, Knorpel- oder Fettzellen entwickeln. Anders als bei anderen Transplantationen greift das Immunsystem diese Zellen nicht an. Im Gegenteil - diese Zellen beruhigen das Immunsystem sogar.

Allein aus Wirbelknochen von Leichen könnten so Millionen solcher Zellen gewonnen werden.


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WebReporter: kamikaze74
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Leiche, Medizin, Lieferant, Stammzellen
Quelle: www.new-scientist.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.01.2013 17:37 Uhr von grechtigkeitinperson
 
+10 | -0
 
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Endlich mal eine wirklich interessante News. Dieser Fund kann viele neue Wege in der sonst sehr eingeschränkten Gen-forschung öffnen. Hoffen wir mal nun für das beste für die Menschheit ... :)
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08.01.2013 17:47 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+6 | -4
 
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Mach dir keine Hoffnungen, es wirdirgendwelche "Ethikkommissionen" geben, die bestehen dann aus religiösen Spinnern die nur ihre Moralvorstellungen durchsetzen wollen anstatt über die Thematik nachzudenken (was der Ethik widerspricht, Ethikkommissionen sind also keine), und am Ende wird´s wie Organspende nur bei prämortaler Zustimmung in Schriftform möglich sein und tausende werden aufgrund dessen grundlos sterben....

Eine Leiche hat keine Moralvorstellungen mehr, was man bräuchte ist "Spendepflicht" (anderes Wort wäre dann wohl angebracht).
Aber es ist halt moralischer voll-funktionsfähige Organe & Zellen in der Erde verfaulen zu lassen, statt Menschen zu retten.


Amen & Allahu akbar

[ nachträglich editiert von Jesus_From_Hell ]
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08.01.2013 17:57 Uhr von psycoman
 
+6 | -0
 
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Was soll den gegen eine Entnahme sprechen? Wenn jemand bereit ist seine Organe zu spenden, dann werden ihn ein paar Zellen mehr wohl kaum stören, oder?
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08.01.2013 18:08 Uhr von grechtigkeitinperson
 
+2 | -0
 
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@jesus_from_hell

screw them, long live science !! ;)
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08.01.2013 18:09 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+1 | -3
 
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psychoman

Psychotisch-traditionell bedingte Handlungsmaximen oder abstrakter die Angst vor dem Tod/"dem danach".

Wer Organe "spendet" (Tote spenden nicht!) wird auch kein Problem mit Zellentnahme haben, das Problem ist das man zustimmen muss.
An sich ist das Problem schon, dass man sich gegen Organentnahme entscheiden _darf_.
Es gibt ja keinen einzigen (rationalen) Grund gegen postmortale Organentnahme und die Leiche deren Organe entnommen werden wird´s nicht stören - die Person ist mit dem Hirntot "verschwunden" und so sollten Organe von Leichen auch behandelt werden.

Maximal das Gesicht sollte unangetastet bleiben wegen den (lebenden) Verwandten des Toten zum eventuellen Abschied am offenen Sarg.

[ nachträglich editiert von Jesus_From_Hell ]
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09.01.2013 09:01 Uhr von Marco Werner
 
+1 | -1
 
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Ansich ein interessanter Ansatz. Ich persönlich glaube aber auch, daß es da wieder irgendwelche "Ethikkommissionen" -bestehend aus Vertretern von Kirche und Pharmakonzernen- geben wird, die sowas am Liebsten schon im Keim ersticken werden. Die einen aus einer scheinheiligen Moral, die anderen aus purer Geldgier. Denn mit der jahrelangen Verabreichung teurer Medikamente lässt sich nunmal besser Geld verdienen als mit einer tatsächlichen Heilung der Betroffenen.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß es schon Heilmittel gegen ansonsten tödliche Krankheiten geben würde, wenn die Hersteller mit den "Hinhaltemedikamenten" nicht so gut verdienen würden. Das gilt natürlich genausogut für irgendwelche Allerweltskrankheiten wie Grippe & Co.

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