03.01.13 19:44 Uhr
 297
 

Arbeitnehmer aus den Euro-Krisenstaaten suchen vermehrt Arbeit in Deutschland

Nach einer am heutigen Donnerstag veröffentlichten Statistik der Bundesagentur für Arbeit hat die Zahl der in Deutschland Arbeit Suchenden aus den vier europäischen Krisenstaaten um 7,6 Prozent zugenommen. Das entspricht 33.000 Arbeitnehmern.

Es handelt sich dabei um Italiener, Griechen, Spanier und Portugiesen. Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young prognostizieren eine Fortsetzung des Trends. In Griechenland liegt die Arbeitslosenquote bei 28 Prozent, in Spanien bei 27 Prozent.

Noch mehr Arbeitssuchende kamen aus den Ländern, für die im Mai 2011 alle Schranken für den deutschen Arbeitsmarkt gefallen sind. Es geht dabei um Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen. Die Zahl der Beschäftigten aus diesen Ländern stieg um 31 Prozent.


WebReporter: Timo85
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Griechenland, Spanien, Statistik, Arbeitnehmer, Eurokrise
Quelle: www.cash.ch

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Steam: Spieleplattform verabschiedet sich vom Bitcoin
Zunehmende Hacker-Angriffe: Cyber-Versicherungen gefragt
Niedrige Gaspreise bleiben zunächst auch 2018 stabil

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
03.01.2013 20:33 Uhr von xjv8
 
+15 | -1
 
ANZEIGEN
ist doch schön für die Arbeitgeber! Die arbeiten für´n Appel und Ei und ziehen das Lohnniveau noch weiter nach unten.
Kommentar ansehen
03.01.2013 21:29 Uhr von magnificus
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Und wir gehen dann in die Schweiz oder Österreich arbeiten. Ganz dolle Sache.
Kommentar ansehen
03.01.2013 21:33 Uhr von ChaosKatze
 
+13 | -0
 
ANZEIGEN
Unsereins kriegt dann wohl bald gar keine Arbeit mehr, leben auf H4, werden dann von denen, die sich im Job kaputtmachen und wegen psychischer Störungen jahrelang den Krankenkassen zur Last fallen, angepöpelt, dass sie zu faul zum Arbeiten sind.

Wer findet den Fehler?
Kommentar ansehen
04.01.2013 07:44 Uhr von hofn4rr
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
die ganzen befürchtungen mit dem wegfall aller schranken, haben sich fast alle erfüllt.

was noch fehlt sind bulgaren und rumänen, wo massenhaft fachkräfte für einbruch, diebstahl und sozialmissbrauch, nur darauf warten das die letzten schranken fallen.
Kommentar ansehen
04.01.2013 10:03 Uhr von derSchmu2.0
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Jschling,

bin bereit dir das zu abzukaufen, wenn du mir dafür ein paar Belege liefern kannst...

...mir kam es da eher so vor, dass die ganzen Arbeitgeber in der Vergangenheit aus Deutschland weggegangen sind und im EU-nahen, wie auch EU-fernen Ausland die billigeren Arbeitskräfte genutzt haben...wie soll Deutschland da vorgeprescht sein? Gut, wir haben aufgeholt, aber ob wir wirklich der Vorreiter waren, wie du behauptest? Die Lohnnebenkosten waren/sind in Deutschland ja auch schon fast immer sehr hoch...
Kommentar ansehen
04.01.2013 10:51 Uhr von hofn4rr
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@derSchmu2.0
>> ...Die Lohnnebenkosten waren/sind in Deutschland ja auch schon fast immer sehr hoch... <<

das war früher mal so, als deutschlands wirtschaft noch weitestgehend durch zölle geschützt war.

die lohnnebenkosten gestalten sich derzeit so, dass man im internationalen wettbewerb relativ gut mithalten kann, außer mit ländern wie china oder indien.

nebenbei bemerkt, weil viele meinen durch deutschlands lohnpolitik würden andere eu-länder in den abgrund gerissen, muss man dazu anmerken das das so nicht stimmt.

der exportanteil in die eu-länder ist seit der euroeinführung gesunken, während der exportanteil nach asien und amerika kontinuierlich gestiegen ist.

der hauptgrund, warum frankreichs oder spaniens arbeitsmarkt derzeit so katastrophal dasteht, ist nicht nur die falsche lohnpolitik.
sie trägt aber dazu bei, das die kosten für ein produkt zu hoch sind, um international mithalten zu können.

ein beispiel dazu liefern die lebensmittelpreise, wenn man die zwischen griechischen und niederländischen oder spanischen produkten vergleicht.
in deutschland verkaufen sich die niederländischen oder spanischen gewächshaustomaten einfach besser, weil billiger.

für ein land wie griechenland, das überwiegend von der landwirtschaft und dem tourismus lebt, ist das natürlich schlecht.

im endeffekt haben alle länder in der eu keine andere wahl, außer die kosten zu senken.

[ nachträglich editiert von hofn4rr ]
Kommentar ansehen
04.01.2013 13:13 Uhr von hofn4rr
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@jschling
>> ... wenn wir das Ausland an die Wand gefahren haben, man sollte immer bedenken, dass 80% des deutschen Exports ins europäische Ausland gehen .. <<

wo hast du die zahlen her?
http://www.welt.de/...

der anteil in die eu-länder ist auf ein 20 jahrestief gesunken, auf 59,2%.

und wenn du schreibst "wenn wir das ausland an die wand gefahren haben", so stimmt das einfach nicht.

durch die übertriebenen lohnerhöhungen, teils auf pump, haben sich die südländer traditionsgemäß schlicht überschuldet, und damit die inflation im eigenen land selbst verschuldet.

aber keine sorge, den bösen deutschen, die für die schulden anderer geradestehen und zahlen wirds bald ähnlich gehen.

und wenn du schreibst, das die kosten immer auf den kleinen mann zukommen stimmt das natürlich, aber wer bitte soll die zeche sonst zahlen?

es ist nun mal so in unserem zinsbasierten system, das die arbeitenden die arbeitslosen erträge der reichen erwirtschaften müssen.

da die politik sich kaufen hat lassen und selbst vom system profitiert, kann man es auch kaum verhindern das die reichen mit ihrem kapital verschwinden.

einem französischen schauspieler wurde kürzlich erst von herrn putin persönlich ein angebot überreicht, die russische staatsbürgerschaft geschenkt zu bekommen.

falls hollande irgendwann doch noch mit seinen 75% steuern durchkommen sollte, wird herr depardieu es sich vielleicht nochmal überlegen, und seine steuern lieber in russland entrichten, wo nur eine einkommenssteuer von 13% anfällt.

nicht das ich das alles so toll finden würde, wenn wir uns dem internationalen handel stellen müssen.
als alternative bietet sich leider nur arbeitslosigkeit und armut.

gerechte löhne und arbeit für alle, sowas hats noch nichtmal im kommunismus oder sonst wo gegeben.

solange das gesamte geldsystem den unvermeidlichen untergang nicht hintersich gebracht hat, wird es kaum möglich sein die situation wesentlich zu verbessern.

dafür kleben unsere politeliten vielzuseher an ihre pöstchen und schicken dienstwagen.
Kommentar ansehen
04.01.2013 13:23 Uhr von derSchmu2.0
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Danke, für die qualitativen Beiträge...
Aber nochmal ne Frage, wen bezeichnest du als "kleinen Mann"? Denjenigen, der für n Appel und n Ei arbeitet? Wo ist da die Grenze? Wir müssten im Bezug zur Inflationsrate neben der Unterscheidung zwischen Billiglöhnern und (relativ) gut Verdienenden auch noch die Gruppe betrachten, deren Lohn parallel zu den Lebenshaltungskosten (daraus in etwa ergibt sich ja die Inflationsrate oder?) nicht in einem gewissen Maße gestiegen sind.
In Mengen betrachtet wäre Teilmengen der Billiglöhner und die der besser Verdienenden eine Teilmenge der Gruppe mit niedrigem Lohnwachstum. Dadurch kann man keine klare Grenze ziehen, die sich auf alle bezieh, wenn es um Inflation geht.
Ich bin ja mal gespannt (oder eigentlich auch nicht), wie es nun weiter geht. Die Einwanderer kommen nach hier, bestenfalls auf der Suche nach nem Job...da kann man ja davon ausgehen, dass die Löhne weiter gedrückt werden.
Die Frage bleibt da nur noch, wie lange dauert es, bis die Karre komplett gegen die Wand gefahren wurde. Irgendwann dürfte die (EU-Weite) Binnennachfrage so weggebrochen sein, das jegliche Existenz nicht mehr abgesichert werden kann. Oder wird dann im Rahmen der erweiterten Globalisierung dann China für alles aufkommen und was bisher mit Deutschland in der EU passiert ist, wird dann in China über die Kontinente hinweg gemacht?

Naja, für mich als Akademiker wäre das Ausland wahrscheinlich auch attraktiver, aber es hält mich noch so einiges hier...ok, die Arbeit ist es nicht gerade...
Kommentar ansehen
04.01.2013 14:15 Uhr von hofn4rr
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@der Schmu
was das thema inflation betrifft, kann die nur dann eintreten, wenn zuviel geld in die realwirtschaft einfließt, insbesondere "zum kleinen mann", dem mittelstand, die beim konsum die mehrheit darstellen.

>> ... noch die Gruppe betrachten, deren Lohn parallel zu den Lebenshaltungskosten (daraus in etwa ergibt sich ja die Inflationsrate oder?) nicht in einem gewissen Maße gestiegen sind. <<

das sind überwiegend niedriglöhner, deren löhne nicht höher gestiegen sind wie die lebenshaltungskosten.

berücksichtigt man die inflation, sind deren gehälter real sogar deutlich gesunken.

>> ... der für n Appel und n Ei arbeitet? .. <<

was unsere land betrifft, arbeitet niemand für einen apfel und ein ei, auch wenn das schon mal vor einigen jahrzehnten so war.

angemessener und beheizter wohnraum, krankenversorgung, mit ausreichend bargeld für die wichtigsten bedürfnisse für alle gabs noch nie, und stellt in europa neben ein paar wenigen anderen ländern die absolute ausnahme weltweit dar.

>> Naja, für mich als Akademiker wäre das Ausland wahrscheinlich auch attraktiver, aber es hält mich noch so einiges hier...ok, die Arbeit ist es nicht gerade... <<

angesichts des bevorstehenden kaos habe ich mir die frage auch schon zig mal gestellt und bin zu dem ergebnis gekommen, das es vorerst besser ist hier zu bleiben, wo ich mit vertrauten menschen umgeben bin und die heimische sprache beherrsche.

der verdienst, sofern es zum leben und etwas darüber hinaus ausreicht, spielt bei mir eine untergeordnete rolle.

es geht in zukunft um mehr als nur das vermögen zu mehren....

es stellen sich immer mehr existenzielle fragen in den vordergrund, die wir nur alle gemeinsam lösen können.

wenn es nur mehr wenig zum verteilen gibt, betrifft das auch die akademiker.

über den zeitraum lässt sich streiten, aber ich tendiere stark in richtung 2014/2015 wo sich schon aus rein mathematischen gründen das ende mindestens einiger ökonomien in europa anbahnt.

und wie lange geht das noch gut, wenn in ländern wie äghypten oder anderen schwellenländern über 90% des einkommens für lebensmittel ausgegeben wird?

ich denke wir stehen global vor mindestens ähnlichen problemen wie in den 30gern gegenüber, zu zeiten der großen depression.

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Munitionsfund in Tiefgarage Nähe Weihnachtsmarkt und Moschee
Europäische Union: Flugpreise von Lufthansa sollen überprüft werden
Tesla-Truck: Von 0 auf 100 in fünf Sekunden - US-Brauerei bestellt 40 Stück


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?