Aufgewickelte Fugendichtung entrollt: Mord aus dem Jahr 1739 wirft Rätsel auf
(Wussten Sie schon)

Infos des Autors zum Text:

Am 29. Februar 2012 erschien bei ShortNews ein Artikel über eine mysteriöse Fugendichtung, die in den Niederlanden entdeckt wurde und sich als Geschenkliste aus dem Jahr 1771 entpuppte. Die Geschichte geht aber weiter, denn man fand weitere Papierschnippsel in den Ritzen - unter anderem auch zu einem Mord aus dem Jahr 1739, worüber dieser Artikel nun berichtet.
Zuerst sollte ich erwähnen, dass man die "Fugendichtungen" in einem Wohnhaus in Amersfoort (Niederlande) gefunden hat. Nebst der bereits erwähnten Geschenkliste, fand man dort auch weitere Schnippsel in den Ritzen und Spalten. Die meisten waren schön aufgewickelt und sollten die Zugluft abhalten. Beim Abwickeln entdeckte man, dass der Großteil der Schnippsel von der "Schepenbank" in Leersum stammen. Die "Schepenbank" kann man heute vergleichen mit einer Art von Gericht, bestehend aus Bürgermeister, Stadthalter oder andere Würdenträger.

In eines Dokumente geht es um "Teunis", verheiratet, zwei Kinder. Als Teunis den Mord beging, waren seine Töchter erst sieben und zehn Jahre alt. Der Täter selbst war etwa 40, als er den Mord beging und war bereits zweimal wegen Körperverletzung vorbestraft.

Das Verbrechen:
Teunis Dirkse Woudenberg und Schafhirte Gerrit Pieterse Cruijff tranken am Abend in der Kneipe ein Bier, als es zur Schlägerei kam. Teunis wollte Gerrit kein Bier ausgeben. Irgendwann gingen beide getrennte Wege, müssen sich aber irgendwo wieder begegnet sein. Gerrit ging angeblich mit einem Messer auf Teunis los. Teunis war jedoch schneller und stach zuerst zu, traf Gerrit in der Herzgegend, worauf dieser zu Boden stürzte und fast sofort verstarb.

Teunis floh vom Tatort, schickte aber noch einen Bekannten hin, der schauen sollte, wie es um das Opfer bestellt ist. Er gab außerdem an, jetzt fliehen zu müssen, er wisse aber nicht wohin.

Die Fugendichtung:
Und hier kommt nun diese ominöse Fugendichtung ins Spiel, denn es ist ein Brief vom damaligen Drost, der den Kollegen in IJsselstein darum bittet, Teunis dort aufzunehmen. Weswegen? Ist unbekannt.Wollte er Teunis decken? Hatte er Mitleid mit dessen Frau und Kinder? Wollte er nur einfach nichts mehr von der Sache wissen? Dieses Rätsel wird wohl ungeklärt bleiben, aber es ist schon interessant, was sich alles hinter einem Papierschnippsel zwischen zwei Holzdielen so verbergen kann... ganze Dramen anscheinend.

Quelle (mit Bild und kompletter Text des Dokuments) zu finden unter: archiveemland.nl - Tochtstrip ontvouwt zich tot moordzaak

Mit freundlichen Grüßen,
Sijamboi


Verfasst von Sijamboi am 29.02.2012 um 19:04 Uhr



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