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Wahlkampf 2.0: Die Piratenpartei Niedersachsen setzt auf Smartphone-Apps

Die Piratenpartei Niedersachsen will im anstehenden Wahlkampf mit neuen Medien punkten. Sie setzt auf eine selbst entwickelte Smartphone-App. Wahlprogramm, die Wahlkampagne mit den Motiven, Wahlwerbespot, Kandidatenvorstellung, Infostand-Lokalisator und einiges mehr gehören zum Umfang der App.

"Wir Piraten setzen beim Wahlkampf deshalb besonders stark auf neue Medien, weil wir hier natürlich von Haus aus viel Erfahrung und Kompetenz mitbringen und unser Wahlkampfbudget sehr begrenzt ist", so Wahlkampfkoordinator Till Zimmermann. Der App-Source-Code ist quelloffen.

Die Apps und Online-Angebote werden vollständig ehrenamtlich von den Mitgliedern entwickelt und gepflegt. Man ist stolz darauf, dass die Kampagne echte Handarbeit der Mitglieder ist: "Unsere Mitglieder können unsere Inhalte besser vermitteln, als Agenturen es je könnten."


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Smartphone, Wahlkampf, Niedersachsen, Piratenpartei
Quelle: bundespresseportal.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.01.2013 10:24 Uhr von Bildungsminister
 
+3 | -1
 
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Nur mal so als Hinweis - Es ist nicht so, als würden die Piraten damit das Rad neu erfinden, oder ein Novum schaffen. Solch eine App haben eigentlich alle Parteien, und das auch nicht erst seit diesem Jahr.

Als Beispiel zur Niedersachsen-Wahl: http://www.ndr.de/...

Die News liest sich, als wäre das nun etwas ganz Besonderes, insbesondere weil die Piraten IT-Kompetenz für sich gepachtet haben. Dem ist aber nun wirklich nicht so. Auch wenn es natürlich löblich ist, dass die Piraten für Politik begeistern wollen. Aktuell schrammen sie in Niedersachsen aber ganz knapp an der 5%-Hürde, und da muss schon ein wenig mehr kommen, als eine App.
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06.01.2013 10:51 Uhr von no_trespassing
 
+0 | -1
 
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@Bildungsminister:

>>und da muss schon ein wenig mehr kommen, als eine App.

Ja, aber was genau? Welches Thema, welche Forderung?
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06.01.2013 11:50 Uhr von Bildungsminister
 
+2 | -0
 
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Irgendwie fragst du mich das jedesmal, und jedesmal führe ich dann aus was ich meine, und die einzige Reaktion die kommt sind dann Leute, die meinen das Minus zu drücken eine Form der Diskussion wäre.

Ich werde es nun nicht noch mal ausführen. Nur so viel - Es geht nicht so sehr um Themen und Forderungen, wobei die Piraten da grundsätzlich sowieso nicht meine Ansichten vertreten, was nur normal ist, sondern es geht darum wie man sich präsentiert und aufstellt.

Ich sagte es schon beim letzten Mal - Das Problem der Piraten ist, dass sie sich selbst nicht darstellen. Während man von den anderen Parteien ständig irgendeine Nase im TV oder in Zeitungen sieht, da sieht man von den Piraten quasi gar nichts. Man kann das ja nun bescheuert finden, geht mir ja teils auch auf den Keks, aber die anderen Parteien bleiben so immerhin im Gespräch, deswegen machen sie es ja.

Und auch sagte ich schon die letzten Male, dass die Piraten anfangen müssen über die Kernwähler hinaus zu wachsen. Um Wahlen zu gewinnen, oder zumindest Erfolge zu erzielen, reicht es nicht nur die Stammwähler zu erreichen, sondern die Kunst ist es, auch andere Leute, "Normalos", für die eigenen Themen zu begeistern.

Und da sind wir dann auch wieder bei Themen. Die Piraten haben nun mal das Image eine "Internet"-Partei zu sein, was auch immer das heißen mag, aber dieses Image zieht einfach nicht mehr. Gerade deswegen müssen die Piraten anfangen ihre Themen zu vertreten, und auch Positionen darüber hinaus.

Und ganz ehrlich - So eine App mag ja toll sein, aber wen spricht man denn damit an? Primär doch Leute, die die Piraten schon kennen, oder sogar längst Mitglied sind. Aber das sind doch nicht genug um Wahlen zu gewinnen, wobei ich hier mit Gewinn die 5%-Hürde meine. Damit erreicht man weder den Familienvater, die Hausfrau, Oma Ilse, oder Tante Inge. Das meine ich damit, wenn ich sage, dass die Piraten sich breiter aufstellen müssen.

Ich persönlich werde die Piraten nie wählen, weil sie einfach nicht meine Themen vertreten, das bedeutet aber nicht, dass ich mir nicht wünschen würde, dass die Parteienlandschaft bunter wird. Gerade deswegen verstehe ich nicht, warum da so wenig kommt. Und ganz ehrlich, frage doch mal jemand außerhalb der Kernwähler, was die Themen der Partei sind, und wofür sie stehen. Da sehe ich das Problem.

Mir soll das letztendlich egal sein. Ich finde nur, dass die Piraten hier ihr Potential verschenken, und wenn sie so weiter machen, dann wird es wohl laufen wie im Mutterland, in Schweden, wo die Piraten heute kaum noch jemand kennt. Dort sind sie bedeutungslos, weil sie sich selbst zerfleischt haben, und nach kurzer Zeit hatten die anderen Parteien die Themen der Piraten aufgegriffen. Und das passiert hier ja auch, die Grünen eignen sich doch jetzt schon die Themen der Piraten an.

Da muss einfach mehr von allem kommen.

Aber gut, das ist auch nur meine Meinung. Darf ja jeder anders sehen. :)

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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06.01.2013 14:09 Uhr von Sonny61
 
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Piraten mit "Stasi-Phone" - das passt ja zu ihrer Ideologie!

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