Jubiläum: 50 Jahre SETi - Wo bleibt aber ET?
(Freistil)

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Seti feiert heute seinen 50. Geburtstag. Die "Search for Extraterrestrial Intelligence", die Suche nach außerirdischen Existenzen, nahm seinen Anfang, als Astronom Frank Drake am 8. April 1960 sein Radiotelescop auf den Stern Tau Ceti richtete. Er suchte einige Zeit nach Leben im All, aber der erste Versuch blieb erfolglos.
Sein zweiter Versuch war erfolgreicher. Drake richtete sein Telescop auf den Stern Epsilon Eridani und empfing ein sehr starkes Signal. Der Forscher fiel fast vom Hocker, aber ihm wurde gleichzeitig bewusst, dass es wohl extrem zufällig wäre, wenn er bereits beim zweiten Suchlauf außerirdisches Leben entdecken würde. Das Signal stammte tatsächlich nicht von ET, sondern von einer geheimen Radaranlage der US-Armee.

Und so blieb es dann auch die nächsten 50 Jahre: keine Signale aus dem All. Zwar ab und wann einen Fehlalarm und einige mysteriöse Signale, aber keinerlei Hinweise, die fremdes Leben im All bestätigen würden. Im Buch "The Eerie Silence" schreibt Paul Davies - Vorsitzender vom Post-Detection-Team - dass es jetzt Zeit wird, etwas anderes zu versuchen bei der Suche nach außerirdischem Leben. Dass man in den letzten 50 Jahren keinerlei brauchbare Signale empfangen hat, könne nur zwei Dinge bedeuten: entweder sind wir tatsächlich komplett alleine im Universum, oder... man mache etwas falsch bei der Suche nach Leben im All.

Davies glaubt daher, dass SETI seinen Schwerpunkt verlegen sollte, denn nach Messages von Außerirdischen suchen ist nicht logisch. Die Außerirdischen wissen ja gar nicht, dass wir Menschen existieren. Stellt euch eine Zivilisation in 1.000 Lichtjahren Entfernung vor. Die Wesen dort, sehen uns ja nicht, wie wir heute sind, sondern, wie wir vor 1.000 Jahren waren. Es gibt also gar keinen Grund anzunehmen, dass die Außerirdischen uns bereits vor 1.000 Jahren Nachrichten schickten. Bis "die" die erste Botschaft von der Erde empfangen haben, werden noch gut 900 Jahre vergehen, so Davies. Paul Davies schlägt daher vor, dass wir uns mit der Archäologie im All befassen. Dabei sollten wir aber nicht nach Plastik oder Abfall suchen (denn das wäre längst verschwunden), sondern nach Atommüll oder die außerirdische Variante des Treibhauseffekts suchen.

Ob SETI also den 100. Geburtstag noch erleben wird, steht in den Sternen.


Verfasst von Sijamboi am 08.04.2010 um 13:35 Uhr



Kommentare 1-5 von 5      


08.04.10 15:22 Uhr alphanova
Gut geschrieben
Ein kurze, aber interessante Zusammenfassung der bisherigen Geschichte des SETI-Projekts.

08.04.10 16:00 Uhr Sijamboi
Danke alphanova
Ich dachte, ich probiere mal die Freizone aus. Und SETIs Geburtstag schien mir da genau richtig.

08.04.10 16:50 Uhr hostmaster
Interessanter Artikel
Zum 50-jährigen Jubiläum der interstellaren Suche nach Radiosignalen. Leider etwas zu lang als News, aber in der "Freizone" gut aufgehoben.

08.04.10 16:54 Uhr Sijamboi
Danke Hostmaster
Ich hätte daraus kaum eine News machen können. Habe schon für die Freizone die Hälfte vom Artikel kürzen müssen. Danke für die Lorbeeren.

28.09.10 13:53 Uhr thenoerzer
sehr schön gemacht
sehr schön gemacht also finde deine nes supper toll

   

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