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Essener Feuerwehr-Chef: Die Gesellschaft wird immer gleichgültiger

Anlässlich der Ereignisse in der Silvesternacht zieht der Leiter der Essener Feuerwehr, Ulrich Bogdahn, das Resümee, dass "die Gesellschaft verroht". Schon früher sei es nicht einfach gewesen, mit Rettungsfahrzeugen und Mannschaft in der Gegenwart von feiernden Menschen zu arbeiten.

Der Jahreswechsel 2012/2013 habe dem bisher Erlebten jedoch die Krone aufgesetzt. Feuerwehrleute wurden von der gaffende Menge mit Knallkörpern beworfen und mit Raketen beschossen. Das sei früher eher aus Versehen vorgekommen. Man habe keinen Respekt mehr vor der Leistung der Helfer und Retter.

Die Störungen beim Einsatz würden inzwischen so weit gehen, dass in bestimmten Fällen die Leitung den Einsatz gegebenenfalls abbrechen müsse, mit allen Konsequenzen die daraus entstehen.


WebReporter: Timo85
Rubrik:   Brennpunkte / Schlagzeilen
Schlagworte: Feuerwehr, Gesellschaft, Silvester, Knallkörper
Quelle: www.derwesten.de
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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.01.2013 12:44 Uhr von Suffkopp
 
+38 | -15
 
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Was hat denn Respektlosigkeit, Dummheit, Anstandslosigkeit mit Sozialschere zu tun?

Leute die Helfer behindern wünsche ich selbst mal den "Drang nach Hilfe".

Alle Kranken- und Feuerwehrwagen mit Wasserspritzen (versetzt mit Pfeffer) bewaffnen und immer nur drauf.
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03.01.2013 12:47 Uhr von Tuvok_
 
+62 | -10
 
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Ach was die Feuerwehrleute haben das nur falsch verstanden.
Die wurden evtl nur Kulturell bereichert. Und wenn man sich dazu anguckt was da in den Städten teilweise für Jungvolk rumläuft wundert mich nichts mehr...
Intelligent wie 5m Feldweg und ein ebensolches Sozialverhalten aber die große Schnauze in der Gruppe ist immer dabei.
Kommen dann noch 1-2 Flaschen Alk dazu ist die Party doch perfekt...

Eine Zierde der Deutschen Jugend begegenete mir vor ein par Wochen auf einer Bahnfahrt nach Wolfsburg... Kategorie siehe oben... Da wurde mir wieder klar warum ich so gerne Auto fahre...

[ nachträglich editiert von Tuvok_ ]
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03.01.2013 12:52 Uhr von Shoiin
 
+39 | -22
 
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Anstand und Moral gehen immer weiter zurück. Ich sehe dabei einen Zusammenhang zur antiautoritären Erziehung, Einwanderung sowie dem Rückgang christlicher Tugenden und Gebote. Eine Gesellschaft braucht etwas, das sie zusammenhält..

[ nachträglich editiert von Shoiin ]
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03.01.2013 13:03 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
+10 | -30
 
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03.01.2013 13:10 Uhr von tata123
 
+3 | -2
 
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Zitat: "Alle Kranken- und Feuerwehrwagen mit Wasserspritzen (versetzt mit Pfeffer) bewaffnen und immer nur drauf. "

Das heißt also, dass die eigentliche Unfall- oder Brandstelle dann erstmal nebensächlich ist?
Und wie ist so ein Vorgehen dann rechtlich abgesichert? Es kommt doch garantiert zu Schadenersatzforderungen.
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03.01.2013 13:10 Uhr von jpanse
 
+21 | -0
 
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Dabei hat doch die Feuerwehr ihren Wasserwerfer i.d.R. immer mit dabei ;)

Ich würde da einfach mal aus Versehen das Feuer in die falsche Richtung löschen...

Bei Einsätzen ohne Brand ist es natürlich "leicht blöd" da benötigt man jetzt nicht zwingen ein Löschfahrzeug.

Kenne das aber selber, da liegt man auf der Strasse, um einen herum ca. 30-50 Leute (das konnte ich schlecht einschätzen) und die Helfer müssen darum bitten das ihnen der Weg freigemacht wird...

Dürften wir sie kurz in Ihrer Sensationsgier unterbrechen und dem Verletzten zu Hilfe eilen? Das wäre wirklich sehr zuvorkommend...
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03.01.2013 13:18 Uhr von Shoiin
 
+8 | -2
 
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@ schwarzerSchlumpf

Was sind denn deiner Meinung nach die Gründe dafür? Oder bestreitest du es im Ganzen?

[ nachträglich editiert von Shoiin ]
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03.01.2013 13:25 Uhr von kirgie
 
+1 | -16
 
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03.01.2013 13:25 Uhr von bigX67
 
+9 | -6
 
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ich glaube nicht, dass die sozialschere die ursache ist. sie kann einfluss haben, aber sie ist mit sicherheit nicht alleine verantwortlich für die verrohung in D.

und nein: die "kulturbereicherer" sind es nicht schuld. auch nicht die 68ger oder das der einfluss der kirchen nachlässt.

vielleicht sollten wir mal über: das was uns promis vorleben, über die einstellungen der eliten, was uns der kapitalismus vorlebt, den austausch von zwischenmenschlicher kommunikation & nähe durch shoppen, computer & handy, ... nachdenken.

die nazi-schiene ist zu einfach und erklärt nix.

[ nachträglich editiert von bigX67 ]
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03.01.2013 13:31 Uhr von skipjack
 
+4 | -5
 
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Lieber Feuerwehr Chef:

Frage doch bitte x nen Bullen, Polizisten, Krankenwagenfahrer, Pförtner, ect, was der davon hält...

Nicht nur das PISA mittleweile Knaller kaufen darf, der Verfall der Sitten scheint sich zu einer Krätze zu entwickeln.

Und eben für diese Gestalten gilt auch eine alte DEUTSCHE Weißheit:
-Man schlägt bzw. beisst keine Hand die einen füttert, bzw. pflegt!!!

[ nachträglich editiert von skipjack ]
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03.01.2013 13:35 Uhr von spoonyluv
 
+11 | -0
 
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Du hast ja teilweise schon recht, aber ich hab da mal ein Jahr gewohnt (in Essen) und kann mir schon denken, wo genau solche Sachen passieren. Altendorfer Str. ist da bestimmt z.B. ganz toll.

Du müsstest einfach mal durch die Städte im Ruhrgebiet laufen. Egal ob Essen, Duisburg oder Gelsenkirchen z.B., das ist echt nicht mehr lustig. Ich hab da so viele negative Erfahrung gemacht mit Leuten aus der Region, dass ich echt gemerkt hab, dass ich da keine guten Gedanken bekommen hab.

Egal ob ich da allein rumgelaufen bin oder mit der Freundin, es war eigentlich immer(!) irgendetwas. Und die "einheimische" Bevölkerung ist dort auch oft nicht gerade extrem umgänglich gewesen.

Mein Albtraum für Deutschland ist wirklich, dass es überall hier wie im Ruhrgebiet irgendwann mal aussieht. Von Wirtschaft bis Kriminalität ist das wirklich extrem negativ.

[ nachträglich editiert von spoonyluv ]
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03.01.2013 13:47 Uhr von derSchmu2.0
 
+11 | -2
 
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Möchte mal gerne wissen, in welchem sozialem Umfeld sowas passiert. Immerhin stehen Feuerwehrleute und Ersthelfer ganz oben in der Liste der Berufsgruppen, welche die allgemeine Bevölkerung noch Vertrauen schenkt.
Betrunkene machen auch nur groß anstalten, wenn ihnen selbst geholfen werden soll...eigentlich.

Aber wenn ich mir Videos zu Silvester anschaue, wo die Leute auf den Straßen rumstehen und ohne Rücksicht mit dem Feuerwerk rumballern, dann scheint sich jeder für ein paar Stunden auf prähistorisches Niveau eingepegelt zu haben.
...nein, ich hab früher auch geballert und würd heute auch noch ab und zu ne Batterie zünden...finde das aber dann im allgemeinen ein wenig albern, wie schnell man sich dabei wieder vorgaukelt, Herrscher über das Feuer zu sein...da gabs auch ein paar nette Berichte, wo Tage vor Silvester in der Nacht die Leute Schlange standen, um günstig "tolles" Feuerwerk zu kriegen...die es da "geil" fanden, in der Schlange zu stehen und merhere hundert Euro aufn Kopf zu hauen...wenn man sich die Leute mal anschaut...dann komm ich nicht um eine Anmaßung herum, dass diesen Leuten sonst nicht viel Freude im Leben bleibt, als ihr seichtes Gemüt mit dem spektakulärem Abbrennen von diversen Chemikalien zu füllen....
Man verzeihe mir die Arroganz, über andere derart zu urteilen, aber wenn ich dann immer wieder mitbekomme, dass solche Leute bei sowas keine Rücksicht auf andere, wie Ersthelfer, und deren Hab und Gut nehmen, dann platzt mir da der Kragen...
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03.01.2013 15:01 Uhr von GroundHound
 
+2 | -12
 
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03.01.2013 15:12 Uhr von Shoiin
 
+15 | -2
 
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@ GroundHound

Eindeutig nein! Du redest vom Mittelalter, ich rede von eher modernen christlichen Werten, das ist ein himmelweiter Unterschied. Ich spreche von Respekt vor Älteren und anderen und familiären Werten, die immer weniger Bedeutung zu haben scheinen. Ich spreche davon, dass vielen Menschen scheinbar eine Orientierung und übergeordnete Instanz verloren gegangen ist, die ich auch im aufklärerischen Sinne als für gesund für die Gesellschaft betrachte. Was zählt ist nur noch das Individuum in dieser kranken Kapitalismuswelt. Schau dir die vielen psychischen Erkrankungen an. Mit Einwanderung meinte ich zudem, dass sich sogar oftmals Polizisten in gewisse Multikulti-Viertel gar nicht mehr reintrauen. In ihrem eigenen Land..

[ nachträglich editiert von Shoiin ]
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03.01.2013 16:08 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
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nein ich bestreite es nicht ich sage aber, dass die werte sich derartig verschoben haben und dank eines imemr schon schwellenden generationskonflikt keiner versucht hat einen mittelweg zu gehen und gepaart mit der sozialen schere und volksverblödung haben wir hier leider das resultat

christliche werte sind aber hier ziemlich fehl am platz
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03.01.2013 17:20 Uhr von rauschi2k
 
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lasst sie einfach verrecken. schluss mit lustig, wer keine hilfe will, soll auch keine bekommen...
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03.01.2013 18:31 Uhr von mort76
 
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GroundHound,
die Mehrzahl der von dir angesprochenen Dinge ging nicht von der Kirche, sondern von den Bürgern und Honoratioren der Stadt aus.

Die kirchlichen Prozesse waren zwar auch barbarisch, aber: unter Folter erpreßte Gerständnisse galten nicht vor Gericht, und es gab feste Regeln, alles wurde protokolliert.

Wer von den Bürgern der Stadt "verhört" wurde (und das war eine überwältigende Mehrheit dieser Prozesse), hatte diese Vorteile nicht: die Geständnisse unter der Folter durften verwendet werden, es gab keine Regeln und Grenzen für die Folter, und auch kein Protokoll davon, was nun der Grund ist, daß die Kirche schlechter dasteht als die "feinen Bürger".

Du weißt ja: Hexen kommen in der Bibel garnicht erst vor- der wahre Auslöser für den Hexenwahn war nicht die Kirche, sondern die Tatsache, daß ein extrem großer Teil der Bevölkerung an der Pest starb, und...denk mal daran, wie WIR schon austicken, wenn es ein paar hundert Schweinegrippe-Fälle gibt...
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03.01.2013 19:13 Uhr von Child_of_Sun_24
 
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Kann ihn verstehen, sind absolute no-gos.

Es gibt keinen Grund solch ein Verhalten von Bürgern zu rechtfertigen.

Das ist einfach nur asozial und hat lange nix mehr mit Spaß oder sozialer ungerechtigkeit des Staates, etc. pp. zu tun.

Da wird verhindert das anderen Menschen geholfen wird, da gibt es keine Rechtfertigung oder Entschuldigung, einer meiner Vorredner sagte etwas von Pfeffer Spry und Wasserwerfer, ich kann ihn sogar verstehen, die Rettung von Menschen geht vor.

Leider hätte das eher einen gegenteiligen effekt und würde die dreistigkeit dieser Idioten nur noch steigern.

Und noch etwas, es ist nicht nur das Jungvolk, das zieht sich leider eher durch die ungebildete ältere schicht (Welcher 14-17 Jährige hat bitteschön soviele Böller und kann solche mengen Alkohol konsumieren, keiner außer die älteren geben ihm dies.)

[ nachträglich editiert von Child_of_Sun_24 ]
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03.01.2013 19:33 Uhr von wwwkost
 
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Also wenn die Feuerwehr den Einsatz auf Grund dessen abbricht handelt es sich doch um unterlassene Hilfeleistung und falls sie auf die Idee kommt diese Arschlöcher auf eigene Rechnung wegzuwässern ist es Körperverletzung. Wieso wird bei solchen Einsätze keine Polizei gerufen das ist doch ihr Job dafür werden sie (unter)bezahlt. Da aber ,(selbst erlebt), Gegenden von dieser Institution inoffiziel gemieden werden kann ich nur sagen Bravo, wundert euch nicht über solche Hirnis, ihr erzieht mit solchen Verhalten die Gesellschaft zu solcher Verrohung. Die Verantwortung trägt die Politik die diese Beamten gewähren lässt; sei es um Geld zu sparen oder um sich von noch mehr Autorität hier im Lande weiterhin zu verabschieden damit die eigenen Pfründe gesichert sind. Wer sind hier jetzt die Dummen? Wir alle!
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03.01.2013 20:36 Uhr von V3ritas
 
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Traurig...wirklich traurig...da muss man als Feuerwehrmann oder Sanitäter schon Angst haben,selbst bei so nem Einsatz verletzt zu werden. Wirklich schlimm dieser mangelnde Respekt gegenüber solchen Leuten. Heutzutage haben die Leute ja nichtmal mehr Respekt vor der Polizei...wenn da ein Beamter vor einem steht,denken viele, der hätte ungefähr den gleichen Stand wie ein Postbote. -.-
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04.01.2013 11:11 Uhr von GroundHound
 
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@Shoiin: Was du als "moderne christliche Werte" bezeichnest, sind in Wirklichkeit humanistische Werte. Grundlegende Menschenrechte, wie Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Unverletzlichkeit der Person etc. lassen sich nirgends aus der Bibel ableiten, ganz im Gegenteil, sondern mussten deswegen konsequenterweise auch gegen den massiven Widerstand der Kirchen erkämpft werden.

Die heutigen Wischi-Waschi-Wohlfühlchristen versuchen krampfhaft die Errungenschaften des Humanismus in ihre Bibel hineinzulesen und was nicht dazu passt (die ganzen bösartigen und fiesen Gottesvorschriften, die eindeutige Verdammung all derjenigen, die nicht an diesen Gott glauben), wird einfach ignoriert.

Respekt muss man sich erarbeiten und verdienen. Ein Älterer, der Unsinn redet kriegt von mir keinen Respekt, nur weil er älter ist. Die christliche Vorstellung von "familiären Werten" halte ich für repressiv und diskriminierend.

Der Glaube an eine "übergeordnete Instanz", sprich einen "Gott" schafft nie eine menschlichere Gesellschaft, das hat die Geschichte gezeigt. Noch heute diskriminieren und verfolgen Christen aus aller Welt diejenigen, die nicht in ihre Ideologie passen, wie zum Beispiel die Homosexuellen und Ungläubige. Die so oft beschworene "Nächstenliebe", welche in der Bibel auch nur eine Nebenrolle spielt (und die Jesus eh nur für den nächsten Juden vorsah, dem Rest hat auch er ewige Verdammnis und Hölle angedroht) ist da nur Schall und Rauch.

Andererseits kann man z. B. über die DDR viel schlechtes sagen, aber die unchristlichen Menschen dort haben die friedfertigste Revolution der Menschheitsgeschichte zustande gebracht und hatten einen Zusammenhalt und eine Solidarität untereinander, von denen der weitaus religiösere Westen nur träumen konnte.
Länder mit geringer Religiosität, zum Beispiel die skandinavischen, sind die friedfertigsten der Welt und haben zudem auch noch die niedrigste Kriminalitätsrate
Die Behauptung, dass das Problem, dass Menschen immer gleichgültiger und egoistischer werden, an fehlendem Gottsglauben liegt, lässt sich deswegen durch nichts belegen. (Nebenbei: Gibt es etwas egoistischeres, wie die biblische Vorschrift: Machet euch die Welt zu Untertan?
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04.01.2013 12:51 Uhr von Racery
 
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@wwwkost
"Also wenn die Feuerwehr den Einsatz auf Grund dessen abbricht handelt es sich doch um unterlassene Hilfeleistung und falls sie auf die Idee kommt diese Arschlöcher auf eigene Rechnung wegzuwässern ist es Körperverletzung"

Eigenschutz geht bei der Feuerwehr immer vor, natürlich wird kaum ein Einsatzleiter unschuldige Unfallopfer im stich lassen. Aber wenn unter Verhältnissen gearbeitet werden muss, unter denen Kameraden mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen werden, kann man kaum verlangen dass die Feuerwehrleute ihr Leben auf diese weise Riskieren.
Es ist Traurig genug das man überhaupt Polizei braucht um Schaulustige oder kriminelle Angreifer abzuhalten.

Überhaupt währe die Sache mit dem Wasserwerfer in meinen Augen eher Notwehr, wenn man es mit dem Druck oder der Zielauswahl nicht übertreibt. Aber es ist selten genug Personal vorhanden um auch noch eine funktionierende Verteidigung aufzubauen.

[ nachträglich editiert von Racery ]
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04.01.2013 13:19 Uhr von mayan999
 
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@groundhound
eine gesellschaft ohne dogmatische religionen ist natürlich erwünschenswert. aber sehr unrealistisch, bzw. momentan unmöglich umzusetzen, weil´s nicht funktioniert.

es kommt wie immer auf bildung an.

in bildungsfernen schichten kann ein wenig christentum aber wahre wunder wirken, und das gleiche gilt auch für "scheinbar bildungsnahe" schichten, in denen die oft profitgier und die selbstverwirklichung über nächstenliebe und mitgefühl steht und als religionsersatz "praktiziert" wird. hier wird zwar auch von aufklärung gesprochen, aber von aufklärung wissen und aufgeklärt sein, liegt oft ein himmelsweiter unterschied. man nimmt sich die teil von der aufklärung die man braucht, um sein eigenes verhalten rechtfertigen zu können, und dh. den bösen und absolut falschen religionen den buhmann zuschieben zu können.

DAS IST KEINE AUFKLÄRUNG.

man muss eben aufpassen, dass man christentum nicht mit kirche verwechselt. das christentum, die reine UNdogmatische lehre ist auch heute noch unersetzbar für unsere gesellschaft, da sie -sofern sie undogmatisch gelebt und NICHT dogmatisch gepredigt wird- denjenigen personen helfen kann, die aufgrund des andauernden werteverfalls glauben, "anything goes" würde die logische alternative zur religion darstellen.
humanismus heute, ist humanistisch zu reden, und egoistisch zu handeln, mit der begründung das egoismus dazu beitragen könne den humanismus voranzubringen. die TOTALE pervertierung dessen, was humanismus eigentlich ist und sein sollte.

solange also die bildung fehlt, dh. das wissen um die notwendigkeit gelebter werte nicht kindsgerecht vermittelt wird, ist die abschaffung der religionen der anfang vom ende unserer gesellschaft.

erkläre doch mal den vielen unterschichtlern, dass sie humanistisch leben sollen, und müssen, damit es auch vorallen ihnen selber besser geht. die denken doch nur: "wenn der nachbar das nicht macht, warum sollte ich das tun ? ich fühle mich wohl in dem loch, das die da als unterschicht bezeichnen. - solange ich rtl gucken kann, meinen kippen und das bier hab ist alles wunderbar."

in vielen fällen ist die absolute abwesenheit von spirituellen/humanistischen werten eben der weg in den gesellschaftlichen tod.

ohne eine übergeordnete instanz und das -sinnvolle- konzept der seele, ist es UNGLAUBLICH schwer ignoranten dorftrotteln, gierigen bankern, und verblödeten gesellschaftsfernen personen zu erklären, warum alle menschen wertvoll seien und ein recht auf leben haben sollen. fällt dieser uralte spirituelle überbau weg, dann zählt für die meisten menschen nichts als blut und eisen. bzw. befriedigung der eigenen bedürfnisse und deren erhalt.

der atheistische humanist, ein wahrer segen für die welt, und dennoch unserer zeit derart vorraus, dass er heute von den meisten menschen nicht verstanden wird.

und jetzt an alle atheistischen humanisten - sofern hier überhaupt EINER mitlesen sollte: bekämpft nicht religion,- GEHT IN DIE SCHULEN und LEHRT humanismus INDEM ihr ihn VORLEBT. DANN, und zwar NUR DANN, verlieren die extremisten ihre macht, ohne das blut vergossen werden musste.

[ nachträglich editiert von mayan999 ]
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04.01.2013 14:59 Uhr von Shoiin
 
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@mayan999

Wow, gut geschrieben. Allerdings halte ich Agnostizismus für aufgeklärter als Atheismus, weil zweiteres auch mehr Glauben oder eine Überzeugung als eine Wissenschaft ist, aber das nur so am Rande. Im Prinzip stimme ich dir vollkommen zu :)

[ nachträglich editiert von Shoiin ]
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04.01.2013 15:21 Uhr von mayan999
 
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@sholin

sicherlich sind viele(beiweitem nicht alle^^) atheisten auch blinde (pseudo-)wissenschaftsgläubige, die ernsthaft davon überzeugt sind, die naturwissenschaft -oder noch konkreter die hirnforschung- könne die frage nach gott, bzw. der erstursache des kosmos beantworten.
auch das hat damit zutun, dass die aufklärung nicht voll und ganz verstanden wird. viele atheisten brauchen die metaphysisch-materialistischen grundaussagen, damit sie ihre eigene argumentation überhaupt für stimmig empfinden können. - denn, wissenschaftlich betrachtet ist materialismus weder logisch noch konsequent, - eher der leichteste und bequemste weg, da man die verantwortung immer auf die umstände schieben kann.
sie glauben dann ganz stolz "die wahrheit" gefunden zu haben und fangen aufgrunddessen an, alle spirituellen menschen zu ignoranten träumern zu degradieren, ihnen sogar die erkenntnisreichen erfahrungen abzusprechen, - die sie selber nicht hatten, aber meinen besser beurteilen zu können. - man kann das coca cola rezept kennen, man muss die cola aber dennoch getrunken haben, um über die qualität des geschmacks aussagen tätigen zu können.

agnostizismus ist daher auch am "friedfertigsten", keine frage.

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