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02.01.2013 22:54 Uhr
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Unsere heutige Gesellschaft
Heute folgende heftige Debatte auf der Arbeit
(Wir haben heut gar nix getan, weil unser Computer System erneuert wurde, daher die Zeit fürs reden):

Argument 1:
Diskutiert wurde, ob man sich Kinder leisten kann. Eine Arbeitskollegin meinte, man solle doch erst mehr verdienen und von der Zeitarbeit weg.

Meine Meinung war nur, dass ein Hilfsarbeiter auch in vielen Jahren ein Hilfsarbeiter bleiben wird, dieser wird sich NIE ein Kind geschweige eine Familie leisten können.

Und die sich es leisten können, tun es nicht, weil Karriere und Freiheit wichtiger sind.


Argument 2:
Wir brauchen mehr Kinder, wegen der Rente
Aber wer soll das alles zahlen? Der Staat muss das alles vorfinanzieren und kriegen diese Mehrkinder auch später einen Job und dann auch in die rentenkassen einzahlen zu können.

Meine Meinung: Jetzt schon viele Kinder in die Welt setzen, dann Rentenbeiträge um die Hälfte senken, dadurch müssen auch Arbeitgeber weniger zahlen und schafft dadurch mehr Arbeitsplätze und eventuell eine Lohnerhöhung die noch nichtmals durch teurere Preise zu finanzieren wäre.

Jede/r Kinderlose sollte sich mal im Klaren sein, was wäre, hätten wir gar kein staatliches Rentensystem. Der ohne Kinder wäre arm dran im Alter.


Meine Meinung ist diesbezüglich: Unsere degenerierte Gesellschaft ist daran schuld, dass Kinder in armen Verhältnissen leben bzw, das wir so ein System in Deutschland haben, dass sich kaum einer ein Kind leisten kann/will und dass die Folge hat, das wir auch im hohen Alter nur noch dahin vegetieren, denn anders wirds nicht sein von Grundrente von 600 Euro, was sich anbahnt.

Und die Gutverdienenden, Wohlhabenden und Reichen sind schuld daran, das sich der Kleine Mann ohne Staat kein Kind mehr leisten kann

Devils_Eye
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18 Kommentare

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"Wir brauchen mehr Kinder, wegen der Rente"
02.01.2013 23:16 Uhr von sicness66
 
+2 | -7
 
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Sicness
02.01.2013 23:23 Uhr von Devils_Eye
 
+2 | -3
 
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Dann bring doch ein vernünftiges Gegenargument statt nur Nein zu schreiben
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..
02.01.2013 23:45 Uhr von Gringo75
 
+2 | -6
 
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Da muss ich erst die Gegenfrage stellen
03.01.2013 00:27 Uhr von sicness66
 
+4 | -6
 
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Weißt du wie das Rentensystem funktioniert ?
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Ja
03.01.2013 00:33 Uhr von Devils_Eye
 
+2 | -2
 
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so in etwa, dass wir Arbeitnehmer einzahlen und das Geld an die Rentner geht. Natürlich ist das komplexer, aber wenn kaum eingezahlt wird, weils kaum Rentenzahler gibt, kann auch kaum was ausgegeben werden, es sei denn der einzelne zahlt dann wieder mehr.

Bsp: Ein Rentner bekommt 1000
Wenn es einen Zahler gibt, muss er 1000 einzahlen
Zwei: Jeder 500
Drei: 333
Vier: 250
Fünf: 200
usw usf
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Devil
03.01.2013 00:48 Uhr von sicness66
 
+2 | -3
 
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Du hast es doch schon fast richtig erkannt.

Überall wird ja vom Jobwunder schwadroniert, was nur einseitig stimmt. Es gibt so viele Beschäftigte wie nie in Deutschland (rund 40 Millionen). Von diesen zahlen aber nur 28 Millionen in die Kassen ein. Dazu kommen die Arbeitslosen + die, die irgendwo versteckt in Statistiken "arbeiten". Das sind dann also über den Daumen gepeilt 15 Millionen Menschen die monatlich und jährlich nicht einzahlen.

Wenn man schon 1/3 davon sozialversicherungspflichtig beschäftigen würde, bräuchten wir das Thema gar nicht anzufassen.
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Fred
03.01.2013 10:09 Uhr von BrillenPutzTuch
 
+2 | -3
 
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Hast du deswegen keine Kinder?
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Fred
03.01.2013 10:35 Uhr von BrillenPutzTuch
 
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Danke. Das ist bisher auch meine Erfahrung mit kinderlosen Menschen Ü40.
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Ich denke auch, dass...
03.01.2013 10:39 Uhr von s3xxtourist
 
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@Fred @sexxi
03.01.2013 13:04 Uhr von sicness66
 
+2 | -3
 
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Das ist mir schon bewusst, dass wir 20 Millionen Rentner in Deutschland haben und das die Zahl noch steigen wird. Aber allgemein wird so getan, als wäre das ein neues Phänomen.

Nur mal ein kleines Beispiel: 1950 kam auf eine Person mit einem Alter von über 65 Jahren 6,9 Personen im Alter von 15-65. 20 Jahre später waren es nur noch 4,6 Personen. Im Jahr 2000 4,1 Personen. Ich habe nichts von einem demografischen Wandel in den 60er-70ern gehört ?!? Und ja, damals gab es weniger Rentner mit geringerer Lebenserwartung (1960: 69, 2010: 79), aber damals wurde im Vergleich zu 2000 oder heute auch viel weniger erwirtschaftet weil es weniger Erwerbstätige und Produktivität gab. Aber das System hielt.

Das System kann aber nicht bestehen, wenn man eine jährliche Preissteigerung von 2% annimmt aber nur Lohn- und Gehaltserhöhungen von 1% bekommt, es kann nicht funktionieren, wenn 4% pro Monat des Bruttolohns in die PV gehen (by the way: PV-Prognosen sind in der Regel statische Betrachtungen^^). Es kann nicht funktionieren, wenn die Beiträge ab einem bestimmten Betrag gedeckelt werden, es kann nicht funktionieren, wenn sich die Arbeitgeber aus der Finanzierung immer weiter heraushalten usw. usf.

@sexxi:

Kann ich so nicht teilen die These. China ist ja ein gutes Beispiel. In Ostdeutschland ist zwischen 1990 und 1991 die Fertilitätsquote von 1,5 auf 0,9 gesunken und hat sich heute wieder auf ~ 1,4 stabiliert. Was sagt das ? :)

Die Grundlegende Frage muss lauten: Um welche Größe wollen wir in Zukunft die Rente koppeln ? Arbeit oder Kapital ? Koppeln wir die Rente weiter an die Arbeit, muss sich die Arbeitsproduktivität erhöhen und damit schlichtweg auch die Entlohnung. Koppeln wir die Rente ans Kapital, muss es zu ständigen Umsatz- und Gewinnwachstum kommen.
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@Sincess
03.01.2013 13:19 Uhr von s3xxtourist
 
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Es wurde halt in der Vergangenheit verabsäumt, dass Maschinen in die Rentenkasse einzahlen ;-) Die Produktivität ist ja bereits in den letzten Jahrzehnten eklatant gestiegen....wenn man die Produktivität als Bezugsgröße nimmt, dann wäre eine Finanzierung des Rentensystems nach wie vor möglich.
Das Problem der Demographie ist den politischen Ökonomen bereits seit den 70er Jahren bekannt (Pillenknick)...nur wurde viel zu lange beflissen weggesehen....jetzt ist es beinahe unmöglich, das Ruder noch herum zu reißen, und es wird so getan, als sei das Problem des demographischen Wandels erst seit einigen Jahren bekannt....
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sexxi
03.01.2013 13:37 Uhr von sicness66
 
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Was heisst Ruder herumreissen ?

Klar wird die Rente jedes Jahr weniger. Aber das liegt nicht daran, dass wir zu wenige Beitragszahler aufgrund der Demografie haben. Ansonsten hätten dritte Welt Länder keine Rentenprobleme. Dort gibts nur keine Arbeit mit anständiger Entlohnung. Hier schon (eigentlich).

Wir haben zu wenige Beitragszahler, weil es immer noch zu wenige sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze (70%) gibt. Von einer anständigen Entlohnung jener, will ich gar nicht sprechen.

Noch ein Nachtrag zu Produktivität: Um 1900 versorgte ein Landwirt durchschnittlich drei Nichtlandwirte, heute sind es rund 90. ;-)
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Jo na und?
03.01.2013 13:52 Uhr von ghostinside
 
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Das sind eben verschiedene Ansichten auf das Leben. Wenn ich später als alter Sack im Schaukelstuhl sitze und mich frage, ob ich mein Leben auch anständig gelebt habe, und zum Schluss komme, dass eigentlich alles super war, ist es völlig nebensächlich, ob vor mir meine 12 Enkel oder eine geile heiße 25-jährige rumturnt, die sowieso nur scharf auf mein Geld ist.

Jeder nach seiner Fasson. An dieser Frage wird die Gesellschaft nicht scheitern.

[ nachträglich editiert von ghostinside ]
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Was?
03.01.2013 14:07 Uhr von ghostinside
 
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Also willst du ne Zweiklassengesellschaft ? Diejenigen ohne und mit Kinder ? Schon mal was vom Grundgesetz gehört ? Vielleicht sollten dann Männer härter bestraft werden, weil sie schon aus biologischen Gründen keine Kinder bekommen können oder wir stellen Abtreibung wieder unter Strafe.

Ich hoffe, du hast dich falsch ausgedrückt...
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@Male
03.01.2013 14:16 Uhr von sicness66
 
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Nen bissl verrant in dieser Frage, was ^^ Du denkst da viel zu kurz. Was machst du mit Lehrern, Pflegern, Krankenschwestern, Ehrenämtlern etc. ohne Kinder ? Haben die das alles nicht verdient ? Das riecht streng nach Gesinnungsprüfung. Nee danke.
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Nunja
03.01.2013 15:03 Uhr von sicness66
 
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Die Steuerklassen regeln ja schon die Ungleichbehandlung. Vielmehr muss man sich die Frage stellen, ob die Anreizsysteme für das Kinderkriegen (Kindergeld, Elterngeld, Freibeträge) überhaupt die richtigen sind.

Der Pillenknick hat sich in den 70ern ergeben. Seitdem dümpelt Deutschland um die 1,4, mal höher (1997: 1,44)), mal niedriger (1985: 1,28). Ich nehme mal Ostdeutschland nach der Wende raus (1994: 0,77).

Was sagt mir das jetzt. Gab es einen Mentalitätswechsel in den 70ern ?
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Also
03.01.2013 15:09 Uhr von sicness66
 
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ein reines Frauenproblem :p

(nicht ernst gemeint) ^^
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