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Viele schwangere Frauen machen Bluttest auf Trisomie 21

Ein neu zugelassener Blutest für schwangere Frauen erfreut sich hoher Beliebtheit. Mit diesem Test kann nachgewiesen werden, ob das noch ungeborene Kind das Trisomie 21 (Down Syndrom) besitzt.

Rund 1.000 Frauen haben sich in Deutschland, der Schweiz und Österreich bereits diesem Test unterzogen.

"Zweitweilen konnte ich mich um nichts mehr anderes kümmern als um Frauen, die diesen Test wollten.", sagte Ute Wiedemann, Genetikerin vom Labor Dr. Risch.


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WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   Gesundheit / Schwangerschaft & Baby
Schlagworte: Baby, Schwangerschaft, Bluttest, Down-Syndrom
Quelle: www.20min.ch

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.12.2012 10:12 Uhr von GulfWars
 
+44 | -8
 
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Find ich voll in Ordnung. So kann man das Kind wenn es betroffen ist gleich abtreiben. Besser als es später nach der Geburt abzustoßen und ins Heims zu stecken. Für die betroffenen Eltern ist das auf jeden Fall der bessere weg.
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31.12.2012 13:06 Uhr von Dracultepes
 
+8 | -2
 
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Wenn wir vorher noch die Dummheit ausrotten könnten, dann würde das nicht zur Hölle werden.
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31.12.2012 13:12 Uhr von Nebelfrost
 
+13 | -4
 
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@alfred_post

irgendwann muss immer ein anfang gemacht werden. kein mensch sollte in zukunft mehr unter solchen und anderen erkrankungen leiden müssen. ich bin ein großer verfechter der stammzellen- und embryonenforschung. diese muss absolut und überall legalisiert werden, um die geburt behinderter kinder von vornherein zu verhindern, damit nur noch gesunde kinder geboren werden. unter solchen krankheiten leidet jeder. nicht nur der betroffene selbst, sondern auch seine mitmenschen.

wir müssen überkommene, christliche moralvorstellungen über bord werfen. nur so hat die menschheit überhaupt die chance auf eine friedliche zukunft. erst wenn der mensch überwunden wird, kann der übermensch entstehen. das ist die essenz des transhumanismus. die wissenschaft ist der einzig vernünftige weg. also lasst uns sie konstruktiv einsetzen und zum wohle aller menschen dieser welt. auf der erde gibt es nur eine rasse und das ist der mensch. werft die waffen nieder und greift nach den sternen!

per aspera ad astra!

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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31.12.2012 14:44 Uhr von blaupunkt123
 
+19 | -4
 
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@ GulfWars

Bin ganz deiner Meinung auch wenn es hart ist.

Unsere Nachbarin hat einen behinderten Sohn.
Und ich denke, dass keiner weiß wie schwer es eine Frau/Familie hat ein Leben lang ein Behindertes Kind 24 Stunden zu betreuen.
Die Frau hat deswegen ihr Leben lang keinen Mann mehr gefunden, und konnte auch nicht mehr wegfahren.
Die einzige Zeit die sie am Tag hat, der Sohn in der Behinderten-Werkstätte ist.
Diese Zeit nutzt sie dann zum Einkaufen und Saubermachen.


Deshalb könnte ich da immer wild werden, wenn solche Tests und ggf, dann die Abtreibung mit dem dritten Reich in Verbindung gebracht werden !
Und mit der Aussiebung von Menschen etc.

Weil für den Behinerten ist es auch kein schönes Leben.
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31.12.2012 14:49 Uhr von Seravan
 
+3 | -2
 
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Zweitweilen

???
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31.12.2012 17:35 Uhr von Erdnuss
 
+0 | -1
 
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@Seravan
Bin auch über das Wort gestolpert, das steht auch schon in der Quelle falsch.
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31.12.2012 17:46 Uhr von El_Caron
 
+8 | -2
 
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Ich habe in meiner Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen bei jeglicher geistiger Beeinträchtigung für mich verboten. Wenn es erlaubt wäre, würde ich auch aktives Nachhelfen einbeziehen.
Ich behaupte, mich entsprechend auch mit bestem Wissen und Gewissen für eine Abtreibung entscheiden zu können.

[ nachträglich editiert von El_Caron ]
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31.12.2012 23:45 Uhr von ThoraEightySix
 
+4 | -1
 
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Hmm... natürlich will ich keinem vorschreiben, wie er zu denken oder zu leben hat, immerhin gibt es tatsächlich eine Menge Eltern, die ein Kind mit Down-Syndrom haben und darunter leiden. Andererseits regt mich aber dieses Schema-Denken ziemlich auf. Woher will denn ein gesunder Mensch wissen, ob ein Behinderter (und ich gehe jetzt mal von jemanden aus, der von Geburt an behindert ist, egal ob geistig oder körperlich), wirklich unter DIESER leidet, sondern nicht vielmehr unter der Reaktion seiner Umwelt (vorausgesetzt, diese ist ihm überhaupt bewusst). Woher wollt ihr denn wissen, dass z.B. jemand mit Down-Syndrom wirklich NUR belastend ist und zu maximal einer Arbeit in einer Behindertenwerkstatt ist? Es ist zum Beispiel Fakt, dass wir Deutschen stark dazu neigen, eingeschränkte Menschen stark zu stigmatisieren und teilweise in "Ghettos" zu stecken (Behindertenheime, Werkstätten, etc,), nach dem Motto: "Aus den Augen, aus dem Sinn", in anderen Ländern (nicht in allen natürlich), wird viel mehr Wert darauf gelegt, solche Menschen in die Gesellschaft einzugliedern und eben nicht auszuschließen. Es gibt z.B. einen Mann mit Down-Syndrom (er stammt, glaube ich, aus Spanien), der hat einen Doktor-Titel und lehrt an einer Universität und hat davor jahrelang in einer ganz normalen Firma gearbeitet. Und er ist kein Einzelfall. Wenn man diesen Menschen eine Chance gibt, sind sie zu Unglaublichem fähig. Natürlich erfordert dies Mut und eine ganze Menge Kraft, weil die Bedürfnisse eines behinderten Menschen anders sind, als die von "Normalen", und mir ist auch klar, dass man das nicht von jedem verlangen kann. Aber per se, diese Menschen einfach "auszurotten", bzw. für sofortige Abtreibung zu plädieren, halte ich verkehrt. Denn das ist nichts, was man pauschalisieren sollte.

Zur Erläuterung, warum ich diese Haltung einnehme. Ich bin Asperger-Autistin. Das Asperger-Syndrom wird ebenfalls als eine Behinderung abgesehen oder als unheilbare psychische Krankheit bezeichnet. Ich habe Schwierigkeiten mit sozialen Interaktionen und ganz besonders mit der Kommunikation, die auf einer anderen Ebene basiert, als der Sachebene. Das Verhalten der Menschen ist für mich, wie eine Fremdsprache, die ich mühsam lernen muss und die für jeden "normalen" Menschen ganz instinktiv verläuft. Ich kann mich anpassen, bis zu einem gewissen Grad, doch es macht mich mit der Zeit krank und depressiv, wenn ich mich verstellen muss. Ich bin ein sehr direkter Typ Mensch, ausgesprochen logisch und zuweilen launisch, aber ich habe auch hohe moralische Grundsätze und bin durchaus in der Lage Zuneigung und Liebe zu empfinden, auch wenn ich dies anders ausdrücke. Aber bin ich durch meine Andersartigkeit weniger wert? Hätte meine Mutter mich abtreiben sollen, wenn es solch einen Test für Autismus gegeben hätte? Oder kann ich nicht auch meinen Beitrag leisten? Vielleicht sogar einen sehr großen?

Mit dem Down-Syndrom und vermutlich auch einigen anderen "Behinderungen" verhält es sich nicht anders, man muss solchen Leuten nur die Chance geben, sich auch zu beweisen!

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr,
Thora
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01.01.2013 01:57 Uhr von mort76
 
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ThoraEightySix,
es passiert ja nun regelmäßig, daß die wirklich fitten Behinderten von der Behindertenwerkstatt auf normale Arbeitsplätze wechseln, aber das geht sehr oft schief:
Sie gehören in der Behindertenwerkstatt zu den besten, aber in der normalen Arbeitswelt dann de facto zu den schlechtesten Arbeitern.
Dementsprechend werden sie behandelt- das ist für viele unerträglich.
Ich finde, die Werkstätten haben schon ihren Sinn...
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01.01.2013 09:16 Uhr von mort76
 
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Digitalkäse,
so läßt sich leicht reden, wenn man nicht betroffen ist.
Du kannst ja mal einen lustigen Tag im Wohnheim verbringen oder eine der glücklichen Familien besuchen, die jahrzehntelang ihr "Kind" zuhause fördern und pflegen, bis sie sich aufgerieben haben...sowas bringt dich schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.
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01.01.2013 10:40 Uhr von Johnny Cache
 
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Man sollte es vielleicht einmal völlig neutral ohne die Erwähnung von Gentechnik und anderen Dingen, die von vielen Leuten als Teufelszeug angesehen werden, betrachten.

Wenn ich etwas auf eine Person zukommen sehe (z.B. ein bevorstehender Unfall) welches dessen Leben negativ verändert und ich es wider besseren Wissens und meinen Möglichkeiten nicht verhindere, dann bin ich wohl in jedem Fall eine miese Sau, juristisch mache ich mich wohl eher so etwas wie einer unterlassenen Hilfeleistung schuldig.
Und meine brillante Argumentation warum ich der Person nicht geholfen habe wäre dann: "Ist diese Person behindert denn weniger wert? Kann sie mit der Behinderung nicht auch ihren Beitrag leisten?!"

So, wer möchte jetzt einen Unfall haben?