03.01.13 18:22 Uhr
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Berlin: Richter lässt gefassten Intensivtäter wieder frei

Ein junger Mann (21) hatte in Berlin in der Silvesternacht Passanten aus einem Auto mit Böllern beworfen. Zivilbeamte wollten den Mann stoppen, jedoch raste dieser mit seinem Wagen auf die Männer zu.

Ein Beamter musste sich mit einem Sprung aus dem Wagen retten. Nach einer Verfolgungsjagd konnten ihn die Beamten stellen. Er wurde noch in der selben Nacht dem Haftrichter vorgeführt.

Trotz 200 Einträgen in seiner Akte, darunter Geldwäsche, Diebstahl, räuberische Erpressung und Körperverletzung, ließ ihn der Richter frei. Bei der Polizei herrschte großes Unverständnis und Entsetzen über die Entscheidung.


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WebReporter: Schakobb
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Berlin, Richter, Freilassung, Verfolgungsjagd, Intensivtäter
Quelle: www.bild.de

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03.01.2013 18:35 Uhr von johannes1312
 
+33 | -2
 
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Weil er eine Fachkraft ist, auf die wir so dringend angewiesen sind.
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03.01.2013 19:10 Uhr von TheRoadrunner
 
+6 | -7
 
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Zunächst mal war dies die Entscheidung des Haft(!)richters, es geht hier also lediglich um die Verhängung von Untersuchungshaft.
Verhängt wird diese generell nur, wenn Flucht- oder Verdunklungsgefahr besteht.
Zu Fluchtgefahr: sicher besteht die, aber ich glaube kaum, dass jemand was dagegen hat, wenn sich derjenige absetzt. Bei einer Wiedereinreise darf er ja dann die Strafe antreten, sofern er überhaupt einreisen darf.
Zu Verdunklungsgefahr: das Belastende werden in erster Linie die Aussagen der Polizisten sein, und da wird derjenige kaum etwas verdunkeln können.

Das Entscheidende wird sein, wie bei der Hauptverhandlung entschieden wird. Wenn das Zurasen auf die Beamten als versuchter Totschlag eingestuft wird, dann sollte der Täter nicht um eine Haftstrafe herumkommen.
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03.01.2013 19:36 Uhr von RUPI
 
+17 | -3
 
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[edit]

Habt ihr diese News gelesen? http://www.derwesten.de/...

Das war auch wieder eine "Fachkraft" die ohne Licht zwei Mädchen tot gefahren hat (mit Vorsatz). Dieses verdammt Gesindel .... es reicht!!!!!!

[ nachträglich editiert von RUPI ]
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03.01.2013 19:43 Uhr von Nasa01
 
+14 | -1
 
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@Roadrunner:
Du magst ja mit deinen Ausführungen Recht haben.
Rechtlich gesehen.
Aber:
Eine solche Handlungsweise eines Richters versteht kein normal denkender Mensch. Ich auch nicht.
200 Einträge im Strafregister.
Das alleine sollte schon reichen um ihn einzubuchten.
Zum Beispiel wegen Wiederholungsgefahr.
Den Typen wieder freilassen war definitiv die falscheste Entscheidung die er treffen konnte.
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03.01.2013 20:59 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -7
 
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@ RUPI
Gerade das Verursachen von schweren Verkehrsunfällen, vielleicht noch unter Alkoholeinfluss, ist nun wirklich nichts, das ausschließlich Ausländer oder Deutsche ausländischer Herkunft begehen.

Wenn du einen Link postest, dann sollte er auch die Informationen enthalten, die du angibst. Deine Behauptungen, die aus dem Link nicht hervorgehen, betreffen:
- Fahren ohne Licht
- Vorsatz
- Herkunft des Fahrers
Ich habe nach weiteren Nachrichten zu dem Vorfall gesucht, und das Fahren ohne Licht ist das einzige, was irgendwo erwähnt wird.
Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass es nirgends erwähnt würde, wenn der Fahrer vorsätzlich gehandelt hat.

Wie stellst du dir das "selbst in die Hand nehmen" denn vor? Im Rahmen von Selbstjustiz? Die ist in Deutschland nicht legal. Ich würde mich nicht wundern, wenn es gerade diejenigen, die am lautesten von Zugewanderten die Einhaltung unserer Gesetze einfordern, sind, die sich selbst im Zweifel nicht an die Gesetze halten.
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03.01.2013 21:16 Uhr von TheRoadrunner
 
+0 | -9
 
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@ Nasa
Ein Richter darf sich nun mal nicht daran halten, was "normal denkende Menschen" verstehen, sondern muss sich an unsere Gesetze halten.
Eine Wiederholungsgefahr hätten wenn die Richter in den vorhergehenden Fällen erkennen müssen. Was das Werfen mit Böllern angeht, gibt es wohl kaum eine Wiederholungsgefahr vor einer Verhandlung. Da das Zufahren auf die Polizisten unmittelbar im Zusammenhang mit dem Werfen der Böller passiert ist, gibt es auch dafür keine solche Wiederholungsgefahr.
Ich würde diesen Typen auch lieber hinter Gittern sehen. Wir haben in Deutschland aber halt nunmal einen Rechtsstaat, und das respektiere ich auch dann, wenn ich persönlich aus welchen Motiven auch immer lieber eine andere Entscheidung sehen würde.
Ändern müssen sich weniger die Richter als unsere Gesetze. In den USA gibt es z.B. "Three Strikes Laws". Ob diese nun sinnvoll sind oder nicht, ist eine ganz andere Frage. Aber zurück zum konkreten Fall: Wenn bei den 200 Einträgen nicht nur Kaugummiklauen und ähnlicher Kleinkram dabei ist, säße er dort schon lange ein.
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03.01.2013 21:56 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ belgarath
Ich frage bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach Beweisen für diesen angeblichen Migrantenbonus. Komischerweise habe ich noch keine geliefert bekommen. Und ich sags mal wieder dazu: bitte nicht einen Fall eines jugendlichen Ausländers in Berlin mit dem eines erwachsenen Deutschen in München vergleichen ;)
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03.01.2013 22:26 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ belgarath
"Vielleicht liegt das auch daran, daß es keine frei herumlaufenden ethnischen deutschen Intensiv-Verbrecher mit 200 Straftaten auf dem Kerbholz gibt?"
Kannst du das denn nun belegen? Davon abgesehen würde ich die BILD-Informationen nicht unbedingt für bare Münze nehmen. Am Ende haben sie die Wörter in der Akte gezählt statt der verschiedenen Straftaten ;)

"Alleine seine nicht sofort erfolgte Abschiebung belegt hinreichend die Existenz eines Migrantenbonus. "
Das ist vollkommen unlogisch. Ein Bonus von Migranten kann nicht darin bestehen, dass etwas nicht verhängt wird, was bei Deutschen gar nicht möglich ist.

@ antipro
Was für eine Zuwendung bitte? Wie oben geschrieben: ich würde den Typ auch lieber hinter Gittern sehen. Aber nicht weil du oder ich das so wollen, sondern weil er von einem Richter nach unseren Gesetzen verurteilt wurde.
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03.01.2013 23:24 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ zuckerstange
In deinem Beispiel hat die Anklage 3 Jahre + 1 Monat gefordert, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe. Der Angeklagte ist also zu einer Strafe am oberen Ende der zu erwartenden Skala verurteilt worden. Egal ob es nun ein Ausländer war oder nicht (wovon in dem Link nichts steht), ist er also meines Erachtens zu einer verhältnismäßig hohen Strafe verurteilt worden.

"Sobald die Strafe 3 Jahre erreicht, werden diese Ausländer zwingend ausgewiesen."
Wenn du dich auf §53 des Aufenthalts beziehst, so wird dort von *vorsätzlichen* Straftaten gesprochen. Ich bin kein Rechtsexperte, aber ich glaube nicht, dass man bei einem Verkehrsunfall von Vorsatz sprechen kann. Ich habe also Zweifel, dass derjenige bei einer Verurteilung zu 3 Jahren oder mehr abgeschoben worden wäre.

"Glaub mir, dass ist "kein Einzelfall". "
Wenn es kein Einzelfall ist, dann verlinke doch bitte etwas, wo glaubwürdig dargelegt wird, dass dem so ist.

"Zufrieden?"
Nein, da du (ich im übrigen ebensowenig) wie du selber sagst nicht beurteilen kannst, ob ein Deutscher zu mehr oder vielleicht auch weniger verurteilt worden wäre.
Zum Vergleich ein paar Fälle, in denen nach tödlichen Unfällen unter Alkoholeinfluss und/oder überhöhter Geschwindigkiet sogar nur Bewährungsstrafen verhängt wurden:
http://www.insuedthueringen.de/...
http://www.spiegel.de/...
http://www.pz-news.de/...

Zudem ein ähnlicher Kontext: Beamten verlieren bei einer rechtskräftigen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr oder mehr ihren Beamtenstatus. Nun habe ich desöfteren gelesen, dass Beamte zu einer Bewährungsstrafe knapp unter einem Jahr verurteilt werden. Würdest du also hier auch von einem Beamtenbonus sprechen?

Nun gestehe ich dir zu, dass manch ein Richter bei einem Ausländer, dem dann die Abschiebung droht, wohl nicht unbedingt eine Freiheitsstrafe von haargenau 3 Jahren verhängen wird, sondern entweder etwas darunter oder deutlich darüber. Das ist für mich ein menschliches Verhalten und nicht als Bonus zu sehen.
Dazu ein anderes Beispiel, das zumindest für mich leichter nachvollziehbar ist:
Stell dir vor, du bist ein Lehrer und hast einen Schüler, der in der 10. Klasse in Mathe auf 4,7 steht und in einem anderen Fach auf 5. Eine 3 in der letzten Schulaufgabe reicht diesem Schüler, damit er die Klasse besteht. Du korrigierst durch, und zur Note 3 fehlt ein Punkt. Wirst du nicht versuchen, den Punkt noch irgendwo zusammenzusuchen?
Würdest du dir dieselbe Mühe bei einem Schüler machen, der im Zeugnis so oder so eine 3 bekommt? Ich kann hier natürlich nur für mich sprechen, aber ich würde das bei den Schülern machen, wo´s drauf ankommt, und bei den anderen nicht. Ist das dann etwa ein 4,7-Bonus?
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03.01.2013 23:29 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ belgarath
"Vermutungen kann und braucht man nicht zu belegen,"
Natürlich. Du kannst auch vermuten, dass ich Chinese bin. Steht dir frei.

"dann ist für mich jede einzelne mögliche, aber nicht durchgeführte Abschiebung bereits der Beweis (!) der Existenz eines Migrantenbonusses!"
Ich habe dir doch gerade dargelegt, dass das allein aus logischen Gründen kein Migrantenbonus sein kann. Das mit dem Beweis erledigt sich damit.

"Um es ganz klar zu definieren: "Bonus" ist jede günstigere Behandlung als die, die das Recht den Behörden bei strengster Anwendung geltenden Rechts für den Fall des Rechtsbruches vorsieht.
Profitiert ein Mensch ausländischer Abstammung von einer Behandlung, die besser ist als die, die das Gesetz für den Fall einer Straftat zuliesse, haben wir den "Migrantenbonus"!"
Dann sprichst du also jedes Mal, wenn bei einem Deutschen Straftäter ohne Migrationshintergrund der Strafrahmen nicht voll ausgeschöpft wird, von einem Deutschenbonus?
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03.01.2013 23:44 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ zuckerstange
Ich hatte meine erste Antwort schon abgeschickt, bevor ich deine weiteren Beiträge gelesen habe. Auch wenn ich mir bei Hunderttausenden Urteilen pro Jahr nun drei Urteile, in denen solch ein Strafmaß verhängt wurde, nicht ausreichen, um eine Tendenz zu erkennen, gestehe ich dir wie gesagt sogar zu, dass ein Richter bei Ausländern nicht unbedingt eine Strafe von genau 3 Jahren verhängen wird, sondern entweder knapp darunter (und da sind wir uns wohl uneinig) oder klar darüber.
Neben den zuvor schon genannten Aspekten fällt mir auch noch ein weiterer ein: wenn ein ausländischer Täter zu genau 3 Jahren Haft verurteilt wird und somit der Abschiebung entgegensieht (und er das nicht will), wird er mit ziemlicher Sicherheit in Hoffnung auf ein etwas milderes Urteil Berufung einlegen. Viele Richter werden ein Urteil vermeiden, von dem von vorneherein klar ist, dass Berufung eingelegt werden wird.
Und noch ein Beispiel: Haftstrafen bis zu 2 Jahren können zur Bewährung ausgesetzt werden. Hast du mal gelesen, dass jemand zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und 1 Monat verurteilt wurde, so dass das genau nicht mehr möglich ist? Ich nicht.
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04.01.2013 18:09 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ zuckerstange
Vielleicht waren die drei Beiträge zu unübersichtlich, daher noch einmal kompakt.
Meines Erachtens ist es durchaus möglich, dass Richter einem Ausländer häufig aus verschiedenen Gründen nicht genau 3 Jahre geben. Was jedoch alles andere als klar ist: dass sie dann immer unter 3 Jahren bekommen, und nicht beispielsweise 3,5 Jahre.
Im Falle von Ante Sapina ist das Strafmaß nun nicht überraschend, da es durch einen (unabhängig von der Herkunft üblichen) Deal zustandegekommen ist: Sapina packt aus und bekommt dafür ein geringeres Strafmaß. Da Sapina Ausländer ist, verwundert es mich nicht, dass er darauf gedrängt hat, unter 3 Jahre zu bekommen, wenn 3 Jahre für ihn die Ausweisung bedeutet hätte. Ansonsten hätte es eben keinen Deal gegeben, und die anderen Beteiligten könnten munter weitermachen. Insofern nicht verwunderlich, dass die man darauf einging.
Im Falle des Todesfahrers von Roxel ist wie zuvor erwähnt fraglich, ob es zu einer Abschiebung gekommen wäre, da man meiner Ansicht nach keinen Vorsatz unterstellen kann. Zudem habe ich Links gepostet, in denen Fahrer, die einen tödlichen Unfall verursacht haben, mit Bewährung davonkamen. Die 2 Jahre, 11 Monate sind also hier wohl nicht zu niedrig, was nicht zuletzt auch daran erkennbar ist, dass der Antrag der Staatsanwaltschaft nur geringfügig darüber lag.
Bleibt als einziger Fall der des Messerstechers. Hier ist es alles andere als ein Geheimnis, warum die 35 Monate verhängt wurden, da die Richterin sogar offen davon geredet hat:
http://www.abendblatt.de/...
In diesem speziellen Fall habe ich auch meine Bedenken, aber ich sehe keine Möglichkeit der Verallgemeinerung.
Zu den 25 Monaten: wenn Verteidiger und Staatsanwaltschaft jeweils 14 Monate beantragen und eine offene Bewährung von 11 Monaten besteht, kommt man eben auf 25 Monate, ja. Bei dem anderen Link ist außer einer Überschrift nichts frei zugänglich.
Wenn du nach "35 Monate Haft" googelst, wirst du natürlich ein etliche Treffer finden. Wenn du nach "25 Monate Haft" googelst, ebenfalls. Die Frage ist aber doch, wie häufig diese Strafmaße im Vergleich zu allen anderen verhängt werden.

Und noch mal ganz kurz zum Nachdenken, auch an Belgarath:
Nehmen wir an, ein Deutscher und ein Ausländer werden aufgrund eines ähnlichen Verbrechens jeweils zu 5 Jahren Haft verurteilt. Der Deutsche kann nach Absitzen der Strafe sein Leben in der gewohnten Umgebung weiterführen, der Ausländer wird danach ausgewiesen. Das ist für mich ein Malus. Falls er aus welchen Gründen auch immer nicht ausgewiesen wird, dann ist das für mich lediglich ein Wegfallen des Malus, aber sicher kein Bonus, da es sich nicht um eine Bevorzugung, sondern lediglich um eine fehlende Benachteiligung handelt.
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04.01.2013 19:34 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ zuckerstange
"Mit dem Messerstecher habe ich den Beweis (ganz klar) belegt."
Was du damit bewiesen hast, ist, dass es vor 5 Jahren mal einen Fall gab, in dem jemand relativ milde beurteilt wurde, weil er Ausländer ist und er daher zusätzlich zur Haftstrafe abgeschoben worden wäre.

"Ich habe nicht behauptet, dass es "die Regel" ist, Migrantenbonus zu bekommen.
Ich habe dir nur gezeigt, dass es diesen gibt."
Es wäre meines Erachtens nur dann sinnvoll, von einem Migrantenbonus zu sprechen, wenn denn ein großer Anteil der Migranten einen Bonus bekommt. Der Nachweis dessen fehlt aber nach wie vor.

"Ich sehe da kein Problem!"
Ich an sich auch nicht. Wenn einen Menschen für die gleiche Tat zusätzliche Konsequenzen erwarten, dann ist das eine Benachteiligung. Mit dieser Benachteiligung kann ich zwar gut leben, aber es bleibt dennoch eine.
"Mit dem Deutschen müssen wir klar kommen."
Wir könnten doch Deutsche, die zu mehr als 3 Jahren Haft verurteilt wurden, auf eine Nordseeinsel verfrachten? Oder mit einem afrikanischen Land ein Abkommen schließen - ihr bekommt ein bisschen mehr Entwicklungshilfe und nehmt dafür unsere Kriminellen auf?
"Ich sehe hier keine Benachteiligung."
Ich schon, siehe oben.
"Ich halte es wie mit dem Gastrecht."
Och, jetzt geht das wieder los. Wie sollen sich Ausländer oder Deutsche ausländischer Abstammung je richtig integrieren, wenn sie ständig nur als Gäste behandelt werden?
Ich habe mehrere Jahre im Ausland gelebt und wurde dort einfach als ganz normaler Mensch behandelt. Das fehlt leider in Deutschland. Da werden selbst Migranten, die hier geboren sind und im Herkunftsland der Eltern bestenfalls mal Urlaub gemacht haben, gefragt, wie es ihnen denn bei uns gefällt.

"Ein sehr guter Kumpel (Europäer, Freizügigkeitsrecht) hat in Deutschland eine (üble) Straftat begangen. Er wurde nach der Haft ausgewiesen.
Auch wenn ich ihn leider nicht mehr sehe, finde ich diesen Verwaltungsakt richtig."
Respekt, wenn für dich die Freundschaft weiter besteht, auch wenn ich da meine Zweifel habe, wenn du in seinem Zusammenhang von einem Verwaltungsakt sprichst.
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04.01.2013 20:55 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ zuckerstange
"Nein, es reicht, wenn vereinzelte Urteile gefällt werden, um von einem Migrantenbonus zu sprechen. Du hättest es am Anfang nur anders schreiben müssen."
Frag doch mal die Leute, die laufend von Migrantenbonus sprechen, ob sie da vereinzelte Urteile meinen oder diesen generell vermuten. Und was hätte ich denn anders schreiben müssen?

"Och, jetzt geht das wieder los. Wie sollen sich Ausländer oder Deutsche ausländischer Abstammung je richtig integrieren...."
Den entscheidenden Teil hast du leider weggelassen.

Zur Integration gehört neben dem Willen der Immigranten zur Integration auch, dass entsprechende Möglichkeiten und Angebote bestehen und deren Wahrnehmung mit Wohlwollen aufgenommen wird.
- Sprache
Sprache hilft, klar. Während in anderen Ländern das Bemühen, die Landessprache zu sprechen, meist wohlwollend aufgenommen wird, erfährt man hier leider eher Missfallen, wenn Aussprache oder Grammatik nicht perfekt ist.
- Bildung
Dazu werden Bildungschancen benötigt, die dann natürlich auch wahrgenommen werden müssen. Allerdings können Chancen, die es nicht gibt, nicht wahrgenommen werden, und mit den Bildungschancen für Migranten sieht es bei uns leider recht schlecht aus:
http://bildungsklick.de/...
- an geltende Gesetze halten
Das erwarte ich persönlich von jedem, gleich welcher Herkunft.

"Desweiteren steht jedem Ausländer frei, die deutsche Staatsbürgerschaft zu nehmen (wenn auch mit Hürden und Wartezeit)."
Ich sehe zwei abschreckende Faktoren: einerseits die spürbaren Gebühren, andererseits dass man dann generell die alte Staatsbürgerschaft aufgeben muss und somit in seinem Heimatland ein Ausländer ist.
Gerade letzteres kann ich gut nachfühlen: ich hätte mir gut vorstellen können, die Staatsbürgerschaft des Landes anzunehmen, in dem ich gelebt habe. Andererseits wäre es aber doch ein sehr merkwürdiges Gefühl gewesen, die deutsche Staatsbürgerschaft aufzugeben und in meinem Heimatland Deutschland, in dem ich ja inzwischen auch wieder lebe, auf einmal ein Ausländer zu sein.

"Damit meine ich besonders ausländische Kinder, die in Deutschland geboren wurden (da sie nicht migriert sind, können sie auch keine Migranten sein)."
Leider werden sie, egal ob sie nun die deutsche Staatsbürgerschaft haben oder nicht, von großen Teilen der Bevölkerung weiter als "Gäste" und damit als Außenseiter behandelt.

"In meinem Bekannten.-/Freundeskreis befinden sich auch "Ausländer".
Komisch! Mit denen gibt es keine Probleme."
Das von dir erwähnte Begehen einer "üblen Straftat" durch deinen Kumpel würde ich jetzt schon als ein Problem sehen.
Nun, in meinem Bekanntenkreis gibt es neben europäischen Ausländern auch einige Türken und ein paar Araber. Lediglich einer meiner Bekannten kam meines Wissens je mit dem Gesetz in Konflikt, und der ist Amerikaner.

"Wieso können sich erstere integrieren und zweitere weniger?"
Meine Vermutung: Weil erstere optisch weniger auffallen und die kulturellen Unterschiede geringer sind und sie daher von der Gesellschaft bereitwilliger aufgenommen werden.
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04.01.2013 23:02 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Zuckerstange
"Alleine durch die Tat des Messerstechers wurde dir widerlegt, dass es tatsächlich einen Migrantenbonus (nicht generell) gibt."
Das ist mir nicht neu, weil ich das selbst geschrieben habe.

"Richtig wäre es gewesen, wenn du "Einzelfälle" (wie den Messerstecher) ausgeschlossen hättest und einen generellen Migrantenbonus in Frage stellst."
OK, wenn du dich daran aufhängst, dann nochmal ganz klar: ich meine jetzt wie damals einen generellen Migrantenbonus, wie er von etlichen Leuten hier vermutet wird. Ebenso wenig, wie diese Leute explizit von einem generellen Migrantenbonus sprechen, habe ich das getan, da ich gedacht habe, dass es jeder auch so versteht. Das war anscheinend nicht der Fall, sorry.

"Müssen die "bestimmten" Migranten wirklich diese diese """mit Wohlwollen""" aufnehmen?"
Nein, müssen sie nicht. Man braucht sich dann aber auch nicht über das Ergebnis wundern.

"Da machst du es dir aber ein bißchen leicht."
Nein, ich stelle lediglich andere Zusammenhänge als die üblichen dar.

"Wie hoch sind den die Gebühren?"
255 Euro pro Person, wie du selber leicht nachschlagen kannst.

"Wieso wollen einige (wenige) türkischstämmige Familien von Berlin-Neukölln oder Kreuzberg wegziehen?"
Sozialer Aufstieg wahrscheinlich.

"Also, mit dieser Antwort kann ich nun wirklich nichts anfangen.
Das würde ja bedeuten, dass diese Leute sich immer gegen die Gesellschaft auflehnen werden, weil sie schwarzhaarig sind?!"
Den Eindruck habe ich auch.
Wer soll sich gegen wen auflehnen, und was soll das mit der Haarfarbe zu tun haben?

"In meinem Freundeskreis gibt es KEINE Türken und Araber."
Schade, so könntest du ein paar deiner im folgenden geschilderten Vorurteile abbauen.

"Auch wenn ich sie nett finde, bin ich beispielsweise bei einer Grill-Party nicht bereit, mich einschränken zu lassen, z.B. durch Speisen und Getränke. Oder das meine Frau unter dem T-Shirt ohne BH rumläuft."
Haben diese Leute denn ein Problem damit? Die mir bekannten Türken und Araber nicht. Selbst die gläubigen Moslems unter ihnen (ja, glaubs oder nicht, nicht jeder Türke oder Araber praktiziert den Islam) halten zwar selbst die Regeln ihres Glaubens ein, haben aber kein Problem, wenn andere dies nicht tun.
Du hast doch hoffentlich nichts dagegen, wenn jemand Putensteak und Limo verspeist, während du Schweinesteak und Bier oder was auch immer zu dir nimmst?
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05.01.2013 18:41 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ zuckerstange

"Mit diesen Aussagen unterstützt du "solche Ergebnisse". "
Ganz im Gegenteil. Ich tue mein möglichstes, um solche Ergebnisse zu verhindern. Leider kann ich zusammen mit den wenigen Gleichgesinnten nicht das aufwiegen, was die große Mehrheit ausmacht.

"Haben diese Leute auch alle Vorurteile oder sind Neonazis?"
Nicht zwangsläufig. Das heißt nur, dass entweder dein Bekanntenkreis kein Interesse hat, Türken/Araber/Moslems aufzunehmen, oder diese kein Interesse daran haben, sich euch anzuschließen. Meine Vermutung ist, dass es eine Kombination aus beidem ist.

"warum du bei diesem Thema immer (sagen wir mal) sehr Türken/Araber/Moslem- freundlich schreibst und "ausschließlich" gute Beispiele bringst?"
Weil das meine Erfahrungen sind und ich gerne dazu beitragen möchte, Vorurteile abzubauen.

"Diese Beispiele gibt es zweifellos, aber die gegensätzlichen Beispiele überwiegen (zumindest in den Medien)."
Warum denn wohl? Die Leute, die einfach unauffällig ihr Leben führen, landen halt i.d.R. nicht in den Medien. Dort landen Leute, die in irgendeiner Form, ob nun positiv oder negativ, herausstechen.

"Ich vermute mal, dass du familiäre Banden zu den oben geschriebenen hast."
Nein, habe ich nicht.

"Werden Moslems ihr Grillfleisch (z.B. Pute) von diesem Grill essen?"
Ob die von dir zuvor erwähnten Türken das machen würden, weiß ich nicht. Die mir bekannten Moslems sehen das sehr locker.

"Sieh dir doch die Probleme in der Schule an. Muslimischen Schulkindern wird/muss ein anderes Essen zubereitet, sogar deutsche europäische Kinder müssen gegebenenfalls zurückstecken."
Ja, und so ziemlich jedes Mal, wenn so etwas passiert, steht es in der BILD-Zeitung. Wie oft liest man sowas? 1-2 Mal im Monat? Sagen wir ruhig 100 Mal im Jahr. Sagen wir, dass es eine Dunkelziffer gibt und so etwas in Wirklichkeit sogar 1000 Mal passiert. Nun gibt es in Deutschland rund 3 Mio. türkischstämmige (das habe ich schneller gefunden als die Anzahl der Muslime) Menschen, und somit wohl ein paar 100000 türkische Schüler und Schülerinnen. Es macht also nicht mal jeder 100. diese besonderen Umstände. Ist das ausreichend, um deswegen Türken erst mal generell ablehnend gegenüberzustehen? Für mich nicht.

[ nachträglich editiert von TheRoadrunner ]
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05.01.2013 22:51 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ zuckerstange

Ich würde es so beschließen: es gibt überall solche und solche. Und genausowenig wie ich für die Verhaltensweisen mancher Deutscher beispielsweise auf Mallorca oder in Thailand mitverantwortlich gemacht werden möchte, werde ich einen Türken für seine Landsleute oder einen Moslem für das Verhalten andere Muslime mitverantwortlich machen.
Offen auf die Leute zugehen und sich nicht von Vorurteilen aufgrund deren augenscheinlicher Herkunft leiten lassen kann Wunder wirken. Schließlich merken die Leute ja an Gestik und Mimik schon vor dem ersten Wort, ob jemand ihnen ablehnend gegenüber steht. Und ich kann da nur für mich sprechen, aber wenn ich den Eindruck habe, dass mir jemand ablehnend gegenüber steht, schrumpft mein Interesse an einem Kontakt deutlich.

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