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Schlacht bei Lützen 1632: Knochenfunde zeigen die Brutalität des Krieges

Knochenfunde von Soldaten aus dem Dreißigjährigen Krieg, die bei der Schlacht bei Lützen am 16. November 1632 ums Leben kamen, wurde jetzt von Archäologen per Computertomographie und Röntgenbilder untersucht.

Die Schädel und Knochen der acht Landsknechte wurden aus einem Massengrab mit 47 Toten geborgen und zeigen die Brutalität des Krieges. Knochenbrüche und ausgeschlagene Zähne wurden genauso festgestellt wie ein Mangel an Vitamin D.

Die Knochen sollen jetzt im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle gezeigt werden. Später soll die Ausstellung auch in Schweden, Finnland und Estland gezeigt werden.


WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wissenschaft / Geist
Schlagworte: Krieg, Knochen, Schlacht, Brutalität
Quelle: www.mz-web.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.01.2013 22:21 Uhr von Schnulli007
 
+21 | -2
 
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Ob 1632, 1939-1945 oder 2012 in Afghanistan: Kriege sind immer grausam, brutal und Menschenverachtend.
Ist sehe keinen Unterschied darin, jemandem auf dem Schlachtfeld mit einer Keule den Schädel einzuschlagen, oder vom bequemen Sitz in einem Apache-Helikopter in Menschenmassen zu ballern.
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02.01.2013 22:52 Uhr von mort76
 
+15 | -0
 
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Schnulli,
der Unterschied besteht doch schonmal darin, daß man ja nun etwas mehr Mut braucht, um auf dem Schlachtfeld mit der Keule zu kämpfen...
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02.01.2013 23:13 Uhr von kamikaze74
 
+8 | -2
 
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Knochenbrüche und ausgeschlagene Zähne?Scheinbar sind die Menschen heute fast noch brutaler als früher,und das ganz ohne Krieg!!!
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03.01.2013 00:31 Uhr von Flaming
 
+3 | -0
 
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also Knochenbrüche und ausgeschlagene Zähne wären zu der Zeit noch mein geringstes Problem.

Aufgeschlitzte Bäuche und Infektionen sind da wohl bisschen heftiger^^
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03.01.2013 01:47 Uhr von Finalfreak
 
+8 | -0
 
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Ich frage mich, was denken die Menschen in 50 bis 200 Jahren von unserer Zeit.
Wenn man nachher sagen kann, es wurden Menschen durch Phosphorbomben (brennen auch unterwasser) und Uranmunition getötet wurden.
Die Menschheit entwickelt sich wirklich weiter, aber leider in allen Dingen.
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03.01.2013 05:33 Uhr von mort76
 
+0 | -0
 
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Flaming,
zumindest die Infektionen wären dann ja auch ein Folgeproblem von ausgechlagenen Zähnen und vermutlich offenen Knöchenbrüchen...
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03.01.2013 08:32 Uhr von delerium72
 
+5 | -0
 
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Am schlimmsten finde ich ja den brutalen Vitamin D Mangel ...
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03.01.2013 09:18 Uhr von mort76
 
+1 | -1
 
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delirium,
Vitamin D-Mangel führt hauptsächlich zu Knochenerweichung, des weiteren löst er Muskelschwäche, Tumore, Herzprobleme und eine Neigung zu Infektionskrankheiten aus- sowas kann man als Landsknecht alles ganz schlecht brauchen...

Schlechte Ernährung einerseits und ein großes Verletzungsrisiko sowie harte Lebensumstände andererseits sind eine ganz blöde Kombination...vor allem, wenn man bedenkt, welch immens große Anzahl an Soldaten noch in den letzten Weltkriegen nicht an Feindeinwirkung, sondern schlicht durch Krankheiten starb- es sind auch vor 60 Jahren noch mehr Soldaten durch Krankheiten gestorben als durch Kriegsverletzungen.
Und vor 400 Jahren wird das kaum besser gewesen sein.
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03.01.2013 13:16 Uhr von bigX67
 
+2 | -0
 
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nein - besser war es nicht. sobald die truppenverbände grösser wurden entstanden viele probleme: nachschuborganisation & hygiene waren hier herausragend. diese führten dann zu hunger & krankheiten, welche die truppen stärker schwächten, als der eigentliche kampf.
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03.01.2013 18:42 Uhr von CoffeMaker
 
+0 | -0
 
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@bigX67 das eigentliche Problem war das die Söldnerheere auf beiden Seiten das ganze Land verwüstet haben und ich glaub bis zu 80% entvölkert hatten und wenn keiner mehr da ist der was anbaut gibts auch nichts zu beißen.

Die Größe des Heeres spielte zu diesem Zeitpunkt schon keine Rolle mehr. Andere Eroberer hatten auch große Heere und konnten den Nachschub organisieren, allerdings machte man da nicht den Fehler das Land platt zu machen und die Bevölkerung so dermaßen zu dezimieren das das Land als Nachschuberbringer nichts mehr taugte. In diesem Sinne haben die Söldnerheere im 30jährigen Krieg ihre Lebensgrundlage selbst zerstört.

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