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Massiver Stromüberschuss in Deutschland an Weihnachten

An Heiligabend 2012 befanden sich im deutschen Stromnetz zwischen 8.000 und 9.000 Megawatt zu viel Energie. Der Verbrauch betrug zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als 45 Gigawatt. Dies führte zu Stromexporten ins Ausland, für die die Abnehmer sogar noch Geld geschenkt bekamen.

Hauptverantwortlich für den Effekt war zum einen die enorme Windstromproduktion und die Tatsache, dass am Vortag die Leistung von Kohle- und Atomkraftwerken sogar noch gesteigert wurde. Dies geschah, obwohl bekannt war, dass der Wind stark wehen würde.

Der Thinktank "Agora Energiewende" hat ausgerechnet, dass alleine für den ersten Feiertag 28 Millionen Euro Mehrkosten durch die Ökostrom-Umlage zu zahlen sein werden. Ein Kostenblock, der zu vermeiden gewesen wäre, wenn die Kohle- und Atomkraftwerke runter geregelt worden wären.


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WebReporter: Peter Piksa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Strom, Weihnachten, Überschuss
Quelle: www.sueddeutsche.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2013 13:35 Uhr von Peter Piksa
 
+31 | -15
 
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Das Schönste an dieser Meldung ist ja, daß man uns vor einiger Zeit (und teilweise auch heute noch) erzählt hat, daß wir überall in Deutschland Stromausfälle bekommen würden, wenn das mit den Erneuerbaren weitergehen würde. Nichts davon ist passiert. Die Erneuerbaren könnten noch viel mehr Segen bringen, wenn die fossilen und atomaren Energieerzeuger endlich in Ihre Schranken verwiesen würden. Demokratisierte Energieerzeugung hat größtes Potenzial. In Teilen entfaltet es jetzt schon Wirkung! :-)
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05.01.2013 13:54 Uhr von Peter Piksa
 
+13 | -8
 
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@bertl058: Daß die Polen den Einstieg in die Atomstromerzeugung erwägen und deren Lobby natürlich nicht daran interessiert ist, daß das polnische Stromnetz mit regenerativ erzeugtem Strom bespeist wird, ist Dir aber klar? Von der stark ausgeprägten Kohlestromerzeugung und deren Interessenvertretern ganz zu schweigen. ;-)
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05.01.2013 14:12 Uhr von LucasXXL
 
+2 | -3
 
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Energieversorger plant Pumpspeicher-Kraftwerke in Mecklenburg-Vorpommern

http://unternehmen-heute.de/...
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05.01.2013 14:44 Uhr von FranK.
 
+13 | -2
 
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genau, BastB !
einige werden sich noch umgucken bei ihrer nächsten Rechnung, mein ehemaliger Energieversorger hat dieses Jahr von 22cent auf 30 cent/kwh erhöht. Sind bei 2000kwh 160€ mehr im Jahr und die Kübelböcksolarmillionäre lachen sich ins Fäustchen..
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05.01.2013 15:20 Uhr von eckttt
 
+5 | -1
 
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zuviel Strom im Netz und der wird mit Geld oben darauf Verschenkt....

Wie blöd sind wir haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt...

Pumpspeicherkraft Werke und Co zu Bauen das wäre es gewesen, aber lieber Kohle scheffeln bis die Hose blutet.

Ach heute Nachrichten gehört mit der EEG Umlage ?

Die wird nächtes Jahr wohl wieder steigen...

Frohes Neues....
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05.01.2013 15:25 Uhr von Schlauschnacker
 
+3 | -7
 
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@ Peter Piksa
Das Problem beim Öko-Strom sind die fehlenden Trassen, ohne den wir die Energie nicht dahin leiten können, wo sie gebraucht wird. Weil es nicht genügend innerdeutsche Stromleitungen gibt, um die grünen Kilowattstunden zu den Verbrauchern in Süddeutschland zu transportieren, sucht sich der Strom gemäß physikalischer Gesetze seinen Weg über die Stromnetze der Nachbarstaaten. Ein Stromüberschuss nützt uns also derzeit wenig, im Gegenteil, er kostet uns viel Geld und verärgert unsere Nachbarn. Abhilfe können nur neue Strontrassen schaffen, deren Bau aber bislang durch Landes- und Lokalpolitiker (Bündnis90/Die Grünen) sowie Bürgerinitiativen blockiert wird.

[ nachträglich editiert von Schlauschnacker ]
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05.01.2013 15:40 Uhr von Peter Piksa
 
+4 | -2
 
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Aus meiner Sicht ist das Problem der angeblich fehlenden Stromtrassen ein vorgeschobenes. Zwar wird vonseiten der Bundesregierung und den vier Konzernen immerzu gebetsmühlenartig wiederholt, daß es daran liegt. Eine tatsächlich stringente Begründung fehlt bisweilen jedoch.

Es wird behauptet, daß der Strom aus dem Norden in den Süden transportiert werden müsste. Dieses Szenario setzt aber die Schaffung von Offshoreanlagen in der Nordsee voraus. Wer baut diese Offshoreanlagen? Richtig: Die vier Konzerne. Weil sonst kaum jemand das nötige Kapital dafür aufbringt. Wem nutzen solche Offshoreanlagen? Richtig: Den vier Konzernen. Was behindern diese Offshoreanlagen? Richtig: Die Demokratisierung und Dezentralisierung der Energieerzeugung. Sie stehen damit unweigerlich der Schaffung von echten Wettbewerbsstrukturen im Strommarkt und der Kommunalisierung der Stromerzeugung im Weg.

Aber zurück zu den Trassen, die ja angeblich gebaut werden müssen, weil sonst in Bayern und Baden-Württemberg die Lichter ausgehen. Nein, sie müssen nicht zwingend in dem veranschlagten Umfang gebaut werden. Sofern die Erzeugung des Stroms über das Bundesgebiet verteilt würde, liessen sich zahlreiche Trassenkilometer vollständig einsparen.

Niedersachsen beispielsweise ist recht nördlich gelegen. Niedersachsen produziert sehr viel Windstrom. Wenn nur das darunterliegende Nordrhein-Westfalen seine Windstromproduktion ausbauen würde, liessen sich Trassen einsparen. Gleiches gilt selbstredend für die noch südlicheren Bundesländer. Es ist sicherlich kein Zufall, daß das CDU-geführte Bundesumweltministerium seit über einem Jahr eine Studie geheim hält, die sich dem Thema Dezentrale Stromversorgung widmet. Die Ergebnisse passen dem Ministerium und der Bundesregierung nicht ins Konzept, weil sie der Offshore-Strategie entgegenstehen - und damit den Interessen der vier Konzerne.
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05.01.2013 17:43 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -3
 
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Wenn die Kernkraftwerke erstmal weg sind, müssen soviel erneuerbare Energien zur Verfügung stehen, dass es auch an windstillen Tagen nicht zum Zusammenbruch kommt.
Da den Erzeugern aber eine garantierte Abnahme zugesichert wird, wird das irgendwann unbezahlbar. Dann haben wir 330 Tage ein Überangebot - und an 35 Tagen reicht es dann normal.
Irgendwann muss dann mal die garantierte Abnahme wegfallen - oder wir finden einen Lösung die Energie zu speichern.
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05.01.2013 20:55 Uhr von Schlauschnacker
 
+0 | -0
 
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@ magnat66
Wer sind denn DIE Blutsauger, wem fehlt der Wille und wer sind DIE, die davon einen Vorteil haben?

Das klingt alles nach Verschwörungstheorie. Kannst Du Deine Behauptung auch belegen, oder gehörst Du auch zu denen, "die keine Ahnung haben und nicht mal von zwölf bis Mittag vorausdenken und planen können?"
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06.01.2013 00:55 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
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AntiPro,
die Stromkonzerne sind seit einigen Jahren dazu verpflichtet gewesen, das Stromnetz so auszubauen, daß man erneuerbare Energien einspeisen kann.
Das wäre bei deren gigantischen Gewinnen auch jederzeit möglich gewesen- kaum eine andere Sparte in Deutschland erzielte höhere Gewinne.
Das haben sie aber nicht getan.
Sie haben neue Stromtrassen beispielsweise mit Absicht quer durch Naturschutzgebiete und urch Dörfer geplant, damit Proteste den Ausbau verhindern und sie den Bürgern den schwarzen Peter zuschieben können.
Und da geht es nicht um die normalen STrommasten, sondern um doppelt so hohe Höchstspannungsstrommasten, die du garantier ebensowenig vor deinem Haus stehen haben willst wie Windräder....fällt dir da die Bigotterie nicht auf?
Auf einmal ist "Verspargelung" nämlich garnichtmehr so schlimm, wenns um die eigenen Masten geht...

Und nun wird geheult, weil man die eigene Arbeit nicht erledigt hat, und gleichzeitig ist dieser Umstand dann die Rechtfertigung für die Agitation gegen die erneuerbaren Energien.

Und nach wie vor machen diese Konzerne geradezu obszön hohe Gewinne- erhöhen aber trotzdem die Preise.
Wie du vielleicht mitbekommen hast, ist die Ökostromumlage halb so hoch wie die Preiserhöhung, mit denen uns die Konzerne nun suggerieren wollen, daß es an der erneuerbaren Energie liegt, daß die Preise steigen- dabei sitzen die auf ihren extremen Gewinnen und lachen sich ins Fäustchen.

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