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Viele schwangere Frauen machen Bluttest auf Trisomie 21

Ein neu zugelassener Blutest für schwangere Frauen erfreut sich hoher Beliebtheit. Mit diesem Test kann nachgewiesen werden, ob das noch ungeborene Kind das Trisomie 21 (Down Syndrom) besitzt.

Rund 1.000 Frauen haben sich in Deutschland, der Schweiz und Österreich bereits diesem Test unterzogen.

"Zweitweilen konnte ich mich um nichts mehr anderes kümmern als um Frauen, die diesen Test wollten.", sagte Ute Wiedemann, Genetikerin vom Labor Dr. Risch.


WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   Gesundheit / Schwangerschaft & Baby
Schlagworte: Baby, Schwangerschaft, Bluttest, Down-Syndrom
Quelle: www.20min.ch

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.12.2012 10:12 Uhr von GulfWars
 
+44 | -8
 
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Find ich voll in Ordnung. So kann man das Kind wenn es betroffen ist gleich abtreiben. Besser als es später nach der Geburt abzustoßen und ins Heims zu stecken. Für die betroffenen Eltern ist das auf jeden Fall der bessere weg.
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31.12.2012 13:06 Uhr von Dracultepes
 
+8 | -2
 
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Wenn wir vorher noch die Dummheit ausrotten könnten, dann würde das nicht zur Hölle werden.
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31.12.2012 13:12 Uhr von Nebelfrost
 
+13 | -4
 
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@alfred_post

irgendwann muss immer ein anfang gemacht werden. kein mensch sollte in zukunft mehr unter solchen und anderen erkrankungen leiden müssen. ich bin ein großer verfechter der stammzellen- und embryonenforschung. diese muss absolut und überall legalisiert werden, um die geburt behinderter kinder von vornherein zu verhindern, damit nur noch gesunde kinder geboren werden. unter solchen krankheiten leidet jeder. nicht nur der betroffene selbst, sondern auch seine mitmenschen.

wir müssen überkommene, christliche moralvorstellungen über bord werfen. nur so hat die menschheit überhaupt die chance auf eine friedliche zukunft. erst wenn der mensch überwunden wird, kann der übermensch entstehen. das ist die essenz des transhumanismus. die wissenschaft ist der einzig vernünftige weg. also lasst uns sie konstruktiv einsetzen und zum wohle aller menschen dieser welt. auf der erde gibt es nur eine rasse und das ist der mensch. werft die waffen nieder und greift nach den sternen!

per aspera ad astra!

[ nachträglich editiert von Nebelfrost ]
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31.12.2012 14:44 Uhr von blaupunkt123
 
+19 | -4
 
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@ GulfWars

Bin ganz deiner Meinung auch wenn es hart ist.

Unsere Nachbarin hat einen behinderten Sohn.
Und ich denke, dass keiner weiß wie schwer es eine Frau/Familie hat ein Leben lang ein Behindertes Kind 24 Stunden zu betreuen.
Die Frau hat deswegen ihr Leben lang keinen Mann mehr gefunden, und konnte auch nicht mehr wegfahren.
Die einzige Zeit die sie am Tag hat, der Sohn in der Behinderten-Werkstätte ist.
Diese Zeit nutzt sie dann zum Einkaufen und Saubermachen.


Deshalb könnte ich da immer wild werden, wenn solche Tests und ggf, dann die Abtreibung mit dem dritten Reich in Verbindung gebracht werden !
Und mit der Aussiebung von Menschen etc.

Weil für den Behinerten ist es auch kein schönes Leben.
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31.12.2012 14:49 Uhr von Seravan
 
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Zweitweilen

???
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31.12.2012 17:35 Uhr von Erdnuss
 
+0 | -1
 
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@Seravan
Bin auch über das Wort gestolpert, das steht auch schon in der Quelle falsch.
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31.12.2012 17:46 Uhr von El_Caron
 
+8 | -2
 
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Ich habe in meiner Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen bei jeglicher geistiger Beeinträchtigung für mich verboten. Wenn es erlaubt wäre, würde ich auch aktives Nachhelfen einbeziehen.
Ich behaupte, mich entsprechend auch mit bestem Wissen und Gewissen für eine Abtreibung entscheiden zu können.

[ nachträglich editiert von El_Caron ]
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31.12.2012 23:45 Uhr von ThoraEightySix
 
+4 | -1
 
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Hmm... natürlich will ich keinem vorschreiben, wie er zu denken oder zu leben hat, immerhin gibt es tatsächlich eine Menge Eltern, die ein Kind mit Down-Syndrom haben und darunter leiden. Andererseits regt mich aber dieses Schema-Denken ziemlich auf. Woher will denn ein gesunder Mensch wissen, ob ein Behinderter (und ich gehe jetzt mal von jemanden aus, der von Geburt an behindert ist, egal ob geistig oder körperlich), wirklich unter DIESER leidet, sondern nicht vielmehr unter der Reaktion seiner Umwelt (vorausgesetzt, diese ist ihm überhaupt bewusst). Woher wollt ihr denn wissen, dass z.B. jemand mit Down-Syndrom wirklich NUR belastend ist und zu maximal einer Arbeit in einer Behindertenwerkstatt ist? Es ist zum Beispiel Fakt, dass wir Deutschen stark dazu neigen, eingeschränkte Menschen stark zu stigmatisieren und teilweise in "Ghettos" zu stecken (Behindertenheime, Werkstätten, etc,), nach dem Motto: "Aus den Augen, aus dem Sinn", in anderen Ländern (nicht in allen natürlich), wird viel mehr Wert darauf gelegt, solche Menschen in die Gesellschaft einzugliedern und eben nicht auszuschließen. Es gibt z.B. einen Mann mit Down-Syndrom (er stammt, glaube ich, aus Spanien), der hat einen Doktor-Titel und lehrt an einer Universität und hat davor jahrelang in einer ganz normalen Firma gearbeitet. Und er ist kein Einzelfall. Wenn man diesen Menschen eine Chance gibt, sind sie zu Unglaublichem fähig. Natürlich erfordert dies Mut und eine ganze Menge Kraft, weil die Bedürfnisse eines behinderten Menschen anders sind, als die von "Normalen", und mir ist auch klar, dass man das nicht von jedem verlangen kann. Aber per se, diese Menschen einfach "auszurotten", bzw. für sofortige Abtreibung zu plädieren, halte ich verkehrt. Denn das ist nichts, was man pauschalisieren sollte.

Zur Erläuterung, warum ich diese Haltung einnehme. Ich bin Asperger-Autistin. Das Asperger-Syndrom wird ebenfalls als eine Behinderung abgesehen oder als unheilbare psychische Krankheit bezeichnet. Ich habe Schwierigkeiten mit sozialen Interaktionen und ganz besonders mit der Kommunikation, die auf einer anderen Ebene basiert, als der Sachebene. Das Verhalten der Menschen ist für mich, wie eine Fremdsprache, die ich mühsam lernen muss und die für jeden "normalen" Menschen ganz instinktiv verläuft. Ich kann mich anpassen, bis zu einem gewissen Grad, doch es macht mich mit der Zeit krank und depressiv, wenn ich mich verstellen muss. Ich bin ein sehr direkter Typ Mensch, ausgesprochen logisch und zuweilen launisch, aber ich habe auch hohe moralische Grundsätze und bin durchaus in der Lage Zuneigung und Liebe zu empfinden, auch wenn ich dies anders ausdrücke. Aber bin ich durch meine Andersartigkeit weniger wert? Hätte meine Mutter mich abtreiben sollen, wenn es solch einen Test für Autismus gegeben hätte? Oder kann ich nicht auch meinen Beitrag leisten? Vielleicht sogar einen sehr großen?

Mit dem Down-Syndrom und vermutlich auch einigen anderen "Behinderungen" verhält es sich nicht anders, man muss solchen Leuten nur die Chance geben, sich auch zu beweisen!

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr,
Thora
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31.12.2012 23:46 Uhr von Anonimaj
 
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@Alfred_Post

Was ist denn das für ein Ablehnungsgrund???
Erinner mich an eine Folge Criminal Intent als ein Tauber Aktivist jemand umbrachte der Kindern Cochlea-Implantate einsetzte: Er bezeichnete das als "Genozid" an den Tauben 0_o .


Dann sterben "Trisomisten" eben aus, und?
Wenn ich schon die ekelhaften Glucken höre/sehe die was von einem Geschenk usw. faseln.
Ich traue denen zu, dass sie wirklich froh darüber sind. Damit sie immer ein Tamagotschi haben.


Jeder der gegen zukünftoige Designerbabys ist, ist auch so ein faschistoides Emowrack.
Sobald die damit argumentieren dass sie bzw. ihre Nachkommen dann bei Karriere und Partnerwahl einen Nachteil haben, haben die sich disqualifiziert.
Es ist ja nicht so, dass sie aktiv von jemand anderem geschädigt werden.
Nein, es ist moralisch völlig in Ordnung wenn Menschen die sich etwas verweigern dadurch in einen Nachteil geraten. Das ist KEIN legitimer Grund es den Anderen zu verbieten.

Und wenn sich dadurch eine echte Zwei-Rassen-Gesellschaft ("Homo Sapiens" und z.B. "Homo Sapiens Super") bildet, und?
Das ist die Entscheidung dieser Müslis dass deren Kinder ohne genetische Aufwertung gezeugt werden.
GATTACA zeigt eine POSITIVE Zukunft. Zumindest technich. Man sollte nirgends festhalten, ob jemand aufgewertet, oder natürlich gezeugt wurde. Wenn es dann jemand trotzdem schafft, OK. Wenn aber jemand einen realen Nachteil durch seine "Naturbelassenheit" hat, Pech.
Das ist aber wenigstens keine reine Benachteiligung aufgrund der Art der Zeugung, sondern nur aufgrund der realen Leistungen. Dass die Anderen besser sind (höherer IQ...), weil sie "Eugenics" sind, tut dabei nichts zur Sache.....


Es gibt "Wissenschaftler" die behaupoten die Intelligenz wäre nicht mehr großartig zu steigern.
Wohl auch nicht genetisch.
Aber es leben heute Menschen mit einem IQ von 200 oder mehr. Der Türsteher und jetzige Pferdehofbesitzer hat einen IQ von 200. Und ein Mädchen hatte/hatn einen IQ von 217 oder 227 (?).
Also ist es möglich.
Ich würde sofort zu einem Sheldon Cooper mutieren, wenn das möglich wäre.
Da verliere ich NICHTS was Bedeutung hat.
Was sollte mir da "fehlen"?

[ nachträglich editiert von Anonimaj ]
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01.01.2013 01:57 Uhr von mort76
 
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ThoraEightySix,
es passiert ja nun regelmäßig, daß die wirklich fitten Behinderten von der Behindertenwerkstatt auf normale Arbeitsplätze wechseln, aber das geht sehr oft schief:
Sie gehören in der Behindertenwerkstatt zu den besten, aber in der normalen Arbeitswelt dann de facto zu den schlechtesten Arbeitern.
Dementsprechend werden sie behandelt- das ist für viele unerträglich.
Ich finde, die Werkstätten haben schon ihren Sinn...
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01.01.2013 09:16 Uhr von mort76
 
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Digitalkäse,
so läßt sich leicht reden, wenn man nicht betroffen ist.
Du kannst ja mal einen lustigen Tag im Wohnheim verbringen oder eine der glücklichen Familien besuchen, die jahrzehntelang ihr "Kind" zuhause fördern und pflegen, bis sie sich aufgerieben haben...sowas bringt dich schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.
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01.01.2013 10:40 Uhr von Johnny Cache
 
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Man sollte es vielleicht einmal völlig neutral ohne die Erwähnung von Gentechnik und anderen Dingen, die von vielen Leuten als Teufelszeug angesehen werden, betrachten.

Wenn ich etwas auf eine Person zukommen sehe (z.B. ein bevorstehender Unfall) welches dessen Leben negativ verändert und ich es wider besseren Wissens und meinen Möglichkeiten nicht verhindere, dann bin ich wohl in jedem Fall eine miese Sau, juristisch mache ich mich wohl eher so etwas wie einer unterlassenen Hilfeleistung schuldig.
Und meine brillante Argumentation warum ich der Person nicht geholfen habe wäre dann: "Ist diese Person behindert denn weniger wert? Kann sie mit der Behinderung nicht auch ihren Beitrag leisten?!"

So, wer möchte jetzt einen Unfall haben?
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01.01.2013 11:22 Uhr von NitroPenta
 
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Die Aufregung all dieser Behindertenverbände empfinde ich als heuchlerisch. Die befürchten bloss, dass sie in Zukunft weniger Geld in der Kasse haben, wenn weniger Behinderte geboren werden.

Es würde sich auch lohnen mal auszurechnen, was ein Behinderter die Gesellschaft im Laufe seines Lebens kostet und was man mit den Ressourcen sonst anstellen könnte.
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01.01.2013 12:06 Uhr von mort76
 
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NitroPenta,
dann kann man auch gleich anfangen zu fragen, was denn wohl alte Leute die Gesellschaft kosten, oder was DU die Gesellschaft kostest, wenn du arbeitsunfähig oder schwer krebskrank würdest, und jeder von uns kann durch einen Unfall querschnittsgelähmt werden- wenn man dann nach den Kosten gehen würde, wäre all das dann wohl ein Todesurteil.

Die Behinderten gehen übrigens auch arbeiten, hier im Kölner Raum arbeiten fast alle Behindertenwerkstätten beispielsweise zumindest teilweise für Ford- die arbeiten Vollzeit, für ein sehr geringes Gehalt- so rechnet sich das für "die Gesellschaft" dann wieder.
Die Arbeit würde ein nicht-behinderter Mensch auch nicht schneller oder besser erledigen.

Und die hilfsbedürftigen Menschen werden uns auch in Zukunft nicht ausgehen, denn so, wie wir heute leben, nimmt deren Anzahl ja wohl eher zu- nicht umsonst wird ständig vor einem Pflegenotstand gewarnt, und um die Arbeit reißt sich nunmal auch keiner.

Wie du dir das mit dem Geld vorstellst, kann ich auch nicht nachvollziehen- es gibt keine "große Kasse" für alle, sondern festgelegte Pflegesätze, die ungefähr so hoch sind, wie es auch nötig ist, es ist also unabhängig von der Anzahl der Behinderten immer soviel Geld im Topf, wie gebraucht wird.
Kein Behindertenverband hat einen finanziellen Vorteil von einer steigenden oder sinkenden Anzahl der Behinderten.
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01.01.2013 12:16 Uhr von neminem
 
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Also ich bin dafür, alle Hartz IV-Empfänger zu liquidieren, denn sie bringen der Gesellschaft nichts ein. Die gibts doch nur, damit das Arbeitsamt mehr Geld bekommt. Man müsste mal ausrechnen, wieviel so ein Arbeitsloser bringen würde, wenn er arbeitete. o_O -_-
edit: ja das hat mort jetzt etwas sachlicher auf den punkt gebracht ;-)

@Johnny
Dein Argument läuft doch darauf hinaus, dass du einen bevorstehenden Unfall dadurch "verhinderst", dass du den Betroffenen vorher tötest. Zumindest wenn du dich auf die News beziehst.

@Anonimaj
Glaubst du nicht, dass es möglich ist, dass man heute gegen Designer-Babies argumentiert, es aber selbst nachholt, sobald es common sense ist? Wäre das dann heuchlerisch oder einfach nur intelligent, weil man sich dem verschärften Evolutionsdruck anpasst? Und würdest du das dann kostenlos anbieten oder nur den Reichen? Beschwerst du dich heutzutage eigentlich über die aufklappende Schere zwischen Arm und Reich oder bist du eher ein Befürworter und falls ja, zu welcher Schicht gehörst du, wenn ich fragen darf?

Mich wundert es nur, dass hier so viele gegen die aktuelle Weltfinanzwirtschaft wettern, aber hier so viele Plusses verteilen, wenn es um Designer-Babies geht. Zinseszins und Erbschaft schädigen ja sogesehen dann auch nicht aktiv andere.

[ nachträglich editiert von neminem ]
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01.01.2013 13:11 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ gulfwars
Für Eltern, die damit nicht umgehen können oder wollen, und deren Kinder ist es möglicherweise. Dennoch: ist es wirklich gut, zu sagen "du wirst eh nicht glücklich" und dem ungeborenen Kind somit jegliche Chance auf ein glückliches Leben oder auch nur überhaupt auf Leben zu nehmen?

@ nebelfrost
Und was machst du mit Kindern oder Erwachsenen, die im Laufe ihres Lebens krank oder behindert werden? Kinder, die behindert auf die Welt kommen, haben es oft sogar einfacher, da das für sie die Normalität darstellt.

@ blaupunkt
Und wie geht es dieser Nachbarin denn nun dabei, und wie geht es ihrem Sohn? Die Betroffenen empfinden ihr Leben oft viel positiver und erfüllender als Außenstehende das von ihnen denken.

@ Thora
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Menschen mit Down-Syndrom oder anderen "Behinderungen" (für mich ist dieses Wort viel zu negativ belegt) teilweise glücklicher und vor allem unbeschwerter sind als Menschen ohne Behinderung und insbesondere nicht unter ihrer Behinderung leiden. Die Lästereien nicht behinderter Mitmenschen stoßen bei ihnen oft einfach nur auf Unverständnis und werden mehr oder weniger ignoriert.
Ich wünsche dir, dass du auf viele verständnisvolle Menschen stößt, die dich so annehmen, wie du bist!

@ mort76
Ich habe mit Menschen mit Behinderung gearbeitet und auch deren Familien erlebt. Ich glaube, dass die allerwenigsten Eltern sich im Nachhinein für eine Abtreibung entscheiden würden, auch wenn sie gewusst hätten, dass das Kind eine Behinderung haben wird.
Da das sehr hypothetisch ist, drücke ichs mal anders aus: wenn solche Eltern ein weiteres Kind erwarten würden und sie wüssten, dass dieses Kind behindert sein würde und sie es abtreiben könnten, würden sie sich für eine Abtreibung entscheiden? Ich meine, in den seltensten Fällen.

[ nachträglich editiert von TheRoadrunner ]
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02.01.2013 07:26 Uhr von mort76
 
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Roadrunner,
ich arbeite seit ca. 20 Jahren mit Behinderten, und ich meine sagen zu können, daß einem diese Eltern genau das sagen, wovon sie wissen, daß man es hören will. Das ist Schauspielerei.

Es gibt zwar einerseits Eltern, die sich freuen, daß ihr Kind quasi nie das Haus verlassen wird und sie ständig jemand zum bemuttern haben- das Resultat sind dann völlig verzogene Behinderte, die garnichts können, wenn ihre Eltern dann zu alt sind, um sie weiter betreuen zu können, und die sich dann genauso verhalten wie verwöhnte, 40jährige Kinder.

Und viele der übrigen Eltern haben dann ein schlechtes Gewissen, weil sie ihr Kind ins Heim gegeben haben oder sie eine Mitschuld an der Behinderung zu glauben haben, und die erzählen dann das, was du erwähnst:
selbstverständlich hätten die nicht abgetrieben, und es ist natürlich egal, daß ihr Kind behindert ist, alles klar.

Einen ähnlichen Wahrheitsgehalt haben ja auch Aussagen wie: "selbstverständlich gehe ich gerne arbeiten!"
Irgendwann weiß man nunmal, was die Leute von einem hören wollen, und dann gibt niemand zu, daß er überfordert ist.
Sowas erzählt man mir dann unter vier Augen, wenn man mich länger kennt und mir vertraut...
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05.01.2013 20:11 Uhr von Anonimaj
 
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@DIgitalkäse

Dann wird das Kind eben ins Heim entsorgt, und ein neuer Versuch gestartet...
Besser?


Ob Digitalkäse so ein Fall ist?



@Johnny Cache

"Wenn ich etwas auf eine Person zukommen sehe (z.B. ein bevorstehender Unfall) welches dessen Leben negativ verändert und ich es wider besseren Wissens und meinen Möglichkeiten nicht verhindere, dann bin ich wohl in jedem Fall eine miese Sau, juristisch mache ich mich wohl eher so etwas wie einer unterlassenen Hilfeleistung schuldig."


Es gab den Fall da verklagte ein Mann den Arzt seiner Mutter auf Schadenersatz weil er lebt.
Ja, WEIL er lebt. Der Typ hat seiner Mutter absichtlich die Behinderung verschwiegen, damit die Mutter nicht abtreibt. Jetzt zahlt der Arzt wohl eine lebenslange Rente an den Behinderten.

Das sollte jeder der wärend des Merkel-Regime gebohren wurde auch machen.
Die Politiker die sich gegen PID aussprechen und die Macht hätten etwas zu ändern, sollte jeder Betroffene verklagen können.

Ganz ohne irgendeinen religösen Hintergrund (bin Ungläubiger):
Ich sehe es nicht als Nachteil, wenn man nicht geboren worden wäre.
Da könnte man sich auch keine Gedanken drüber machen.
Und wer sagt denn, dass ein Mensch (sein Bewusstsein) nur in dem einen Körper zur Welt gekommen wäre?
Wenn es nicht das eine Kind ist, dann evtl. das Nächste.
Das wäre so, als ob jemand ein "Montagsauto" akzeptieren soll, nur weil das arme Auto doch ein Recht auf Leben hat. Und mit "Jemand" meine ich beim Menschen nicht die Eltern, sondern denjenigen der in diesem "Montagsmodell" leben muss.
Ob man damit in den Bereich "Reinkarnation" geht oder nicht geht (oder nur "Inkarnation" ohne Re), das ist damit auch noch keine Religionsfrage.
Menschen haben ein individuelles Bewusstsein, das hängt wohl nicht mit dem einzelenen Spermium oder Eizelle zusammen. Wenn das Bewusstsein (z.B. durch Quanteneffekte) im Gehirn entsteht, dann entsteht es wohl frühestens wärend der Schwangerschaft.


"Und meine brillante Argumentation warum ich der Person nicht geholfen habe wäre dann: "Ist diese Person behindert denn weniger wert? Kann sie mit der Behinderung nicht auch ihren Beitrag leisten?!""

Genau, "ihren Beitrag leisten".....
Ähnlich wie hier:
http://www.sueddeutsche.de/...

Der Hintergrund in dem Fall ist wohl, dass man genug Arbeitsdrohnen als haben will, welche nicht die Wahl hat Drecksarbeit abzulehnen. Auch wenn das Niemand Verantwortliches zugeben würde.
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05.01.2013 20:11 Uhr von Anonimaj
 
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@NitroPenta
Zustimmung!

"Es würde sich auch lohnen mal auszurechnen, was ein Behinderter die Gesellschaft im Laufe seines Lebens kostet und was man mit den Ressourcen sonst anstellen könnte."
RTL hat das mal für eine Hart4-Empfängering gemacht.
Inkl. einem Kind und einem AUtenthalt in der Psychatrie waren es Kosten von 500.000 Euro.
Reine Kosten unter Berücksichtigung theoretischer Steuereinnahmen.




@Mort76
Die Hilfsbedürftigen werden zwar zunehmen, aber ab ~2035 wird es keine Menschen für die Arbeit brauchen.
Nein, so ein Roboter bracht keinen Menschen der ihn bedient, der kann absolut selbstständig arbeiten.
Inkl. Waschen, Klogang, Füttern usw..
Den zahlt dann entweder die Krankenkasse als Leihgabe (wie jetzt Sitze für die Badewanne usw.), oder man setzt den eh vorhandenen Haushaltsroboter (der putzt, kocht usw.) auch dafür ein.
Ein Behinderter verzichtet ja auch nicht auf den Rollstuhl, damit zwei Pflegekräfte ihn als ABM ständig rumtragen können.



@neminem

Warum sollten nur die Reichen sich das leisten können?
Was soll man denn "Nachholen"? Designerbabys müssen VOR der Zeugung designt werden.
Wenn die Deutschen Politiker Verbote schaffen, geht man halt ins Ausland. So wie heute mit der Leihmutterschaft.
Daher wird "kostenlos" schwer möglich sein. Falls sich das aber als "Common Sense" bei genug Menschen durchsetzt, wird der Staat evtl. in Handlungsdruck geraten, eben WEIL sonst Menschen benachteiligt werden. Sogar in Moralistan, äh Deutschland kann so etwas mal erlaubt und sogar von der Kasse bezahlt sein.....

Ich bin gegen die Schere zwischen Arm und Reich.
Neben einem BGE für alle (für den Anfang ~€400 + Krankenkasse), kann man miese Arbeit auch besser bezahlen, WEIL sie mies ist. Nach der Gleichen Logik, nach der früher "Schlechtwettergeld" auf dem Bau gezahlt wurde.
Dann bekommt die Supermarktdrohne halt das Gleiche Geld wie der SB im Jobcenter.
OK, schlechtes Beispiel, JC-SB ist noch deprimierender als SM-Drohne.
Dann eben die SM-Drohne so viel wie ein Steuerberater (sofern man das bei einem Selbstständigen vergleichen kann, aber es wird wohl einen Durchschnitt geben). Auch wenn ich das nicht gerade für Spaßig erachte. Es geht um den "Depri-Faktor" als mit Geld zu bezahlendes Gegenstück zur Bezahlung der höheren Qualifikation.
Meist sind die höher Qualifizierten Berufe ja weniger deprimierend bis Unterhaltsam. Letzteres betrifft dann die Ingenieure, Altertumsforscher, von mir aus auch "Sozialzeug" usw. die ihre Arbeit nicht durch die Bewerbungslotterie, sondern persönliches Interesse fanden.


@TheRoadrunner

"@ Thora
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Menschen mit Down-Syndrom oder anderen "Behinderungen" (für mich ist dieses Wort viel zu negativ belegt) teilweise glücklicher und vor allem unbeschwerter sind als Menschen ohne Behinderung"

Jaja, "seelig sind die geistig armen".....
Nochmal, ich wäre lieber ein "Sheldon Cooper", als die IQ-100-Arbeitsdrohne mit viel Sozial-Trara.
Lieber "Asperger" mit geistigen Vorteilen, als sich seinen "Spaß" und Lebenssninn über soziale Kontakte, Familie usw. holen zu müssen.
Wenn es also möglich wäre durch Medikamente oder sogar eine Hirn-OP solche Fähigkeiten zu entwickeln..... Ich würde mir das sicher nicht von einer Merkel, Von der Leyen, Pfaffen mit poltischen Einfluss (auf politische Gremien) usw. verbieten lassen.


Ich sehe es wie Mort76

Die Eltern wissen, dass man sie evtl. schief ansehen würde, wenn sie sagen, dass sie abgetrieben hätten, wenn sie es vorher gewusst hätten.
So als ob das Abtreiben gleichzusetzen ist, mit dem töten des z.B. 10-jährigen.
So denkt aber die tumbe ablehndende Masse dabei unterbewusst.

Und die Fälle mit den einsamen Hausglucken die noch froh darüber sind, erwähne ich auch gerne...


Hharharhar, jetzt auch npch das Beipsiel der tumben Masse die einem vorlügt, dass sie gerne arbeiten ;-D .
Ja, das ist mein Dauerthema. Einfach mal die Frage stellen, ob die Person denn auch noch die Arbeit beibehalten würde, wenn die Person 25mio im Lotto gewänne.
Ohne diese Frage glauben die evtl. wirklich, dass ihnen ihre Arbeit "Spaß" macht, danach kommen sie evtl. ins Grübeln was das überhaupt bedeutet...

Mit 25 Lux kann man gut lesen, aber tagsüber hat es draußen zigtausend, evtl. 50.000 Lux.
Wenn man mit dem Beamer im leicht hellen Raum auf eine weiße Wand beamt, ist die Wand auf einmal "schwarz", wo sie vorher "weiß" war. Zwischen den hellen Stellen im Bild.

Die tumbe Arbeitsdrohnen-Masse glaubt also "Spaß" zu haben, weil sie den Kontrast nicht kennt.
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09.01.2013 16:50 Uhr von angelthevampyr
 
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gibt eh zu viele menschen und irgendwo muss man anfangen, also bei behinderten bevor sie geboren werden. erstmal kosten sie nur geld und zeit, und für die betroffenen selber ist es leichter.. naja leicht weil die gibts dann nicht. und die eltern müssen sich keine vorwürfe machen oder so, können ihr leben normal und frei weiterleben. klar sagen alle down wäre ja nicht so schlimm und die eltern würden auch ihre mongos lieben usw.. aber bitte, seit mal ehrlich.. so toll ist das doch nicht und die eltern haben keine andere wahl als das du sagen wenn sie nicht gesellschaftlich total durchfallen wollen.

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